Bayerisches Armeemuseum

Bayerisches Armeemuseum Das Bayerische Armeemuseum ist eines der großen militärhistorischen Museen in Europa.

✨ Veranstaltungstipp: Kriegsende 1945 in Ingolstadt ✨📅 28. April 2026 | 18.00 Uhr📍 Neues Schloss IngolstadtWie wurde Ing...
27/04/2026

✨ Veranstaltungstipp: Kriegsende 1945 in Ingolstadt ✨

📅 28. April 2026 | 18.00 Uhr
📍 Neues Schloss Ingolstadt

Wie wurde Ingolstadt im April 1945 befreit – und wie erinnern wir heute daran?

Im Vortrag von Peter Rusatsky stehen die Ereignisse rund um das Kriegsende und die Rolle der 86th US-Infanterie-Division, der „Black Hawks“, im Mittelpunkt. Als Sohn eines US-Soldaten begibt er sich auf die Spuren seines Vaters und eröffnet eine persönliche Perspektive auf diese entscheidenden Tage der Stadtgeschichte.

💬 Themen des Abends:
– Die militärische Befreiung Ingolstadts am 26. April 1945
– Erfahrungen und Erinnerungen amerikanischer Soldaten
– Spuren und Formen des Gedenkens in Ingolstadt
– Wandel der Erinnerungskultur in Deutschland

🎧 Der Vortrag findet teilweise in englischer Sprache statt und wird gedolmetscht.
🎟️ Eintritt frei

🤝 Eine Veranstaltung des Historischen Vereins in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Armeemuseum und dem Zentrum Stadtgeschichte.

👉 Kommt vorbei und taucht ein in ein zentrales Kapitel der Stadtgeschichte.

Bild: Einmarsch der Amerikaner in der Ludwigstraße 1945 © National Archives, Washington D.C.

Was hat das Bayerisches Armeemuseum mit Bier zu tun? 🍺Mehr, als man auf den ersten Blick denkt. Das Bild zeigt einen Sol...
25/04/2026

Was hat das Bayerisches Armeemuseum mit Bier zu tun? 🍺

Mehr, als man auf den ersten Blick denkt. Das Bild zeigt einen Soldaten beim Zapfen – ganz konzentriert, die Hand am Fass. Ein Moment aus dem Lagerleben um 1700, festgehalten im Gemälde „Bayerische Soldaten“ eines unbekannten Künstlers. Die gesamte Szene ist lebendig: Würfelspieler auf Trommeln, ein Reiter mit erhobenem Humpen, Soldaten beim Trinken – und mittendrin das Bierfass als sozialer Mittelpunkt. Bier gehörte ganz selbstverständlich zum Alltag der Soldaten – nicht nur als Getränk, sondern auch als Teil von Gemeinschaft und Kultur.
Passend dazu wird in Ingolstadt rund um den 24. bis 26. April das „Fest zum Reinen Bier“ gefeiert. Es erinnert an die Verkündung des Reinheitsgebots von 1516 – jenem Gesetz, das festlegte, dass Bier nur aus Gerste, Hopfen und Wasser bestehen darf. Was damals auch der Kontrolle diente, wurde über die Jahrhunderte zu einem echten Qualitätsversprechen.
Unser Gemälde – heute im Neuen Schloss in der Dauerausstellung zu sehen – verbindet genau diese Ebenen: Alltag, Geschichte und Genusskultur.
👉 Und jetzt ihr: Gehört Bier für euch eher zur Geschichte – oder zum Feierabend? 😉

Infos zum Fest:
📍 Theaterplatz, Ingolstadt
📅 24. – 26. April

Mehr Infos findet ihr bei 👀
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What does the Bayerisches Armeemuseum have to do with beer? 🍺
More than you might think at first glance. Our current detail shows a soldier tapping beer – fully focused, hand on the barrel. A moment from camp life around 1700, captured in the painting “Bavarian Soldiers” by an unknown artist. The scene is vivid: dice players sitting on drums, a rider raising his tankard, soldiers drinking – and right in the middle, the beer barrel as a social centerpiece. Beer was a natural part of soldiers’ everyday lives – not just as a drink, but as a moment of community and culture.
Our painting – now on display in the permanent exhibition at the New Castle – brings these layers together: everyday life, history, and the culture of enjoyment.

