Kunstmuseum Moritzburg Halle - Saale

Anrufen Wegbeschreibung Website Kontaktieren Sie das Museum

Kunstmuseum Moritzburg Halle - Saale Edmund Kesting. Avantgardist | bis 25.10.2026
🔜 Johanna Schütz-Wolff. Verwobene Linien | 27.11.2026 – 21.02. 2027 Tel.: 039241/934-0
www.kulturstiftung-st.de

Ein Museum der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
Rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts
Vertretungsberechtigt:
Vorstand/Generaldirektor der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Am Schloss 4, in 39279 Gommern, OT Leitzkau.

Kesting – Verhallender RufDer Krieg ist vorbei. Edmund Kesting gehört zu den Künstlern, die den kulturellen Neuanfang in...
15/10/2026

Kesting – Verhallender Ruf
Der Krieg ist vorbei. Edmund Kesting gehört zu den Künstlern, die den kulturellen Neuanfang in Dresden mitgestalten. Im November zeigt die neu gegründete Künstlergruppe „der ruf“ ihre erste Ausstellung. Ein Jahr später ist Kesting maßgeblich an der Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung in Dresden beteiligt. Die zuvor verfemte Moderne kehrt in die Öffentlichkeit zurück.
Doch der Aufbruch ist von kurzer Dauer. Bereits 1947 verliert Kesting seine Lehrtätigkeit an der Staatlichen Hochschule für Werkkunst in Dresden – offiziell aus ‚Strukturgründen‘. 1953 folgt die fristlose Kündigung an der Hochschule für Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee.

Auch seine Bilder erzählen nicht von unbeschwertem Neubeginn. „Verlassener Strand“ entsteht 1949, „Kosmische Spiegelung“ bereits 1948. Beide Werke zeigen eine Bildwelt, die sich nicht den Erwartungen an eine sozialistische Kunst unterordnet.
1955 findet Kesting schließlich eine neue Aufgabe: An der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg bildet er bis 1960 künftige Kameraleute der DEFA aus.

Edmund Kesting. Avantgardist
bis 25. Oktober

Credits |
1 | Edmund Kesting: Verlassener Strand, 1949, Tempera auf Karton, 47,9 × 64 cm, Privatsammlung, Foto: Michael Ehritt © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
2 | Edmund Kesting: Kosmische Spiegelung, 1948, Aquarell über Feder mit Tusche auf Papier, 35,2 × 41,4 cm, Privatsammlung, Foto: Michael Ehritt © VG Bild-Kunst, Bonn 2026


Paul Kaiser DIK - Dresdner Institut für Kulturstudien
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt

Wir präsentieren: Maria Gerbaulet.We present: Maria Gerbaulet.Die Gustav-Weidanz-Preisträgerin 2025 macht aus gewöhnlich...
14/10/2026

Wir präsentieren: Maria Gerbaulet.
We present: Maria Gerbaulet.
Die Gustav-Weidanz-Preisträgerin 2025 macht aus gewöhnlichem Baustellenmaterial etwas, das an verletzliche Haut erinnert.
Für ihre Installation „Rachen“ arbeitet die 1994 geborene Künstlerin mit Gerüstnetz und Latex-Bindemittel. Daraus entstehen Oberflächen, die an empfindliches Gewebe erinnern. Ihre großformatige Arbeit verändert die Wahrnehmung unseres Ausstellungsraumes und lenkt den Blick nach oben, in den hohen Lichtschacht.

Maria Gerbaulet lebt und arbeitet in Kiel. Aus insgesamt 97 Bewerbungen wurde sie 2025 für den Gustav-Weidanz-Preis für Plastik ausgewählt.
Der nach dem Bildhauer und langjährigen BURG-Professor Gustav Weidanz (1889–1970) benannte Preis wird von der Gustav-Weidanz-Stiftung an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle vergeben. Das Kunstmuseum Moritzburg präsentiert die Werke der Preisträger*innen.

Ab Freitag, 16. Oktober, zeigen wir Maria Gerbaulets eigens für unseren Ausstellungsraum geschaffene Installation „Rachen“.

