Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben

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Sara Nussbaum Zentrum für Jüdisches Leben Das Sara Nussbaum Zentrum ist eine jüdische Einrichtung für Bildung, Kultur und Begegnung in Kassel.

Es ist nach der Kasseler Ehrenbürgerin Sara Nussbaum benannt. Bitte beachten Sie unsere Netiquette: https://www.sara-nussbaum-zentrum.de/netiquette Mit dem Sara Nussbaum Zentrum eröffnet in Kassel im Juli eine neue Wirkungsstätte für jüdisches Leben. Während die Synagoge das Gebets- und Versammlungshaus für Jüdinnen und Juden ist, steht das Sara Nussbaum Zentrum als weltlicher Ort allen Menschen offen. Das Zentrum befindet sich in der kompletten ersten Etage in der Ludwig-Mond-Straße 127 und hat eine Gesamtfläche von rund 350 Quadratmetern. Geplant sind Dauer- und Wechselausstellungen, kulturelle Veranstaltungen, politische Diskussionen sowie Bildungsangebote. Das Zentrum ist nach der Kasseler Ehrenbürgerin Sara Nussbaum benannt.

Vortrag von Dr. Torsten Lattki, Studienleiter beim Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdisch...
09/10/2026

Vortrag von Dr. Torsten Lattki, Studienleiter beim Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.
 
Walter Grundmann (1906-1976) war der wissenschaftliche Leiter und die prägende Figur des von 1939-1945 bestehenden Eisenacher „Entjudungsinstitutes. Er und die ca. 180 Mitarbeiter waren zutiefst von Hi**er und dem Nationalsozialismus überzeugt und verfolgten das Ziel, ein „artgerechtes“ Christentum für Deutsche zu schaffen. Indem sie Jesus als „Arier“ konstruierten, sowie Bibel, Gesangbuch und Katechismus umschrieben, „entjudeten“ sie christliche Theologie und Kirchenpraxis. So wurde ein nichtjüdischer Jesus im Kampf gegen das Judentum konstruiert und das Judentum als verworfene Religion ohne Existenzberechtigung angesehen. Mit seinen Kommentaren zum Neuen Testament, die noch heute in vielen Bibliotheken stehen, prägte Walter Grundmann zahlreiche Theolog*innen und Pfarrer*innen.
 
Veranstaltet von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.
 
Die Veranstaltung ist kostenlos.
 
Datum: 15.10.2026
Ort: Sara Nussbaum Zentrum, Ludwig-Mond-Straße 127, 34121 Kassel
Uhrzeit: 19 Uhr

Mona Yahia „Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie“ – AutorinnenlesungDas Buch erzählt das Leben von vier Generationen e...
09/10/2026

Mona Yahia „Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie“ – Autorinnenlesung

Das Buch erzählt das Leben von vier Generationen einer jüdischen Familie. Sie alle, Hayim und Ehefrau Nazli, seine Töchter Rebekka und Serafine, Rebekkas Sohn Nemir und dessen Tochter Leila, erleben radikale und einschneidende Veränderungen. Sie alle sind verwoben mit der Erfahrung und den Traumata des Exils, mit den Fragen nach Identität und innerer Zugehörigkeit.
Mona Yahia, geb. 1954 in Bagdad, floh mit ihrer Familie 1970 in den Iran und wanderte 1971 nach Israel ein. Nach ihrem Militärdienst studierte sie Psychologie und französische Literatur an der Universität Tel Aviv. In den 1980er‐Jahren absolvierte sie ein Studium der Freien Kunst bei
Harry Kramer an der Gesamthochschule Kassel und arbeitete im Bereich Konzeptkunst, bevor sie zum Schreiben kam. Ihr Debütroman erhielt 2001 in London den Jewish Quarterly Wingate Prize for Fiction. Mona Yahia schreibt auf Englisch und lebt in Köln.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Deutsch‐Israelischen Gesellschaft Kassel, des Sara Nussbaum Zentrums für Jüdisches Leben und der Stadtbibliothek Kassel. 
 
Eintritt: 4 Euro.
 