Ein Objekt – drei Fakten 📍Immer in der dritten Woche des Monats stellen wir Euch ein Objekt aus unserer Polizeisammlung ...
24/04/2026

Ein Objekt – drei Fakten 📍

Immer in der dritten Woche des Monats stellen wir Euch ein Objekt aus unserer Polizeisammlung vor. Mit drei Fakten nähern wir uns so den Exponaten der Dauerausstellung im Turm Triva, aber auch der Sammlung aus dem Depot und befassen uns mit der Geschichte der bayerischen Polizei. 👮 Heute schauen wir uns einen Teil des stählernen Bauzauns aus Wackersdorf an.
Der grün lackierte Bauzaun aus Wackersdorf in der Oberpfalz wurde 1986 als zweiter Zaun nach den Pfingstunruhen errichtet. Er trennte das bereits gerodete Gelände, auf das eine Wiederaufbereitungsanlage (WAA) für atomare Brennstäbe kommen sollte, von Demonstrierenden ab.

1. Was ist 1986 in Wackersdorf passiert?
Die Proteste gegen die seit 1982 geplante WAA spitzen sich 1986, also vor nunmehr 40 Jahren, zu. Zu Ostern gab es eine Großdemonstration von rund 100.000 Menschen. Nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl im April 1986 kommt es Pfingsten abermals zu großen Demonstrationen. Dabei kam es neben friedlichem Protest auch zu massiven Ausschreitungen. Die Presse berichtet von bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

2. Wozu gab es diesen Zaun?
In Folge der Pfingstunruhen wird der bestehende Bauzaun durch einen neuen Zaun ersetzt. Dieser war rund 2,50 Meter hoch, und oben zusätzlich mit Stacheldraht und einer Beleuchtungsanlage versehen. Das sieht man hier auf Bildern die 1986/87 von Polizisten aufgenommen wurden. Er sollte das WAA-Gelände und die darauf stattfindenden Bauarbeiten besser absichern.

3. Welche Rolle spielte der Zaun?
Am Zaun trafen Polizei und Protestierende oft direkt aufeinander. Einige Demonstrierende versuchten immer wieder, den Zaun zu überwinden, um auf das Gelände der WAA zu gelangen. Zu dem Zwecke wurden immer wieder Teile aus dem Zaun herausgeschnitten. Die Polizei reagierte mit Schlagstöcken, Wasserwerfern und erstmals auch mit dem umstrittenen CS-Reizgas.
Erinnert ihr euch noch an die Berichterstattung über Wackersdorf vor 40 Jahren? 📰

Today we are looking at at a section of the steel construction fence from Wackersdorf. Interested? The English translation is in the comments.

✨ Zum 300. Todestag des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern thematisiert eine kleine Sonderpräsentation im Nymphenburger M...
23/04/2026

✨ Zum 300. Todestag des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern thematisiert eine kleine Sonderpräsentation im Nymphenburger Marstallmuseum die sogenannte Türkenbeute des Wittelsbachers sowie den damit eng verbundenen Mythos des Türkensiegers. 🐎 Ein prunkvolles Zaumzeug zusammen mit einem dazugehörigen Brustgurt und zwei goldene Pistolentaschen sind im Jubiläumsjahr im westlichen Flügel des Marstallmuseums zu sehen.

📱 Wenn ihr vor eurem nächsten Besuch mehr erfahren möchtet, ab zum Schlösserblog!

🎪 Während die Provenienz dieser Objekte aus den Beständen nicht gesichert werden kann, gibt es durchaus Beispiele "echter" Türkenbeute. Das prominenteste Beispiel ist das Zelt des Großwesirs Sarı Süleyman Paşa im Bayerischen Armeemuseum in Ingolstadt, das Max Emanuel nach dem Sieg in der Schlacht von Mohács im Jahr 1687 erbeutet hat.

👉 Wenn ihr das grandiose Exponat in Ingolstadt besucht, empfehlen wir euch auch unbedingt die spannende Sonderausstellung "Making Max Emanuel. Wie wird man zur Legende?" (noch bis 4. Oktober 2026 im Neuen Schloss)!

