Sammlung Prinzhorn

Sammlung Prinzhorn Die Sammlung Prinzhorn ist ein Museum für Kunst von Menschen mit psychischen Ausnahme-Erfahrungen.

Noch träumen wir davon …… doch ab dem 28. Juni wird unsere Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung P...
29/05/2026

Noch träumen wir davon …
… doch ab dem 28. Juni wird unsere Jubiläumsausstellung „Alles Kunst? 25 Jahre Museum Sammlung Prinzhorn" Wirklichkeit. Bis zum 31. Januar 2027 habt ihr dann die Möglichkeit, ikonische Arbeiten der Sammlung auf neue Weise zu entdecken.

Ein Teaser: Die handgefertigten Geldscheine von Else Blankenhorn etwa werden nachgedruckt und können von Besucher*innen gegen Euro „eingetauscht" werden.

Begleitet wird die Ausstellung von einem vielfältigen Rahmenprogramm mit Konzerten, Führungen, Lesungen und vielem mehr. Wir freuen uns sehr, unser 25-jähriges Jubiläum mit euch zu feiern!

👉 Alle Infos: sammlung-prinzhorn.de

Also: Augen auf am 28. Juni!

„Die Kunst in der Prinzhornsammlung […] ist eine Bestätigung für mich und viele Künstler:innen, dass Kunst zwar im Austa...
24/05/2026

„Die Kunst in der Prinzhornsammlung […] ist eine Bestätigung für mich und viele Künstler:innen, dass Kunst zwar im Austausch mit der Gesellschaft entsteht, aber in ihrem Ursprung einem kreativen Impuls folgt, der so persönlich, intim wie allgemein menschlich bestimmt ist.“
— Anke Feuchtenberger

In den vergangenen Tagen hat die renommierte Zeichnerin und Comickünstlerin Anke Feuchtenberger die Außenfenster des Museums Sammlung Prinzhorn bemalt. Entstanden ist die temporäre Arbeit „Die Leuchte“, die ab heute von der Voßstraße aus zu sehen ist.

Das Motiv der Fensterbilder kreist um das Verhältnis von Körper und Kopf. Licht und Blick werden dabei zu zentralen Elementen: Feuchtenberger thematisiert die Kraft des Sehens, die Perspektive des Erzählens und das Beleuchten eines Weges in die Dunkelheit.

„Der Kopf – der Rationalität zugeschrieben – ist dem Körper abhandengekommen. Wie – das will ich spontan im Prozess der Zeichnung herausfinden.“
— Anke Feuchtenberger

Mit „Die Leuchte“ beginnt die neue Reihe „Einblicke/Ausblicke“, mit der die Sammlung Prinzhorn ihre Sichtbarkeit im öffentlichen Raum erweitert.

Anke Feuchtenberger, „Die Leuchte“, 2026 © Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg, Foto: Jochen Steinmetz

Schon den WAHNSINN entdeckt?Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Museums Sammlung Prinzhorn ist unsere Jubiläumskamp...
19/05/2026

Schon den WAHNSINN entdeckt?

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Museums Sammlung Prinzhorn ist unsere Jubiläumskampagne jetzt in Heidelberg zu sehen!

Haltet beim Spaziergang durch die Stadt gern die Augen offen: Wenn euch eines unserer Plakate begegnet, freuen wir uns über ein Foto in eurer Story. Markiert – wir teilen eure Sichtungen!

Ab dem 28. Juni ist dann unsere Jubiläumsausstellung „Alles Kunst?“ zu sehen, begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm mit Konzerten, Lesungen, Vorträgen und Führungen.

Einblicke/Ausblicke: Anke FeuchtenbergerAb 22. MaiKUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUMAb dem 18. Mai bemalt die Künstlerin Anke Fe...
18/05/2026

Einblicke/Ausblicke: Anke Feuchtenberger
Ab 22. Mai
KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM

Ab dem 18. Mai bemalt die Künstlerin Anke Feuchtenberger die Fenster des Museums. Das Motiv ihrer Arbeit kreist um das Verhältnis von Körper und Kopf. Dabei erzeugt sie ein Changieren: Der Kopf – traditionell der Rationalität zugeschrieben – scheint dem Körper abhandengekommen zu sein. Wie genau, das entwickelt sie spontan im Prozess des Zeichnens.

