29/05/2026
Noch bevor man das Künstlerhaus durch das historische Portal betritt, drängen sich drei Begriffe auf, die in den Rundbögen über den Eingangstüren des Hauses installiert sind und proklamieren: ALLES MUSS RAUS. Handelt es sich um einen Schluss- oder Abverkauf für Konsument:innen oder finden wir uns ermahnt, zu reflektieren, wo Kunst bestenfalls stattfinden sollte?
Dahinter steckt Angst Yok – Das Künstler:innenkollektiv arbeitet oft mit handgemalten Typografie-Plakaten auf Werbeflächen der Stadt.
Hier greifen sie Terminologien der zeitgenössischen Sprache auf und führen über Begriffe und Slogans eine Werbelogik im öffentlichen Raum ad absurdum. Am Kröpke ist auf U-Bahn-Werbeflächen der Spruch MADEN JA SPECK NEIN zu finden.
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Even before entering the Künstlerhaus through its historic portals, three words press into view. Installed within the semi-circular arches above the three entrances, they proclaim in serif lettering: ALLES MUSS RAUS (ALL MUST GO). Is this a final clearance sale for consumers, or are we being prompted to reflect on where art should ideally take place?
Behind this intervention is Angst Yok. The artist collective often works with hand-painted typographic posters on advertising surfaces throughout the city. By appropriating phrases and slogans from contemporary language, they subvert the logic of advertising in public space. At Kröpcke station, the phrase MADEN JA SPECK NEIN (MAGGOTS YES BACON NO) can be found on subway advertising panels.
Under the Milky Way.
Abstraktion, Autonomie und post-vandalische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart
Gruppenausstellung | 28. März – 19. Juli 2026
Abb. (1) Angst Yok, ALLES MUSS RAUS, 2026. Installationsansicht am Künstlerhaus Hannover, Under the Milky Way. Abstraktion, Autonomie und post-vandalische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart, Kunstverein Hannover. Foto: (1) Mathias Völzke, (2-3) Foto: Andre Germar
(4–7) Angst Yok, MADEN JA SPECK NEIN, 2026. Installationsansicht in der U-Bahn Station Kröpcke, Under the Milky Way. Abstraktion, Autonomie und post-vandalische Tendenzen in der Kunst der Gegenwart, Kunstverein Hannover. Foto: Andre Germar