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„GENAU DIESE GEISTESHALTUNG STREBT MAN ALS BUDDHIST AN.“Die Geschichte zum Bild „Glanrind“ von Axel JungHier gibt's das ...
20/05/2026

„GENAU DIESE GEISTESHALTUNG STREBT MAN ALS BUDDHIST AN.“
Die Geschichte zum Bild „Glanrind“ von Axel Jung
Hier gibt's das Originalkunstwerk -> https://www.artvergnuegen.com/article/show/12800

Ich wanderte in Odernheim bei Bad Kreuznach in einer ländlichen Gegend, aus der schon mein Ur-Ur-Großvater stammte. Kein Mensch war dort. Da traf ich auf diese Kühe: Es sind Glanrinder, eine kleine Rasse, die es nur in dieser Gegend gibt.
Ich mag Kühe, sie haben ein sehr ruhiges Gemüt. Selbst im größten Trubel sind sie ganz entspannt und lassen sich nicht beeinflussen. Ich bin Buddhist, und es ist ja genau diese Geisteshaltung, die man im Buddhismus anstrebt.
Ein befreundeter Bauer sagte mir einmal, dass man keine Angst vor den Glanrindern haben muss. Also bin ich zu dieser Kuh hingegangen. Ich fand sie besonders, weil sie diesen Blick hatte. Sie war überrascht: Da kommt ein Mensch auf mich zu. Aber sie ist nicht weggegangen. Ich habe dann ein Foto von ihr gemacht. Für diese außergewöhnlichen Begegnungen habe ich immer eine Kamera dabei. Zu Hause habe ich sie dann gemalt.

Axel Jung

Zum Künstler -> https://www.artvergnuegen.com/artist/show/359

„ES WAR EINE GANZ SPEZIELLE UND TOLLE ZEIT.“Die Geschichte zum Bild „3 Indian Dancers“ von Dhira Sarah BareinHier gibt's...
26/04/2026

„ES WAR EINE GANZ SPEZIELLE UND TOLLE ZEIT.“
Die Geschichte zum Bild „3 Indian Dancers“ von Dhira Sarah Barein
Hier gibt's das Originalkunstwerk -> https://www.artvergnuegen.com/article/show/2477

Dieses Bild entstand in Indien. Ich habe dort von Anfang zwanzig bis Mitte dreißig gelebt und auch einen Teil meiner Kindheit verbracht. In den Trockenphasen der Kunst habe ich in Bombay (heute Mumbai) als Statistin bei Filmproduktionen gearbeitet. Es war eine ganz spezielle und tolle Zeit. Wir sind in einer Gruppe Mädels von Puna nach Mumbai gependelt, in die Film Cities. Das sind riesige Städte, in denen echt was los ist. Wer Bollywood-Filme kennt, weiß: Es wird viel getanzt, in großen Gruppen. Ich habe nicht zu den besten Tänzerinnen gehört, aber wir europäisch aussehende junge Frauen waren sehr beliebt. Deshalb standen wir meist in den ersten drei Reihen.
Ich tanze für mein Leben gern, liebe schöne Kleider und Bewegungen. Das alles spiegelt sich auch heute noch in meinen Bildern wider. Als ich nach Deutschland gezogen bin, habe ich all meine bemalten Leinwände aufgerollt und mit ins Flugzeug genommen. Das ist jetzt 15 Jahre her.

Dhira Sarah Barein

Zur Künstlerin -> https://www.artvergnuegen.com/artist/show/101

Die Erinnerung an die Sterblichkeit ist ein uraltes Motiv in der Kunst. Nicht immer erscheint der Tod darin als etwas Sc...
12/04/2026

Die Erinnerung an die Sterblichkeit ist ein uraltes Motiv in der Kunst. Nicht immer erscheint der Tod darin als etwas Schreckliches - so wird er auch als Wächter, als Ansporn oder gar als freundlicher Bote zu Verstorbenen und anderen Welten in Szene gesetzt.

Mehr Bilder zum Thema findest du hier: https://tinyurl.com/4a8hmcby

„FÜR SIE WAR IN DIESEM MOMENT ALLES RICHTIG.“Die Geschichte zum Bild „Kaffeepause“ von Beate Maria SchmidtHier gibt's da...
06/04/2026

„FÜR SIE WAR IN DIESEM MOMENT ALLES RICHTIG.“
Die Geschichte zum Bild „Kaffeepause“ von Beate Maria Schmidt
Hier gibt's das Originalkunstwerk -> https://www.artvergnuegen.com/article/show/21842

Es war ein schöner Septembertag in Minden. Das Konzert an der Martini-Treppe, das ich mir angeschaut hatte, war gerade vorbei. Ich setzte mich an einen Tisch vor einer Eisdiele und bestellte mir einen Cappuccino.
Am Tisch mir gegenüber saß eine Frau, etwa 60, schneeweiße Haare mit Struwwelkopf. Sie hatte etwas Inspirierendes an sich. Gedankenversunken schaute sie auf ihre Tasse Kaffee, sie hatte ein Bein über die Stuhllehne gelegt – es war das erste Mal, dass ich eine Frau so sitzen sehen habe.

