Bayerisches Armeemuseum

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Bayerisches Armeemuseum Das Bayerische Armeemuseum ist eines der großen militärhistorischen Museen in Europa.

BayAM on Tour: Fortbildung in Coburg 🧂🏛️ Was hat Salz in einer Museumsvitrine zu suchen?Am Montag waren wir zu Gast bei ...
16/10/2026

BayAM on Tour: Fortbildung in Coburg 🧂🏛️ Was hat Salz in einer Museumsvitrine zu suchen?

Am Montag waren wir zu Gast bei den Kunstsammlungen der Veste Coburg – für eine Fortbildung zu einem Thema, das zunächst ungewöhnlich klingt: gesättigte Salzlösungen als Klimaschützer in Museumsvitrinen. Das Verfahren ist seit Langem bekannt. Salzlösungen können dabei helfen, das Klima in Vitrinen stabil zu halten und gleichzeitig Schadstoffe aus der Luft zu binden, die empfindliche Museumsobjekte gefährden könnten. Im Zuge nachhaltiger Museumsarbeit erlebt diese Methode derzeit neue Aufmerksamkeit.
Für uns war besonders spannend, welche Möglichkeiten sich daraus für die Konservierung ergeben: Wie reagieren wir auf steigende Temperaturen? Wie können wir das Klima in Vitrinen nachhaltiger regulieren? Und wie lassen sich Sammlungen langfristig schützen, ohne unnötig viele Ressourcen zu verbrauchen? 🌱

Katja Siebel M.A. und Dipl.-Rest. Heiner Grieb gaben Einblicke in die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur Anwendung gesättigter Salzlösungen in Museumsvitrinen. Neben den theoretischen Grundlagen konnten wir auch praktische Erfahrungen sammeln und die Herstellung der Lösungen selbst ausprobieren.

Solche Fortbildungen gehören für uns zur Museumsarbeit: Wir lernen voneinander, tauschen Erfahrungen aus und beschäftigen uns mit neuen und bewährten Methoden, um unsere Sammlungen bestmöglich für die Zukunft zu erhalten. 🔎
Vielen Dank an die Kunstsammlungen der Veste Coburg für den spannenden fachlichen Austausch und den herzlichen Aufenthalt!

👉 Welche Methoden aus Restaurierung und Konservierung sollen wir euch einmal genauer zeigen?

1945 war ein Ende – aber kein vollständiger Neuanfang.Als die Bundeswehr 1955 gegründet wurde, stammten ihre Generäle au...
10/10/2026

1945 war ein Ende – aber kein vollständiger Neuanfang.

Als die Bundeswehr 1955 gegründet wurde, stammten ihre Generäle aus einer militärischen Welt, die vom Zweiten Weltkrieg und vom Nationalsozialismus geprägt war. Sie hatten in der Wehrmacht gedient und einst den Eid auf Hi**er abgelegt. Nun sollten sie Streitkräfte in einem demokratischen Staat mit aufbauen.

Wie groß war der Bruch wirklich? Und wo wirkten alte Prägungen weiter?

In seinem Vortrag „Von der NS-Diktatur zur Demokratie. Bayerische Heeresgeneräle der frühen Bundeswehr“ untersucht Prof. Dr. Peter Lieb die Biografien von Max Pemsel, Karl-Wilhelm Thilo, Friedrich Übelhack und Ernst Ferber.
Die vier Lebenswege zeigen sehr unterschiedliche Formen von Kontinuität, Anpassung und Neuorientierung. Manche bemühten sich um die Verankerung der Bundeswehr im freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat. Andere Biografien werfen bis heute schwierige Fragen nach Verantwortung und Verstrickung auf.
Gerade Max Pemsel steht für diese Ambivalenz: Nach 1945 galt er als honorige Persönlichkeit, zugleich war seine Kriegsvergangenheit problematisch und mit Massenverbrechen verbunden.

Der Vortrag richtet den Blick deshalb nicht nur auf militärische Karrieren, sondern auf ein grundlegendes Problem der frühen Bundesrepublik: Wie baut man demokratische Institutionen mit Menschen auf, die aus einer Diktatur kommen?

📅 13. Oktober 2026
🕕 18 Uhr
📍 Neues Schloss, Ingolstadt

👉 Wer sich für Militärgeschichte, die frühe Bundesrepublik und den schwierigen Übergang von Diktatur zu Demokratie interessiert, sollte diesen Abend nicht verpassen.

