26/05/2026
Welche Perspektive nehmen wir ein?
Weibliche Aktdarstellungen prägten die Kunstgeschichte über Jahrhunderte – meist geschaffen von Männern und geprägt von Projektion, Rollenbildern und fremdem Blick. Erst im 20. Jahrhundert konnten Künstlerinnen diesen Blick hinterfragen und eigene Perspektiven etablieren.
Die Gegenüberstellung von Edvard Munch und Maria Lassnig eröffnet genau diesen Dialog: zwischen Projektion und Selbstwahrnehmung, Fremd- und Eigenbild des weiblichen Körpers. Munch inszeniert den weiblichen Körper als Reflexionsfläche für eigene Gefühle, Bedürfnisse und Ängste. Lassnigs großformatige Selbstbildnisse hingegen sind Ausdruck schonungsloser Innenschau und subjektiver Körperwahrnehmung.
»Malfluss = Lebensfluss« — jetzt in der Kunsthalle zu sehen.
Maria Lassnig, Selbstporträt als Prophet, 1967, Hamburger Kunsthalle
Edvard Munch, Liegender weiblicher Akt, 1913/14, Hamburger Kunsthalle
Maria Lassnig, Vom Tode gezeichnet, 2011, Museum Ludwig, Köln
Maria Lassnig, Große Knödelfiguration, 1961 - 1962, Maria Lassnig Stiftung
Maria Lassnig, Figur mit blauem Hals, 1961, Maria Lassnig Stiftung
VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Eine Ausstellung der Hamburger Kunsthalle und des Kunsthaus Zürich, in Kooperation mit MUNCH, der Maria Lassnig Stiftung
Gefördert von: Freunde der Kunsthalle e. V., Art Mentor Foundation Lucerne, Karin und Uwe Hollweg Stiftung, The International Music and Art Foundation (IMAF), Kulturstiftung Franz Dieter und Michaela Kaldewei, Fürst Bismarck Quelle, Land Kärnten, Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Rudolf Augstein Stiftung, Dorotheum, Behörde für Kultur und Medien Hamburg