Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

Anrufen Wegbeschreibung Website Kontaktieren Sie das Museum

Landesmuseum für Vorgeschichte Halle Das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) ist Standort der weltberühmten Himmelsscheibe. Bewusst wird die eigene Lebensweise beibehalten.
(355)

Prägnante Exponate erzählen in eindrucksvollen Inszenierungen spannende Ereignisse und erklären Zusammenhänge. Der Blick reicht dabei 450.000 Jahre zurück bis an die Wurzeln der europäischen Menschheitsgeschichte. Verblüffende Leistungen des Homo erectus, des Neanderthalers und des Homo sapiens zeugen von frühmenschlicher Geisteskraft, die eine erfolgreiche Ausbreitung in verschiedenste Lebensräume ermöglichte. Mit Kreativität wurden selbst die extremen Umweltbedingungen der Eiszeit gemeistert. Mammut, Elefant und Höhlenlöwe bewohnten die gleichen Regionen wie die Frühmenschen und werden in der Ausstellung in Lebensgröße präsentiert. Der Beginn unserer heutigen Warmzeit zwingt dann abermals zu veränderten Lebensstrategien. Neu entwickelte Waffen verraten das spezialisierte Vorgehen der letzten europäischen Wildbeuter. Die enträtselte Bestattung einer geheimnisvollen Schamanin entführt in die Vorstellungswelt jener Zeit. Der Wandel vom mobilen Wildbeutertum zur sesshaften Landwirtschaft vor ungefähr 7.500 Jahren kann als elementarster Wendepunkt der Menschheitsgeschichte betrachtet werden, der letztlich noch heute unser Denken und Handeln prägt. Er führte zum rasanten Bevölkerungsanstieg, der unvermindert andauert. Die Kehrseite der gewandelten Lebensweise – Kahlschlag, Bodenmanipulation, Verwüstung – bleibt indes auch nicht verborgen. In der anbrechenden Metallzeit bringen Kupfer, Bronze und Gold die gesamte alteuropäische Welt in Bewegung und lebhaften Kontakt. Ausgeprägte Rangordnungen und gleichartige Insignien sind Ausdruck dieser Entwicklungen. Die originale Himmelsscheibe von Nebra (ungefähr 1.600 vor Christus) ist sicherlich das spektakulärste Exponat der Ausstellung. Gemeinsam mit zum Beispiel den Werken Goethes und der Gutenberg-Bibel ist sie Teil des UNESCO-Dokumentenerbes. Dieser geistesgeschichtliche Schlüsselfund fesselt mit der unglaublichen Kriminalgeschichte seiner Aufspürung ebenso wie mit der Enträtselung seiner abgebildeten Gestirne. Es handelt sich dabei ohne Zweifel um die älteste konkrete Himmelsdarstellung der Menschheit. Mit der Eisenzeit tritt dann ein neuer Werkstoff auf, der relativ leicht und für viele zugänglich ist und so alte Macht- und Sozialverhältnisse verändert. Insbesondere in der Waffenproduktion ersetzt das Eisen schnell die bronzenen Vorgänger. Mit den Werken Caesars und anderer antiker Schriftsteller treten hiesige Völker schließlich erstmals aus der historischen Anonymität. Rom nimmt vielfältigen Einfluss auf das bislang unbeachtete Barbarenland. Doch die beschriebenen Sueben und Hermunduren orientieren sich nur sehr eingeschränkt an der Hochkultur des Feindes. Eine besonders bewegte Epoche war die Spätantike und Völkerwanderungszeit. In diese Phase fallen so elementare Ereignisse wie die Krise des Römischen Reiches, nicht zuletzt ausgelöst durch massive und anhaltende Germaneneinfälle, aber auch das Eindringen der Hunnen in Europa. Das Kriegertum ist prägendes Element in der germanischen Gesellschaft. Der persönliche Erfolg und soziale Rang wird z.B. durch Prestigezeichen wie goldene Hals- und Fingerringe und Gastmahle gezeigt. Herausragende Beispiele hierfür sind das prunkvolle Fürstengrab von Gommern, die Offiziersgräber von Leuna und der Silberschatz von Großbodungen. Doch auch in der germanischen Götterwelt finden Umwälzungen statt, Kriegsgötter überprägen nun den alten bäuerlichen Fruchtbarkeitsglauben. Eine nur kurzfristige, von den Hunnen übernommene Modererscheinung waren die „Turmschädel“: im Kleinkindalter künstlich deformierte Schädel. Unser Museumsshop bietet im Anschluss an den Ausstellungsbesuch exklusive und originelle Geschenkideen sowie eine große Auswahl an Fachliteratur. In der Caféteria kann das Erlebte dann in entspannter Atmosphäre "nachbereitet" werden.

