17/04/2026
Ab dem 9. Oktober 2026 verwandelt sich ein Teil des Lübecker Burgklosters in eine Ausstellung, die eine begehbare mittelalterliche Gaming-Welt ist, die nicht betrachtet, sondern gespielt wird.
Mit »Let’s play Mittelalter« betritt das Europäische Hansemuseum Neuland. Erstmals wird das Spiel selbst zum zentralen Vermittlungsprinzip: Die Ausstellung zeigt nicht nur, wie Games Geschichte erzählen – sie lässt Geschichte als Spiel erfahrbar werden. Rund 60 Prozent der Deutschen spielen Videospiele und auch Brettspiele werden immer beliebter; diese Realität nimmt die Ausstellung konsequent auf. Die Besucher:innen bewegen sich nicht durch klassische Ausstellungsräume, sondern durch eine narrative Spielwelt, in der historische Motive, Popkultur und Forschung miteinander verwoben sind.
Die Besucher:innen erstellen ihren eigenen Avatar, lösen Aufgaben und entscheiden selbst, welchen Weg sie in der mittelalterlichen Welt einschlagen. Nicht Texte führen durch die Ausstellung, sondern das Spiel: ein Turnierplatz, ein festliches Bankett im Grünen, eine geheimnisvolle »Drachenhöhle« und weitere immersive Settings. Jede Station ist ein Kapitel im Spiel und fordert eine eigene Entscheidung ein, bevor es weitergeht. Informationen werden nicht vermittelt, sondern erspielt.
Für die Umsetzung arbeitet das Museum mit Expert:innen aus Game Design, Szenografie, Medienkunst und Fachwissenschaft (u.a. Tobias und Lukas ) zusammen. Die vielfach ausgezeichnete Agentur Liquid gestaltet die visuellen Erlebnisräume und verbindet historische Themen mit zeitgenössischer Ästhetik.
»Let’s play Mittelalter. Wie Games Geschichte erzählen«: vom 9.10.2026 bis 31.10.2027 im Europäischen Hansemuseum in Lübeck. Tickets sind ab September digital buchbar, der Eintritt kostet 14 € (Erwachsene)/ 10 € (ermäßigt). Studierende haben freien Eintritt.