Oktober im BayAM: Welche Geschichte wollt ihr diesmal entdecken? 🍂👀Selbstdarstellung im Barock, der schwierige Weg von d...
02/10/2026

Oktober im BayAM: Welche Geschichte wollt ihr diesmal entdecken? 🍂👀

Selbstdarstellung im Barock, der schwierige Weg von der NS-Diktatur zur Demokratie und ein Abend rund um Making Max Emanuel – im Oktober lohnt es sich, gleich mehrere Termine im Neuen Schloss vorzumerken.

👑 1. Oktober | 18 Uhr
Max Emanuel – Barocker Influencer
Imagepflege gab es schon lange vor Social Media. Bei der Kuratorenführung geht es darum, wie Max Emanuel seine eigene Inszenierung gestaltete – und warum uns manche seiner Strategien heute erstaunlich bekannt vorkommen. Nach der etwa 30- bis 40-minütigen Führung könnt ihr mit Kuratorin Messalina Mayer ins Gespräch kommen und diskutieren.
🎟️ Führung kostenlos, nur Museumseintritt

📖 13. Oktober | 18 Uhr
Von der NS-Diktatur zur Demokratie. Bayerische Heeresgeneräle der frühen Bundeswehr
Wie verlief der Weg von Offizieren, die Krieg und Nationalsozialismus erlebt hatten, in die 1955 gegründete Bundeswehr? Dr. Peter Lieb zeichnet anhand von vier Generälen bayerischer Herkunft Brüche, Prägungen und Wandlungsprozesse nach 1945 nach.

📚 22. Oktober | 18 Uhr
Making Max Emanuel – Vorstellung des Tagungsbandes
Nach Ausstellung und Tagung folgt der nächste Blick auf Max Emanuel: Im Neuen Schloss wird der Tagungsband zu „Making Max Emanuel“ vorgestellt.

📍 Alle drei Veranstaltungen finden im Neuen Schloss statt.

Und natürlich stellen wir euch die einzelnen Termine noch einmal ausführlicher vor. 👀

👉 Welchen Oktober-Termin schreibt ihr euch direkt in den Kalender?

Geschrieben im Krieg ✍️Während des Ersten Weltkrieges wurden viele Briefe, Postkarten und auch Tagebücher geschrieben. W...
30/09/2026

Geschrieben im Krieg ✍️
Während des Ersten Weltkrieges wurden viele Briefe, Postkarten und auch Tagebücher geschrieben. Wir stellen Euch hier einige vor. Heute sehen wir uns eine Postkarte an, die ein kleines Porträt von Paul von Hindenburg, als auch ein ihn verherrlichendes Gedicht als Motiv hat.

General von Hindenburg ließ sich 1911 in den Ruhestand versetzen. Diesen verließ er 1914 wieder, um an der Ostfront die 8. Armee zu übernehmen, um in Ostpreußen gegen die russische Armee zu kämpfen. Nach den Schlachten um Tannenberg und die Masurischen Seen, die er mit Erich Ludendorff als seinen Generalstab gewann, konnte er zahlreiche Kriegsgefangene und Materialgewinn verzeichnen. Er wurde zum Generalfeldmarschall ernannt.🪖

Die militärischen Erfolge an der Ostfront brachten Hindenburg eine unfassbare Popularität ein. In zahlreichen Gemälden und eben auch Postkarten wurde sein Abbild weit verbreitet; oft in Kombination mit anderen patriotischen Symbolen wie dem Eisernem Kreuz, oder Eichenlaub, die sich auch hier hinter der Flagge des Deutschen Reichs finden.🖼️

Das Gedicht auf der Vorderseite der Postkarte von 1915 zeugt von der Verehrung und regelrechten Anbetung der Person Hindenburgs: Er wird zum Helden und Vertrauten, der den Krieg für die Deutschen gewinnen soll, zum Rächer der Angehörigen der Soldaten und schließlich zum zweiten Mann unter Gott in diesem Krieg stilisiert.
Nach den Niederlagen an der Westfront gegen die Alliierten und dem Ende des Krieges, zog sich Hindenburg vorerst ins Privatleben zurück. 1925 wurde er zum Reichpräsidenten gewählt, in dessen Funktion er 1933 Adolf Hi**er zum Reichkanzler berief.

