Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Wass ketne! Lasst uns zusammenkommen – wir sind ein Ort der Begegnung, des Dialogs, der Erinnerung und Forum für die Menschenrechte.

Gedenken neu denken: Wie sieht unsere Erinnerungskultur in Zukunft aus? Wie erinnern sich kommende Generationen an Holoc...
17/05/2026

Gedenken neu denken: Wie sieht unsere Erinnerungskultur in Zukunft aus? Wie erinnern sich kommende Generationen an Holocaust und Shoah? In einer Zeit, in der Antisemitismus und Antiziganismus in einem bedrohlichen Ausmaß ansteigen, steht auch die Gedenk- und Erinnerungsarbeit vor großen Herausforderungen. Und während gerade bei Jüngeren das Wissen um die deutsche Vergangenheit weiter abnimmt, wird es bald auch keine Zeitzeug*innen der nationalsozialistischen Verbrechen mehr geben. Damit beschäftigt sich die Journalistin Susanne Siegert in ihrem Buch „Gedenken neu denken“, das sie am Donnerstag, 21. Mai, um 20 Uhr bei zwinger x in der Zwingerstraße 3 vorstellt.
Susanne Siegert ist 1992 geboren und eine der bekanntesten Stimmen der digitalen Erinnerungskultur in Deutschland. Sie zeigt seit Jahren ganz praktisch, wie eine neue Form der Gedenkarbeit aussehen kann: Auf dem Account .erinnerungskultur klärt sie auf Instagram und TikTok über den Nationalsozialismus auf und erreicht damit über 200.000 Follower*innen. plädiert sie für ein aktives und pluralistisches Erinnern. Dabei nimmt sie die Nachfahren der Tätergeneration in die Pflicht und thematisiert auch weniger bekannte Verbrechen sowie bisher vernachlässigte Opfergruppen.
Für ihre innovative und engagierte Arbeit wurde sie 2024 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet, 2025 erhielt sie den Margot Friedländer Preis. Foto: Ina Lebedjew

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma mit dem Theater und Orchester Heidelberg und zwinger x. Für die Tickets gilt ein solidarisches Preisprinzip von 3 Euro bis 19 Euro unter https://theaterheidelberg.eventim-inhouse.de/webshop/webticket/bestseatselect?eventId=15642

Führungen zur Erinnerung an die Mai-Deportation der Sinti und Roma 1940 und zum Internationalen Museumstag: Am 16. Mai 1...
11/05/2026

Führungen zur Erinnerung an die Mai-Deportation der Sinti und Roma 1940 und zum Internationalen Museumstag: Am 16. Mai 1940 verschleppten NS-Schergen hunderte Sinti und Roma aus ganz Südwestdeutschland – darunter auch Familien der Minderheit aus Heidelberg. Zum Gedenken an die Mai-Deportation lädt das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma am Samstag, 16. Mai, um 17 Uhr zu einer Führung auf den Spuren der Heidelberger Sinti durch die Altstadt ein. Das Dokumentationszentrum beteiligt sich außerdem mit zwei Sonderführungen am Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai, um 11 und 14 Uhr. Vorgestellt werden dabei Einzelschicksale der Sinti und Roma. Um Anmeldung für alle Angebote wird per E-Mail an [email protected], die Teilnahme ist aber auch spontan möglich.

Die Bürgerrechtlerin Ilona Lagrene hat viele Jahre den Rundgang durch die Altstadt auf den Spuren der Heidelberger Sinti organisiert und über das Leben, die Ausgrenzung und Verfolgung der Minderheit informiert. Im November 2023 ist die Sintezza leider verstorben. Ihre Tochter Jeannette Bunk und ihr Enkel Anthony Bunk setzen am Samstag, 16. Mai, um 17 Uhr die Tradition in Erinnerung an Ilona Lagrene fort. Treffpunkt ist das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in der Bremeneckgasse 2.

Der Internationale Museumstag wird am Sonntag, 17. Mai, in Deutschland gefeiert. Damit machen gleichzeitig Museen auch weltweit auf ihre gesellschaftliche Rolle aufmerksam. Natürlich auch in Heidelberg. Und daran beteiligt sich das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma erneut mit einem besonderen Angebot. Um 11 und um 14 Uhr gibt es an diesem Tag zwei kostenlose Sonderführungen jeweils mit einem Gespräch zu „Schwerpunkten der Dauerausstellung“. Dabei soll auch an Persönlichkeiten wie Herbert „Ricky“ Adler, Ceija Stojka sowie die Bruder W***y und Rudolf Blum und ihre Geschichte erinnert werden. Fotos: Dokumentation- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma/ Johannes Kaise (1) / Lars Kehrel (1)

„Fast schon kriminalistische Rekonstruktion“ einer Bilderreise: 1944 wird im Auftrag der SS im „Judendurchgangslager“ We...
23/04/2026

