Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht

Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht Die Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht sind zwei Erinnerungsorte in der Region Osnabrück Ihre Kleidung war mit der Abkürzung »AZ« gekennzeichnet.

Sie kamen aus 17 Ländern, insbesondere den Niederlanden, der damaligen Sowjetunion, Italien und Polen. Mindestens 100 von ihnen überlebten die durchschnittlich auf 8 Wochen begrenzten unmenschlichen Arbeits- und Haftbedingungen nicht. Unter dem Kommando der Osnabrücker Gestapo mussten die Gefangenen in dem nahe gelegenen Stahlwerk Klöckner arbeiten sowie Trümmer und Blindgänger in der Stadt Osnabr

ück beseitigen. Die meisten Insassen waren Zwangsarbeiter, die versucht hatten zu fliehen oder die nicht die geforderte Arbeitsleistung erbracht hatten. Ihre Bestrafung diente zugleich der Einschüchterung von über 30.000 Frauen, Männern und Kindern aus vielen europäischen Ländern, die im II. Weltkrieg in der Region Osnabrück arbeiten mußten. In dem Lager inhaftierte die Gestapo auch sogenannte »Jüdisch Versippte« oder »Halbjuden«, Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Kommunisten, Sinti und vermutlich auch Angehörige der Glaubensgemeinschaft Jehovas Zeugen. Vor der Gestapo nutzte die Wehrmacht den im Jahre 1876 als Pumpenhaus errichteten Augustaschacht zwischen 1940 und 1943 als Lager für französische Kriegsgefangene. Im Jahre 1943 waren zwangsarbeitende Frauen und Männer aus Osteuropa dort untergebracht. Von 1945 bis ca. 1969 wohnten deutsche Familien, die ausgebombt, geflohen oder vertrieben worden waren, im Augustaschacht, der danach bis 2003, dem Beginn der Gedenkstätte, zugemauert war. (Nach Dr. Volker Issmer)

Verbotene Liebe:Der polnische Kriegsgefangene Joseph Grzeskowiak musste auf einem Bauernhof in Döhren/Melle im Landkreis...
05/06/2026

Verbotene Liebe:
Der polnische Kriegsgefangene Joseph Grzeskowiak musste auf einem Bauernhof in Döhren/Melle im Landkreis Osnabrück Zwangsarbeit leisten. Er ging 1941 eine Liebesbeziehung mit der Deutschen Hilde Reinköster ein, die ebenfalls auf diesem Hof als Magd arbeitete. Hilde wurde schwanger.
Solche intimen Beziehungen zwischen Deutschen und ausländischen Zwangsarbeitenden waren jedoch strengstens verboten. Zur Strafe wurde Joseph von der Gestapo Osnabrück ermordet, Hilde für einige Monate in das KZ Ravensbrück eingewiesen.

Heute erinnert ein Gedenkstein in Döhren an die Ermordung von Joseph Grzeskowiak.

Quelle: https://www.melle.info/portal/meldungen/gedenkstein-erinnert-an-das-nazi-opfer-joseph-grzeskowiak-919000522-20301.html

Buchtipp: "Nazi-München. Täter – Opfer– Orte" (Kaevan Gazdar, 2025)In diesem biografischen Stadtführer wird die Anatomie...
05/06/2026

Buchtipp: "Nazi-München. Täter – Opfer– Orte" (Kaevan Gazdar, 2025)
In diesem biografischen Stadtführer wird die Anatomie des Nationalsozialismus in der "Hauptstadt der Bewegung" erlebbar gemacht.
https://volkverlag.de/shop/nazi-muenchen-taeter-opfer-orte/

https://www.tz.de/muenchen/stadt/nazi-muenchen-taeter-und-opfer-lebten-oft-tuer-an-tuer-94111934.html

10 Touren durch die „Hauptstadt der Bewegung“. Maxvorstadt - Schwabing - Neuhausen - Nymphenburg Die Anatomie des Nationalsozialismus wird durch zehn Touren durch die Stadt erlebbar gemacht.

Die ZDFinfo-Doku-Reihe "Auschwitz - Überleben in der Hölle" erzählt über drei Folgen hinweg die Geschichten von Opfern u...
05/06/2026

Die ZDFinfo-Doku-Reihe "Auschwitz - Überleben in der Hölle" erzählt über drei Folgen hinweg die Geschichten von Opfern und Tätern der Todesfabrik, deren Wege sich in Auschwitz kreuzen.

Ihre Wege kreuzen sich in der Hölle von Auschwitz: Die Doku-Reihe erzählt die Geschichten von Opfern wie Anita Lasker-Wallfisch und Tätern wie Josef Mengele.

Hallo,mein Name ist Laura und ich arbeite seit September 2025 als ASF-Freiwillige bei den Gedenkstätten Gestapokeller un...
04/06/2026

Hallo,
mein Name ist Laura und ich arbeite seit September 2025 als ASF-Freiwillige bei den Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht mit.
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF)

Ich komme aus einer kleinen Stadt in der Bretagne, Frankreich. Ich habe mein Studium mit einem Forschungsmaster in Soziologie und einem Master in Geschichte und internationalen Beziehungen abgeschlossen.