Zum 300. Todestag des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern gibt es im Marstallmuseum eine kleine Sonderpräsentation zu seiner "Türkenbeute".

08/04/2026

- Teamtag 💫
Heute werfen wir einen Blick hinter die Kulissen und zeigen, wer das Bayerisches Armeemuseum mit Leben, Ideen und Leidenschaft füllt – denn hinter jeder Ausstellung, jedem Event und jedem gelungenen Museumstag steht ein starkes Team.
Heute stellen wir euch Vanessa Müller, unsere Papierrestauratorin, vor!
Papier ist geduldig – aber nur, wenn man weiß, wie man damit umgeht. Genau hier komme ich ins Spiel. Seit Juli 2025 arbeite ich am Museum und bewege mich täglich zwischen Werkstatt, Depot, Ausstellung und Bibliothek.

Mein Weg hierher begann mit einer Ausbildung zur Buchbinderin in der TIB (Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften) in Hannover, gefolgt von einem Restaurierungsstudium in Hildesheim und 3 Jahre als Restauratorin im Brandenburgischen Landeshauptarchiv gearbeitet. Ich wollte immer etwas Kreatives machen – mit den Händen arbeiten, gestalten, erhalten.
Was mich am meisten überrascht hat? Wie vielseitig dieser Beruf wirklich ist. Kein Tag gleicht dem anderen. Mal ziehe ich großformatige Ausstellungstafeln auf – eine Arbeit, bei der absolute Präzision gefragt ist. Ein falscher Handgriff, und die Folie knickt oder Wölbungen entstehen. Dann heißt es: neu anfangen. An anderen Tagen fertige ich maßgeschneiderte Aufbewahrungen für empfindliche Objekte oder entwickle kleine Konstruktionen aus Papier, um Exponate perfekt zu präsentieren.

In der Bibliothek wiederum arbeite ich an historischen Beständen: Ich binde Zeitschriften zu Bänden, restauriere Buchrücken oder stabilisiere Seiten – oft sind die Bücher über 100 Jahre alt. Die Weiternutzung steht hier im Mittelpunkt.
Das Spannendste für mich: Es gibt kein Patentrezept. Jedes Objekt erzählt seine eigene Geschichte – und verlangt nach einer individuellen Lösung.

We’re introducing Vanessa Müller, our paper conservator! Interested? The English translation is in the comments.

🖼️   Tigerstreifen aus China – Uniform oder Kriegsbeute?Diese auffällige Bekleidung eines chinesischen Soldaten zieht so...
02/04/2026

🖼️ Tigerstreifen aus China – Uniform oder Kriegsbeute?

Diese auffällige Bekleidung eines chinesischen Soldaten zieht sofort den Blick auf sich: blaue Leinenhose und Weste, darüber ein Überwurf und Schurz aus Baumwolle – beide bedruckt mit einem markanten gelb-schwarzen Tigermuster. Der Tiger galt im Militär der Qing-Dynastie als Sinnbild für Stärke und Schutz. Vielleicht gehörte dieses Ensemble zur Leibwache des Gouverneurs der Provinz Schantung – eine Uniform also, die nicht nur kleidete, sondern Autorität sichtbar machte.

❓Doch wie gelangte dieses Gewand nach Bayern?
Die Spur führt zu Theodor Kurz, der zwischen 1902 und 1904 als Oberleutnant im III. See-Bataillon in China stationiert war – in einer Zeit, die unmittelbar auf den Boxeraufstand folgte. Während seines Aufenthalts hielt Kurz chinesische Militärkleidung in zahlreichen Aquarellen fest. In einer Mappe mit Darstellungen von Soldaten und Beamten aus Schantung findet sich auch genau dieses Gewand – erstaunlich detailgetreu wiedergegeben.
Die Textilien selbst schenkte Herr Kurz dem Bayerischen Armeemuseum im Jahr 1917. Wie er sie ursprünglich in seinen Besitz brachte, bleibt jedoch im Dunkeln. Waren sie Teil der Wirren des Boxerkriegs, vielleicht ein Beutestück des internationalen Expeditionskorps? Oder handelt es sich um ein erworbenes Studienobjekt eines genau beobachtenden Offiziers?
Nach Jahrzehnten im Depot tritt das Gewand nun wieder ins Licht: Es wird künftig im Kontext von Imperialismus und Boxerkrieg neu präsentiert – und erzählt dabei nicht nur von militärischer Symbolik, sondern auch von Begegnungen, Aneignung und Erinnerung.

