Willy Brandt Haus Lübeck

Willy Brandt Haus Lübeck Das W***y-Brandt-Haus Lübeck bietet Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops in der Geburtstadt W***y Brandts an.

30. Mai 1956, Rede im Bundestag zu innerdeutschen BeziehungenIm Bonner Bundestag begründet W***y Brandt am 30. Mai 1956,...
30/05/2026

30. Mai 1956, Rede im Bundestag zu innerdeutschen Beziehungen

Im Bonner Bundestag begründet W***y Brandt am 30. Mai 1956, vor genau 70 Jahren, eine Große Anfrage an die Bundesregierung zur „Entwicklung in der Sowjetzone und Möglichkeiten engerer Verbindungen zwischen den beiden Teilen Deutschlands“. An der Formulierung der Anfrage, die von allen Fraktionen eingebracht wird, haben er und sein SPD-Kollege Herbert Wehner großen Anteil.

Brandt betont, es gehe dabei nicht um die außenpolitischen Voraussetzungen der Wiedervereinigung, sondern um Maßnahmen für ein Höchstmaß an Beziehungen zwischen den Deutschen in Ost und West. Vor dem eigenen Volk und vor aller Welt wolle der Bundestag seinen festen Willen klarwerden lassen, „das Leben im willkürlich gespaltenen Deutschland zu erleichtern“ und „sinnvoll wieder zusammenzufügen, was sinnlos auseinandergerissen worden ist“.

Anlässlich des Tags der Verfassung fand am 23. Mai in der Evangelisch-Reformierten Kirche die Lübecker Verfassungsrede 2...
29/05/2026

Anlässlich des Tags der Verfassung fand am 23. Mai in der Evangelisch-Reformierten Kirche die Lübecker Verfassungsrede 2026 statt. In diesem Jahr hielt die renommierte Völkerrechtlerin Heike Krieger die Festrede.

Zum Auftakt begrüßte Bürgermeister Jan Lindenau die über 220 Gäste und führte in den Abend ein. In ihrem Vortrag spannte Heike Krieger einen weiten Bogen über die gegenwärtige weltpolitische Lage und die Rolle des Völkerrechts in einer zunehmend konfliktreichen internationalen Ordnung. Dabei setzte sie
sich mit der wachsenden Skepsis gegenüber internationaler Kooperation auseinander. Immer häufiger werde das Völkerrecht als wirkungslos oder gar naiv dargestellt. Dem stellte sie die Vorgaben des Grundgesetzes entgegen, das ausdrücklich auf internationale Zusammenarbeit und die Herrschaft des Rechts ausgerichtet sei. Gerade in Zeiten globaler Krisen komme dem
Völkerrecht eine zentrale Bedeutung für Frieden, Stabilität und demokratische Werte zu.

Im Anschluss an die Rede dankte Jan Schenkenberger vom Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold e.V. der Festrednerin und den Musikern Kirill Volkov und Jasper Sitze, die den Abend als „The Twiolas“ begleitet haben. Die Lübecker Verfassungsrede bot damit einen ebenso inspirierenden wie nachdenklichen Abend. Wer nicht dabei sein konnte, hat die Möglichkeit, die Veranstaltung im Podcast nachzuhören: auf unserer Webseite oder unserem Kanal „Zeitgeschichte erleben“ überall da, wo es Podcasts gibt. 🎧✨

👉 Webseite: https://willy-brandt.de/aktuelles/audio-video/luebecker-verfassungsrede-2026/
👉 Soundcloud: https://soundcloud.com/zeitgeschichteerleben/luebecker-verfassungsrede-2026
👉 https://open.spotify.com/episode/1VxHOUHP7DVWeODgp7GIw7

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Die Veranstaltungsreihe wird gemeinsam vom Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, der Hansestadt Lübeck und dem W***y-Brandt-Haus Lübeck getragen und knüpft an die Weimarer Tradition der Verfassungsreden von Arnold Brecht und Gustav Radbruch an. Damals wie heute steht die kritische Auseinandersetzung mit den Grundlagen demokratischer Ordnung im Mittelpunkt.

