05/05/2026
Schulalltag wie anno dazumal – neue Outdoor-Sonderausstellung eröffnet: Wie sah Schule früher im Allgäu aus? Dieser Frage widmet sich unsere neue Outdoor-Sonderausstellung, die im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg entstanden ist. Nina Richter (23) aus Bad Grönenbach hat sich im Zuge ihrer Zulassungsarbeit intensiv mit der Geschichte der Dorfschulen und dem damaligen Schulalltag auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist nunmehr auf der Ausstellungsfläche unterhalb der Höfle-Alpe zu besichtigen.
Nina Richter selbst blickt auf eine durchweg positive Schulzeit zurück: Nach dem Besuch der Grundschule in ihrer Heimatgemeinde wechselte sie ab der fünften Klasse nach Memmingen. „Ich bin immer gerne zur Schule gegangen und habe viele schöne Erinnerungen daran“, berichtete die 23-Jährige. Doch wie unterschiedlich gestaltete sich der Unterricht noch vor einigen Jahrzehnten?
Genau hier setzt die Ausstellung an: Sie beleuchtet anschaulich, wie der Alltag in einer typischen Dorfschule organisiert war, welche Fächer unterrichtet wurden und unter welchen Bedingungen Kinder früher lernten. Betrachter erhalten dabei nicht nur einen Einblick in historische Unterrichtsformen, sondern auch in das soziale Leben rund um die Schule im ländlichen Raum.
Zur Eröffnung der Outdoor-Sonderausstellung auf dem Freigelände konnte Nina Richter zahlreiche der von ihr befragten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen begrüßen, die es sich nicht nehmen ließen, „ihre“ Geschichte vor Ort noch einmal in Augenschein zu nehmen.
In einer kurzen Einführung stellten Nina Richter und ihr Dozent Dr. Markus Pingold die zentralen Inhalte und Themen der Ausstellung vor. Die Ausstellung entstand im Rahmen von Richters Zulassungsarbeit in der Geographiedidaktik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und ist das Ergebnis intensiver Recherchearbeit. Eine besondere Rolle spielten dabei die Zeitzeugen, die ihre persönlichen Erinnerungen teilten und so maßgeblich zur lebendigen Gestaltung der Inhalte beitrugen.
Im Anschluss an die Eröffnung bot sich im Sattlerhof bei Kaffee und Kuchen noch reichlich Gelegenheit zum Austausch und zu persönlichen Gesprächen.