Im Rahmen meiner wissenschaftlichen Forschung habe ich mich bereits mit Fragen der Erinnerungskultur auseinandergesetzt, wobei ich mich speziell auf den Spanischen Bürgerkrieg und das Exil spanischer Republikaner:innen in Frankreich konzentriert habe.
Die Möglichkeit, eine ehrenamtliche Tätigkeit in Deutschland auszuüben, bietet mir die Gelegenheit, mein Interesse am Thema Erinnerung zu vertiefen und mehr über deutsche Geschichte und Zwangsarbeit zu erfahren. Ich nehme an den täglichen Aktivitäten der Gedenkstätten teil, helfe bei der Organisation von Veranstaltungen, empfange Besuchende während der Öffnungszeiten und führe Recherchen zu den französischen Kriegsgefangenen im Arbeitserziehungslager Ohrbeck durch. Außerdem hatte ich schon die Gelegenheit, Studienreisen zu organisieren, die Akteure aus den Bereichen Kultur und Erinnerungsarbeit aus der Region Osnabrück und den Pyrénées-Orientales zusammenbrachten, mit dem Ziel, die Herausforderungen der Erinnerungsarbeit in beiden Ländern zu diskutieren und die deutsch-französische Zusammenarbeit durch künftige Kooperationen zu stärken.
Diese Erfahrung vermittelt mir wertvolle Einblicke in die Arbeit von Gedenkstätten - ein Bereich, der mich sehr interessiert.

In einer Zeit, in der in Europa Anklänge an die Vergangenheit wieder auftauchen, bleibt die Weitergabe von Geschichte unerlässlich, um kritisches Denken zu fördern und uns allen zu ermöglichen, die gesellschaftliche und politische Zukunft unserer Länder zu verbessern.

04/06/2026

Im Landesarchiv Osnabrück steigt der Run auf Entnazifizierungsakten. Wie konnte ein Gestapo-Mann als „unbelastet“ gelten?

Karin Müller wurde in Breslau, dem heutigen Wrocław in Polen, geboren. Am Kriegsende floh ihre Familie nach Potsdam. Das...
03/06/2026

Karin Müller wurde in Breslau, dem heutigen Wrocław in Polen, geboren. Am Kriegsende floh ihre Familie nach Potsdam. Dass sie adoptiert war, erfuhr Karin erst mit 28 Jahren, als sie für ihre Hochzeit eine Geburtsurkunde benötigte. Ihre Adoptivmutter war bereits verstorben, und ihr Adoptivvater erzählte ihr nichts über die Umstände der Adoption und ihre leiblichen Eltern.
Nach jahrzehntelanger Recherche über ihre Herkunft, erfuhr Karin im Alter von 75 Jahren durch eine DNA-Analyse, dass ihr leiblicher Vater französischer Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangener, die Mutter eine Bäuerin aus Liegnitz gewesen war.

Mehr über Karins Geschichte und weitere Biographien gibt es in unserer aktuellen Sonderausstellung "trotzdem da! – Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen".

www.trotzdemda.de
Eine Ausstellung der Gedenkstätte Lager Sandbostel

Foto: Michael Kohls

Zeitzeugin Esther Bejarano war Holocaust-Überlebende, Sängerin, Aktivistin und langjährige Vorsitzende des Auschwitz-Kom...
02/06/2026

Zeitzeugin Esther Bejarano war Holocaust-Überlebende, Sängerin, Aktivistin und langjährige Vorsitzende des Auschwitz-Komitees. Sie starb 2021 im Alter von 96 Jahren in Hamburg. Ihr persönlicher Nachlass wird nun für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano ist vor rund fünf Jahren in Hamburg gestorben. Jetzt wird ihr persönlicher Nachlass für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, so die Kulturbehörde.

Heute, 2. Juni, 19 Uhr:Das Wissen der Alliierten über den Holocaust Vortrag: Prof. Dr. Michael Fleming, LondonModeration...
02/06/2026

Heute, 2. Juni, 19 Uhr:
Das Wissen der Alliierten über den Holocaust

Vortrag: Prof. Dr. Michael Fleming, London
Moderation: Prof. Dr. Elizabeth Harvey, Nottingham/Berlin

Veranstaltung in englischer Sprache mit Simultanübersetzung.
Livestream auf Deutsch:

Vortrag: Prof. Dr. Michael Fleming Moderation: Prof. Dr. Elizabeth HarveyEine Veranstaltung in englischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung des Dokum...

02/06/2026

Am Samstag trafen sich in Portugal führende Akteur*innen der europäischen extremen Rechten zu einem „Remigrationsgipfel“.

Gestern hat die Aktionswoche "Wissenschaft gegen Faschismus" gestartet. Bis 7. Juni finden bundesweit Veranstaltungen st...
02/06/2026

Gestern hat die Aktionswoche "Wissenschaft gegen Faschismus" gestartet. Bis 7. Juni finden bundesweit Veranstaltungen statt, die auf die Verantwortung der Wissenschaft in Zeiten faschistischer Gefahr aufmerksam machen.
https://wissenschaft-gegen-faschismus.de/

https://www.inforadio.de/rubriken/interviews/2026/06/01/wissenschaft-gegen-faschismus-sabine-hark.html

Am Montag ist die bundesweite Aktionswoche "Wissenschaft gegen Faschismus" gestartet. Es gehe darum, sich gegen rechte Bedrohung und Einflussnahme zu wehren, sagt die Soziologin Sabine Hark von der Technischen Universität Berlin.

Adresse

Zur Hüggelschlucht 4
Hasbergen
49205

Öffnungszeiten

Dienstag 14:00 - 17:00
Mittwoch 14:00 - 17:00
Donnerstag 14:00 - 17:00
Freitag 14:00 - 17:00
Samstag 14:00 - 17:00
Sonntag 11:00 - 17:00

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