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© Margret Witzke

27/05/2026

27.-31. Mai 1981, Berlin-Treffen der Brandt-Kommission

Ein Jahr nach einem ersten Folgetreffen in Den Haag kommt die Nord-Süd-Kommission Ende Mai 1981 in West-Berlin wieder zusammen. In der Villa Borsig bereitet sie sich auf den Gipfel vor, der im Herbst 1981 in Cancún (Mexiko) stattfinden soll.

In einer Rede vor der Technischen Universität verurteilt der Vorsitzende W***y Brandt die hohen Rüstungsausgaben und den wachsenden Hunger in der Welt. Zudem beklagt er das Desinteresse vieler Regierungen und der deutschen Öffentlichkeit am Nord-Süd-Bericht.

Darüber entwickelt sich bei einem Abendessen am 29. Mai 1981 ein heftiger Disput zwischen Kommissionsmitgliedern und dem als Gast geladenen Bundeskanzler Helmut Schmidt. Gegenüber der Presse kommentiert Brandt den Vorfall ungewohnt harsch: Die Entwicklungspolitik der Bundesrepublik sei rückständig.

„Allianz für Frieden und Fortschritt“, 22.-25. Mai 197613 europäische und 15 lateinamerikanische Parteien sind vom 22. b...
22/05/2026

„Allianz für Frieden und Fortschritt“, 22.-25. Mai 1976

13 europäische und 15 lateinamerikanische Parteien sind vom 22. bis 25. Mai 1976 beim Auftakt der „Allianz für Frieden und Fortschritt“ in Venezuelas Hauptstadt Caracas dabei.

Das Diskussionsforum, dessen Gründung W***y Brandt ein halbes Jahr zuvor verkündet hat, soll die Kräfte des demokratischen Sozialismus in der Welt zusammenführen. Diese Idee stößt in Lateinamerika auf starke Resonanz. Ein Grund ist nicht zuletzt das sehr hohe Ansehen, das Brandt international genießt.

In einer Grundsatzrede grenzt sich der SPD-Vorsitzende sowohl von kommunistischen und linksradikalen Bewegungen als auch von einem „überkommenen Kapitalismus“ ab. Brandts Bekenntnis zur „politischen und sozialen Reform in gesellschaftlicher Freiheit“ schließen sich alle Teilnehmer des Treffens in der „Erklärung von Caracas“ an.

W***y Brandt und der peruanische Politiker Víctor Raúl Haya de la Torre (r.) bei der Konferenz in Caracas, Mai 1976
© W***y-Brandt-Archiv im AdsD, Bonn

Am 23. Mai 2026 wird das Grundgesetz 77 Jahre alt. Das wollen wir feiern - mit  einer Führung zum Thema Freiheit, Musik ...
20/05/2026

Am 23. Mai 2026 wird das Grundgesetz 77 Jahre alt. Das wollen wir feiern - mit einer Führung zum Thema Freiheit, Musik und Euch!

Freiheit ist ein zentraler Begriff unserer Verfassung: Die Freiheit, sich zu entfalten, die eigene Meinung zu äußern, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit – aber auch die Freiheit von Not und Furcht – sind in den Grundrechten verankert.

Für W***y Brandt war Freiheit ein Leitmotiv: ob als junger Mann im Kampf gegen den Faschismus, als Politiker im geteilten Berlin, als Bundeskanzler in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs oder als Elder Statesman. „Wenn ich sagen soll, was mir neben dem Frieden wichtiger sei als alles andere“, so Brandt 1987, „dann lautet meine Antwort ohne Wenn und Aber: Freiheit.“

Die einstündige Führung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wer nach der Führung weiterfeiern möchte: Am Abend findet die alljährliche Lübecker Verfassungsrede statt. In diesem Jahr hält die Juristin und Rechtsprofessorin Heike Krieger die Festrede. Mehr Informationen dazu findet Ihr auf unserer Homepage.

