01/04/2026
„Mein Leben ist sehr chaotisch. Vielleicht ist es auch das, was in meiner Malerei an die Zwanzigerjahre erinnert.“ - Zosya Rozenfeld
Tatsächlich wird Rozenfelds Malerei immer wieder mit Werken der 1920er Jahre in Verbindung gebracht. Unser heutiges Werk der Woche greift diesen Gedanken auf:
📌 Werk der Woche
Im Porträt Rina von Zosya Rozenfeld sitzt die Figur leicht gedreht, der Blick geht zur Seite. Sie ist klar im Bild präsent – und gleichzeitig nicht auf uns bezogen.
Diese Haltung kennt man aus Porträts der 1920er Jahre: Figuren, die im Raum stehen, ohne sich den Betrachtenden zuzuwenden. Sie sind sichtbar, aber nicht darauf ausgerichtet, gelesen oder verstanden zu werden.
Auch hier bleibt die Person bei sich. Ihr Blick geht nicht zurück, sondern an uns vorbei – als wäre dieser Moment unabhängig davon entstanden, betrachtet zu werden.
Zosya Rozenfeld arbeitet aus Beobachtungen. Man merkt dem Bild an, dass nichts daran gestellt ist. Die Figur wirkt nicht wie ein Porträt, das etwas zeigen will, sondern wie ein festgehaltener Moment.
Gerade darin liegt die Stärke des Bildes: Es zeigt eine Person, die nicht für den Blick der anderen existiert.
ℹ️ Details zum Werk
Rina
Zosya Rozenfeld
2025
Öl auf Leinwand
50 x 40 cm
➡️ Teil unserer aktuellen Ausstellung Begegnungen, die zu Bildern werden - Zosya Rozenfeld bis 10. April.