Galerie Hübner & Hübner

Galerie Hübner & Hübner Mitglied im BVDG und IG Frankfurter Galerien. Impressum: http://www.galerie-huebner.de/impressum

Seit 1998 zeigt die Galerie im Frankfurter Westend medienübergreifend aber mit klarem Schwerpunkt auf Malerei 27 Stammkünstler mit frischen, vorwiegend figürlichen Positionen.

„Mein Leben ist sehr chaotisch. Vielleicht ist es auch das, was in meiner Malerei an die Zwanzigerjahre erinnert.“ - Zos...
01/04/2026

„Mein Leben ist sehr chaotisch. Vielleicht ist es auch das, was in meiner Malerei an die Zwanzigerjahre erinnert.“ - Zosya Rozenfeld

Tatsächlich wird Rozenfelds Malerei immer wieder mit Werken der 1920er Jahre in Verbindung gebracht. Unser heutiges Werk der Woche greift diesen Gedanken auf:

📌 Werk der Woche

Im Porträt Rina von Zosya Rozenfeld sitzt die Figur leicht gedreht, der Blick geht zur Seite. Sie ist klar im Bild präsent – und gleichzeitig nicht auf uns bezogen.

Diese Haltung kennt man aus Porträts der 1920er Jahre: Figuren, die im Raum stehen, ohne sich den Betrachtenden zuzuwenden. Sie sind sichtbar, aber nicht darauf ausgerichtet, gelesen oder verstanden zu werden.

Auch hier bleibt die Person bei sich. Ihr Blick geht nicht zurück, sondern an uns vorbei – als wäre dieser Moment unabhängig davon entstanden, betrachtet zu werden.

Zosya Rozenfeld arbeitet aus Beobachtungen. Man merkt dem Bild an, dass nichts daran gestellt ist. Die Figur wirkt nicht wie ein Porträt, das etwas zeigen will, sondern wie ein festgehaltener Moment.

Gerade darin liegt die Stärke des Bildes: Es zeigt eine Person, die nicht für den Blick der anderen existiert.

ℹ️ Details zum Werk
Rina
Zosya Rozenfeld
2025
Öl auf Leinwand
50 x 40 cm

➡️ Teil unserer aktuellen Ausstellung Begegnungen, die zu Bildern werden - Zosya Rozenfeld bis 10. April.

Ein Blick reicht hier nicht aus Mehrere Figuren treten im Bild nebeneinander auf. Manche erscheinen deutlich im Vordergr...
23/03/2026

Ein Blick reicht hier nicht aus

Mehrere Figuren treten im Bild nebeneinander auf. Manche erscheinen deutlich im Vordergrund, andere bleiben nur angedeutet im Hintergrund. Ihre Blicke gehen in unterschiedliche Richtungen, als würden verschiedene Momente gleichzeitig sichtbar werden.

Zosya Rozenfeld arbeitet hier nicht mit einer einzelnen Szene, sondern mit Beobachtungen, die sich überlagern. Gesichter, Gesten und kleine Details – eine Hand, ein Blick, ein Tier – treten nebeneinander auf und formen ein vielschichtiges Bild von Begegnungen.

Die Figuren wirken dabei nicht wie klassische Porträts. Sie erscheinen eher wie Eindrücke, die sich im Prozess des Zeichnens verdichten. Linien und Farbschichten bleiben sichtbar und geben dem Bild eine besondere Unmittelbarkeit.

So entsteht ein Werk, das weniger eine konkrete Situation erzählt als das, was aus Beobachtungen entstehen kann: ein Zusammenspiel aus Menschen, Momenten und Stimmungen.

ℹ️ Details zum Werk
Zosya Rozenfeld
2025
Öl auf Leinwand
50 x 65 cm

➡️ Teil unserer aktuellen Ausstellung Malerei - Zosya Rozenfeld.

Begegnungen, die zu Bildern werdenVor fast auf den Tag genau vier Jahren ist Zosya Rozenfeld aus der Ukraine nach Deutsc...
13/03/2026

Begegnungen, die zu Bildern werden

Vor fast auf den Tag genau vier Jahren ist Zosya Rozenfeld aus der Ukraine nach Deutschland gekommen. Heute studiert sie an der Kunstakademie Düsseldorf und beschäftigt sich vor allem mit Ölmalerei.

Ihre Zeichnungen entstehen aus Beobachtungen. Sie zeichnet nicht aus dem Kopf, sondern aus dem, was sie sieht. Menschen, Ereignisse und – wie sie selbst sagt – „die Schönheit des Lebens“ inspirieren sie.

Manchmal fertigt sie ihre Skizzen im Café an. An anderen Tagen bekommt sie Besuch von Freund*innen oder auch von Fremden in ihrem Atelier.

