Kommunales Kino Freiburg

Kommunales Kino Freiburg www.koki-freiburg.de Vorbestellungen: 0761-45980022 Der Verein „Arbeitsgemeinschaft Kommunales Kino Freiburg“ wurde 1972 gegründet.

Seit Einzug in den Alten Wiehrebahnhof (1981) mit seinen nahezu idealen Räumlichkeiten bildete sich hier über Jahre ein „anderes Kino“ in Freiburg heraus, das eine große öffentliche und kulturpolitische Akzeptanz erfährt. Sein Einzugsgebiet reicht weit über die Stadt hinaus. Deutlich mehr als 25.000 Zuschauer erreicht das Kommunale Kino jährlich in etwa 750 Vorstellungen mit über 300 verschiedenen

Filmprogrammen und anderen Veranstaltungen. Im Unterschied zum gewerblichen Kino stehen im Kommunalen Kino Unbekanntes und Vernachlässigtes, Wiederzuentdeckendes und Zukunftsweisendes im Vordergrund. Der Spielplan setzt sich zusammen aus Reihen zu Themen, Ländern, Personen der Filmgeschichte, Wieder- und Erstaufführungen und besonderen Einzelveranstaltungen. Es wird darauf Wert gelegt, dass sämtliche Genres des Filmschaffens vertreten sind, der Dokumentarfilm gleichberechtigt neben dem Spielfilm steht und Kurzfilme ihren ständigen Platz haben. Nach Möglichkeit werden die Filme in der Originalfassung (mit Untertiteln) gezeigt. Viele Veranstaltungen finden im Rahmen von Kooperationen statt, pro Jahr mit etwa vierzig Gruppen und Institutionen aus einem breiten gesellschaftlichen Spektrum. Für das interdisziplinäre Arbeiten mit Film ist das Kommunale Kino verlässlicher Ansprechpartner in Freiburg. Ganz besondere Bedeutung hat hierbei die Zusammenarbeit mit dem „Literaturforum Südwest / Literaturbüro Freiburg“, das im Herbst 2003 in den Alten Wiehrebahnhof gezogen ist und diesem Kulturzentrum seitdem in etlichen gemeinsamen Projekten wie z.B. der HörBar für Literatur und Radiokunst und dem gemeinsamen Monatsprogramm ein neues Profil gibt. Zum Kino gehört auch das "Café im alten Wiehrebahnhof"
Es bietet nicht nur Kinobesuchern Getränke, Süßes und Salziges.

Öffnungszeiten
Montag 15.00 bis 1.00 Uhr
Dienstag 15.00 bis 1.00 Uhr
Mittwoch 13.30 bis 1.00 Uhr
Donnerstag 15.00 bis 1.00 Uhr
Freitag 15.00 bis 1.00 Uhr
Samstag 8.00 bis 1.00 Uhr
Sonntag 14.00 bis 1.00 Uhr

Liebes Publikum,diese Woche richten wir den Blick auf Menschen, die sich gegen Widerstände behaupten – vor Gericht, im A...
17/05/2026

Liebes Publikum,

diese Woche richten wir den Blick auf Menschen, die sich gegen Widerstände behaupten – vor Gericht, im Alltag oder innerhalb gesellschaftlicher Strukturen.
Die Einleitung macht am Dienstag im Rahmen unserer Reihe „HINSCHAUEN“ Lars Kraumes packendes Justizdrama DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER, das den Kampf des hessischen Generalstaatsanwalts um die Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen in der jungen Bundesrepublik erzählt. Im Anschluss laden wir zu einem Gespräch ein.

Mit ANATOMIE EINES FALLS präsentieren wir außerdem Justine Triets vielfach ausgezeichnetes Beziehungs- und Gerichtsdrama, das die Grenzen zwischen Wahrheit, Projektion und Urteil auslotet.
Im Rahmen von „Cinema Africa – Women’s Voices“ zeigen wir MAMBAR PIERRETTE, Rosine Mbakams fein beobachtetes Spielfilmdebüt über eine Schneiderin in Douala, die den Herausforderungen ihres Alltags mit bemerkenswerter Stärke begegnet.