„Fast schon kriminalistische Rekonstruktion“ einer Bilderreise: 1944 wird im Auftrag der SS im „Judendurchgangslager“ Westerbork in den besetzten Niederlanden ein Film gedreht. Auch die Abfertigung eines Zuges, der fast 1000 Personen nach Bergen-Belsen und Auschwitz deportiert, wird aufgezeichnet. 1956 verwendet der französische Filmregisseur Alain Resnais Einstellungen dieser Szenen in seinem Film „Nuit et Brouillard“ (Nacht und Nebel). Damit beginnt eine Bilderreise, die Fabian Schmidt in seinem Buch „Der Westerborkfilm: Bilderwanderung und Holocaust-Erinnerung“ untersucht, das er am Donnerstag, 7. Mai, um 18 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma vorstellt. Der Eintritt ist frei.
Fabian Schmidts Buch erzählt diese Rezeptionsgeschichte auf der Basis empirisch gewonnener Filmdaten und rekonstruiert die Bedeutung des Westerborkfilms für die Formierung der Erinnerungskultur. Ausgezeichnet wurde die Arbeit mit dem W***y-Haas-Preis 2026.
Die Jury lobte Fabian Schmidt für seine detaillierte Analyse des auf 16 mm gedrehten „Täter-Film“-Materials. Die „fast schon kriminalistische Rekonstruktion“ der Dreharbeiten sei eine „außergewöhnlich fundierte Arbeit, die zahlreiche Quellen auswertet und insgesamt vorbildlich ist."
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma mit dem Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg. (Foto: Filmstill)

Kompakte Informationen zum Darmstädter Einsatzgruppenprozess 1967/68: Mit dem Strafverfahren gegen den SS-Sonderkommando...
16/04/2026

Kompakte Informationen zum Darmstädter Einsatzgruppenprozess 1967/68: Mit dem Strafverfahren gegen den SS-Sonderkommandoführer Kuno Callsen und zehn Mittäter hat sich Joscha Döpp in seiner Masterarbeit beschäftigt, die im Wallstein Verlag erschienen ist. Einen spannenden und gleichsam erschütternden Überblick über die Verbrechen der Angeklagten in der Ukraine und die Ermittlungen der deutschen Strafverfolger hat der Frankfurter Historiker im Dokumentations- und Kulturzentrum gegeben. Im Mittelpunkt stand dabei das Massaker in Babyn Jar, bei dem die NS-Schergen Ende September 1941 innerhalb von zwei Tagen mehr als 33700 jüdische Männer, Frauen und Kinder ermordeten. Im Gespräch mit Heidrun Helwig, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dokuzentrum, berichtete Joscha Döpp auch von Vera Bogucka und Dina Proničeva, zwei Frauen, die das unfassbare Verbrechen überlebten und in Darmstadt als Zeuginnen gehört wurden. Auch in der Diskussion mit den Zuhörerinnen und Zuhörern wurde deutlich: Die Ermittler betrieben Grundlagenforschung, während das Urteil mit überwiegend kurzen Freiheitstrafen insgesamt recht ernüchternd ausfiel.

Von Babyn Jar nach Darmstadt - Vortrag beleuchtet den Prozess um ein NS-Massaker: Als die Ermittler der Zentralen Stelle...
02/04/2026

Von Babyn Jar nach Darmstadt - Vortrag beleuchtet den Prozess um ein NS-Massaker: Als die Ermittler der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg 1960 auf die Namen der Angehörigen des Sonderkommandos 4a der Einsatzgruppe C stoßen, werden diese von ihrer bereits vergessen geglaubten NS-Vergangenheit eingeholt. Das Sonderkommando hat auf seiner Marschroute durch die Ukraine 1941 eine Blutspur hinterlassen: Rund 80.000 ukrainische Jüdinnen und Juden fallen den von ihm begangenen Massakern zum Opfer. Gegen elf Angehörige des 60 bis 80 Mann starken Kommandos wird 1967 im Zuständigkeitsbereich des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer das Hauptverfahren eröffnet. Mit Fokus auf den Hauptangeklagten Kuno Callsen und das Massaker von Babyn Jar beleuchtet Joscha Döpp das Strafverfahren am Mittwoch, 15. April, um 18 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltung mit Willi Jörling fällt leider aus: Das geplante Zeitzeugengespräch mit dem Sinto und Holocaust-Überlebend...
20/03/2026

Veranstaltung mit Willi Jörling fällt leider aus: Das geplante Zeitzeugengespräch mit dem Sinto und Holocaust-Überlebenden Willi Jörling, das am 26. März im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus Heidelberg stattfinden sollte, fällt leider aus. Aus gesundheitlichen Gründen ist es dem 85-Jährigen derzeit nicht möglich, ins Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma zu kommen. Wir wünschen ihm schnelle und vollständige Genesung und hoffen, die Veranstaltung schon bald nachholen zu können.