Das Fensterwerk "Die Leuchte" ist Teil der neuen Reihe „Einblicke/Ausblicke“, mit der das Museum seine Sichtbarkeit im öffentlichen Raum stärken möchte. Weitere Fensterbilder sind für die nächsten Jahre in Planung.

Bild: © Nik Pitton / Anke Feuchtenberger

ZOOM-VORTRAG VON THOMAS RÖSKE: NEUES ÜBER PAUL GOESCH IN DER SAMMLUNG PRINZHORNDonnerstag, 21. Mai 2026, 19 UhrDer Vortr...
16/05/2026

ZOOM-VORTRAG VON THOMAS RÖSKE: NEUES ÜBER PAUL GOESCH IN DER SAMMLUNG PRINZHORN

Donnerstag, 21. Mai 2026, 19 Uhr

Der Vortrag findet online über die Plattform Zoom statt. Über folgenden Link gelangen Sie zum Vortrag: https://us02web.zoom.us/j/87633308795?pwd=ecZfelLdpJavCV327V9YvcTrd7SAvV.1

Seit der Einzelausstellung des expressionistischen Künstlers Paul Goesch (1885–1940) in der Sammlung Prinzhorn 2016 hat das Museum weitere großzügige Schenkungen von Zeichnungen und Gouachen Goeschs aus Privatbesitz erhalten. Damit verfügt es heute mit insgesamt 670 Werken über die größte öffentlich zugängliche Sammlung von Arbeiten des Künstlers. Museumsleiter PD Dr. Thomas Röske stellt den Bestand vor und erläutert aktuelle Forschungsfragen.

Bild: Paul Goesch, Teufelsmaske, 15.3.1921, Inv. 1090_158 (2014). © Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Am Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai, habt ihr im Museum Sammlung Prinzhorn freien Eintritt! Zusätzlich daz...
14/05/2026

Am Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai, habt ihr im Museum Sammlung Prinzhorn freien Eintritt!

Zusätzlich dazu bieten wir um 11.30 Uhr sowie um 13.30 Uhr eine kostenlose Einführung in die Sammlung Prinzhorn mit Dr. Kristina Hoge an.

In der vergangenen Woche durften wir die Pflegedienstleiter*innen des Universitätsklinikums Heidelberg im Museum Sammlun...
12/05/2026

In der vergangenen Woche durften wir die Pflegedienstleiter*innen des Universitätsklinikums Heidelberg im Museum Sammlung Prinzhorn begrüßen.

Auf Einladung von Yvonne Dintelmann, Vorständin für Pflege und Personal, und Jacqueline Fröhlich, Pflegedienstleitung des Departments für Psychosoziale Medizin, Prävention und Familiengesundheit, erhielten die Teilnehmenden bei einer Führung von Museumsleiter Thomas Röske und Geschäftsführerin Claudia Paul Einblicke in unser Museum und die Sammlung.

Die Sammlung Prinzhorn ist Teil des Universitätsklinikums Heidelberg und dem Department für Psychosoziale Medizin, Prävention und Familiengesundheit zugeordnet. Besonders wichtig ist uns daher der direkte Austausch mit den verschiedenen Bereichen des Klinikums.

Wir danken allen Beteiligten herzlich für Ihren Besuch.

Zum Tod von Georg Baselitz Georg Baselitz hatte sich bereits in seiner Studienzeit mit Hans Prinzhorns Publikation „Bild...
06/05/2026

Zum Tod von Georg Baselitz

Georg Baselitz hatte sich bereits in seiner Studienzeit mit Hans Prinzhorns Publikation „Bildnerei der Geisteskranken“ auseinandergesetzt. Später besuchte er die Sammlung, die damals noch in Schränken lagerte. Einige der Werke dienten ihm als Anregung zur eigenen künstlerischen Entwicklung.

In Folge setzte sich Georg Baselitz als einer der Gründungsbeiräte der Freunde der Sammlung Prinzhorn e.V. wesentlich für die Umsetzung des Museums ein, um den künstlerischen Werken von Anstaltsinsass*innen und Psychiatrie-Erfahrenen aus mehr als einem Jahrhundert ein eigenes Haus auf dem Gelände der Heidelberger Psychiatrischen Klinik zu geben, in dem sie endlich sichtbar und zugänglich wurden. Noch im letzten Jahr trat er erneut mit einem wirkungsvollen und vielbeachteten Schreiben für den Erhalt des Museums ein.