Foto: Geschichtswerkstatt Herrenwyk

Der Tag des Grundgesetzes naht und das bedeutet für uns: Es wird wieder Zeit für die alljährliche Lübecker Verfassungsre...
16/05/2026

Der Tag des Grundgesetzes naht und das bedeutet für uns: Es wird wieder Zeit für die alljährliche Lübecker Verfassungsrede! Dieses Jahr freuen wir uns, die Völkerrechtsexpertin Heike Krüger als Festrednerin begrüßen und sie Euch in diesem Post vorstellen zu dürfen! ✨

Häufig heißt es aktuell, das Völkerrecht sei weltfremd, sich dafür einzusetzen naiv. Es bewirke wenig und schütze letztlich nur Autokraten. Immer mehr Stimmen bezweifeln ganz grundsätzlich die Bedeutung des internationalen Rechts für die Bundesrepublik Deutschland. Anders aber lauten die Vorgaben des Grundgesetzes, das eine Hinwendung zu internationaler Kooperation und der Herrschaft des Rechts postuliert. Warum es auch aus der Perspektive der deutschen Verfassung erforderlich bleibt, sich für die Geltung des Völkerrechts einzusetzen, beleuchtet Heike Krieger in ihrem Vortrag.

📅 23. Mai, 19 Uhr
📍Ev.-Reformierte Kirche | Königstraße 18, 23552 Lübeck

Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung 👉 unter 0451/122 425 0 oder [email protected].

Mit der Veranstaltungsreihe der Lübecker Verfassungsrede am 23. Mai knüpfen das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold e.V., die Hansestadt Lübeck und das W***y-Brandt-Haus Lübeck an die Weimarer Tradition der Verfassungsreden von Arnold Brecht oder Gustav Radbruch an. Damals wie heute stand und steht die kritische Auseinandersetzung mit den Grundlagen unserer Demokratie im Mittelpunkt.

Am 17. Mai 2026 ist Internationaler Museumstag. Mit diesem Aktionstag machen Museen weltweit auf ihre gesellschaftliche ...
13/05/2026

Am 17. Mai 2026 ist Internationaler Museumstag. Mit diesem Aktionstag machen Museen weltweit auf ihre gesellschaftliche Rolle aufmerksam. Als ein wichtiges Mittel für den kulturellen Austausch übernehmen sie nicht nur Verantwortung für unser Kulturgut, sondern fördern weltweit Verständigung, Toleranz und Vielfalt.

Natürlich ist auch das W***y-Brandt-Haus Lübeck dabei. Wir laden Euch ein zu einem bunten, kostenfreien Führungsprogramm für Groß und Klein:

🔎 12:00 Uhr: Kinderführung "W***y wer??" mit Suchspiel
✊ 14:00 Uhr: "Mehr als nur Anhängsel. W***y Brandts Wegbegleiterinnen"
👓 15:00 Uhr: Überblicksführung durch die Dauerausstellung
💎 17:00 Uhr: Fünf Lieblingsobjekte und ihre Geschichte

7. Mai–8. Juli 1961, Wahlkampftour durch DeutschlandIm Bundestagswahlkampf 1961 erproben die SPD und W***y Brandt neue M...
12/05/2026

7. Mai–8. Juli 1961, Wahlkampftour durch Deutschland

Im Bundestagswahlkampf 1961 erproben die SPD und W***y Brandt neue Methoden. Sein Berater Klaus Schütz hat die US-Präsidentschaftswahlen 1960 beobachtet und bringt von dort viele Ideen mit, die nun erstmals in der Bundesrepublik angewendet werden. So bricht der SPD-Kanzlerkandidat am 7. Mai 1961 zur „Deutschlandreise“ auf, bei der er nach dem Vorbild des amerikanischen „Canvassing“ den direkten Kontakt mit dem Wahlvolk sucht.

