electrum - Das Museum der Elektrizität e.V.

electrum - Das Museum der Elektrizität e.V. Einmalig in Norddeutschland: Eine riesige Sammlung historischer Elektrogeräte lädt ein zu einer spann

Wir zeigen die Welt der Elektrizität, vom Experiment "Gefangener Blitz" bis zum skurrilen oder preisgekrönten Design für Geräte des Alltags. Das electrum erzählt in rund eintausend Exponaten, was Erfinder*innen, Tüftler*innen und Genies antrieb, wie ihre Entwicklungen unverzichtbar wurden und unser Leben bis heute einfacher und angenehmer machen. Entdecken Sie unsere Schätze der Haushaltstechnik und der Unterhaltungselektronik mit und ohne Strom aus der Steckdose, die Vorgänger von iPod.

Timeline – ein NachtragVor einigen Jahren haben wir mit unserer Timeline begonnen – einem Zeitband zur Geschichte der el...
30/05/2026

Timeline – ein Nachtrag

Vor einigen Jahren haben wir mit unserer Timeline begonnen – einem Zeitband zur Geschichte der elektrischen Energie in Hamburg und darüber hinaus.

Nun ist uns ein spannendes Fundstück in die Hände gefallen, das wir euch nicht vorenthalten möchten:

1755 kommt ein gewisser BOITOUR aus der Schweiz nach Hamburg und kündigt im „Altonaischen Mercurius“ spektakuläre Vorführungen an. Im Gepäck: tragbare Elektrisiermaschinen.

Seine Experimente klingen aus heutiger Sicht wie eine Mischung aus Wissenschaft und Show:
– elektrische Schläge für mehrere Personen gleichzeitig
– Funken und Entladungen
– entzündeter Spiritus und „Donner“-Effekte

Elektrizität war damals noch ein faszinierendes Rätsel – irgendwo zwischen Forschung, Sensation und Unterhaltung.

👉 Besonders spannend: BOITOUR bezieht sich auf den Göttinger Gelehrten Samuel Christian Hollmann (1696–1787), der sich intensiv mit Naturphilosophie und physikalischen Phänomenen – darunter auch Elektrizität – beschäftigte.

📍 Der Ort des Geschehens lässt sich auf historischen Karten nachvollziehen (vgl. Karte nach F. A. v. Lawrence, 1791 / Replik 1880).

Da viele die Frakturschrift heute nicht mehr lesen können, findet ihr den Originaltext in der Transkription unten 👇

Ein Nachtrag zu unserer Timeline
Folge 3.1

+++Timeline+++  1877 // 1905  Was ist eigentlich hörbar?1877 gelingt Thomas A. Edison mit dem Phonographen etwas bis dah...
27/04/2026

+++Timeline+++

1877 // 1905

Was ist eigentlich hörbar?

1877 gelingt Thomas A. Edison mit dem Phonographen etwas bis dahin Unglaubliches: Sprache und Ton lassen sich erstmals mechanisch festhalten und wieder abspielen. Die Skizze zeigt den frühen Gedanken dahinter – eine Membran mit Nadel, ein rotierender Zylinder, ein Prinzip der Aufzeichnung, das den Moment überdauert.

Rund drei Jahrzehnte später ist aus der Erfindung bereits ein gebrauchsfertiges Produkt geworden. Der Edison-Phonograph GEM Model B von 1905 steht für die nächste Stufe: kompakt, serientauglich, für den praktischen Alltag gebaut. Aus dem Experiment ist ein Mediengerät geworden.

So zeigt die Kombination beider Objekte nicht nur den Anfang der Tonaufzeichnung, sondern auch ihren Weg in die breite Anwendung.

Vom ersten hörbar gemachten Moment zur industriell gefertigten Klangmaschine.
Folge 21
Bildquelle: Thomas A. Edison, Skizze zum Phonographen, 29. November 1877, nach einer historischen Abbildung.

Foto: Margot Niemann, electrum 2026. Eigenes Foto.

24/02/2026
+++Timeline+++Hamburg 1870 – Vor dem Stromlicht  Eine raue Hafenmetropole mit ca. 290.000 Einwohnern, wo 30–35% Kinder s...
15/02/2026

+++Timeline+++
Hamburg 1870 – Vor dem Stromlicht

Eine raue Hafenmetropole mit ca. 290.000 Einwohnern, wo 30–35% Kinder sind und die meisten Erwachsenen 12–14 Std./Tag schuften. Arbeiterlohn: 2,40 Mark/Tag (Ei: 5 Pfennig). Schichten: Wenige Reeder oben, Mittelbürger 20–30%, über 50% Hafenarbeiter, Stauer, Matrosen & Fabrikant in Industrie und am Elbhafen. Enge Mietskasernen, Kerzenlicht, hohe Kindersterblichkeit.
Folge 20
#1870

+++Timeline+++1873Was ist eigentlich früh?Man strebt ja gern nach Superlativen – aber manchmal muss man gar nicht übertr...
10/02/2026

+++Timeline+++
1873

Was ist eigentlich früh?
Man strebt ja gern nach Superlativen – aber manchmal muss man gar nicht übertreiben.

Hamburg gehört zu den sehr frühen Städten, in denen elektrische Energie nicht nur erprobt, sondern industriell genutzt wurde. Erste Versuche mit einer Gramme‑Dynamo‑Maschine gemacht. Der Generator lieferte Gleichstrom nach dem damals neuen dynamoelektrischen Prinzip und versorgte die ersten Elektrolyseversuche. Strom diente hier nicht der Beleuchtung oder der Inszenierung, sondern ganz nüchtern der Produktion – als Werkzeug der Industrie.

