Nachlass Warlich

Nachlass Warlich Dies ist die offizielle Facebook-Seite für das Forschungs- und Ausstellungsprojekt „Der Nachlass a. Leihgeber: Tattoo Museum William Robinson u.

Seit Dezember 2015 erforscht Dr. Ole Wittmann in Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte den Nachlass des Tätowierers Christian Warlich (1891–1964). Die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur ermöglicht dieses Projekt für mindestens drei Jahre. Im Bestand des Museums befindet sich der Löwenanteil des Nachlasses von Warlich, der als einer der bedeutendsten Tätow

ierer des 20. Jahrhunderts gilt und als ‚König der Tätowierer‘ international bekannt wurde. Dieses Konvolut bildet die Grundlage für das Forschungsvorhaben. Abgesehen von einem Vorlagealbum, dessen Neu-Herausgabe ebenso in Vorbereitung ist, wurde der Nachlass bisher weder umfassend erforscht noch der Öffentlichkeit oder Fachwelt zugänglich gemacht. Im Bestand befinden sich weitere Vorlagebücher, Zeichnungen, Fotografien, Korrespondenzen und anderen Flachwaren. Die Fotostrecke eines Hamburger Pressefotografen gewährt Einblicke in die Arbeitspraxis Warlichs. Des Weiteren befinden sich Tätowiergeräte, Zelluloid-Schablonen und Hautpräparate in der Sammlung, bei denen es sich um von Warlich entfernte Tätowierungen handelt. Berücksichtigt werden nicht nur Objekte aus dem Museum für Hamburgische Geschichte, auch externe Sammlungen sollen in das Projekt einbezogen werden. Da der Bestand bisher nicht wissenschaftlich aufgearbeitet wurde, bedarf es einer Erfassung, Katalogisierung und Erforschung des Materials, mit dem Ziel, die Ergebnisse zu publizieren und sie in einer monografischen Ausstellung zu präsentieren. Dies ist erforderlich, da Warlichs Arbeit immer wieder Gegenstand volkskundlicher Forschungen ist und ein kulturwissenschaftliches und kunsthistorisches Interesse an seinem Œuvre besteht. Dies manifestierte sich unter anderem in einer Warlich-Sektion der Ausstellung Tattoo im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Die Schau präsentierte eine breite Palette von Bezügen und zeigte die Tattoo-Kultur mit einem Fokus auf bildende Kunst, Design, handwerkliche und kulturgeschichtliche Fragen. Die Bedeutung und das Schaffen von Christian Warlich konnte dabei nur fragmentarisch berücksichtigt werden. Der Rahmen des Forschungsprojektes lässt Bezüge vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu, zumal Warlichs Schaffen bis heute als Inspiration für Tätowierer weltweit dient. Neben einer Kontextualisierung innerhalb der Hamburger Tattoo-Geschichte lassen sich Parallelen zur US-amerikanischen, englischen und ostasiatischen Tätowierung ziehen. Warlich war um einen regen internationalen Austausch bemüht und ließ sich von der Formensprache beispielsweise asiatischer Tätowierungen und von amerikanischen Motiven inspirieren. Warlich fiel nicht nur durch seinen Anspruch auf die Tätowierung zu professionalisieren, auch profilierte er sich durch handwerkliches Können und einen gewissen künstlerischen Anspruch. Im Gegensatz zu anderen Hamburger Tätowierern seiner Zeit strebte er nach einer steten Verbesserung der Formen und einer Erweiterung des Bildrepertoires. Zu diesem Zweck entwickelte er neue Motive und nutzte Vorlagen aus dem Bereich der Populärkultur ebenso wie aus der bildenden Kunst. Neben der Erschließung von Objekten, deren Ausstellung und Nutzbarmachung besteht die Aufgabe des Projektes darin, weitere Objekte aus privaten Sammlungen sowie Träger von Warlich-Tätowierungen ausfindig zu machen. Ferner sollen Recherchen neue Einblicke in Warlichs Biografie geben. Auch stellt sich die Frage, wie der internationale Austausch zwischen ihm und anderen Tätowierern statt fand und welche Inhalte er hatte. Des Weiteren soll geklärt werden, welchen Bedingungen die Tätowierpraxis im Nationalsozialismus unterlag. In dem Projekt werden methodische wie theoretische Ansätze der Geschichts-, Kultur- und Kunstwissenschaft miteinander verknüpft. Im Sommersemester 2016 erfolgt eine Kooperation mit der Universität Hamburg, ein Seminar wird sich den Fragen rund um die museale Erschließung des Nachlasses stellen. Ziel ist die multiperspektivische Analyse der kulturellen Praxis des Tätowierens sowie die Erarbeitung von Grundlagen in historischer Quellenkunde und musealer Sachkulturforschung. Neben einer Publikation zum Nachlass, einer Ausstellung und der kompletten Neu-Herausgabe des zuerst 1981 erschienenen Vorlagealbums ist eine Ausstellung sowie eine Konferenz geplant.

