02/06/2026
Bild des Monats Juni 2026
Die Postkartenansicht aus dem Jahr 1958 zeigt die an der Kaiserstiege gelegene katholische Josefkirche in ihrem ursprünglichen Aussehen. Das sakrale Bauwerk aus Ibbenbürener Bruchsteinen mit seinen schlichten Formen spiegelt die typische Architektur der Nachkriegsära wider. Das bogenförmige Eingangsportal befand sich damals am straßenseitigen Giebel; der um 1965 errichtete Kirchturm fehlt noch. Ursprünglich hatte die Pfarrkirche, wie auf dem Bild gut zu erkennen ist, für die Glocken lediglich einen sogenannten Dachreiter verfügt.
Die Entstehung einer zweiten katholischen Pfarrgemeinde in Gronau ist eng mit dem Wirken Hubert Vietmeiers verknüpft, der am 10. September 1938 seine Stelle als Kaplan in Gronau antrat. Der damalige Ortspfarrer Josef Reukes übertrug ihm die Seelsorge für den im Gronauer Stadtosten gelegenen „Bezirk Eilermark“. Dort waren nach dem Ersten Weltkrieg mehrere neue Wohngebiete entstanden: Bauverein, Freiheits-, Heidekamp-, Bismarck- und die Drilandsiedlung. Um den Bewohnern der Eilermark den weiten Weg zur Pfarrkirche St. Antonius zu ersparen, war bereits zwischen den Weltkriegen mit den Planungen für einen Kirchbau in diesem Wohnbezirk begonnen worden. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhinderte jedoch die für 1940 geplante Grundsteinlegung für das neue Gotteshaus. Im Verlauf des Krieges konnte jedoch ersatzweise eine Barackenkirche auf dem vorgesehenen Kirchengelände errichtet werden.
Weiterer Text folgt!
PS: Über Ergänzungen/Korrekturen oder sonstige wohlwollende Hinweise, gerne auch per PN, freuen wir uns natürlich auch weiterhin; Ihr/Euer Heimatverein Gronau. (EWB)