20/10/2026
Schnell waren sich Romani Rose und Dr. Norbert Himmler einig: „Wir haben beide die gleichen Ziele.“ Nämlich, die Demokratie zu schützen und die Werte des Grundgesetzes zu verteidigen. Über Möglichkeiten des gemeinsamen Vorgehens haben sich der Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) und der Vorsitzende des Zentralrates und des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg ausgetauscht. Dabei stand auch eine Führung durch die Dauerausstellung zum Völkermord an der Minderheit zwischen 1933 und 1945 auf dem Besuchsprogramm. „Die Bürgerrechtsbewegung hat für Sinti und Roma viel erreicht“, betonte Romani Rose. Das starke Anwachsen von Antisemitismus und Antiziganismus aber sei eine Entwicklung, die er mit Besorgnis beobachte. „Das ist nicht nur eine Sorge der Minderheit, es gibt viele Menschen, denen das Angst bereitet.“
Norbert Himmler verdeutlichte, dass genau an dieser Stelle sein Auftrag als Intendant ansetze: „Durch unser umfassendes und reichweitenstarkes Informationsangebot auf allen Plattformen – vom klassischen Fernsehen übers Streaming bis hin zu unseren Social-Media-Accounts – wollen wir das Demokratieverständnis nachhaltig fördern und damit letztlich den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.“ Um damit bereits Kinder und Jugendliche zu erreichen, habe der Sender die Initiative „ZDF goes Schule“ ins Leben gerufen. Diese baue auf vertiefte Wissensvermittlung für den Unterricht durch leichtere Zugänge zu Bildungsinhalten, die sich aus Erklärvideos und Unterrichtsmaterial, Arbeitsblättern und Themenpaketen zusammensetzen. Zudem sei ein Netzwerk mit über 100 Partnerschulen etabliert worden, die von Moderatoren, Studioleiterinnen und Reportern des ZDF aufgesucht werden, um dort Medienkompetenz zu vermitteln.
Weitere Infos unter: https://dokuzentrum.sintiundroma.de/zdf-intendant-im-dokuz/