Unsere Blicke kreuzten sich. Ich holte meinen Bleistift und Aquarellpapier aus meiner Tasche, um einige Eindrücke festzuhalten. Für mich stand fest, dass ich diese Frau malen werde. Also sprach ich sie an: „Guten Tag, darf ich mich Ihnen vorstellen? Ich heiße Beate Maria Schmidt und bin Künstlerin.“ Ich sagte ihr, dass ich sie als Person sehr inspirierend und interessant finde und sie malen möchte. Sie lächelte und war einverstanden.
Es war ein Samstag, die Leute gingen spazieren, schauten sich die Schaufenster an und setzen sich in die Sonne. Trotz des Trubels um uns herum hatte diese Frau ihr Gleichgewicht gefunden, ihre innerliche Stille. Für sie war in diesem Moment alles richtig. Das fand ich einfach faszinierend.

Ich finde, wir können diese innere Haltung von ihr übernehmen. Auch die äußere Haltung kann uns inspirieren, mal die Beine hochzulegen. Es tut uns allen gut, mal eine Pause einzulegen, ganz bei uns zu sein, innezuhalten, dem Flüstern des Windes zu lauschen zu sagen: Dieser Moment gehört mir.
Ich habe die Frau dann mit dem Bleistift skizziert, mit einem schwarzen Artliner Akzente gesetzt, mir einige Notizen gemacht und sie fotografiert, um diesen Moment festzuhalten. Das Bild habe ich dann zu Hause vollendet. Das fertige Kunstwerk habe ich ihr als Foto geschickt. Sie fand es gut.

Beate Maria Schmidt

Hier geht es zum Bild: https://www.artvergnuegen.com/article/show/21842
Hier erfährst du mehr über die Künstlerin: https://www.artvergnuegen.com/artist/show/442

„DAS BILD WAR MEIN ANKER.“Die Geschichte zum Bild „The Laugh“ von NPR KappensteinDie Leinwand, auf der dieses Bild ist, ...
29/03/2026

„DAS BILD WAR MEIN ANKER.“
Die Geschichte zum Bild „The Laugh“ von NPR Kappenstein

Die Leinwand, auf der dieses Bild ist, habe ich in Köln-Nippes am Straßenrand gefunden und mitgenommen. Es war etwas Abstraktes draufgemalt.
Ich war damals mitten in einer schweren Zeit. Es hatte einen Bruch mit meiner Arbeitsstelle gegeben, der mir den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Ich wusste nicht mehr, wo ich beruflich hinwill, und hatte auch schon länger nicht mehr gemalt.
Mit der Leinwand bin ich dann zu einer Live-Performance gegangen, bei der man 15 Minuten Zeit hat, etwas zu malen. Ich grundierte sie zuerst mit Schwarzlichtfarben, die man heute noch sehen kann: das Orange und das Gelb. Sie leuchten, wenn Schwarzlicht aufs Bild fällt. Dann habe ich mit Weiß einen Elefanten darauf gemalt.
Einige Tage danach habe ich den Film „Joker“ gesehen. Der Joker hat mich beeindruckt, eine tragische Figur, die zugleich lustig und traurig ist. Das passte zu meinen Gefühlen. Also habe ich begonnen, ihn zu malen, und zwar über den Elefanten. Er ist somit das dritte Motiv auf dieser Leinwand.
Die Arbeit an diesem Bild wirkte sich auf meine ganze Gefühlswelt aus. Es war ein Krampf, es zu Ende zu malen, denn ich hatte keine Routine mehr. Ich hatte tausend Zweifel. Aber ich habe es geschafft. „The Laugh“ war mein Anker, der mich wieder rausgezogen hat aus der Frustration.
Das ist jetzt vier Jahre her. Seitdem gab es einen Neuanfang, auf vielerlei Ebenen. Ich male regelmäßig, habe begonnen mich mehr zu zeigen. Auch beruflich habe ich einen Weg gefunden. Es ist so viel Positives passiert!

NPR Kappenstein

Hier geht's zum Bild: https://www.artvergnuegen.com/article/show/19802
Hier erfährst du mehr über NPR Kappenstein: https://www.artvergnuegen.com/artist/show/124

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Hermann-Mueller-Strasse 12
Georgsmarienhütte
49124

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