Datum: 14.10.2026
 
Ort: Stadtbibliothek, Obere Königsstraße 3-5, 34117 Kassel 

Uhrzeit: 19.00

Drei Jahre 7.10. – Ein ZwischenfazitVor drei Jahren überfielen Hamas-Kämpfer, verbündete Terrorgruppen und Zivilisten au...
07/10/2026

Drei Jahre 7.10. – Ein Zwischenfazit
Vor drei Jahren überfielen Hamas-Kämpfer, verbündete Terrorgruppen und Zivilisten aus dem Gaza-Streifen heraus den Süden Israels. Nach wenigen Stunden, also bis die israelische Armee das Massaker beenden konnte, begingen diese den größten antisemitischen Massenmord seit der Shoah.

Leider muss man festhalten, dass die Bilder entführter Männer, Frauen und Kinder, die einer jubelnden Masse präsentiert wurden, nur zu einer kurzen Welle der Solidarität und der Anteilnahme führten.
Drei Jahre später müssen auch wir konstatieren, dass sich die Stimmung in Kassel, Deutschland und weiten Teilen der Welt entscheidend gedreht hat. 
Meldungen über körperliche Angriffe auf Juden, Aufrufe zur Intifada - also zum Mord an israelischen respektive jüdischen Zivilisten - und Hamas-Propaganda auf deutschen Straßen sind zu einer Normalität geworden. Eine Normalität, die wir nie als solche anerkennen werden. 

Wir gedenken daher der Ermordeten, der Entführten und trauern mit den Angehörigen, weisen aber auch darauf hin, dass die großteils militärisch besiegte Hamas insofern erfolgreich war, einen weltweiten antisemitischen Furor zu entfachen. 

Unsere Gedanken sind am heutigen Tag auch bei den Menschen in Israel, die sich seit nunmehr drei Jahren einem erneuten Existenzkampf ausgesetzt sehen. Die von uns geschilderte Lage, in der europäische Staaten den Schutz ihrer jüdischen Bürger nicht mehr gewährleisten können, führt uns einmal mehr die Notwendigkeit eines wehrhaften jüdischen Staates vor Augen.

Vor 85 Jahren, am 29. und 30. September 1941, ermordeten Deutsche Täter in der Schlucht von Babyn Jar am damaligen Stadt...
29/09/2026

Vor 85 Jahren, am 29. und 30. September 1941, ermordeten Deutsche Täter in der Schlucht von Babyn Jar am damaligen Stadtrand Kiews über 33.000 Menschen.

Dem größten Einzelmassaker des 2. Weltkriegs ging der Angriffskrieg NS-Deutschlands auf die damalige Sowjetunion voraus, welcher von Anfang an als Vernichtungskrieg geplant wurde.

Die, insbesondere an der Jüdischen Bevölkerung, geplante Vernichtungsabsicht hatte Adolf Hi**er bereits in einer Rede anlässlich des 10. Jahrestages der sogenannten „Machtergreifung“ am 30. Januar 1939 im Reichstag angekündigt.

Nachdem die Wehrmacht anfangs schnelle Geländegewinne erzielen konnte, gelangte am 19. September 1941 auch Kiew unter deutsche Kontrolle. Zuvor hatten in der Hauptstadt der damaligen Ukrainischen Sowjetrepublik um die 220.000 Jüdinnen und Juden gelebt, was die Stadt zu einem der wichtigsten Zentren jüdischen Lebens in der gesamten Sowjetunion machte.

Ein bedeutender Teil der Kiewer Juden hatte die Stadt bereits vor der Einnahme durch die Nationalsozialisten in Richtung Osten verlassen, zudem dienten die kampffähigen Männer in der Roten Armee und waren daher häufig an anderen Fronten eingesetzt.

Der deutschen Aufforderung an die jüdische Bevölkerung, sich mit Geld, Ausweispapieren und warmer Kleidung an der Schlucht zu versammeln, folgten dementsprechend vor allem ältere Menschen, Frauen und Kinder.
Bei der „Absicherung“ der geplanten Mordaktion halfen die regulären Verbände der Wehrmacht, wobei das Massaker letztlich von Angehörigen der SS sowie der „Einsatzgruppen“ verübt wurde.
Innerhalb von 36 Stunden ermordeten diese insgesamt über 33.000 Menschen mittels Einsatz von Schusswaffen.
Das Massaker von Babyn Jar steht also exemplarisch für den sogenannten „Holocaust by Bullets“, wie die erste Phase des Völkermordes an den europäischen Juden in der Forschung als Abgrenzung von den standardisierten Vernichtungsbestrebungen in Lagern wie Belzec, Treblinka und Auschwitz bezeichnet wird.

