19/06/2026
Das Kollektiv Rocco und seine Brüder entwickelte vor dem Hintergrund des „Überwachungskapitalismus“ (Shoshana Zuboff) einen Roboterhund, wie er zunehmend in die Aktivitäten der Staatsmacht Einzug hält als Teil autonomer Systeme, algorithmischer Überwachung und „smart policing“ – wie sie besonders amerikanische und chinesische Unternehmen anbieten. Die Deutsche Bahn gab 2024 den Einsatz eines Roboterhunds bekannt, um illegale Zugbemaler:innen und Vandalismus aufzuspüren. Der von der DB „Spot“ genannte Hund scheint die Seiten gewechselt zu haben und bewohnt als Aussteiger, Gegenläufer und Punk die Ausstellungsräume, in denen er selbst spots (Flecken) hinterlässt, denn er geht – eigenständig, ebenfalls KI-gesteuert – Gassi, wann er möchte.
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The collective Rocco and His Brothers, drawing on the concept of “surveillance capitalism” (Shoshana Zuboff), developed a robotic dog increasingly integrated into state activities as part of autonomous systems, algorithmic surveillance, and “smart policing,” as offered by American and Chinese companies. In 2024, Deutsche Bahn announced the use of such a robot dog to detect illegal train painters and vandalism. The dog, named “Spot” by DB, seems to have switched sides and now inhabits the exhibition as a dropout, dissenter, and punk—leaving its own spots as it autonomously goes for walks whenever it pleases.
Under the Milky Way.
Abstraktion, Autonomie und post-vandalische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart
Gruppenausstellung | 28. März – 19. Juli 2026
Kuratiert von Larissa Kikol und Christoph Platz-Gallus
Abb. Rocco und seine Brüder, THE HOODHOUND, 2026. Installationsansicht Under the Milky Way. Abstraktion, Autonomie und post-vandalische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart, Kunstverein Hannover. Foto: (1, 5-9)Mathias Völzke / Foto: (2-4, 10) Andre Germar