👉 Also was denkt ihr? Authentische Uniform mit klarer Funktion – oder ein Objekt, dessen Weg nach Europa mehr Fragen aufwirft als beantwortet? 👀

Museums-April im   ✨Der April lädt dazu ein, Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben – von tiefgehenden...
01/04/2026

Museums-April im ✨
Der April lädt dazu ein, Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben – von tiefgehenden Einblicken in die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bis hin zu historischen Fahrzeugen im öffentlichen Raum. 🏰✨

📅 14. April | 14.00 Uhr
Kostenlose Führung im Museum des Ersten Weltkriegs: Der 1. WK markiert eine entscheidende Zäsur der europäischen Geschichte. In unserer Führung geben wir einen Überblick über Ursachen und Verlauf. Zudem beleuchten wir anhand ausgewählter Exponate sowohl den Alltag an der Front als auch das Leben der Bevölkerung in der Heimat.
📍 Treffpunkt: Museumskasse im Reduit Tilly
⏱ Dauer: ca. 90 Minuten
👥 Max. Teilnehmerzahl: 25 Personen

📅 25.–26. April
Motorradsternfahrt des Polizeipräsidiums Oberfranken in Kulmbach
Auch wenn die Veranstaltung nicht direkt bei uns stattfindet, sind wir mit ausgewählten historischen Fahrzeugen vertreten.
👉 Wenn ihr vor Ort seid: Schaut vorbei!
👉 Wenn nicht: Wir nehmen euch in unseren Stories mit und zeigen Eindrücke vor Ort.
Kommt vorbei, entdeckt Geschichte aus neuen Blickwinkeln und erlebt das Museum auch über seine Mauern hinaus.
Wir freuen uns auf euren Besuch!

April – Events at the Museum ✨
April invites you to experience history from different perspectives – from in-depth insights into the “catastrophe of the 20th century” to historical vehicles presented beyond the museum walls. 🏰✨

📅 14 April | 2.00 pm
Free guided tour at the Museum of the First World War: This guided tour offers an overview of its causes and course.

📍 Meeting point: museum ticket desk (Reduit Tilly)
⏱ Duration: approx. 90 minutes
👥 Max. participants: 25

📅 25–26 April
Motorcycle rally of the Upper Franconia Police Headquarters in Kulmbach
While the event takes place off-site, we will be present with selected historic vehicles.
👉 If you’re there: come and see us!
👉 If not: follow our stories for impressions from the event.

Join us, discover history from new perspectives, and experience the museum beyond its walls.
We look forward to welcoming you!

 : Kanonen-CheckMal ehrlich:Wann habt ihr  das letzte Mal die Kanonen in unserem Schlosshof so richtig angeschaut? 👀Für ...
30/03/2026

: Kanonen-Check

Mal ehrlich:
Wann habt ihr das letzte Mal die Kanonen in unserem Schlosshof so richtig angeschaut? 👀
Für die meisten sind sie Instaspot, Spielgerät und manchmal auch einfach Sitzgelegenheiten…

Für uns sind sie noch viel mehr: Jede einzelne ist ein beeindruckendes Beispiel für Handwerk, Funktion und Inszenierung. Und sie haben mehr zu erzählen, als man auf den ersten Blick vermutet:
Namen, Eigenheiten – und manchmal sogar ein Gegenstück. Denn sie begeistern nicht nur durch ihre Details, sondern auch durch ihre Besonderheiten.
Wusstet ihr, dass Kanonen oft paarweise gegossen wurden – und passende Paarnamen erhielten?
Wie die „gestreiften Löwen“ oder um genau zu sein: Die gestreifte Löwin und der gestreifte Löwe.
Und dann gibt es noch echte Schwergewichte wie die Doppelkartaunen „Schererin“ und „Scherer“.
Früher standen sie im Hofgarten in München, am ehemaligen Standort des Bayerischen Armeemuseums – glänzend in der Sonne. Heute warten sie darauf, neu entdeckt zu werden.