------

Projektleitung: Dr. Ole Wittmann

Kooperationspartner: Stiftung Historische Museen Hamburg/Museum für Hamburgische Geschichte, Universität Hamburg u. Dauer: Dezember 2015 – (folgt)

Drittmittelgeber: Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur

------

Mehr:

https://instagram.com/nachlass.warlich/
www.nachlasswarlich.de

11/12/2025

Today marks a milestone for the IDTG (Institute for German Tattoo History).
We have just released our very first publication: Ruth & Hans Ullrich. From the Living Room to Far-off Lands – Tattoo Culture in the Mid-20th Century.

This bilingual (German/English) edited volume explores the nearly forgotten legacy of Ruth (1912–1964) and Hans Ullrich (1909–1957), two pioneering figures who shaped tattoo culture in the 1940s and 1950s.
Drawing on numerous previously unpublished sources – from Hans Ullrich’s flash book to correspondence with Christian Warlich and international networks – the volume opens up new perspectives on motifs, gender roles, media narratives, and the global interconnectedness of tattoo culture.

📘 More information & worldwide orders:

www.ullrichbook.com

With contributions by:

Manfred Kohrs

Julia Pucher
Marcus Schäfer


Design: Volker Henze
Cover Illustration: Martin “Ratz” Radtke
Print: .druck
Book Photography:

22/11/2025

Über die Klage des Spirituosenverbands der Spirituosen-Industrie (vertreten von W. Verpoorten) gegen uns wurde viel berichtet.
Das Landgericht Kiel hat klar entschieden: Wir dürfen unseren veganen LIKÖR OHNE EI weiter so nennen.
Der Prozess ist aber noch nicht vorbei – die Gegenseite kann noch in Berufung gehen.

Und weil jetzt so viele neugierig sind:

Zur BLACK WEEK: 3 Flaschen auswählen und wir schenken Dir 1 Flasche LIKÖR OHNE EI 🎁

Nur auf: warlich-rum.de/blackweek

31/10/2025

The ruling at the Kiel Regional Court (October 28, 2025) was in our favor:
We are allowed to continue calling our product LIQUEUR WITHOUT EGG.

“Because it is not egg liqueur,” but rather a distinction from the term egg liqueur, said Markus Richter, spokesman for the regional court.

I believe in the maturity of consumers and am delighted that the court does too.
It was a decision based on common sense.

However, the case is not over yet – the opposing party has announced that it will appeal. It has one month to do so.
The case would then continue in the next instance: at the Higher Regional Court of Schleswig.
I will keep you up to date!

All information here:

www.ohneei.info

Thank you very much for your support!

And thank you to my legal team, Ms. Teker and Mr. Weiler from mueller.legal, for their great support!

13/10/2025

bei

Urteilsverkündung am 28.10.25 am Landgericht Kiel. Alle Infos zum Prozess hier: www.ohneei.info ⚖️

Eggers (Anwalt des Schutzverbandes vertreten von W. Verpoorten) behauptet, unser LIKÖR OHNE EI müsse „Veganer Soja-Likör mit Farbstoffen und Verdickungsmitteln auf Basis von Rum“ heißen. 😄

Wieso er das behauptet weiß ich nicht, denn in unserem LIKÖR OHNE EI sind gar keine Verdickungsmittel. 💚
Und der Farbstoff ist ein natürlicher 🌱

🎥 Lang-Version des Beitrags hier:
https://www.ardmediathek.de/video/extra-3-spezial-der-reale-irrsinn/likoer-ohne-ei-auf-der-anklagebank/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS85NTJkMTkzNS02M2NhLTQzZTMtYTIxYy1kODRkNjQzMDJiNTQ

Cheers, Ole 🥃



Die Wiederholung läuft heute (Mi.) von 19 bis 21 Uhr. Das Gespräch startet so ungefähr um halb acht. Zu hören ist das Ga...
15/01/2025

Die Wiederholung läuft heute (Mi.) von 19 bis 21 Uhr. Das Gespräch startet so ungefähr um halb acht. Zu hören ist das Ganze im Hamburger Raum über die Frequenzen 91,7 und 104,0 MHz und für alle anderen online im „ByteFM Hamburg“-Stream zum Beispiel über die -Webseite. Hier landet man ab 19 Uhr nach den Nachrichten direkt auf dem richtigen Stream:

https://bit.ly/StadtMagazin_OleWittmann

Alternativ kann man ihn auch am Player auf der Website selbst auswählen. Der Player ist unten am Rand der Website in diesem gelblichen Streifen. Rechts neben dem runden Play-Button ist ein Kästchen, wo man per Klick von Web auf Hamburg umstellen kann.

Heute (Mi.) von 7 bis 9 und Wiederholung um 19 Uhr beim Stadtmagazin auf ByteFM und wir freuen uns über viele Zuhörer 😊—...
15/01/2025

Heute (Mi.) von 7 bis 9 und Wiederholung um 19 Uhr beim Stadtmagazin auf ByteFM und wir freuen uns über viele Zuhörer 😊

Adresse

Hamburg

Telefon

+4941939597797

Webseite

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Nachlass Warlich erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Das Museum Kontaktieren

Nachricht an Nachlass Warlich senden:

Teilen