Maria Gerbaulet | Gustav-Weidanz-Preis 2025
16. Oktober 2026 – 21. Februar 2027

Bildnachweise |
1 | Maria Gerbaulet, Foto: Fabian Schwarze
2–3 | Maria Gerbaulet: Rachen, Foto aus der Arbeitsrecherche, 2026, © Maria Gerbaulet



Maria Gerbaulet, winner of the 2025 Gustav Weidanz Prize for Sculpture, transforms scaffolding mesh and latex binder into delicate, skin-like surfaces.
Her large-scale installation “Rachen” draws our gaze upwards, transforming our perception of the exhibition space.

Selected from 97 applicants, the Kiel-based artist presents her work at Kunstmuseum Moritzburg from 16 October 2026 to 21 February 2027.
The prize is awarded by the Gustav Weidanz Foundation at Burg Giebichenstein University of Art and Design Halle.

Hoch hinaus in der Nordbox ging es für den Aufbau der diesjährigen Präsentation zum Gustav-Weidanz-Preis, den 2025 Maria...
11/10/2026

Hoch hinaus in der Nordbox ging es für den Aufbau der diesjährigen Präsentation zum Gustav-Weidanz-Preis, den 2025 Maria Gerbaulet erhalten hat. Ab kommenden Freitag für alle zu besichtigen. Seid gespannt, wie sich die Raumwahrnehmung verändert.

Heiß umlagert war heute unser Reisetrabant zur Immatrikulationsfeier an der Uni Halle  - zumindest bis der Regen kam. Üb...
08/10/2026

Heiß umlagert war heute unser Reisetrabant zur Immatrikulationsfeier an der Uni Halle - zumindest bis der Regen kam. Überraschung für die meisten: Studies haben bei uns freien Eintritt. Ebenso wie Azubis und Schüler*innen. Wir sehen uns im Museum!

Kesting – Kaltgestellt1933 endet Edmund Kestings erfolgreichste Zeit als Maler. Nach der Machtübernahme der Nationalsozi...
07/10/2026

Kesting – Kaltgestellt

1933 endet Edmund Kestings erfolgreichste Zeit als Maler. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wird sein Haus durchsucht, sein Atelier gekündigt, seine beiden privaten Kunstschulen „Der Weg“ verboten. 1937 werden zwölf seiner als „entartet“ eingestuften Werke aus öffentlichen Sammlungen entfernt.
Im selben Jahr 1933 entsteht „Das Karussell“. Was zuvor Vergnügen war, erscheint nun wie ein riskantes Spiel. Menschen, Freunde und Weggefährten werden zu hellen Leerstellen. Auch Kestings Motive verändern sich: Neben Szenen des bäuerlichen Lebens entstehen zunehmend menschenleere Naturmotive.

Kesting arbeitet weiter. In der Fotografie übernimmt er Aufträge für Industriekunden, fotografiert unter anderem für die Automobilmarke Horch und dokumentiert als Notfallmaßnahme Objekte des Grünen Gewölbes in Dresden. Mit seiner Porträtfotografie sichert er den Lebensunterhalt seiner Familie. Auch die Malerei gibt er nicht auf. „Woge im Blinkfeuer“ entsteht 1942 – mitten in jenen Jahren, in denen Kesting seine Arbeiten nur noch sporadisch öffentlich zeigen kann.

Nach 1945 scheint sich das Blatt zunächst zu wenden. Kesting genießt wieder Anerkennung und wird zum Titular-Professor ernannt. Doch bald gerät er in der SBZ/DDR unter Formalismusverdacht und muss seine Dozenturen mehrfach wieder aufgeben. Kesting wird ein zweites Mal an den Rand gedrängt.