Today we are looking at a postcard featuring a small portrait of Paul von Hindenburg, the Field Marshal General. Interested? The English translation is in the comments.

Imagepflege, Inszenierung, Wiedererkennungswert – klingt nach Social Media? 👀Max Emanuel beherrschte all das schon im Ba...
28/09/2026

Imagepflege, Inszenierung, Wiedererkennungswert – klingt nach Social Media? 👀

Max Emanuel beherrschte all das schon im Barock.

In unserer Kuratorenführung „Max Emanuel – Barocker Influencer“ schauen wir darauf, wie gezielt er sein eigenes Bild formte und welche Strategien seiner Selbstdarstellung uns heute erstaunlich vertraut vorkommen. Denn ein starkes Image war auch damals kein Zufall.

Die Führung betrachtet Max Emanuel deshalb einmal aus einer etwas anderen Perspektive: als Herrscher, der wusste, wie man sich inszeniert – lange vor Instagram, TikTok und Co.

Nach der bewusst kurzen Führung von etwa 30 bis 40 Minuten bleibt Zeit für Fragen, Austausch und Diskussion mit Messalina Mayer, Volontärin und Kuratorin der Ausstellung.

📅 1. Oktober 2026
🕕 18 Uhr
📍 Neues Schloss
🎟️ Führung kostenlos, nur Museumseintritt

👉 Kommt vorbei, bringt eure Fragen mit und diskutiert mit uns: Wie modern wirkt Max Emanuels Selbstdarstellung auf euch?

Ein Objekt – drei Fakten 📍Heute stellen wir Euch ein Objekt aus unserer Polizeisammlung vor. Mit drei kurzen Fakten nähe...
26/09/2026

Ein Objekt – drei Fakten 📍

Heute stellen wir Euch ein Objekt aus unserer Polizeisammlung vor. Mit drei kurzen Fakten nähern wir uns so den Exponaten der Dauerausstellung im Turm Triva, aber auch der Sammlung aus dem Depot und befassen uns mit der Geschichte der bayerischen Polizei.👮
Die Spurensicherungstasche der Kriminalpolizei ist mit Geräten, Werkzeugen und Mitteln zur Suche, Kennzeichnung und Sicherung von Spuren an Tatorten ausgestattet.

1. Warum sind Spuren so wichtig?🕵️
Spuren jeglicher Art sind oft das einzige objektive Mittel zum Nachweis einer Straftat. Nur, wenn sie akribisch aufgenommen und festgehalten werden, können sie in einem Gerichtsverfahren als Indizien zur Wahrheitsfindung dienen. Sie festzustellen und zu erhalten hat am Tatort höchste Priorität.

2. Wo findet man Spuren?🫆
Spuren können sich am Tatort, also in einem Gebäude oder auch im Freien, an dem Täter oder dem Opfer finden. Dies können Finger- und Reifenabdrücke, Textilfasern oder sogar biologische Spuren wie Haare oder Blut sein. Sie können Auskunft über die Tat, den Tathergang und den Täter liefern.

3. Wie werden sie entdeckt und konserviert?🔍
Zur Spurensuche wird beispielsweise eine Lupe genutzt. Die entdeckten Spuren, ihre genauen Maße und der Ort der Auffindung, müssen nun gekennzeichnet und fotografisch festgehalten werden. Anschließend werden sie gesichert und konserviert. Fingerspuren werden beispielsweise mit dem Einstaubverfahren sichtbar gemacht und dann mit einer Spurensicherungsfolie abgezogen. Dazu benutzte man lange Aluminium-, Graphit- oder Rußpulver, heute wird teils auch mit einem Verdampfer gearbeitet.

Today we are looking at a forensic evidence collection kit from the Criminal Investigation Department. Interested? The English translation is in the comments.

Objekt des Monats: Ein Kleidungsstück, das eigentlich gar nicht hätte überleben sollen. 🌷🧵Diese Lederweste, ein sogenann...
24/09/2026

Objekt des Monats: Ein Kleidungsstück, das eigentlich gar nicht hätte überleben sollen. 🌷🧵
Diese Lederweste, ein sogenanntes Kamisol, stammt aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts – und ist ein echtes Glanzstück unserer Sammlung.