👉 Wir stellen euch jeden Monat eine (oder zwei) ganz genau vor.

Seid ihr dabei?

🎯 : Cannon Check

Let’s be honest:
When was the last time you really took a closer look at the cannons in our castle courtyard? 👀

For many, they’re an Instagram spot, something to play on, or simply a place to sit…
For us, they are much more: each one is a remarkable example of craftsmanship, function, and staging. And they have far more to tell than meets the eye.
Names, unique characteristics – and sometimes even a counterpart.
Because they are not only fascinating for their details, but also for their individual stories.
Did you know that cannons were often cast in pairs – and given matching names?
And then there are true heavyweights like the double cannons “Schererin” and “Scherer.”
They once stood in the Hofgarten in Munich, at the former site of the Bavarian Army Museum – shining in the sunlight. Today, they are waiting to be rediscovered.

👉 Each month, we will introduce one (or sometimes two) of them in detail.

Are you in?

27/03/2026

🎭 – Carl Albrecht als Kulissenfigur
Mit unserem neuen Format geben wir euch alle zwei Wochen Einblicke hinter die Kulissen unserer Sonderausstellung.
Habt ihr Fragen? Schreibt uns!

Dieses Objekt steht nicht nur für Geschichte – sondern war selbst einst Teil einer Inszenierung: Unsere Kulissenfigur zeigt Carl Albrecht (1697–1745), den Sohn Max Emanuels, der 1742 als Karl VII. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde.
Er tritt uns als Kaiser gegenüber: im Harnisch, mit Schärpe, Lorbeerkranz und Hermelinmantel, überlebensgroß. Der von ihm gestiftete Hausorden vom Heiligen Georg ist auf der Brust prominent hervorgehoben. Sein jugendlich Gesicht steht in Kontrast zu den Herrschaftsinsignien eines Kaisers – dem Zepter und dem Lorbeerkranz.
Doch was genau ist eine „Kulissenfigur“? Solche überlebensgroßen, auf Holz gemalten Figuren wurden für barocke Festdekorationen oder Theaterkulissen verwendet. Die feine Malweise unterstreicht die hohe Qualität und den Anspruch, der mit ihr verbunden war. Sie war nicht nur Abbild, sondern Teil einer größeren Inszenierung höfischer Macht.
🔍 Der Blick hinter die Kulissen zeigt die Spuren der Zeit: Verschmutzungen, gelöste Holzverbindungen, Fehlstellen in Fassung und Material sowie ein vergilbter Firnis hatten die Wirkung der Figur stark beeinträchtigt.
🛠️ In aufwendiger Kleinstarbeit hat die Restauratorin Theresa Demmel und ihr Team diese Schäden behutsam behandelt: Die Oberfläche wurde gereinigt, Holzverbindungen stabilisiert und Fehlstellen ergänzt. Besonders aufwendig war die Abnahme des vergilbten Firnisses und alter Übermalungen. Den anschließenden Auftrag eines neuen Firnis könnt Ihr in unserem Video sehen. Durch diese Maßnahmen konnten Farbigkeit und Ausdruckskraft der Figur wieder sichtbar werden.
Heute steht Carl Albrecht wieder in der Ausstellung – nicht mehr als Teil einer barocken Bühne, sondern als eindrucksvolles Zeugnis jener Zeit.
📍 „Making Max Emanuel“
Neues Schloss, Ingolstadt
📅 27.02.2026 bis 04.10.2026
👉 Entdeckt vor Ort, wie Geschichte inszeniert wurde – und was hinter den Kulissen verborgen liegt.

Geschrieben im Krieg ✍️Immer in der vierten Woche des Monats stellen wir Euch ein historisches Schriftstück aus der Zeit...
26/03/2026

Geschrieben im Krieg ✍️

Immer in der vierten Woche des Monats stellen wir Euch ein historisches Schriftstück aus der Zeit des Ersten Weltkrieges vor. Das können Briefe, Postkarten oder auch Tagebucheinträge sein, die aus dem militärischen Dienst in die Heimat, oder umgekehrt geschrieben wurden. Heute schauen wir uns eine Postkarte mit Ostermotiv aus dem Jahr 1917 an.

