Karmeliterkloster Frankfurt am Main / Institut für Stadtgeschichte

Karmeliterkloster Frankfurt am Main / Institut für Stadtgeschichte Das Karmeliterkloster am westlichen Rand der Altstadt ist die einzige erhaltene mittelalterliche Klosteranlage der Stadt.

Seit 1959 ist es Sitz des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt, eines der bedeutendsten Kommunalarchive Deutschlands.

09/09/2024

ALLEGRA steht seit 1995 Seit 1995 musikalische Qualität und Vielfalt bei Veranstaltung von Konzerten sowie der Vermittlung von Künstlern. Von Mittelalter, Barock und Klassik über Jazz, Crossover, Chanson und Pop

11/09/2023

Herzliche Einladung zum nächsten Klosterkonzert am 17.09.23 um 17 Uhr im Karmeliterkloster Franfurt - www.allegra-online.de

27/06/2023

Nächstes Highligt zum 25-jährigen Bestehen der Klosterkonzerte Frankfurt: 9.7.2023 - 17 Uhr - Dorothee Oberlinger & Axel Wolf - Una festa barocca - Info & Tickets www.allegra-online.de/de

26/05/2023

11.06.2023 - 17 Uhr - Frankfurt am Main

The Early Folk Band mit
Gesine Bänfer - Whistle, Dudelsack, Old English Guitar, Gesang
Jule Bauer - Gesang, Nyckelharpa
Katherine Christie Evans - Gesang, Gittern, Colascione
Steven Player - Komödiant, Tänzer, Barockgitarre, Gesang
Riccardo Delfino - Harfe, Drehleier, Gesang
Michael Metzler - Percussion, Barockgitarre, Gesang

Old Spices
Eine erotische Zeitreise mit gepfefferten Liedern aus Mittelalter, Renaissance und Barock
Tickets und Infos zum nächsten Konzert auf www.allegra-online.de

11/05/2023

Auf die Barrikaden! Das Ensemble steht bereit - am 15.5. um 20:00 ist die Premiere von "Feuer! de Maa brennt" im Kreuzgang des Karmeliterklosters zu sehen. Ein Theaterstück auf der Basis historischer Berichte, Biographien und Verhörprotokolle, anlässlich des Paulskirchenjubiläums und in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main. Mit Andreas Jahncke, Ulrike Kinbach, Michael Quast, Randi Rettel und Gabriel Spagna. Sichert Euch noch Karten und erlebt Revolution in Frankfurt!

Tickets: volksbuehne.net

11/10/2022

Mit dem grandiosen Auftritt von Michael Schneider (Blockflöte) und Eva Maria Pollerus (Cembalo) ging die Saison 2022 der Klosterkonzerte Frankfurt zu Ende. Über die kommenden Konzerte ab Mai 2023 informieren wir immer aktuell über unseren Newsletter: https://allegra-online.de/de/News/Newsletter

19/09/2022

Der Auftritt der Mannheimer Hofkapelle war ein weiterer Höhepunkt der Reihe "Klosterkonzerte Frankfurt". Das zahlreiche Publikum im Refektorium des Karmeliterklosters Frankfurt war restlos begeistert von der launigen und fundierten Moderation des Leiters Florian Heyerick und der Darbietung der wunderbaren Musik von Bach, Telemann und Graupner durch Sabine Goetz (Sopran), Matthias Lucht (Altus), Swantje Hoffmann und Emanuele Breda (Violine), Anna Kaiser (Viola), Rainer Zipperling (Violoncello) und Florian Heyerick (Leitung und Cembalo).
Das letzte Konzert der Saison findet am 9. Oktober 2022 um 17 Uhr statt. Michael Schneider (Blockflöte) und Eva Maria Pollerus (Cembalo) spielen Werke von Telemann, Muffat und Händel. Tickets und Info unter www.allegra-online.de/de

14/09/2022

Lesesaal, Archiv und Ausstellungen des Instituts für Stadtgeschichte sind wegen einer internen Veranstaltung am Donnerstag, 15. September 2022, ganztägig geschlossen.