Bis zum 8. Juli 1961 ist Brandt an 21 Tagen in Westdeutschland unterwegs, wobei er über 22.000 km zurücklegt. Ende Juli setzt er die Tour fort. Pro Tag stehen Auftritte in fünf bis sechs Städten und in bis zu 15 Landgemeinden auf seinem Programm. Die Zeitungen sind voll mit Bildern und Reportagen über Brandt, der sich bewusst zum „deutschen Kennedy“ stilisieren lässt.

Foto: SPD-Kanzlerkandidat W***y Brandt im offenen Wagen auf seiner Deutschlandreise, 1961, © Archiv der sozialen Demokratie, Bonn.

Der 8. Mai 1945 als Datum der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht markiert das Ende des Zweiten Weltkri...
08/05/2026

Der 8. Mai 1945 als Datum der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht markiert das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Gleichzeitig steht er für die Überwindung der NS-Diktatur und für die Möglichkeit des (Wieder-)Aufbaus der Demokratie.

Mit dem morgigen Gang zu den Orten der Demokratie in Lübeck wollen wir die Schauplätze und Persönlichkeiten beleuchten, die für die Demokratiegeschichte der Stadt von besonderer Bedeutung sind. Wir verharren dabei aber nicht in der Vergangenheit, sondern fragen: Welche Themen beschäftigen die Stadt heute? Und wie können wir uns aktiv einbringen, um die Werte, die in unserem Grundgesetz formuliert sind, mit Leben zu füllen?

Datum: 9. Mai 2026
Start: 11:00 Uhr am W***y-Brandt-Haus Lübeck
Ende: 13:00 Uhr am Drehbrückenplatz
Anmeldung: nicht erforderlich
Kosten: 0€

Seit 2020 ist der 8. Mai in Schleswig-Holstein offizieller Gedenktag, der u.a. in Lübeck mit zahlreichen Veranstaltungen begangen wird. Informationen zum Programm findet Ihr auf der Homepage der Initiative Gedenktag 8. Mai.

Foto: Olaf Pokorny

Worüber W***y Brandt und der junge Genosse wohl so angeregt diskutierten? 🤔Dieser schöne Schnappschuss entstand 1974 am ...
01/05/2026

Worüber W***y Brandt und der junge Genosse wohl so angeregt diskutierten? 🤔

Dieser schöne Schnappschuss entstand 1974 am Rande der 1. Mai-Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Hamburg. Schon in jungen Jahren besuchte Brandt die traditionellen Maizusammenkünfte der Arbeiterschaft. Später gehörten die Maikundgebungen natürlich zum Pflichtprogramm des sozialdemokratischen Politikers. Geradezu legendär ist Brandts „Berlin bleibt frei“-Rede als Regierender Bürgermeister vor 600.000 Berlinerinnen und Berlinern, die sich am 1. Mai 1959 vor dem Reichstagsgebäude versammelt hatten, um West-Berlin gegen sowjetische Machtansprüche zu verteidigen.

Der gelöste Eindruck Brandts auf der Momentaufnahme vom 1. Mai 1974 sollte jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass Brandt sich in diesen Tagen an einem persönlichen Tiefpunkt befand. Die Verdichtung politischer Krisen, gesundheitliche Probleme, schwindender Rückhalt in der SPD-Führungsriege und die Spionage-Affäre um seinen Referenten Günter Guillaume sollten Brandt nur wenige Tage später, nämlich am 6. Mai 1974, dazu veranlassen, vom Amt des Bundeskanzlers zurückzutreten.

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Wart Ihr schon mal auf einer Maikundgebung? 😊
Egal, was Ihr heute vorhabt, wir wünschen einen schönen 1. Mai! 🌞

© Bundeskanzler-W***y-Brandt-Stiftung

Adresse

Königstrasse 21
Lübeck
23552

Öffnungszeiten

Montag 11:00 - 18:15
Dienstag 11:00 - 18:00
Mittwoch 11:00 - 18:00
Donnerstag 11:00 - 18:00
Freitag 11:00 - 18:00
Samstag 11:00 - 18:00
Sonntag 11:00 - 18:00

Telefon

+494511224250

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