16/01/2026
FINISSAGE 21.01.26, 20 Uhr
Olsen: Endrohr Apokalypse
Das feiert Jubiläum. Und das auf den Tag genau 60 Jahre, nachdem der spektakuläre Bau des Architekten Hardt-Waltherr Hämer mit der Mozart-Oper „Figaros Hochzeit“ eröffnet wurde. Was nicht ganz so bekannt ist wie dieses Datum: Schon ein gutes Jahr früher, nämlich im Dezember 1964, hielt der Ingolstädter Kunstverein seine „Weihnachtsausstellung“ im Rohbau des Gebäudes ab. Das war der Beginn: Hämer selbst wollte unbedingt feste Ausstellungräume in „seinem“ Theater und hatte gerade die Pläne dazu vorgestellt. „Von da an war die Arbeit des Kunstvereins auch räumlich mit dem Theater eng verbunden“, schreibt der Architekt, der vom 1967 bis 1972 auch Vorsitzender des Kunstvereins war, im KV-Katalog.
Und deshalb feiern wir natürlich mit, wenn das Stadttheater am kommenden Mittwoch unter dem vielsagenden Titel „Gold, Beton und Holz zerbricht, aber unsere Liebe nicht“ das ganze obere Haus bespielt. In unserem Souterrain gibt es ab 20 Uhr für alle Festakt-Erschöpfen oder Endlos-Feierwollenden die Backstage-Bar, Musik (mit dem fabelhafte Disko-Peter ) Gespräche mit Zeitzeugen und das letzte Mal „Olsen: Endrohr Apokalypse“. Wir sind sicher: Hardt-Waltherr Hämer, der 2012 mit 90 Jahren starb, hätte seine reine Freude an dieser ironischen, technischen, raumarchitektonischen Kunst.