Credits |
Edmund Kesting: Das Karussell, 1933, Aquarell über Bleistift, Feder mit Tusche auf Karton, 30,9 × 46,8 cm, Privatsammlung Berlin, Repro: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Edmund Kesting: Woge im Blinkfeuer, 1942, Mischtechnik auf strukturiertem Papier (Krepp), 44,9 × 58,9 cm, Privatsammlung, Foto: Michael Ehritt © VG Bild-Kunst, Bonn 2026



Paul Kaiser DIK - Dresdner Institut für Kulturstudien
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt Grünes Gewölbe

Von Mai bis September haben wir mit dem „Demokratie-Dienstag“ darauf aufmerksam gemacht, was bei der Landtagswahl zur Di...
06/10/2026

Von Mai bis September haben wir mit dem „Demokratie-Dienstag“ darauf aufmerksam gemacht, was bei der Landtagswahl zur Diskussion stand. Das Thema bleibt aktuell und relevant. Deshalb haben wir die Inhalte auf unserer Website zum Nachlesen und -schauen zusammengestellt. Und wir setzen den „Demokratie-Dienstag“ unter dem Motto "Demokratie ❤ Kunst" in den nächsten Wochen und Monaten in lockerer Folge fort, denn Demokratie lebt von Vielfalt – Kunst auch!
Bei "Demokratie ❤ Kunst" werfen Mitarbeiter*innen aus den unterschiedlichsten Bereichen unseres Museums persönliche Blicke auf Werke aus den Sammlungen und deren Geschichten. Sie erzählen von Freiheit, Vielfalt, persönlicher Haltung, Mut und gesellschaftlichem Wandel – und erinnern daran, dass demokratische Werte und Kunstfreiheit keine Selbstverständlichkeit sind.

https://www.kunstmuseum-moritzburg.de/demokratie-kunst/



Foto: Robert Schwabe

Als Deutschland 1990 wieder eins wurde, sah die Moritzburg noch so aus.Erinnerung: West- und Nordflügel waren damals noc...
03/10/2026

Als Deutschland 1990 wieder eins wurde, sah die Moritzburg noch so aus.
Erinnerung: West- und Nordflügel waren damals noch ohne das Dach, das heute das Erscheinungsbild der Burg prägt. Die Westruine blickte zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück. Ruine bedeutete allerdings nicht Stillstand: Sie wurde als Freilicht-Skulpturenmuseum genutzt – unser Foto zeigt den Skulpturengarten bereits 1954.

2008 veränderte der Ausbau von West- und Nordflügel durch Fuensanta Nieto und Enrique Sobejano das Erscheinungsbild der Moritzburg grundlegend.

36 Jahre Deutsche Einheit – und ein Blick zurück auf die Moritzburg im Jahr 1990.

EN |
When Germany was reunified in 1990, Moritzburg Castle still looked like this.
A look back: At the time, the west and north wings were still without the roof that shapes the castle’s appearance today. By then, the ruined west wing already had a history stretching back centuries. But being a ruin did not mean being unused: it served as an open-air sculpture museum – our photograph shows the sculpture garden as early as 1954.

In 2008, the extension of the west and north wings by Fuensanta Nieto and Enrique Sobejano fundamentally changed the appearance of Moritzburg Castle.

36 years of German reunification – and a look back at Moritzburg Castle in 1990.

Credits |
1 | Westflügel 1990, Foto: Klaus E. Göltz
2 | Museum geöffnet (Detail), Foto: Klaus E. Göltz
3 | Mittelrisalit des Westflügels, Foto: Bigalke Rosse | Fotoarchiv Kunstmuseum Moritzburg
4 | Freilichtmuseum für Plastik im Westflügel, 1954, Foto: Reinhard Hentze
5 | Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), 2026 Foto: eeh

#1990

OKTOBER IM MUSEUM 🍂⬜️ 3.10.14 Uhr | Führung „Edmund Kesting. Avantgardist“19:30 Uhr | „Eine Träne im Knopfloch“ – Lieder...
30/09/2026

OKTOBER IM MUSEUM 🍂

⬜️ 3.10.
14 Uhr | Führung „Edmund Kesting. Avantgardist“
19:30 Uhr | „Eine Träne im Knopfloch“ – Lieder von Friedrich Holländer

