03/09/2026
Max Brauer (1887–1973) war eine bedeutende politische Persönlichkeit in der Geschichte Hamburgs und eine zentrale Figur im Kampf für Demokratie und soziale Gerechtigkeit in Deutschland. Er ist vor allem für seine Zeit als Erster Bürgermeister von Hamburg bekannt, ein Amt, das er mit Unterbrechungen von 1946 bis 1960 innehatte.
Brauer wurde in Altona geboren, das damals noch eine eigenständige Stadt war, und engagierte sich früh in der Arbeiterbewegung. 1919 wurde er der erste sozialdemokratische Oberbürgermeister von Altona. In dieser Position setzte er sich für soziale Reformen und den Ausbau der städtischen Infrastruktur ein.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Brauer aus dem Amt entfernt und musste ins Exil fliehen, zunächst nach Frankreich und später in die USA. Dort arbeitete er als Fabrikarbeiter und setzte sich weiterhin politisch für ein freies Deutschland ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Brauer nach Hamburg zurück und wurde 1946 zum Ersten Bürgermeister gewählt. Er spielte eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau der Stadt und führte zahlreiche Reformen ein, darunter den Ausbau des Bildungswesens und den sozialen Wohnungsbau. Seine Vision war es, Hamburg zu einer modernen, weltoffenen Stadt zu machen.
Brauer trat 1960 aus Altersgründen von seinem Amt zurück, blieb aber bis zu seinem Tod 1973 eine einflussreiche Persönlichkeit in Hamburg und darüber hinaus. Sein Erbe lebt in der Stadt weiter, unter anderem durch die Max-Brauer-Allee, die nach ihm benannt wurde, und die Max-Brauer-Schule, die seine Ideale von sozialem Engagement und Bildung verkörpert.
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Fotos:
Horst Janke, 1960; MDA / SHMH
Rudolf Dührkoop, 1927; SHMH