Museum Zitadelle Jülich

Museum Zitadelle Jülich Das Museum präsentiert in der Schlossfestung Zitadelle die Geschichte des Jülicher Landes mit den Schwerpunkten Römer, Renaissance und Romantik. Jahrhundert.

Die 90.000 m² große Zitadelle ist ein Baudenkmal von europäischem Rang. Die mächtige Festung mit dem herzoglichen Schloss wurde im 16. Jahrhundert als Residenz Herzog Wilhelms V. von Jülich-Kleve-Berg gebaut. Der "palazzo in fortezza" im Stil italienischer Hochrenaissance gilt als bedeutendster seiner Art im deutschsprachigen Raum. Von besonderer architekturhistorischer Bedeutung ist die Ostfassad

e des Schlosses mit der Apsis der Schlosskapelle. Das Museum zeigt die Geschichte des Jülicher Landes. Von den Spuren steinzeitlicher Jäger spannt sich der Bogen über die römische Siedlung und die herzogliche Residenz in der Renaissance bis hin zur bedeutenden Sammlung des Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer aus dem 19.

Fokus am FREITAG: Passagier-Billet für die Schnellpost und Post-Karte von Kleve-Jülich-BergDüsseldorf im Mai ist sicher ...
08/05/2026

Fokus am FREITAG: Passagier-Billet für die Schnellpost und Post-Karte von Kleve-Jülich-Berg

Düsseldorf im Mai ist sicher eine Reise wert. Das dachte sich wohl auch ein gewisser Herr Stein, der am 10. Mai 1834 eine Fahrkarte von Jülich nach Düsseldorf buchte. Bis zur Einführung der Eisenbahn bedeutete dies aber die beschwerliche Reise mit der Postkutsche.
Jülich, an der Straße von Köln in Richtung der Niederlande, war ein wichtiger Etappenort der Postverbindungen. Spätestens Ende des 17. Jahrhunderts hatte Jülich eine Poststation. 1747 wurde die Stadt an das Netz des Hauses Thurn und Taxis angeschlossen. Unsere Karte des Post-Netzes von Kleve-Jülich-Berg zeigt die verschiedenen Postrouten durch Jülich: Fahrpost, Reiterpost und Schnellpost.
Einmal täglich ging eine Schnellpost-Kutsche nach Köln ab. Unser Herr Stein nahm die Schnellpost nach Düsseldorf über Neuss, die ebenfalls täglich fuhr. „Schnell“ ist dabei relativ: die Fahrzeit nach Köln dauerte 8 Stunden, nach Düsseldorf brauchte man gar 9,5 Stunden. Die Fahrpost war um einiges länger, sie brauchte bis Köln ganze 12 Stunden.
Nicht zu unterschätzen sind neben der Dauer die Strapazen einer Überland-Reise. Ob Goethe, Immermann oder auch Johann Wilhelm Schirmer: alle haben uns Zeugnisse über ihre Reisen mit der Postkutsche hinterlassen, in denen sie sich über Schaukeln, Stoßen, Lärm oder die ruppigen Postkutscher beschweren.
Dabei waren im 19. Jahrhundert die schlimmsten Zeiten schon vorüber, da die Kutschen mittlerweile meist gefedert waren und die Pflasterung der Straßen deutliche Fortschritte gemacht hatte.
Der Aufstieg der Eisenbahn leitete das Ende des Postkutschenwesens ein, war die Bahn doch schneller und komfortabler. Doch der Wechsel vollzog sich nicht schlagartig. So wurde z.B. Düren nur wenige Jahre nach Herrn Steins Reise, nämlich 1841 durch die Bahn erschlossen, während Jülich noch bis 1873 auf die Eisenbahn warten musste.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 2003-0076 und -0095.