Am Samstag feiern wir gemeinsam 30 Jahre Wiehre-Flohmarkt mit Agnès Vardas poetischem Filmessay DIE SAMMLER UND DIE SAMMLERIN – eine liebevolle Hommage an all jene, die den Dingen und Geschichten hinter dem Weggeworfenen nachspüren. Ergänzt wird der Abend durch den mexikanischen Kurzfilm THE POWERFUL PILLS OF TURTLE OIL, der mit ironischem Blick unsere Konsumgesellschaft beobachtet.

Zum Abschluss der Woche führt uns SIBLINGS nach Italien: Greta Scaranos berührender Film erzählt von Geschwisterliebe, Selbstbestimmung und dem Wunsch nach Unabhängigkeit.

Wir sehen uns im Kino!

Liebes Publikum,nach unserem Tanzfilmprogramm setzen wir die Kooperation mit dem Freiburger Festival „Performing Democra...
10/05/2026

Liebes Publikum,

nach unserem Tanzfilmprogramm setzen wir die Kooperation mit dem Freiburger Festival „Performing Democracy“ am Montag mit einem Werk von eindringlicher Bildsprache fort: Der auf der Berlinale gefeierte Dokumentarfilm TEMPESTAD der mexikanischen Filmemacherin Tatiana Huezo macht die erschütternde Realität mexikanischer Willkürjustiz spürbar und verwebt das Schicksal eines Justizopfers mit der jahrelangen Suche einer Mutter nach ihrer verschwundenen Tochter.

Am Dienstag folgt mit HENRIETTE UND GUIDO – EINE UNGEWÖHNLICHE LIEBESGESCHICHTE ein berührendes Porträt über Nähe und Verantwortung, gefolgt von einem Publikumsgespräch mit der Kritischen Medizin Freiburg und Gästen der Selbsthilfegruppe Hirntumor.

Ab Mittwoch eröffnen wir die 35. Freiburger Lesbenfilmtage, die mit einem internationalen Programm vielfältige Einblicke in queere Lebensrealitäten bieten – den Auftakt macht die Dokumentation A CULINARY UPRISING über das legendäre feministische Restaurant „Bloodroot“. Den krönenden Abschluss bildet der Sonntagabend, an dem traditionell die Publikumspreise, die Goldenen Tannas, verliehen werden.

Wir sehen uns im Kino!

Liebes Publikum,freuen Sie sich auf eine Woche mit Filmpremieren, Vernissage, Gästen und Begegnungen: Kommenden Montag s...
03/05/2026

Liebes Publikum,

freuen Sie sich auf eine Woche mit Filmpremieren, Vernissage, Gästen und Begegnungen:

Kommenden Montag stellen die Regisseurinnen Joscha Bitsch und Jana Johnston im Freiburger Fenster ihren Dokumentarfilm WIE WIR GEHEN, PRÄGT, WER NOCH BLEIBT vor. Ein Film über die oft unmöglichen Abschiede während der COVID-Pandemie und die dadurch erschwerte Trauer.

In Kooperation mit dem Festival PERFORMING DEMOCRACY (6. -13. Mai) zeigen wir zwei Tanzfilm-Premieren. In NOTHING BUT THE BONES IN THE WAY dokumentiert die Filmemacherin Dianne Reid ihre achtjährige gemeinsame Praxis mit Melinda Smith, einer Tänzerin mit Zerebralparese. Ergänzt wird das Programm durch 111 (ONE HUNDRED AND ELEVEN). Der Film porträtiert ein fesselndes Duett zwischen einer klassischen Ballerina und einem Rollstuhl-Tänzer. Beide Filme sind bewegende Erkundungen von Kraft und Zerbrechlichkeit, die zeigen, wie aus individuellen Bewegungsmöglichkeiten eine neue, gemeinsame Ästhetik entstehen kann.

Am Donnerstag zeigen wir AUFSTAND IN AUSSCHWITZ in Anwesenheit der Filmemacherinnen. In diesem Film beleuchtet die Regisseurin Gabi Schlag gemeinsam mit Benno Wenz den Widerstand des Sonderkommandos am 7. Oktober 1944. Da es kaum historisches Filmmaterial des Aufstands gibt, werden die Ereignisse als Graphic Novel erzählt. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Israelitischen Gemeinde.

Am Freitag eröffnen wir die Ausstellung MALER AUF DEM WEG ZUR ARBEIT mit Bildern von Klaus Hietkamp. Eine Einführung in sein Schaffen gibt Prof. Dr. Ludwig Quaas.