Details über das barbarische Vorgehen sind der Nachwelt insbesondere durch Berichte, wie die der Überlebenden Dina Pronitschewa, bekannt.
Auf Dina Pronitschewas Aussage stützte sich 1965 auch der bekannte hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, dessen letzter Prozess vor seinem Tod die Mordaktionen der sogenannten „Einsatzgruppen“ und ihre Rolle im Massaker von Babyn Jar zum Inhalt hatte.
Hierbei wurde das erste Mal auch explizit über die Rolle der Wehrmacht verhandelt, die in großen Teilen der Gesellschaft, auch weit über die Nachkriegszeit hinaus, als im Gegensatz zur SS nicht allgemein verbrecherisch galt bzw. gilt.

Und heute?

Die Ukraine und damit auch Kiew sehen sich seit nunmehr viereinhalb Jahren einem Angriffskrieg seitens Russland ausgesetzt.
Wichtige Prozesse im Umgang mit der Vergangenheit und einer damit verbundenen Gedenkkultur sind dadurch unterbrochen.
Seit dem Untergang der Sowjetunion ist die Bemühung des Erinnerns an jüdische Opfer, die aufgrund ihres tatsächlichen oder vermeintlichen jüdisch-seins in das Interesse der deutschen Tötungsabsichten fielen, in der Aushandlung begriffen. Initiativen, jüdischer Opfer als solcher zu gedenken, wurden in der Ukraine, auch als Teil einer vom sowjetischen Staatenbund unabhängigen Geschichtsschreibung, besonders in den Jahren ab 2014 vorangetrieben.
Dieser Prozess ist dabei, wie in zahlreichen Staaten, umkämpft und weiterhin auszuhandeln.
Für die Zukunft bleibt daher neben der allgemeinen Forderung eines mit Konsequenzen verbundenen „Nie wieder!“ ebenso auf eine friedliche und von Russland unabhängige Zukunft aller Ukrainer zu hoffen, sowie an die Bemühungen aus Friedenszeiten anzuknüpfen, welche die lange Verbundenheit jüdischen Lebens an die Ukraine bezeugt.

Foto: Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus in Babyn Jar (auch: Babi Jar). (© picture-alliance, imageBROKER | G. Thielmann)

🌿 Chag Sukkot Sameach! 🍋Sukkot, das Laubhüttenfest, erinnert an die Wanderung des jüdischen Volkes durch die Wüste. Sieb...
25/09/2026

🌿 Chag Sukkot Sameach! 🍋

Sukkot, das Laubhüttenfest, erinnert an die Wanderung des jüdischen Volkes durch die Wüste. Sieben Tage lang kommen alle in der Sukkah zusammen, essen und feiern. Das Fest steht für Gemeinschaft, Dankbarkeit und Vertrauen.

Wir wünschen allen, die Sukkot feiern, ein fröhliches Fest voller schöner Momente.

Die Illustrationen sind von der lieben Marie während ihres Schulpraktikums bei uns im SNZ entstanden. ✨

Am 24. September um 19:00 Uhr spricht Prof. Dr. Gerd Stecklina zum Thema „Antisemitismus oder Israelkritik? Wo endet leg...
22/09/2026

Am 24. September um 19:00 Uhr spricht Prof. Dr. Gerd Stecklina zum Thema „Antisemitismus oder Israelkritik? Wo endet legitime Kritik, wo beginnt Antisemitismus?“.

Stecklina ist Professor für Theorie und Geschichte der Sozialen Arbeit an der Hochschule München und beschäftigt sich unter anderem mit Jüdischer Sozialer Arbeit und Antisemitismus. In seinem Vortrag geht es um die Frage, wie Antisemitismus begrifflich gefasst werden kann, woran antisemitische Stereotype und Vorurteile auch in neuen Formen erkennbar sind und wann Darstellungen oder Aussagen strafrechtlich relevant werden.

Dabei wird thematisiert, wo legitime Kritik an israelischer Politik endet und antisemitische Deutungsmuster beginnen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Judaica in Meimbressen statt.

🍎🍯 Shana Tova u’Metuka! ✨Zu Rosch ha-Schana wünschen wir allen ein gesundes, friedliches und süßes neues Jahr. Möge das ...
11/09/2026

🍎🍯 Shana Tova u’Metuka! ✨

Zu Rosch ha-Schana wünschen wir allen ein gesundes, friedliches und süßes neues Jahr. Möge das kommende Jahr von Hoffnung, Zusammenhalt und Zuversicht geprägt sein.