„Auschwitz-Häftling Nr. 2 – Otto Küsel, der unbekannte Held des Konzentrationslagers“: In der spannenden Biographie „Aus...
10/03/2026

„Auschwitz-Häftling Nr. 2 – Otto Küsel, der unbekannte Held des Konzentrationslagers“: In der spannenden Biographie „Auschwitz-Häftling Nr.2“ erzählt der Journalist Sebastian Christ die außergewöhnliche und berührende Geschichte von Otto Küsel, der von Nationalsozialisten als „Berufsverbrecher“ eingesperrt wurde. Der Mann, der als Funktionshäftling für die Einteilung von sogenannten Arbeitskommandos zuständig war, tat im KZ das Gegenteil dessen, was von ihm verlangt wurde. Der Autor stellt das Leben von Otto Küsel am Donnerstag, 19. März, ab 18 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma vor. Dabei wird Sebastian Christ auch aufzeigen, warum der in Berlin geborene Küsel in Polen ein Held, in Deutschland aber kaum bekannt ist. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus Heidelberg statt. Der Eintritt ist frei. Fotos: Buchcover/Privat

1942 gelang Otto Küsel eine der spektakulärsten Fluchten aus Auschwitz. Neun Monate lebte er im Untergrund; der spätere polnische Außenminister und Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Władysław Bartoszewski, wollte ihm in dieser Zeit gefälschte Papiere besorgen. Erneut verhaftet, überlebte Küsel Folter und Todesmarsch. Nach dem Krieg wurde ihm die polnische Staatsbürgerschaft ehrenhalber angeboten. Im ersten Auschwitz-Prozess in Frankfurt am Main hat er als Zeuge ausgesagt.
Sebastian Christ, der 20 Jahre auf Küsels Spuren geforscht hat, erzählt seine erschütternde wie heldenhafte Geschichte.

Sonderführung zum Weltfrauentag: Als Sintezza und Romni im Nationalsozialismus. Weil sich ihre Mutter Sorgen um die Fami...
04/03/2026

Sonderführung zum Weltfrauentag: Als Sintezza und Romni im Nationalsozialismus. Weil sich ihre Mutter Sorgen um die Familie machte, hatte Anna Mettbach 1942 bei ihrem kranken Onkel nach dem Rechten gesehen. Als die 16-Jährige mit dem Zug zurück nach Hause fahren wollte, wurde sie festgenommen. Die junge Sintezza hatte nämlich gegen den „Festsetzungserlass“ verstoßen, der untersagte, dass Sinti und Roma ihren Aufenthaltsort verlassen. Deshalb wurde sie direkt nach Auschwitz deportiert. Der Vater der jungen Romni Ceija Stojka wurde 1941 nach Dachau und von dort in die Tötungsanstalt Hartheim transportiert. Sie selbst kam mit der Mutter und den Geschwistern im März 1943 ebenfalls nach Auschwitz-Birkenau. Später wurde sie, halbverhungert, in Bergen-Belsen befreit. Krystyna Gil hat 1943 als kleines Mädchen im polnischen Szczurowa das Massaker an den dort wohnenden Roma überlebt. Sie verlor aber ihre Eltern und Geschwister sowie zahlreiche Verwandte. Danach versteckte sie sich bei Angehörigen, die keine Roma waren.
Zum Weltfrauentag am Sonntag, 8. März, werden um 14 Uhr bei einer Führung durch die Dauerausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma die Schicksale von weiblichen Angehörigen der Minderheit im Nationalsozialismus näher beleuchtet. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird unter [email protected] gebeten. Eine Teilnahme ist auch spontan möglich - auch für Männer. Fotos: Gießener Anzeiger/ Franz Möller (1), Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (2).

Czarnina ist ein Quartett aus Polen – und die Herzen der drei Musiker Patryk Walczak (Akkordeon), Oliwier Andruszczenko ...
26/02/2026

Czarnina ist ein Quartett aus Polen – und die Herzen der drei Musiker Patryk Walczak (Akkordeon), Oliwier Andruszczenko (Klarinette, Saxophon), Hipolit Woźniak (Gitarre) und ihrer Frontfrau Nina Kodorska schlagen im Rhythmus des Ostens. Ihre Inspiration schöpfen sie aus orientalischen Klängen, mit besonderem Schwerpunkt auf der Balkanmusik. Die Auseinandersetzung mit der Roma-Kultur hat sie dazu angeregt, die ursprünglichen Melodien der Nationen neu zu interpretieren, die Roma in den vergangenen Jahrhunderten beeinflusst haben. Daher sind Lieder in verschiedenen Sprachen zu hören, die sich je nach Herkunft der Melodie in Rhythmus und Ausdruck unterscheiden: lebendige Improvisationen, sentimentale Weisen und akustischer Klang, ohne dabei die mitreißende Czarnina-Handschrift zu verlieren.
Czarnina spielt am Donnerstag, 5. März, ab 20 Uhr im UGZWO im BETRIEBSWERK (Am Bahnbetriebswerk 5, 69115 Heidelberg ). Einlass um 19 Uhr. Das Konzert ist eine Kooperation des UGZWO mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma. Foto: Czarnina

Tickets sind für 26 Euro (ermäßigt 24 Euro) erhältlich unter www.ticketing-tankturm-betriebswerk.de/details-registrierung/czarnina

Adresse

Bremeneckgasse 2
Heidelberg
69117

Öffnungszeiten

Dienstag 09:30 - 19:45
Mittwoch 09:30 - 16:30
Donnerstag 09:30 - 16:30
Freitag 09:30 - 16:30
Samstag 11:00 - 16:30
Sonntag 11:00 - 16:30

Telefon

+496221981102

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