Und am Wochenende geht es raus ins Quartier: Am Samstag und Sonntag erobern wir gemeinsam mit den FreiBlocks den öffentlichen Raum und feiern das Klima-Filmfest. Freuen Sie sich auf Highlights wie die Dokumentation BAHNHOF DER SCHMETTERLINGE. Ein besonderes Erlebnis sind zudem die LIVING WALLS: Bei diesem Kiez-Spaziergang verwandeln wir graue Häuserwände in Leinwände für stimmungsvolle Kurzfilme. Kommen Sie vorbei und erleben Sie Ihr Quartier in neuem Licht.

Wir sehen uns im Kino und draußen im Quartier!

Liebes Publikum,Wir blicken auf eine ereignisreiche Woche mit  filmischen Entdeckungen aus Lateinamerika, Filmgäste und ...
26/04/2026

Liebes Publikum,

Wir blicken auf eine ereignisreiche Woche mit filmischen Entdeckungen aus Lateinamerika, Filmgäste und Konzerten. Das CineLatino geht in die finale Phase. Am Montagabend begrüßen wir gleich zwei Filmemacher*innen persönlich im Kino. Um 18:30 Uhr stellt uns Rolando Díaz sein Werk ADIÓS, CUBA vor – eine berührende Auseinandersetzung mit Identität und Abschied –, gefolgt von Brenda Vanegas, die in TODOS LOS PECES ein feinfühliges Porträt über die heilende Kraft der Erinnerung zeichnet.

Passend zum Tag der Arbeit widmen wir uns dem gewerkschaftlichen Widerstand. Nach der Vorführung von DIE GEWERKSCHAFTERIN (30.04.) und dem italienischen Klassiker DER WEG DER ARBEITERKLASSE INS PARADIES aus (01.05.) freuen wir uns sehr, am Donnerstag Dr. Eva Stegen und Andrea Wagner (GEW) bei uns begrüßen zu dürfen. Eva Stegen ist Übersetzerin des Romans "La Syndicaliste". Mit beiden Gästen werden wir über die Relevanz zivilcouragierten Engagements diskutieren – der Film zeigt eindrucksvoll, wie mutig eine Gewerkschafterin gegen mächtige Konzernstrukturen kämpft. Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit mit dem GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft).

Den krönenden Abschluss der Woche bildet der Sonntag. Es gibt mehrere Stummfilmversionen von Shakespeares Hamlet, wobei die Verfilmung von 1921 mit der Ikone Asta Nielsen die bekannteste und filmhistorisch bedeutendste ist. Wir präsentieren diesen Klassiker HAMLET, den Günter A. Buchwald live am Klavier begleiten wird.

Außerdem präsentieren wir in Anwesenheit der Regisseurin Edith Jud den essayistischen Japan-Reisebericht MIZU NO OTO – DER KLANG DES WASSERS. Der Film erkundet die Verbindung zwischen japanischer Natur, Mythologie und dem Shintoismus.

Wir sehen uns im Kino!

Liebes Publikum,am Montag, den 20.04., eröffnen wir die Woche im Ciné Club mit SOULEYMANS GESCHICHTE. Der Film begleitet...
19/04/2026

Liebes Publikum,

am Montag, den 20.04., eröffnen wir die Woche im Ciné Club mit SOULEYMANS GESCHICHTE. Der Film begleitet Souleyman, einen Geflüchteten aus Guinea, der als Fahrradkurier durch Paris hetzt und zwei Tage Zeit hat, sich eine glaubwürdige Geschichte für seinen Asylantrag zurechtzulegen. Flavien Le Bouter führt in das Werk ein, das den prekären Alltag mit Laiendarstellern fast dokumentarisch einfängt. Der Film hat inzwischen mehrere Preise bekommen, u.a. wurde der Hauptdarsteller Abou Sangaré für seine beeindruckende Darstellung in Cannes als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Er selbst ist 2016 aus Guinea nach Frankreich geflohen und hat seine Erfahrungen ins Drehbuch eingebracht. Wie wir erfahren haben, ist sein Antrag auf Asyl inzwischen abgelehnt worden.

Am Dienstag zeigen wir in Zusammenarbeit mit Kritische Medizin Freiburg die Dokumentation COLTAN FIEBER - CONNECTING PEOPLE. Der Film thematisiert die traumatischen Folgen des Coltan-Abbaus im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Wir begrüßen dazu den Protagonisten und Co-Regisseur Yves Ndagano, der im Anschluss für ein persönliches Gespräch zur Verfügung steht.