Die Karte hat Paul Lebrecht (1882-1938) an seine 12-jährige Tochter Ilse geschrieben. ✉️ Im März 1917 befand sich der 35-Jährige auf dem Rückweg aus seinem ersten Heimaturlaub. Er reiste mit dem Zug von Nürnberg über Passau, Wien, Budapest, Arad, Teiuș (dt. Tövis) und Brasov (dt. Kronstadt) zurück zu seinem Regiment, dem 28. Bayerischen Infanterie-Regiment, nach Focșani. Dort war er vorwiegend als Fernsprecher tätig.
In seinem Kriegstagebuch berichtet der jüdische Nürnberger von der Reise. Er erzählt in seinem Eintrag vom 31. März 1917 wie er und ein paar Kameraden in Brasov ankommen, wo sie einen Tag auf den nächsten Zug warten müssen. Dort scheint es gerade Frühling zu werden. Lebrecht schildert, wie er und seine Begleiter in der Stadt bummeln gehen, Ansichtskarten kaufen, Schorle trinken und Kalbsbraten essen. Die Stadt ist Lebrechts Beschreibung nach nicht allzu sehr vom Krieg zerstört worden. In der Vororten und umliegenden Dörfern sieht das wohl anders aus.
Lebrecht sammelte Kriegsandenken, oder „Kriegsschlamps“ wie er es in seinem Tagebuch auch nennt. Dazu sollen wohl auch die Ansichtskarten dienen, die er „für unser Album“ bald nachschicken will.
Lebrecht wurde 1916 zum Militärdienst eingezogen und diente an der Front, erst in den Vogesen und dann in Rumänien. Dort nahm er 1917 an dem Stellungskrieg an der Putna und Sereth teil, bevor das Regiment wieder an die Westfront kam. Dort erlebte Lebrecht das Kriegsende. Er wurde während der November-Pogrome 1938 in Nürnberg zusammengeschlagen und starb zwei Tage später an seinen Verletzungen. Seine Frau und Tochter Ilse flüchteten als eine der letzten Auswanderer über Lissabon nach Amerika.

Was interessiert Euch noch aus Lebrechts Kriegstagebuch?

25/03/2026

Dinge, die mich nicht jucken - Museums-Edition!

Der Trend „Dinge, die mich nicht jucken“ geht gerade überall durch die Feeds – wir dachten uns: Das geht auch im Museum. 🎥🏛
Im Reduit Tilly, dem Museum des Ersten Weltkriegs, gibt’s zwischen Originalobjekten, historischen Bildern und echten Geschichte, ganz viele Dinge, die uns gar nicht jucken. Das zeigt euch unser Direktor, Dr. Ansgar Reiß.

Was ihn juckt?
Dass ihr nicht einfach nur durchlauft. Sondern kurz stehen bleibt. Hinschaut. Nachdenkt. Dass etwas hängen bleibt. Und dass ihr wiederkommt!
👉 Weil Geschichte kein One-Time-Event ist und Zeit braucht.

Was bleibt bei euch hängen? Schreibt’s uns in die Kommentare – wir sind gespannt!
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Things that don’t bother me – Museum Edition!

The “Things that don’t bother me” trend is all over our feeds right now – so we thought: why not bring it into the museum? 🎥🏛️
At Reduit Tilly, the Museum of the First World War, surrounded by original objects, historical images and real stories, there are quite a few things that simply don’t matter.
Our director, Dr. Ansgar Reiß, shows you what we mean.
So what does matter to him?
That you don’t just walk through, but pause for a moment. Look. Reflect.
That something stays with you.
And that you come back.
👉 Because history is not a one-time event – it takes time.
What stays with you?

Let us know in the comments 💬 – we’d love to hear.

Adresse

Paradeplatz 4
Ingolstadt
85049

Öffnungszeiten

Dienstag 09:00 - 17:30
Mittwoch 09:00 - 17:30
Donnerstag 09:00 - 17:30
Freitag 09:00 - 17:30
Samstag 10:00 - 17:30
Sonntag 10:00 - 17:30

Telefon

+4984193770

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