26/05/2026
Heute ist Wäldchestag – also: Auf ins Wäldche!
Jährlich ziehen Frankfurter*innen am Dienstag nach Pfingsten in den Stadtwald, um den sogenannten Wäldchestag zu feiern. Diese Tradition ist bereits seit dem späten 18. Jahrhundert bezeugt. Aus dem gemeinsamen Picknick unter Bäumen, wie auf dem Gemälde von Heinrich Hasselhorst aus den 1870er Jahren zu sehen, entwickelte sich ein großes Volksfest mit Attraktionen und Festzelten.
Mittlerweile wird Frankfurts „Nationalfeiertag“ nicht nur am Dienstag, sondern auch am Pfingstwochenende von Freitag bis Montag gefeiert. Rund um das Oberforsthaus im Stadtwald gibt es dann einen bunten Mix aus Fahrgeschäften, gastronomischen Angeboten und Bühnenprogrammen.
Noch in den 1990er Jahren schlossen mittags die Frankfurter Geschäfte und Büros, um gemeinsam den Wäldchestag in der Natur zu genießen. Diese Tradition ist in den vergangenen Jahren etwas in Vergessenheit geraten. Nur die Stadtverwaltung hält noch daran fest und entlässt ab 12 Uhr alle Angestellten ins Grüne!
Bilder:
Hermann Treuner, Wäldchestag in Frankfurt 1905, Foto: HMF, Horst Ziegenfusz
Heinrich Hasselhorst, Wäldchestag, Frankfurt 1870er Jahre, Foto: HMF, Horst Ziegenfusz
Margit Matthews, Apfelweinausschank beim Wäldchestag am 31.05.1955, Repr. 1988, Foto: HMF, Horst Ziegenfusz