Ab Mittwoch startet das Festival CineLatino (bis 29.04.) mit einem Programm aus Filmen, Konzerten und Tanz. Den Auftakt macht das mexikanische Drama CHICAS TRISTES von Fernanda Tovar, das erst kürzlich auf der Berlinale 2026 den Kristall-Bären gewann. Im Anschluss feiern wir den Festivalstart gemeinsam mit der Band KILLARI SUR.

Wir sehen uns im Kino!

17/04/2026

Vielleicht habt ihr euch diese Fragen schonmal gestellt. Deshalb möchten wir uns und unsere Arbeit vorstellen.

Nach unseren Praktis lernt ihr nun Rosaly, unsere Verantwortliche für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, kennen. Sie ist zuständig für die Kommunikation mit den Kooperationspartner*innen und Pressevertreter*innen, die Webseite und den Newsletter und viele weitere vielfältige Aufgaben. Begleitet sie bei ihrem Alltag und lernt eine weitere tragende Säule des Kokis kennen.

Jeden Monat möchten wir euch Personen aus unserem Team vorstellen und euch mit Behind The Scenes nehmen. Viel Spaß!

Liebes Publikum,am Mittwoch zeigen wir in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus einen Film, der ...
12/04/2026

Liebes Publikum,

am Mittwoch zeigen wir in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus einen Film, der sich mit einem der größten Skandale rund um Holocaust-Zeitzeug*innen beschäftigt: MARCO – THE INVENTED TRUTH basiert auf der wahren Geschichte von Enric Marco, einem katalanischen Hochstapler, der gesellschaftlich aufstieg, indem er vorgab, das Konzentrationslager Flossenbürg überlebt zu haben. 2005 wurde er vom Historiker Benito Bermejo entlarvt, der herausfand, dass Marco freiwillig als Arbeiter nach Deutschland gegangen und nie in einem Konzentrationslager gewesen war. Der Skandal wurde zusätzlich durch Marcos fehlende Reue geprägt: Er rechtfertigte sein Handeln damit, er habe lediglich dazu beitragen wollen, die Erinnerung an die spanischen Opfer des Nationalsozialismus zu bewahren.

Diese Woche Freitag geben einen kleinen Vorgeschmack auf das, was das Publikum bei dieser Ausgabe von CineLatino ab dem 22.04. erwartet. Zum Pre-Screening wird der venezolanisch-französische Regisseur Atahualpa Lichy zu Gast sein und PÁRAMOS DE LEYENDAS vorstellen. Der Film ist ein Porträt der Menschen, Geschichten und Landschaften der venezolanischen Anden, deren Leben durch Lichys Kamera sowie durch eindrucksvolle Animationen, Fotografien, Zeichnungen und Stiche zum Ausdruck gebracht wird.

Taucht ein in die Goldene Zwanziger! Am Samstag bringen wir mit dem Stummfilm-Klassiker DIE KEUSCHE SUSANNE (1926) urbanes Tempo und 20er-Jahre Spirit auf die Leinwand. Lilian Harvey und W***y Fritsch, das spätere Traumpaar der UFA-Tonfilm-Ära, sind hier in ihrem ersten gemeinsamen Film zu erleben. Live begleitet am Klavier von Barbara Lenz.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Förderung neuer Kinotalente. Wir laden Sie dazu ein, am Sonntag UNGEDULD DES HERZENS des deutschen Regisseurs Lauro Cress zu sehen, der unter anderem beim Max Ophüls Preis 2025 als bester Spielfilm und mit dem Preis für den besten Schauspieler ausgezeichnet wurde. Cress verlegt Stefan Zweigs Roman in die Gegenwart und erzählt ein intensives Psychodrama über Nähe, Empathie und die Herausforderungen menschlicher Beziehungen.

Wir sehen uns im Kino!

Liebes Publikum,obwohl das afrikanische Kino eine über 60-jährige Geschichte schreibt, blieben Regisseur*innen viel zu l...
04/04/2026

Liebes Publikum,

obwohl das afrikanische Kino eine über 60-jährige Geschichte schreibt, blieben Regisseur*innen viel zu lange im Schatten. Pionier*innen wie Safi Faye, Anne Mungai oder Sarah Maldoror schufen unter schwierigsten Bedingungen Meilensteine des postkolonialen Films – doch sie blieben Ausnahmen. Das Bild wandelt sich aber: Seit über zwei Jahrzehnten drängt eine neue Generation gut ausgebildeter Filmemacherinnen von West- bis Ostafrika ins Rampenlicht. Den Auftakt unserer Reihe, die bis einschließlich Mai geht, macht PROMIS LE CIEL der tunesischen Filmemacherin Erige Sehiri am 4. und 5. April.