Aus dem 9000 Jahre alten Grab der Schamanin von Bad Dürrenberg sind etwa 900 kleine Kalkputz-Fragmente erhalten. Auf 18 ...
16/10/2026

Aus dem 9000 Jahre alten Grab der Schamanin von Bad Dürrenberg sind etwa 900 kleine Kalkputz-Fragmente erhalten. Auf 18 Stücken sind Reste der ehemaligen Oberfläche erhalten, neun weitere zeigen sogar Abdrücke von Ruten des Flechtwerks auf der Rückseite. Das zeigte Fundstück weist eine sorgfältig geglättete und hell schimmerende Oberfläche auf. Diese wurde durch die sorgfältige Glättung des kalkhaltigen Putzes in nassem Zustand erzeugt.

Dieses seltene Fundobjekt sowie die weiteren Funde aus dem Grab der 9000 Jahre alten Schamanin von Bad Dürrenberg werden noch bis zum 7. Februar in der Sonderausstellung "Die Schamanin" im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle präsentiert.

© LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Ackerbau und Viehzucht – Kernelemente der bäuerlichen Lebensweise – sind nicht nur ein Ursprung von Arm und Reich. Sie s...
15/10/2026

Ackerbau und Viehzucht – Kernelemente der bäuerlichen Lebensweise – sind nicht nur ein Ursprung von Arm und Reich. Sie stellen auch den Beginn unserer heutigen Kulturlandschaften, von Grundbesitz und politischen Territorien dar. Welchen Einblick gewährt uns das Grab des "Rinderbarons" in die Zeit zwischen 3100 und 2560 vor Christus? Woher kamen die Menschen der sogenannten Kugelamphorenkultur? Und welches Konfliktpotenzial könnte aus dem Aufeinandertreffen von Viehzüchtern und -hirten auf alteingesessene Ackerbauern entstanden sein?

Den Link zum Film ist in der Story.

Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene:Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Die Schamanin" heute um 18:30 Uhr.D...
13/10/2026

Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene:

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Die Schamanin" heute um 18:30 Uhr.

Dr. Birgit Gehlen (Kerpen) spricht zu:
"Migration, Kontakte, Wandel: Mehr als 3500 Jahre gemeinsame Geschichte von Jäger-Sammler-Fischern, Ackerbauern und Viehzüchtern".

Der Vortrag findet im Hörsaal des Landesmuseums statt, dauert ungefähr 60 Minuten und wird in englischer Sprache gehalten.

Bitte benutzen Sie unseren Seiteneingang an der Richard-Wagner-Straße auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle "Landesmuseum für Vorgeschichte".

Der Zugang zum Hörsaal ist barrierefrei.

Der Eintritt ist frei.

Bitte beachten Sie, dass das Fotografieren/Filmen während des Vortrags nicht erlaubt ist.

Der im Durchmesser 5 Zentimeter messende Amulettanhänger aus einer Geweihrose stammt aus einem Frauengrab, das in den 19...
12/10/2026

Der im Durchmesser 5 Zentimeter messende Amulettanhänger aus einer Geweihrose stammt aus einem Frauengrab, das in den 1960er Jahren in Naumburg, Schönburger Straße, freigelegt wurde. Das Grab wird zwischen circa 505 und 531 nach Christus datiert. Das jählich nachwachsende Geweih galt als Symbol der Lebenserneuerung.

Die Geweihrose wird im Abschnitt "Königsdämmerung" der Dauerausstellung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle präsentiert.

© LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Veranstaltungshinweis:Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Die Schamanin" am 13. Oktober 2026 um 18:30 Uhr.Dr. Birgi...
11/10/2026

Veranstaltungshinweis:

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Die Schamanin" am 13. Oktober 2026 um 18:30 Uhr.

Dr. Birgit Gehlen (Kerpen) spricht zu:
"Migration, Kontakte, Wandel: Mehr als 3500 Jahre gemeinsame Geschichte von Jäger-Sammler-Fischern, Ackerbauern und Viehzüchtern".