Gefertigt aus gelbem Sämischleder, eng am Körper geschnitten und mit originalen Messingknöpfen versehen, fällt vor allem die aufwendige Verzierung ins Auge: Das Leder wurde zunächst geprägt und anschließend kunstvoll umstickt. Zwischen den Ornamenten entdeckt ihr Tulpen und Hyazinthen – ein Hinweis auf die Türkenmode des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Solche Westen wurden von modebewussten Offizieren unter dem Rock zur Uniform oder von vornehmen Herren bei der Jagd getragen. Dass sich dieses Exemplar erhalten hat, ist außergewöhnlich: Kleidung wurde meist aufgetragen, verändert oder weiterverwertet. Ein direkt vergleichbares Lederkamisol ist bislang nicht bekannt.
1923 gelangte das Stück durch Tausch mit einer Nürnberger Privatperson in unsere Sammlung.
Heute könnt ihr es in „Making Max Emanuel. Wie wird man zur Legende?“ entdecken. 👀

Welche Details fallen euch zuerst auf?

EN

Object of the Month: A garment that was never really meant to survive. 🌷🧵
This leather waistcoat, known as a Kamisol, dates from the early 18th century.
Made from yellow chamois leather, it is close-fitting and still has its original brass buttons. Its most striking feature is the elaborate decoration: the leather was embossed first and then carefully embroidered. Tulips and hyacinths refer to the Ottoman-inspired fashion of the late 17th and early 18th centuries. Such waistcoats were worn by fashionable officers or noblemen. Very few survived, as clothing was usually worn out, altered or reused. No directly comparable example is currently known.

The piece entered our collection in 1923 and can now be seen in “Making Max Emanuel: How Do You Become a Legend?”

Which details catch your eye first?

22/09/2026

Hinter den Kulissen des Bayerischen Armeemuseums ✨
Heute werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und zeigen, wer das Bayerische Armeemuseum mit Leben, Ideen und Leidenschaft füllt – denn hinter jeder Ausstellung, jedem Event und jedem gelungenen Museumstag steht ein starkes Team.

Heute stellen wir euch Dagmar Schrade, unsere Schneiderin, vor!
Seit 2021 arbeite ich am Bayerischen Armeemuseum. Meine besondere Leidenschaft gilt historischen Uniformen. Auch in meiner Freizeit fertige ich historisch korrekte Kostüme. Nach meinem Modedesignstudium in Halle und London war ich selbstständig im Kostümdesign tätig. 🧵

Im Museum kümmere ich mich um die Pflege und den Erhalt unserer textilen Objekte. Mein Arbeitsbereich umfasst weit mehr als Uniformen: Auch Stoffböden in den Vitrinen, Vorhänge und weitere Textilien werden von mir angefertigt oder betreut. Hinzu kommen Arbeiten in den Depots, die Polsterung empfindlicher Objekte und das Schädlingsmonitoring.
Besonders spannend ist für mich die Verbindung von Genauigkeit und Kreativität. So fertige ich historisch genaue Rekonstruktionen von Uniformen an, die dem Vorbild bis zum letzten Knopf entsprechen. Zu sehen sind sie an den Soldatenfiguren in unserer Dauerausstellung. Auch unsere Raumpläne zur Orientierung habe ich gezeichnet. ✂️
Für den Museumsshop durfte ich außerdem einen kleinen Max Emanuel einkleiden. Aus einzelnen Stoffteilen entstand eine barocke Uniform im Miniaturformat. Das unverkäufliche Einzelstück könnt ihr im Shop bewundern. 👑
Mein Arbeitsplatz ist nicht nur die Restaurierungswerkstatt im sanierten Kavaliersgebäude. Oft findet man mich auch in den Depots oder Ausstellungsräumen. Fort- und Weiterbildungen sichern dabei die Qualität meiner Arbeit. Denn mir ist wichtig, alte Handwerkskunst zu bewahren und unseren Gästen anschaulich zu vermitteln.

👉 Welches Detail einer historischen Uniform würdet ihr gerne genauer betrachten?

We’re introducing Dagmar Schrade, our tailor! Interested? The English translation is in the comments.