Wir freuen uns sehr, zwei Jahre nach der Premiere auf der Berlinale 2024 mit DIRECT ACTION (mit zwei Preisen ausgezeichnet) eines der spannendsten und außergewöhnlichsten Dokumentarfilm-Projekte der letzten Jahre im Koki zu zeigen. Für den Film haben die Regisseure Guillaume Cailleau und Ben Russell lange mit der ZAD (Zone à défendre), einer französischen Aktivist*innengruppierung, die in den 2010ern Bekanntheit erlangte, gefilmt, gearbeitet und gelebt. Herausgekommen ist ein langer, genauer und vielschichtiger Film, der Klischees unterläuft und Bilder des Miteinanders, der Fürsorge wie des Protestes gleichermaßen zeigt. Die Thematik des Films reicht weit über Frankreich hinaus uns spiegelt eine globale Dynamik zivilen Ungehorsams wider, die in Deutschland etwa durch den Widerstand im Hambacher Forst ihr prominentes Gegenstück findet. Für die Vorführung haben wir den Regisseur Guillaume Cailleau am 12.4. eingeladen und freuen uns auf die Diskussion mit ihm.

Im Dezember 2025 ist Rosa von Praunheim gestorben. Mit seinem Film NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS, SONDERN DIE SITUATION, IN DER ER LEBT (1971) löste er einen Skandal aus, der gleichzeitig zum Gründungsmythos der modernen deutschen Schwulen- und Lesbenbewegung wurde. Der Filmemacher, Pionier des LGBTQ+-Aktivismus, hinterlässt uns ein umfangreiches und einzigartiges Werk. Im Koki ehren wir in Zusammenarbeit mit der SCHWULEN FILMWOCHE diese prägende Figur des deutschen Autorenkinos und laden dazu ein, den Künstler anhand von vier Schlüsselwerken (neu) zu entdecken: NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS, SONDERN DIE SITUATION, IN DER ER LEBT (1971, 8.4. & 11.4.), DIE BETTWURST (1971, 17.4.), MEINE MÜTTER (2007, 12.4.) und SATANISCHE SAU (2025, 11.4.).

Am Freitag laden wir herzlich zur Eröffnung unserer neuen Ausstellung in der Galerie ein. MOVING IN EVERY DIRECTION der Künstlerduo Roswitha Lüthi und Martin Solèr hebt eine utilitaristische und kapitalistische Wahrnehmung Alltagsgegenstände auf und verwandelt sie in eine kinetische Installation: Objekte bewegen sich auf unvorhersehbare Weise und laden das Publikum zur Interaktion ein sowie dazu, von dieser neuen, aus alltäglichen Dingen konstruierte Wirklichkeit faszinieren zu lassen. Um 19 Uhr zeigen wir im Kinosaal die Deutschlandpremiere von Florian Krautkrämers Film MOVING IN EVERY DIRECTION, der sich weniger als klassischer Dokumentarfilm versteht denn als visuelle Auseinandersetzung mit der Arbeit des Duos solerluethi, die die Ideen, die der Ausstellung Leben verleihen, auf der großen Leinwand zum Klingen bringt. Wir freuen uns auf den Besuch aller drei Künstler*innen bei der Filmpremiere und der Eröffnung der Ausstellung.

Last but not least zeigen wir am Dienstag ein Kurzfilmprogramm, das uns dazu anregt, darüber nachzudenken, was Kino ist und was es sein kann. Kuratiert von Neriman Bayram zeigen wir eine Auswahl von Kurzfilmen, die Bewegung und den Rhythmus im Zentrum stehen. Von den Pionieren der visuellen Musik (Oskar Fischinger) – seine Filme werden in 16mm gezeigt - bis zu den Meistern der filmischen Choreografie (Deren, Nekes) werden wir Filme sehen, die wie Partituren funktionieren. Es wird visueller Genuss, der das Kino als reine, rhythmische Kunstform feiert.

Wir sehen uns im Kino!