⬜️ 4.10. | 14 Uhr
Highlightführung Sammlung

⬜️ 5.10. | 15–16:30 Uhr
Erzählcafé – Schmuck als tragbare Kunst

⬜️ 8.10.
12:30 Uhr | KunstGenuss – Edmund Kestings Bildbauwerke
17:30 Uhr | Kunst mit Kesting – Collage-Workshop für Erwachsene
18:30 Uhr | Vortrag: Hans Finsler. Das Wesen der Dinge sichtbar machen. Konrad Schopplich

⬜️ 10.10.
14 – 17 Uhr | Offene Werkstatt für alle. Mit Nadel und Papier!
14 Uhr | Führung „Edmund Kesting“

⬜️ 11.10. | 14 Uhr
Highlightführung Sammlung

⬜️ 16.10. | 18:30 Uhr
Eröffnung
Maria Gerbaulet
Gustav-Weidanz-Preis 2025

⬜️ 17.10. | 14 Uhr
Führung „Edmund Kesting“

⬜️ 18.10.| 14 Uhr
Highlightführung Sammlung

⬜️ 20.10. | 16:30 Uhr
Führung in Einfacher Sprache „Edmund Kesting“

⬜️ 24.10.
10 Uhr | Führung in Deutscher Gebärdensprache – Kunst in der DDR
14 Uhr | Führung „Edmund Kesting“

⬜️ 25.10
14 Uhr | Highlightführung Sammlung
15:30 Uhr | Kuratorenführung „Edmund Kesting“

⬜️ 29.10.
16 Uhr | Sprachtandem – Kunst & Konversation: Sprache lernen im Museum. Anmeldung: [email protected]
18:30 Uhr | Lesung und Gespräch – Constantin Lieb „Wildboden“

Alle Infos zu Anmeldung, Tickets & Vorverkauf findet ihr auf unserer Website.


Kesting – Dresden als Schicksal„Bestandsaufnahmen reizten ihn nicht, sondern Bilder.“ Edmund Kesting ist Dresdner durch ...
30/09/2026

Kesting – Dresden als Schicksal
„Bestandsaufnahmen reizten ihn nicht, sondern Bilder.“ Edmund Kesting ist Dresdner durch und durch. Mitte der 1930er Jahre fotografiert er seine Heimatstadt bei Nacht. Für seine Aufnahmen nutzt er die städtische Lichtinszenierung, die Dresdens historische Bauten anstrahlt. Seine Fotografien dienen ihm zugleich als Inspiration für die Malerei.

Zehn Jahre später ist diese Stadt eine andere.
Kesting erlebt die Zerstörung Dresdens im Februar 1945. Sein Wohnatelier bleibt verschont. In der Serie „Dresdner Totentanz“ (1945/46) verbindet er die Trümmerlandschaft mit einem Lehrmittelskelett aus dem Anatomiesaal der zerstörten Kunstakademie.
Aus der vertrauten Stadt ist eine Ruinenstadt geworden.

Credits |

Edmund Kesting: Dresden, Platz vor der Semperoper mit König Johann-Denkmal bei Nacht, um 1935, Silbergelatineabzug, 29,9 x 23,7 cm, Privatsammlung, Repro: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Edmund Kesting: Dresdner Totentanz, Tod über Dresden – Blick über Skelett vom Anatomiesaal der Kunstakademie auf Trümmer der Frauenkirche, Ende 1945/92, Silbergelatineabzug, Negativ-/Positivmontage mit Zeichnung, 40,7 × 30,7 cm, Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Repro: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Blick in die Ausstellung „Edmund Kesting. Avantgardist“ bis 25. Oktober


Paul Kaiser
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
DIK - Dresdner Institut für Kulturstudien

Adresse

Friedemann-Bach-Platz 5
Halle
06108

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 18:00
Dienstag 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+49345212590

Benachrichtigungen

Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn Kunstmuseum Moritzburg Halle - Saale etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird für keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.

Kontaktieren Sie Das Museum

Nachricht an Kunstmuseum Moritzburg Halle - Saale senden:

Teilen

Kategorie