07/05/2026
05/05/2026
04/05/2026

Führung „Der Norden lockt: Skandinavierinnen und Themistokles von Eckenbrecher“
12. Mai, 19 Uhr, Kulturhaus

Skandinavien bot für die Düsseldorfer Landschaftsmalerei faszinierende Motive – und viele Künstler und auch einige Künstlerinnen aus dem Norden kamen zum Studium nach Düsseldorf. Themistokles von Eckenbrecher war ein deutscher Maler, welcher durch detaillierten Landschafts- und Marinegemälde bekannt wurde, die Eindrücke aus skandinavischen Ländern vermitteln. Dank der Schenkung von Skizzenbüchern aus dem Nachlass des Malers wird seine künstlerische Entwicklung vom Kindesalter bis hin zu seinen großen Ausstellungen sehr anschaulich.

Die Studentin Alexandra Nitzsche hat den neuen Bilderschatz gesichtet. Bei einer Führung in der Landschaftsgalerie im Kulturhaus am Dienstag, 12. Mai, um 19 Uhr stellt sie und Marcell P***e diese spannenden Eindrücke im Dialog mit den Gemälden der Ausstellung vor. Die Veranstaltung ist frei, der normale Eintritt ist zu entrichten.

Fokus am FREITAG: Jülicher Correspondenz- und Wochenblatt vom 4. Januar 1840Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit a...
01/05/2026

Fokus am FREITAG: Jülicher Correspondenz- und Wochenblatt vom 4. Januar 1840

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai heute ein Stück Jülicher Zeitungsgeschichte.
Der Ursprung des Jülicher Zeitungswesens geht zurück auf die amtlichen Verkündigungsblätter des preußischen Staates. Zeitung wurde in Jülich natürlich auch schon früher gelesen, aber das erste auf ein Jülicher Publikum zielendes Periodikum war seit 1823 das „Kreis Jülicher Korrespondenzblatt“. Gedruckt und herausgegeben wurde es aber vom Dürener Verleger Franz Knoll.
Die erste tatsächlich in Jülich erschienene Zeitung war das „Jülicher Correspondenz- und Wochenblatt“, das ab 1830 vom Jülicher Buchbinder Gottlieb Schirmer, Bruder des berühmten Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer, verlegt wurde. Wir sehen hier eine Ausgabe aus dem Jahr 1840 die deutlich macht, was die Jülicher Leser damals zu erwarten hatten: amtliche Benachrichtigungen, hier u.a. darüber wie sich preußische Bürger in anderen Staaten des Deutschen Bundes auszuweisen haben, Kleinanzeigen, noch keine redaktionellen Inhalte.
Das änderte sich mit dem Revolutionsjahr 1848, in dem das Blatt sich zu einer politischen Zeitung wandelte, ohne den Status des Kreisblattes einbüßen zu müssen. Das hatte vielleicht auch mit Schirmer selbst zu tun, der als Hinzugezogener und Protestant der Obrigkeit näherstand als der Durchschnitts-Jülicher.
1869 verkaufte Schirmer die Zeitung an Joseph Fischer, was den Charakter des Mediums komplett veränderte. Fischer war Jülicher und katholisch (sein Bruder war der spätere Kardinal Antonius Fischer) und im aufkommenden Kulturkampf wurde die Zeitung Sprachrohr der katholischen Fraktion in Kreis und Stadt. Das kostete der Zeitung zwischenzeitlich den Status als Amtsblatt. Aber nach dem Ende des Kulturkampfs, ab 1903 unter der Leitung von Fischers Sohn Adolf, konnte die Zeitung ihre Position als wichtigstes Zeitungsmedium zementieren.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 2010-0147.


30/04/2026

Vom verschlafenen Fischerdorf zum Touristenmagneten: Der Künstler dieses Werkes war ein echter Trendsetter. Johann Wilhelm Schirmer und andere Künstler seiner Zeit malten immer wieder die unverkennbaren Felsformationen an der Küste von Étretat in der Normandie. Durch ihre Bilder wurde der Ort zu einem beliebten Reiseziel. Warum Schirmer als „Vater einer ganzen Generation” bezeichnet wurde und wie er die Landschaftsmalerei vorantrieb, erzählt Euch Kunstcomedian Jakob Schwerdfeger in dieser Folge von "Kunstsnack".

🌊Das Werk ist übrigens aktuell auf Reisen und im Städel Museum in der Ausstellung "Monets Küste Die Entdeckung von Étretat" zu sehen!

🎧Jetzt anhören: https://open.spotify.com/episode/19vRYQgStOY0azo5uIty97
🖼 Johann Wilhelm Schirmer, Felsküste bei Etretat, 1836

Fokus am FREITAG: Johann Ludwig Gottfried – WeltchronikEine „Weltchronik“, eine Sammlung, in der alle Ereignisse vom Beg...
24/04/2026

Fokus am FREITAG: Johann Ludwig Gottfried – Weltchronik

Eine „Weltchronik“, eine Sammlung, in der alle Ereignisse vom Beginn der Menschheitsgeschichte bis zum heutigen Tage verzeichnet sind – was für ein Unterfangen! Dennoch haben sich immer wieder Menschen dieser Aufgabe gestellt und zu unterschiedlichen Zeiten ihr jeweiliges Wissen zusammengetragen: zuerst in Stein gemeißelt, später von Hand zu Papier gebracht. Erst als in Europa im 15.Jahrhundert der Buchdruck mit beweglichen Metalllettern durch Johannes Gutenberg erfunden war und es in der Folge gelang, Bild und Text gleichzeitig zu drucken, konnte das Wissen in dicken Folianten gebündelt werden.
Dieser Tatsache ist es zu danken, dass das Museum Zitadelle 2022 mit der Schenkung des Nachlasses von Heinz-Willi Schlader durch seine Familie mehrere Exemplare einer überwiegend niederländischen Geschichte mit Bezügen zum Geldener Land erhielt, darunter die Weltchronik von Johann Ludwig Gottfried, der die Ereignisse von der biblischen Schöpfungsgeschichte bis zum Jahr 1659 zusammengetragen hatte. Bei der weiteren Durchsicht des umfangreichen Nachlasses, der im Museum mit der Unterstützung von Ehrenamtlern inventarisiert wird, gab es eine Überraschung: Der bekannte Kartograf Matthäus Merian hatte von der Gottfried‘schen Chronik eine deutsche Übersetzung drucken lassen. Diese enthält neben Ergänzungen der Beschreibungen bis 1605 beeindruckende zusätzliche Grafiken. So finden wir neben der Abbildung von Festung und Stadt Jülich von 1610 und der Belagerung von Ostende 1601-1604 eine Darstellung der Schlacht zwischen spanischen und niederländischen Schiffen vom 25. April 1607 vor Gibraltar, sowie eine Weltkarte mit der Darstellung der Meere und Kontinente nördlich und südlich des Äquators!
Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 2022-1179; Slg. H.-W. Schlader




Fokus am FREITAG: Dreihenkelkrug der Renaissance aus Raerener SteinzeugNicht nur schön, sondern auch praktisch soll es s...
17/04/2026

Fokus am FREITAG: Dreihenkelkrug der Renaissance aus Raerener Steinzeug

Nicht nur schön, sondern auch praktisch soll es sein. So lauteten wohl die Ansprüche der Raerener Töpfer an ihr neues Produkt, als sie ab dem späten 15. Jahrhundert damit begannen, ihre Krüge mit drei statt wie zuvor mit nur einem oder zwei Henkeln zu versehen.
So konnte das Gefäß mit seinem kostbaren Nass mühelos und unfallfrei von allen Seiten über den Tisch gereicht werden, auch wenn man zuvor vielleicht schon etwas zu tief ins Glas bzw. in den Krug geschaut hatte.
Unser Raerener Dreihenkelkrug, gefertigt aus salzglasiertem Steinzeug, einem rheinischen Exportschlager der damaligen Zeit, stammt aus dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts.
Leider sind zwei der drei namensgebenden Henkel im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen.
Der Krug ist mit fünf Rundmedaillons im Stil der Renaissance verziert, davon zwei Porträtmedaillons, unmittelbar nebeneinander platziert, so dass beide Person einander direkt anschauen.
Sie zeigen im Profil zum einen eine vornehm gekleidete, adelige Dame mit Haube und Halskrause sowie einen ebenfalls höfisch gekleideten Herrn. Möglicherweise handelt es bei den dargestellten Personen um ein Herrscherpaar, ähnliche Porträtmedaillons auf Raerener Steinzeug zeigen beispielsweise Philipp II. von Spanien (1527-1598) und seine Gemahlin Anna von Österreich (1549-1580).
Was es den alten Raerener Töpfern vielleicht nicht bewusst war, ganz so neu und innovativ war ihre Erfindung nicht. So existierten in unseren Breiten bereits zu römischer Zeit, über 1000 Jahre zuvor, dreihenkelige Gefäße. Jedoch waren diese weit schlichter gearbeitet und bestanden noch nicht aus beständigem und wasserdichtem Steinzeug, sondern aus poröser und zumeist unglasierter Irdenware.

Bildnachweis: Inv.-Nr.: MZJ 1950-0382

15/04/2026

VIAVIA moves you
Neue Dauerausstellung steht in den Startlöchern

Für die Neugestaltung des römischen Teils der Dauerausstellung hat das Museum Zitadelle Jülich das renommierte Gestaltungsbüro merz merz architekten aus Berlin gewinnen können. Das Gestaltungsbüro zeichnet sich u.a. für die Neugestaltung der Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien verantwortlich, hat vor allem aber auch bei Projekten in der Sülchenkirche in Rottenburg und im document Kepler in Regensburg Sensibilität und Kreativität im Umgang mit denkmalgeschützten Ausstellungsräumen bewiesen.

Genau das Richtige also den Schlosskeller der Zitadelle Jülich, in dem bis Frühjahr 2027 die neue Dauerausstellung zum römischen Leben im antiken Jülich entstehen wird.

Das Team des Jülicher Museums blickt voller Vorfreude auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit den Berliner Architekten und auf den neuen Blick auf das römische Jülich.

Die Umgestaltung des Schlosskellers erfolgt im Rahmen des Interreg-Projektes VIAVIA, in dem 13 Partner aus der Euregio zusammenarbeiten, um die römische Vergangenheit der Region lebendig zu machen.

Das Interreg-Programm Maas-Rhein würdigte das Tourismusprojekt VIA VIA als gute Initiative mit einem Durchführungsbetrag von 4.567.252,40 € und bewilligte einen EFRE-Beitrag in Höhe von 2.283.626,17 €. Das Projekt wird auch von der Europäischen Union unterstützt, kofinanziert vom Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen, der Provinz Limburg und Regio Deal Parkstad Limburg.

Bildunterschrift:
Sophie Merz und Tobie Verleye von merz merz architekten und Guido von Büren, Jacek Grubba, Marcell P***e und Christina Vieth vom Museum Zitadelle Jülich im Schlosskeller der Zitadelle. Foto: Museum Zitadelle Jülich 2026.

13/04/2026

Führung im Museum Zitadelle „Goethe war da“
26. April, 11 Uhr

Mit Dr. Aurelio Fichter von der gleichnamigen Kunsthandlung in Frankfurt ist für die Führung im Pulvermagazin der Zitadelle ein Experte aus der Heimatstadt des Dichters zu Gast, der zudem als Kunsthändler und Verleger zahlreiche einzigartige Einblicke italienischer Reisekünstler kennt. Herr Fichter stellt aus seiner Edition andere Künstler mit ihren Italienreisen vor und präsentiert Ergebnisse aus seinen modern gestalteten digitalen Ausstellungsprojekten zum Sehnsuchtsland der Deutschen. Mit Museumsleiter Marcell P***e entsteht so ein spannender Dialog in der Jülicher Ausstellung zu Schirmers Italienreise.

Die Veranstaltung ist frei, der normale Eintritt ist zu entrichten.

Bild:
Luftaufnahmen von Jülich und U(J000538490) - Dr. Hans Ulrich Eckardt

12/04/2026

Adresse

Schlossstraße
Jülich
52428

Öffnungszeiten

Dienstag 14:00 - 17:00
Mittwoch 14:00 - 17:00
Donnerstag 14:00 - 17:00
Freitag 14:00 - 17:00
Samstag 11:00 - 17:00
Sonntag 11:00 - 17:00

Telefon

+49246163510

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Museum Zitadelle Jülich erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Das Museum Kontaktieren

Nachricht an Museum Zitadelle Jülich senden:

Teilen

Kategorie