Unabhängig davon, wie gut sie die Menschen bereits kennt, lernt sie die Porträtierten durch das Malen noch besser kennen. Im Prozess entstehen neue Gefühle – und über die Zeichnungen zeigt sich oft mehr, als sich im Gespräch sagen lässt.

📌 Zosya Rozenfeld - Malerei
13 März - 10. April 2026
Galerie Hübner + Hübner

➡️ Eröffnung: Freitag, 13. März, 18 Uhr
Gespräch mit Zosya Rozenfeld: 19 Uhr

Eine Person sitzt und liest. Der Körper ist entspannt, der Blick im Buch versunken. Der Moment wirkt unbeobachtet - als ...
12/02/2026

Eine Person sitzt und liest. Der Körper ist entspannt, der Blick im Buch versunken. Der Moment wirkt unbeobachtet - als wäre er nicht dafür gedacht, gesehen zu werden.

In Elucidated presence III scheint sich Dela Quarshie nicht für eine Inszenierung für die Zuschauenden zu interessieren. Das Bild zeigt keine Pose, keinen aufgesetzten Ausdruck, keine angestrengte Haltung. Es zeigt einen inneren Zustand: ganz bei sich zu sein.

🐙 Die oktopushaften Haare legen sich um den Körper wie eine zweite Schicht. Sie wirken ruhig, haltend, schützend. Anders als in anderen Arbeiten sind sie weniger Zeichen von Bewegung als Ausdruck von Abgrenzung nach außen. Die Person bleibt ganz bei sich.

Das Werk macht sichtbar, wie Präsenz aussehen kann, wenn sie nicht performt wird.

📌 Details zum Werk:  
Elucidated presence III
Dela Quarshie 
2023
Ölpastell, Ölfarbe und Acrylpapier auf Leinwand
120 x 125 cm
 
➡️ Zu sehen in unserer aktuellen Ausstellung The Body’s Silent Rebellion.

07/02/2026
In diesem Porträt richtet Dela Quarshie den Blick auf das, was Identität ausmachen kann. Statt detaillierter Gesichtszüg...
28/01/2026

In diesem Porträt richtet Dela Quarshie den Blick auf das, was Identität ausmachen kann. Statt detaillierter Gesichtszüge stehen Blick, Haltung und Ausdruck im Mittelpunkt. Sie verleihen der Figur Präsenz, Ruhe und eine selbstbewusste Gelassenheit.

Die oktopushaften Formen des Haares verweisen auf ein wiederkehrendes Motiv in Quarshies Arbeiten. Der Oktopus steht für Anpassungsfähigkeit und Wandelbarkeit – und damit sinnbildlich für menschliche Identität, die sich bewegt, verändert und an ihre Umwelt anpassen kann.

Das Werk lädt dazu ein, Porträt nicht als bloßes Abbild zu verstehen, sondern als Moment: offen, vielschichtig und in Beziehung zu den Betrachtenden.
Reflection zeigt, dass es keine detaillierten Gesichtszüge braucht, um einen Menschen in seiner Identität und seinem Auftreten wahrzunehmen.

ℹ️ Details zum Werk:
Reflection
Dela Quarshie
2025
Acryl auf Leinwand
80 × 60 cm

Ausstellungseröffnung: Freitag 23. Januar um 18 Uhr In das neue Jahr 2026 starten wir mit zwei Ausstellungen, die auf un...
19/01/2026

Ausstellungseröffnung: Freitag 23. Januar um 18 Uhr

In das neue Jahr 2026 starten wir mit zwei Ausstellungen, die auf unterschiedliche Weise zentrale Fragen um Körper, Identität, Ausdruck und Wahrnehmung verhandeln: im Erdgeschoss Dela Quarshie mit The Body’s Silent Rebellion und im ersten Stock Gunilla Jähnichen mit unbroken promises.

Während Quarshie Identität als fluide, hybride und gesellschaftlich geformte Konstruktion sichtbar macht, richtet Jähnichen den Blick auf Emotion, Ausdruck und die Wirkung kleiner Gestik.

The Body’s Silent Rebellion – Dela QuarshieIn The Body’s Silent Rebellion verwandelt Dela Quarshie die Bildfläche in ein...
19/01/2026

The Body’s Silent Rebellion – Dela Quarshie

In The Body’s Silent Rebellion verwandelt Dela Quarshie die Bildfläche in einen Resonanzraum für Fragen um Körper, Identität und gesellschaftliche Zuschreibungen. In seinen Werken erscheinen Körper als hybride Figuren, die sich zwischen Menschlichem und tentakelartigen, oktopushaften Formen bewegen - ein visuelles Sinnbild für Identität als etwas Fluides, Anpassungsfähiges und stets im Wandel Befindendes. Die tentakelartigen Erweiterungen, die sich in organischen Linien über die Leinwand ziehen, stehen nicht nur für das Potenzial zur Metamorphose, sondern auch für das Hinterfragen von Grenzen und Zuschreibungen.