Diese Illustration wurde von der lieben Marie während ihres Schulpraktikums bei uns im SNZ angefertigt. ✨

Wir sind auch dabei! Für die Kassler Museumsnacht am 5. September 2026 haben wir ein abwechslungsreiches Programm aus ve...
25/08/2026

Wir sind auch dabei! Für die Kassler Museumsnacht am 5. September 2026 haben wir ein abwechslungsreiches Programm aus verschiedenen Führungen durch unsere Ausstellungen sowie eine Mitmachaktion für Kinder ab 6 Jahren für Sie vorbereitet. Von interaktiven Familienführungen für Familien mit Kindern ab 6 Jahren, Führungen durch die Dauerausstellung „Jüdisches Leben in Kassel“ bis hin zu Führungen durch die neueröffnete Wechselausstellung „Werner Holländer- ein Leben in Fotografien“.

Unsere Mitmachaktion „Die Nacht gemeinsam heller machen“:

Ob am Schabbat oder beim Chanukka-Fest: Kerzen und Licht haben einen wichtigen Platz im jüdischen Leben. Im Rahmen unserer Mitmachaktion können Kinder und Jugendliche eigene Kerzenständer gestalten und dabei mehr über die Bedeutung von Licht in jüdischen Traditionen erfahren. Die selbst gestalteten Kerzenständer dürfen anschließend mit nach Hause genommen werden.

Wir freuen uns auf Euren Besuch im Sara Nussbaum Zentrum.

Für die Familienführung melden Sie sich bitter unter [email protected] an.

Tickets für die Museumsnacht könnt ihr bequem im Vorverkauf oder online erwerben. An der Abendkasse sind Tickets nur an den ausgeschriebenen Verkaufsstellen erhältlich.

KasselKultur



Jakob Springfeld liest aus seinem Buch, „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert – Warum das Erstarken der Re...
24/08/2026

Jakob Springfeld liest aus seinem Buch, „Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert – Warum das Erstarken der Rechten eine Bedrohung für uns alle ist.“

Angriffe auf Geflüchtete nehmen zu, die AfD plant massive Abschiebungen und neonazistische Positionen sind vielerorts »normal« geworden. Staatliche Behörden, die Bundeswehr, sowie unser Justizsystem sind Teil des Problems – die Brandmauer ist längst gefallen. Obwohl die extreme Rechte bundesweit auf dem Vormarsch ist, schaut Westdeutschland vor allem auf den Osten – gern von oben herab. 

Der Autor ist mit seiner Angst vor Steigbügelhaltern, vorauseilendem Gehorsam und lautem gesellschaftlichem Schweigen nicht allein. Es reicht! Wer 2026 beansprucht, aus der Geschichte gelernt zu haben, muss sich positionieren, im Kleinen und Großen aktiv werden und darf die Krise der Demokratie nicht nur auf »den« Osten projizieren.
Denn das epochale Problem geht uns alle an!“

Am 03. September um 18:00 Uhr im Sara Nussbaum Zentrum.

Mit frendlicher Unterstütung von der Landeszentrale für Politische Bildung.

Bild S.1: Coco Villo
Bild S.2: Verlag QUADIGA

Gestern haben wir im Sara Nussbaum Zentrum die „Wernissage – Werner Holländers Leben in Fotografien“ eröffnet und zuglei...
14/08/2026

Gestern haben wir im Sara Nussbaum Zentrum die „Wernissage – Werner Holländers Leben in Fotografien“ eröffnet und zugleich die Finissage von „displaced at home“ gefeiert.

Besonders gefreut hat uns, dass Werners Großneffe Michael Jacobson eigens aus Seattle angereist ist und den Abend mit sehr persönlichen Worten bereichert hat. Jürgen Relke, der seit vielen Jahren zu Werner Holländer forscht, gab Einblicke in dessen Leben und Geschichte.

Wir danken außerdem Oberbürgermeister Sven Schoeller für seine Worte zur Eröffnung und der Band JILL für die musikalische Begleitung des Abends.

Vor allem aber: Danke an alle, die trotz der Hitze gekommen sind, für das große Interesse, die vielen Gespräche und herzlichen Rückmeldungen!
Die „Wernissage“ ist bei der Kasseler Museumsnacht und noch bis Ende Oktober nach Vereinbarung im Sara Nussbaum Zentrum zu sehen.

📸: Hanna und Paula Wissemann

Adresse

Ludwig-Mond-Straße 127
Kassel
34121

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