Der Vortrag findet im Hörsaal des Landesmuseums statt, dauert ungefähr 60 Minuten und wird in englischer Sprache gehalten.

Bitte benutzen Sie unseren Seiteneingang an der Richard-Wagner-Straße auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle "Landesmuseum für Vorgeschichte".

Der Zugang zum Hörsaal ist barrierefrei.

Der Eintritt ist frei.

Bitte beachten Sie, dass das Fotografieren/Filmen während des Vortrags nicht erlaubt ist.

Die Tasse aus Braunsbedra (Saalekreis) wurde 1952 bei Ausschachtungsarbeiten in einer Tiefe von 60 Zentimeter in einer G...
09/10/2026

Die Tasse aus Braunsbedra (Saalekreis) wurde 1952 bei Ausschachtungsarbeiten in einer Tiefe von 60 Zentimeter in einer Grube entdeckt. Der Henkel des im Durchmesser neun Zentimeter messenden Gefäßes ist gegossen, der Körper dagegen aus Bronzeblech getrieben. Neben dem Gefäß wurden noch neun weitere Tassen im gleichen Fundkontext entdeckt. Die Fundstelle liegt innerhalb eines Siedlungs- und Bestattungsplatzes des 11. Jahrhunderts vor Christus.

© LDA Sachsen-Anhalt, J. Lipták.

Filmdonnerstag! Im Januar 2019 wurde im Zuge der archäologischen Ausgrabungen im Bereich des Neubaugebietes “Sonntagsfel...
08/10/2026

Filmdonnerstag! Im Januar 2019 wurde im Zuge der archäologischen Ausgrabungen im Bereich des Neubaugebietes “Sonntagsfeld” in Halberstadt (Landkreis Harz) ein mit großen Feld- und Kalksteinen eingefasstes Grab entdeckt. Ehemals war es vermutlich mit einem Grabhügel überdeckt. Das Grab enthielt die Überreste einer Hockerbestattung der sogenannten Glockenbecherkultur. Welche Erkenntnisse liefern das Skelett des Toten und die im Grab gefundenen Beigaben?

Hier geht es zum Film: https://youtu.be/VgFDOIjOoQc

Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene:Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Die Schamanin" heute um 18:30 Uhr.D...
06/10/2026

Veranstaltungshinweis für Kurzentschlossene:

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung "Die Schamanin" heute um 18:30 Uhr.

Dr. Ianir Milevski (Jerusalem/Israel und Buenos Aires/Argentinien) spricht zu:
"Masks and magics in the late prehistory of the southern Levant".

Der Vortrag findet im Hörsaal des Landesmuseums statt, dauert ungefähr 60 Minuten und wird in englischer Sprache gehalten.

Bitte benutzen Sie unseren Seiteneingang an der Richard-Wagner-Straße auf Höhe der Straßenbahnhaltestelle "Landesmuseum für Vorgeschichte".

Der Zugang zum Hörsaal ist barrierefrei.

Der Eintritt ist frei.

Bitte beachten Sie, dass das Fotografieren/Filmen während des Vortrags nicht erlaubt ist.

Im Zuge der Umgestaltung der im 11. Jahrhundert errichteten Klosterkirche von Ilsenburg (Landkreis Harz) im späten 12. o...
04/10/2026

Im Zuge der Umgestaltung der im 11. Jahrhundert errichteten Klosterkirche von Ilsenburg (Landkreis Harz) im späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert wurde im Langhaus ein Stuckestrichboden eingebracht. Große Teile dieses hochmittelalterlichen Schmuckfußbodens haben sich bis heute erhalten. So finden sich vor der Turmhalle im Westen des Mittelschiffs ein Fisch mit spitznasigem und gehörntem menschlichen Anlitz. Der Ilsenburger Stuckfußboden vermittelt noch heute einen lebendigen Eindruck von der ursprünglich aufwendigen Innenausstattung der Klosterkirche.

© LDA Sachsen-Anhalt, M. Klehm.

Adresse

Richard-Wagner-Straße 9
Halle
06114

Öffnungszeiten

Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+49345524730

Benachrichtigungen

Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn Landesmuseum für Vorgeschichte Halle etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird für keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.

Kontaktieren Sie Das Museum

Nachricht an Landesmuseum für Vorgeschichte Halle senden:

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie