04/12/2025
Seit jeher zeichnet sich der Charme unseres Museums durch seine Überlassungen aus privaten Nachlässen aus, wobei sich bei einzelnen Schenkern ganz individuelle persönliche und mitunter auch emotionale Bindungen zu Geyer und dessen Geschichte feststellen lassen.
So beispielsweise bei Falk Findeisen – einem Museumskollegen der Zinngrube Ehrenfriedersdorf, dessen Großonkel, Helmut Stopp, als Fördermaschinist mit beteiligt war, als der Schachtbau Nordhausen zwischen 1959 und 1961 das Bingeareal letztmalig auf abbauwürdige Erze untersuchte. Private Fotos, die nun in die Bildpräsentation in der Etage des Bingemodells integriert wurden, erlauben einzigartige Einblicke in die Alltagswelt des Bergmanns Ende der 50er Jahre.
Eine ganz andere Epoche der Bergbaugeschichte auf dem Bingeareal repräsentiert seit Neuem ein Fundstück aus der Binge aus der Zeit, als das Gelände nach dem großen Bingesturz im Jahre 1803 als Steinbruch diente. Zum Zerkleinern des tauben Gesteins bzw. erzlosen Materials kam mitunter ein Steinschlägerfäustl zum Einsatz.
Zur Schonung des Handgelenks bei den Zerkleinerungsarbeiten wurde ein biegsamer grüner Ast an das Fäustl angesteckt und über die Ausnutzung der Schwingung aus dem Handgelenk geschlagen.
Ein höchst aufschlussreiches Exponat aus einem eher weniger bekannten Geschichtsabschnitt unseres ehemaligen Zinnstockwerkes, welches auf der Etage des Bingemodells seinen Ehrenplatz gefunden hat.
Ganz herzlichen Dank für die Überlassung, lieber Falk !!