Liebes Publikum,am Dienstag freuen wir uns auf gleich zwei Gäste zum Dokumentarfilm ON THE BORDER – EUROPAS GRENZEN IN D...
22/03/2026

Liebes Publikum,

am Dienstag freuen wir uns auf gleich zwei Gäste zum Dokumentarfilm ON THE BORDER – EUROPAS GRENZEN IN DER SAHARA: Regisseur Gerald Igor Hauzenberger und die Protagonistin Antje Pittelkau ordnen ein, wie die Wüstenstadt Agadez in Niger zum Spielball geopolitischer Interessen wurde.

Im Rahmen der Wochen gegen Rassismus steht am Mittwoch eine Kombination aus Film und Musik auf dem Programm: DER OFFENE BLICK von Peter Nestler stellt Künstler\*innen aus der Gruppe der Sinti\*ze und Rom\*nja vor: Musiker\*innen, Maler\*innen und Schriftsteller\*innen. Nach dem Film geben Sunny Franz und Angelo Brand ein Konzert im Kinosaal.

Manchmal planen wir im Koki Programmformate, die kurz darauf erschreckende Aktualität bekommen sollen. So im Märzprogramm zu Kuba, dem gegenüber Trump derzeit wilde Übernahmeszenarien entwirft. Unsere zeitlosen Kuba-Filme am Freitag und Sonntag sind historische Filmdokumente: In Agnés Vardas Reisebericht in Schwarz-Weiß-Fotografien SALUT LES CUBAINS aus dem Jahr 1963 war die Kubakrise gerade überstanden. Und in SUITE HABANA stehen Havanna und seine Einwohner*innen jenseits von Kuba-Klischees im Zentrum.

Wie sehen uns im Kino!

18/03/2026

Was läuft hinter den Kulissen ab? Wie funktioniert die Arbeit im Koki? Wer hat welche Zuständigkeiten?
Vielleicht habt Ihr Euch diese Fragen schon mal gestellt. Deshalb möchten wir uns und unsere Arbeit vorstellen.
Nach Ida lernt ihr nun Marcel aus unserem Technik-und Vorführteam und seine Aufgaben ein bisschen besser kennen. Er gibt uns einen kleinen Einblick in seine vielfältige Arbeit: vom Mikrofonieren für Lesungen, über das Lichtdesign von Drag-Performances, bis hin zum Überspulen von 35mm-Filmrollen, von digital zu analog und dabei immer auf den Beinen. So hilft Marcel dabei, unsere unterschiedlichen Programmformate professionell umzusetzen.
Jeden Monat möchten wir Euch nun eine Person aus unserem Team vorstellen und euch mit behind the scenes nehmen. Viel Spaß!

Liebes Publikum,im Rahmen der „Wochen gegen Rassismus“ treffen wir uns am Mittwoch in der Galerie, um mehr über die Lebe...
15/03/2026

Liebes Publikum,

im Rahmen der „Wochen gegen Rassismus“ treffen wir uns am Mittwoch in der Galerie, um mehr über die Lebenswirklichkeit der Sinti- und Roma-Minderheit in unserer Region Baden-Württemberg zu erfahren. Die Melde- und Informationsstelle gegen Antiziganismus (MIA Berlin) wird uns über ihre Arbeit informieren, und anhand konkreter Erfahrungen wird die aktuelle Situation dieser Gemeinschaft beleuchtet. Im Anschluss wird es Gelegenheit zu einer Diskussion geben, die von Luisa Lindenthal moderiert wird.

Am Samstag freuen wir uns, einen weiteren Stummfilm mit Live-Musik präsentieren zu dürfen! Diesmal mit einem der größten deutschen Kinoerfolge der 1920er-Jahre: VARIETÉ. Am Klavier wird Barbara Lenz die Geschichte eines Zirkustrios voller Träume, Liebe und Enttäuschungen begleiten.

Und schließlich zeigen wir am 21.3. zum Frühlingsbeginn den Film THE HUMAN HIBERNATION. Wir laden euch dazu ein, in eine poetische und imaginäre Welt einzutreten, in der auch Menschen Winterschlaf halten und alle Lebensformen zu einem gemeinsamen Erwachen in die neue Jahreszeit zu verschmelzen scheinen.

Wir sehen uns im Kino!

Adresse

Urachstraße 40
Freiburg Im Breisgau
79102

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