Die Abbildung zeigt eine Elektrolysehalle aus späterer Zeit, um 1910, in der dieses Verfahren längst großindustriell etabliert war. Sie steht damit für eine Entwicklung, die in Hamburg ungewöhnlich früh begann und sich über Jahrzehnte fortsetzte.

Nach langer Pause geht die Timeline hier wieder weiter.
Der letzte Eintrag war im Dezember 2022 – manche Geschichten sind einfach zu gut, um sie liegen zu lassen.
Folge 19
Bildquelle:
Stadt am Strom. Strom und Fernwärme für Hamburg – 100 Jahre HEW.
Hamburg 1994, S. 11.

Wenn der Stromzähler klingelteLange bevor es Abschlagszahlungen und Jahresabrechnungen gab, kam der Strom persönlich ins...
21/01/2026

Wenn der Stromzähler klingelte

Lange bevor es Abschlagszahlungen und Jahresabrechnungen gab, kam der Strom persönlich ins Haus – in Form des Einkassierers der Hamburgische Electricitäts-Werke AG.

Nachdem die ersten Zähler eingeführt waren, wurde der Verbrauch regelmäßig abgelesen und direkt kassiert.
Einmal im Monat ging der Stromableser bzw. der Einkassierer durch „seinen Bezirk“, notierte die Zählerstände, stellte Rechnungen aus und nahm das Geld entgegen. Für viele Haushalte war das ein fester Termin – und ein direkter Kontakt zum Energieversorger.

Mit der wachsenden Zahl an Kundinnen und Kunden wurde dieses System immer aufwendiger.
Ab den 1950er/60er Jahren setzten sich deshalb Abschlagszahlungen durch:
Ein geschätzter Monatsbetrag wurde gezahlt, einmal im Jahr folgte die Ablesung – und die Rechnung wurde ausgeglichen.

Der Strom blieb derselbe.
Aber der Weg, ihn zu bezahlen, veränderte sich grundlegend.

Von der Pauschale zur MessungAb 1882 beginnt die technische Geschichte der Stromzähler.Vom frühen Pendelzähler über Moto...
16/01/2026

Von der Pauschale zur Messung

Ab 1882 beginnt die technische Geschichte der Stromzähler.
Vom frühen Pendelzähler über Motor- und Elektrolytzähler bis hin zum Ferraris-Zähler, der den Stromverbrauch erstmals zuverlässig und dauerhaft messen konnte.

Diese Entwicklung markiert den Übergang von pauschalen Abrechnungen zu einer verbrauchsabhängigen Stromversorgung – und veränderte den Alltag grundlegend.

Bevor es Stromzähler gabIn den Anfangsjahren der Elektrifizierung wurde elektrischer Strom nicht nach Verbrauch abgerech...
11/01/2026

Bevor es Stromzähler gab

In den Anfangsjahren der Elektrifizierung wurde elektrischer Strom nicht nach Verbrauch abgerechnet.
Auch bei den Hamburgischen Electricitäts-Werken AG erfolgte die Abrechnung zunächst pauschal:
bezahlt wurde nach der Anzahl der installierten Lampen oder Lichtentnahmestellen.

Eine Deckenlampe, eine Steckdose für den Kaffeekocher – jede Lichtstelle hatte ihren festen Preis, unabhängig davon, wie lange oder wie intensiv sie genutzt wurde. Strom war damit kein exakt gemessener Verbrauch, sondern eine kalkulierte Nutzungsmöglichkeit.

Dieses Modell prägte die frühe Elektrifizierung von Wohnungen und Geschäften und zeigt, wie sehr sich der Alltag mit dem elektrischen Licht veränderte – lange bevor Stromzähler den Verbrauch in Kilowattstunden erfassen konnten.

Die Abbildung stammt aus der GEFELEK – Gesellschaft zur Förderung der elektrischen Licht- und Kraftanwendung von 1914 und veranschaulicht eine moderne Küchensituation jener Zeit.

10/11/2025

Darf ich vorstellen?
Das ist Robi – unser neuer Kollege! 🤖✨
Er saugt.
Er wischt.
Er glänzt – genau wie unsere Ausstellungen.

Neue Vitrine im Museum: Das Bügeleisen!Die ersten elektrischen Haushaltsgeräte kamen Ende der 1880er Jahre auf den Markt...
03/11/2025

Neue Vitrine im Museum: Das Bügeleisen!

Die ersten elektrischen Haushaltsgeräte kamen Ende der 1880er Jahre auf den Markt – eines der allererste war wohl das elektrische Bügeleisen des Österreichers Schindler.
Bis zum Ersten Weltkrieg gab es schon eine ganze Reihe dieser nützlichen Helfer, aber: sie waren teuer – und Strom war es auch.

Erst ab den späten 1920er-Jahren wurde das elektrische Bügeleisen zum beliebten Hochzeitsgeschenk. Kein Holzkohleeisen mehr, keine Brandflecken durch Funkenflug – dafür glatte Wäsche auf Knopfdruck!

Und dann kam die Revolution:
Das „denkende Eisen“ – ein Thermostat hielt die Temperatur konstant. Ein Segen für alle Hausfrauen und Hausmänner ihrer Zeit!

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Hamburg
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