Am 30. April 2026 verstarb Georg Baselitz. Wir trauern um einen der bedeutendsten Künstler unserer Zeit und einen wichtigen Unterstützer der Sammlung Prinzhorn.

Bild: © Galerie Thaddaeus Ropac / Elke Baselitz

Nur noch an diesem Wochenende habt ihr die Möglichkeit, die zahlreichen Werke in unserer Sonderausstellung „Wer bin ich?...
02/05/2026

Nur noch an diesem Wochenende habt ihr die Möglichkeit, die zahlreichen Werke in unserer Sonderausstellung „Wer bin ich? Bilder der Identitätssuche“ zu entdecken.

In der Ausstellung zeigen wir unter anderem Adolf Wölflis Selbstdarstellung als „Skt. Adolf=Groß=Gott“ in Gestalt der „Wasser=Edel=Schlange“. Die zentrale geflügelte Figur ist laut Arztbericht eine Kronprinzessin. In einem weiteren Blatt taucht der gekrönte Porträtkopf Wölflis als Bildornament gleich mehrfach auf: als zentrales Bildmotiv und in kreuzförmiger Bildsymmetrie sechs weitere Male mandalaartig angeordnet.

Adolf Wölfli ist inzwischen der berühmteste psychiatrieerfahrene Künstler Europas, ein „Klassiker“ der Art brut oder Outsider Art. 1972 wurde er auf der documenta 5 in Kassel gezeigt.

Unsere Sonderausstellung „Wer bin ich? Bilder der Identitätssuche“ ist nur noch bis zum 3. Mai 2026 im Museum Sammlung P...
01/05/2026

Unsere Sonderausstellung „Wer bin ich? Bilder der Identitätssuche“ ist nur noch bis zum 3. Mai 2026 im Museum Sammlung Prinzhorn zu sehen!

Bis zum Ende der Ausstellung habt ihr noch die Gelegenheit, an den öffentlichen Führungen am Mittwoch, den 29.4., um 17:30 Uhr oder am Sonntag, den 3.5., um 11:30 Uhr teilzunehmen.

Für die zahlreichen Besuche, Kommentare und Gedanken zu unserer Ausstellung bedanken wir uns bereits jetzt herzlich!

Erich Spießbach ist einer der vielen Künstler*innen, die wir in unserer Sonderausstellung „Wer bin ich? Bilder der Ident...
28/04/2026

Erich Spießbach ist einer der vielen Künstler*innen, die wir in unserer Sonderausstellung „Wer bin ich? Bilder der Identitätssuche“ zeigen.

Spießbach hatte als archäologischer Hilfsarbeiter zunächst in Gotha, dann in Münster für Grabungsberichte gezeichnet und Fundstücke restauriert. 1936 führte ein Streit mit seinem Vorgesetzten im Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte in Münster zur fristlosen Entlassung und zu einem Gerichtsverfahren, das der Angestellte gewann. In der Folge eskalierte jedoch die Auseinandersetzung, und Spießbach machte immer mehr gerichtliche Eingaben mit immer weniger nachvollziehbaren Beschwerden. Stattdessen wurden nacheinander drei Gutachten über seine geistige Verfassung angefertigt, die er später als 3faches „Idiotendiplom“ bezeichnete. 1943 entmündigte man Spießbach schließlich, und er kam mit der Diagnose „querulierender Paranoiker“ in die psychiatrische Anstalt Münster.

Nach seiner Verlegung nach Marsberg begann er 1951 zu zeichnen. Dort hatte ihn der junge Psychiater Manfred in der Beeck (1920–2004) mit Zeichenmaterial versorgt und großes Interesse an seinem eigenwilligen Humor gezeigt. Das spornte Spießbach an, innerhalb weniger Monate mehr als 300 humoristisch-sarkastische Zeichnungen zu schaffen.
Spießbach sah sich ermutigt, auf diesem Kommunikationsweg seinen Wunsch nach Entlassung zu formulieren. Wegen dieses Vertrauensbruchs stellte Spießbach jegliche Zeichentätigkeit ein.
1956 stürzte Spießbach bei einem Fluchtversuch durchs Fenster ab und verstarb an einer Kopfverletzung.

Bilder: Erich Spießbach, Ohne Titel [Selbstporträt], 1933, Inv.Nr. 8542/48 (2015); „Echte Tobzelle“, 1952, Inv. Nr. 8542/350 (2015) © Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

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