Die reichen Farben, mosaikartigen Körperflächen und figürlichen Transformationen führen vor Augen, wie Identität nicht als statisches Konstrukt existiert, sondern als Ergebnis individueller Erfahrungen und gesellschaftlicher Einflüsse - ein leiser, aber eindringlicher Widerstand gegen normative Erwartungen an Geschlecht, Körperlichkeit oder Zugehörigkeit. Quarshies Arbeiten lesen sich als visuelle Reflexion darüber, was von uns bleibt, wenn wir uns verändern, und wie stark äußere Zuschreibungen unsere Vorstellungen von uns selbst prägen.

unbroken promises – Gunilla JähnichenMit unbroken promises richtet Gunilla Jähnichen den Blick auf Emotion, Ausdruck und...
19/01/2026

unbroken promises – Gunilla Jähnichen

Mit unbroken promises richtet Gunilla Jähnichen den Blick auf Emotion, Ausdruck und die Frage, welche Wirkung Gestik auf Betrachtende haben kann. In vielfachen Farbschichten und reduzierten Linien bewegen sich ihre Figuren zwischen Figuration und Abstraktion. Sichtbar werden dabei nicht nur menschliche Gestalten, sondern auch innere Zustände, die sich in Mimik, Gestik und Form niederschlagen.
Jähnichen interessiert, welche emotionalen Bewegungen diese Figuren auslösen - von Nähe und Zuneigung bis zu Verunsicherung und zarter Verletzlichkeit.

Der Ausstellungstitel unbroken promises verweist auf das fragile Verhältnis zwischen Erwartung und Erfüllung: Ein Versprechen trägt immer das Risiko in sich, gebrochen zu werden und doch bewahrt es die Kraft, Vertrauen zu stiften. richtet einen spielerischen, zugleich präzisen Blick auf das, was wir in Linien und Flächen zu erkennen glauben und darauf, wie schnell wir in abstrahierte Zeichen etwas Menschliches hineinlesen.

Unser Blick sucht Ordnung. Bei einem runden, gerahmten Bild erwarten wir Symmetrie und das Wesentliche genau dort, wo al...
17/12/2025

Unser Blick sucht Ordnung. Bei einem runden, gerahmten Bild erwarten wir Symmetrie und das Wesentliche genau dort, wo alles zusammenläuft: in der Mitte. In traffic mirror nutzt James Lloyd genau diese Erwartung.

👀 Der Verkehrsspiegel zieht den Blick nach innen, rahmt die Szene, suggeriert Übersicht. Doch das Entscheidende liegt nicht dort, wo man es vermutet. Erst beim genaueren Hinsehen wird eine Figur sichtbar, fast versteckt, leicht an den Rand gedrängt: der Künstler selbst, mit Leinwand.

🌿 traffic mirror macht sichtbar, wie sehr unsere Sehgewohnheiten von Erwartungen geprägt sind - und erinnert daran, wie wichtig es ist, diese Erwartungen immer wieder zu hinterfragen, um offen für neue Perspektiven zu bleiben.


ℹ️ Details zum Werk:
traffic mirror
James Lloyd
2025
Öl auf Leinwand
76 x 71 cm

➡️ Zu sehen in unserer Ausstellung Two Decades Lloyd & Hübner, bis 24. Dezember.

In einem Feed voller Geschwindigkeit zeigen wir etwas anderes:Malerei, die Zeit braucht.Seit zwanzig Jahren begleitet di...
07/11/2025

In einem Feed voller Geschwindigkeit zeigen wir etwas anderes:
Malerei, die Zeit braucht.

Seit zwanzig Jahren begleitet die Galerie Hübner + Hübner die Malerei von James Lloyd.�
Seine neuen Arbeiten sind Beobachtungen: Momente, die sonst übersehen würden - festgehalten mit Geduld, Nähe und einem Blick für Details.

Two Decades Lloyd & Hübner
📅 21. November – 24. Dezember 2025
📍 Galerie Hübner + Hübner, Frankfurt am Main

📌 Ausstellungseröffnung:
21. November um 18 Uhr
Künstlergespräch: 19 Uhr

🇬🇧English version:

In a feed driven by speed, we show something different: Painting that takes its time.

For twenty years, Galerie Hübner + Hübner has accompanied the work of James Lloyd.�His new paintings are acts of observation: moments that might otherwise pass unnoticed – captured with patience, closeness, and an eye for subtle detail.

Two Decades Lloyd & Hübner
📅 November 21 – December 24, 2025
📍 Galerie Hübner + Hübner, Frankfurt am Main

📌 Exhibition Opening:
November 21, 6 PM
Artist Talk: 7 PM

Adresse

Grüneburgweg 71
Frankfurt
60323

Öffnungszeiten

Dienstag 14:00 - 18:00
Mittwoch 14:00 - 18:00
Donnerstag 14:00 - 18:00
Freitag 14:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 14:00

Telefon

+4969721281

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