Was erzählt uns die Farbe Rot über eine Gesellschaft? ❤️Rot fällt auf. Rot warnt. Rot kann Protest sichtbar machen.Doch ...
20/09/2026

Was erzählt uns die Farbe Rot über eine Gesellschaft? ❤️
Rot fällt auf. Rot warnt. Rot kann Protest sichtbar machen.
Doch eine Farbe hat nicht immer dieselbe Bedeutung – und genau deshalb lohnt sich ein genauerer Blick: Bei unserer Führung „Die Farbe ROT im Museum“ begeben wir uns im Bayerischen Polizeimuseum auf eine Zeitreise von 1918 bis heute. An unterschiedlichen Objekten lässt sich entdecken, in welchen Zusammenhängen die Farbe Rot auftaucht und welche Bedeutungen sie annehmen kann.
Dabei begegnet uns Rot unter anderem bei Protest und Gefahrenwarnung. Die Farbe wird so zum Ausgangspunkt, um historische Entwicklungen einmal aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu betrachten. 🔎 Statt sich nur auf ein bestimmtes Ereignis oder eine einzelne Person zu konzentrieren, folgt der Rundgang einer Farbe durch mehr als ein Jahrhundert Geschichte.
Vielleicht verändert sich danach sogar der Blick auf etwas, das uns im Alltag völlig selbstverständlich erscheint: Denn Farben können weit mehr vermitteln, als wir auf den ersten Blick wahrnehmen.

📅 27. September 2026
🕝 14.30 Uhr
📍 Turm Triva – Bayerisches Polizeimuseum
🎟️ Führung kostenlos, nur Museumseintritt

👉 Welche Bedeutung verbindet ihr mit der Farbe Rot? ❤️

Wie schaut man in eine jahrhundertealte Hakenbüchse hinein – ohne sie zu beschädigen? 🔬🛡️Genau das wurde in den letzten ...
17/09/2026

Wie schaut man in eine jahrhundertealte Hakenbüchse hinein – ohne sie zu beschädigen? 🔬🛡️

Genau das wurde in den letzten Wochen in Prag untersucht. Unser Kurator für alte Waffen, Dr. Schönauer, war dort mit einer Hakenbüchse aus unserer Sammlung zu Gast – einem Stück, das wir euch bereits in einem früheren „Objekt des Monats“-Post vorgestellt haben. Im Forschungsreaktor wurde die bronzene Feuerwaffe mittels Neutronentomographie durchleuchtet. So können Strukturen sichtbar werden, die von außen verborgen bleiben.
Die mehrtägigen Messungen sollen unter anderem zeigen, wie die Hakenbüchse gegossen und anschließend bearbeitet wurde. Gleichzeitig geht es um mehr als dieses eine Objekt: Im internationalen Projekt wird eine Methode weiterentwickelt, mit der sich metallische Gegenstände künftig noch genauer untersuchen lassen. 🔎

Initiiert wurde das Projekt von Dr. Bastian Asmus vom Labor für Archäometallurgie. Die Messungen führte Dr. Jana Matouskova von der Czech Technical University durch, unterstützt von Dr. Burkhard Schillinger (TU München) und Dr. Francesco Grazzi (CNR Florenz). 🌍Ein spannendes Beispiel dafür, wie moderne Forschung neue Fragen an historische Objekte stellen kann.
Welche verborgenen Spuren würdet ihr in einer solchen Hakenbüchse vermuten?

EN
How can you look inside a centuries-old fi***rm without damaging it? 🔬
Last week, our curator of early weapons, Dr Schönauer, travelled to Prague with a bronze hook gun from our collection – an object previously featured in our “Object of the Month” series. Inside a research reactor, the gun was examined using neutron tomography, revealing structures hidden beneath the surface.
The results may help us understand how the object was cast and later worked. At the same time, the international project aims to further develop methods for examining historic metal objects. 🔎

The project was initiated by Dr Asmus and carried out with researchers from the Cech Technical University, TU Munich and CNR Florence. 🌍 Modern science meets museum history – and gives us a completely new view of an old object.
What would you like to discover inside it?

Adresse

Paradeplatz 4
Ingolstadt
85049

Öffnungszeiten

Dienstag 09:00 - 17:30
Mittwoch 09:00 - 17:30
Donnerstag 09:00 - 17:30
Freitag 09:00 - 17:30
Samstag 10:00 - 17:30
Sonntag 10:00 - 17:30

Telefon

+4984193770

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