Adresse

Münzgasse 9
Frankfurt
60311

Öffnungszeiten

Montag 11:00 - 18:00
Dienstag 11:00 - 18:00
Mittwoch 11:00 - 18:00
Donnerstag 11:00 - 18:00
Freitag 11:00 - 18:00
Samstag 11:00 - 18:00
Sonntag 11:00 - 18:00

Telefon

+496921238425

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Vormals Kloster, heute Archiv und Ausstellungsort

Mitte des 13. Jahrhunderts erhielten erstmals Mönche des in Palästina gegründeten Karmeliterordens Zuflucht auf dem heutigen Areal des Karmeliterklosters. Aus der zuerst spärlichen Notunterkunft erwuchsen innerhalb der nächsten zweieinhalb Jahrhunderte die Profan- und Sakralbauten, die für eine klösterliche Gemeinschaft notwendig waren. 1270 kam es zur ersten Weihung eines Altars für die Patronin des Mönchsordens sowie einer Begräbnisstätte. Im Jahre 1290 wurde die bestehende Kirche durch einen Erweiterungsbau mit Rechteckchor vergrößert und um 1400 kam es zu einer Erweiterung des Haupthauses. Im 15. Jahrhundert wurde, nicht zuletzt durch die deutliche Zunahme von Ordensmitgliedern, Novizen und Laien, der konsequente Ausbau des Klosterareals durch den Erwerb anliegender Gebäude und Bauflächen vorangetrieben.

Die kostspieligen Erweiterungen und Umbauten wären nicht möglich gewesen ohne die großzügigen Zuwendungen von Patrizierfamilien aus Frankfurt und Umgebung, die mit Bestattungsplätzen im Kirchenraum sowie Andachten und Messen vergolten wurden. Die Spendenfreudigkeit der Gläubigen erstreckte sich auch auf dessen künstlerische Ausgestaltung. 1515 erging an den schwäbischen Maler Jörg Ratgeb der Auftrag, den Kreuzgang sowie das Refektorium mit Wandmalereien zu schmücken. Die prunkvollen und das Karmeliterkloster europaweit bekanntmachenden Malereien waren kaum vollendet, als sich die Reformation in Deutschland ausbreitete. Sie bedeutete einen erheblichen Bruch für die klösterliche Entwicklung. Sowohl der Rat als auch die Bürgerschaft Frankfurts wandten sich gegen den ‚alten Glauben‘ und bekannten sich zu den Reformen Luthers. Ab 1524 zogen sich auch die verschiedenen dem Kloster nahestehenden Bruderschaften zurück.

Nach Jahren reformatorischer und kriegerischer Wirren erfuhr das Karmeliterkloster erst wieder in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts einen gewissen Aufschwung, sowohl in geistiger, religiöser wie auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Das Jahr 1803 bedeutete für das Klosterleben ein jähes Ende. Aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses wurden alle Stifte und Klöster – so auch das Karmeliterkloster – aufgelöst und der Stadt Frankfurt zugesprochen. Mit der Säkularisation einher ging die systematische Demontage und Umwandlung des Karmeliterklosters.

Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich ein neues Verständnis für die kulturhistorischen Zeugnisse Frankfurts. 1922 gründete sich unter der Leitung von Fried Lübbecke der „Bund tätiger Altstadtfreunde“, der maßgeblich die Wiederherstellungsarbeiten forcierte und damit einen drohenden Abriss des Klosters verhinderte. Die Maßnahmen am Kloster dauerten unter der Leitung von Theodor Derlam, dem Baumeister der Altstadt, bis zum Jahr 1943 an. Der Zweite Weltkrieg richtete in Frankfurt unermessliche Schäden an. Von der Altstadt mit ihren verwinkelten und malerischen Gassen blieb so gut wie nichts erhalten. Da der Wohnungsneubau in der Altstadt oberste Priorität genoss, wurden erste Wiederaufbaumaßnahmen am Karmeliterkloster erst ab 1951 durchgeführt. 1959 konnte das Stadtarchiv Teile des an die Kirche angelehnten Nordflügels, der ehemaligen Vorhalle, beziehen. In den Jahren 1975 bis 1977 fanden verschiedene denkmalpflegerische Arbeiten im Karmeliterkloster statt. So wurde unter anderem der Kreuzgang erneut verglast, um die Wandmalereien zu schützen, und das Refektorium renoviert. Die Kirche hingegen blieb weiterhin als Ruine stehen und diente als Ablageplatz für Steindenkmäler. 1979 beschloss die Stadt schließlich den Wiederaufbau der Kirche. Sie sollte Teil eines neuen Museumsbaus für die Sammlungen der Vor- und Frühgeschichte werden. In den Jahren 1980 bis 1986 wurden die Ratgeb-Bilder – sowohl im Refektorium als auch im Kreuzgang – von einem Warschauer Restauratorenteam umfassend wiederhergestellt.