»Euthanasie«-Gedenkstätte Lüneburg

Wegbeschreibung Website

»Euthanasie«-Gedenkstätte Lüneburg Gedenkstätte und Bildungszentrum
Dauerausstellung im ehemaligen Wasserturm, Workshops und Seminartage

Gedenkstätte und Bildungszentrum zur Erforschung und Vermittlung von Zwangssterilisation und "Euthanasie" im Nationalsozialismus mit Schwerpunkt auf die anstaltseigene "Kinderfachabteilung" und "Ausländersammelstelle". Wir arbeiten auch zu Menschenrechten, Inklusion und Leichter Sprache.

»Gedenken neu denken« – Lesung und Gespräch mit Susanne Siegert Die Autorin Susanne Siegert – in den Sozialen Medien bek...
11/10/2026

»Gedenken neu denken« – Lesung und Gespräch mit Susanne Siegert

Die Autorin Susanne Siegert – in den Sozialen Medien bekannt als .erinnerungskultur – liest aus ihrem Buch »Gedenken neu denken«. Im Anschluss kommen«. Im Anschluss kommen Susanne Siegert und Rafael Hein (NDR Studio) über ihr Plädoyer für eine neue Gedenkarbeit ins Gespräch. In den Blick genommen werden hierbei auch weniger bekannte NS-Verbrechen und bislang kaum öffentlich wahrgenommene Opfergruppen und die neue Bedeutung lokaler Aufarbeitungsinitiativen.
Leuphana Universität Lüneburg, Haus 9, Hörsaal 3,
Mitveranstalter: AK Campusgeschichte des AStA Lüneburg.
Teilnahme kostenfrei, Spenden sind möglich.

Theaterabend: »Good Morning – Szenen einer Befreiung« Am 7.10. um 19UhrIm Theaterstück »Good Morning – Szenen einer Befr...
29/09/2026

Theaterabend: »Good Morning – Szenen einer Befreiung«
Am 7.10. um 19Uhr

Im Theaterstück »Good Morning – Szenen einer Befreiung« werden in den Tagen und Monaten nach der Ankunft der Alliierten
im Frühjahr 1945 die Fragen aufgeworfen: »Was bedeutet das Kriegsende für eine jüdische Person, eine Zwangsarbeiterin,
einen NSDAP-Funktionär?«, »Ist das Kriegsende eine Befreiung oder eine Niederlage?«, »Wie begegnen sich Menschen, die gestern noch Täter*innen oder Opfer waren?« – Schauspiel und Videokunst schaffen eine Atmosphäre, in der die Gefühle, Gedanken, Sehnsüchte und Ängste der Protagonistinnen und Protagonisten nachvollziehbar sind. Mit künstlerischen Mittel werden Ideen und Bedeutungen von Freiheit und Befreiung in den Jahren nach dem Kriegsende offengelegt und Brücken in die Gegenwart geschlagen.
Gesellschaftshaus, Haus 36, Psychiatrische Klinik Lüneburg,
Mitveranstalter: folklicht performance e. V.
Tickets können unter https://goodmorning-wf.de/ oder an der Abendkasse erworben werden. Eintritt: Solidaritätsticket 25 Euro,
regulär 15 Euro, ermäßigt 5 Euro

Eine Woche mit vielen Veranstaltungen geht zu Ende! Am Dienstag wurde der Film von Kai Ehlers „Freistaat - Mittelpunkt“ ...
25/09/2026

Eine Woche mit vielen Veranstaltungen geht zu Ende! Am Dienstag wurde der Film von Kai Ehlers „Freistaat - Mittelpunkt“ (www.freistaat-mittelpunkt.de) im Bürgerhaus in Kaltenkirchen gezeigt. Im Anschluss waren der Filmemacher und Dr. Carola Hinrichsen (ehem. Rudnick), Leiterin der „Euthanasie“-Gedenkstätte Lüneburg, von Marc Czichy (KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen und Veranstalter) zum Gespräch geladen. Ausgehend vom Film, ging es um fortgeführte Gewalt an im NS Zwangssterilisierten und an Menschen mit Beeinträchtigungen nach 1945, sowie um die neuerliche Zunahme sozialdarwinistischer Sichtweisen auf Menschen und die Wiederkehr von Behindertenfeindlichkeit. Aktuell diskutierte Reformen und der spürbare Rechtsruck wirken sich auch strukturell auf eine Schlechterstellung und zunehmende Diskriminierung von wegen Erkrankung/Beeinträchtigung Hilfesuchenden und Bedürftigen aus.

Um die schwächsten Glieder in der Gesellschaft ging es auch zwei Tage später im Vortrag „Zwangsarbeit und Krankenmord“, den Hinrichsen in der VHS Region Lüneburg vor 33 Gästen hielt. Neben dem aktuellen Forschungsstand, zeigte Hinrichsen auch diesbezüglich auf, wie stark Verschleierungsstrategien der Tatbeteiligten und rassistische Haltungen die Aufarbeitung dieser Verbrechen über Jahrzehnte verzögerte. Mit der „Euthanasie“ an Kindern und Jugendlichen in der „Kinderfachabteilung“ (1941 - 1945) sowie an ausländischen Erkrankten in den „Abteilungen für Ostarbeiter“ (ab 1942), der „Ausländersammelstelle“ (1944 - 1945) und mit dem Mord an Zwangsarbeitern im Städtischen Krankenhaus (1943 - 1945), nimmt Lüneburg eine Sonderstellung ein. In Bezug auf die Suche nach den Gräbern, kommen Marcus Rischmüller (wissenschaftlicher Mitarbeiter) und Hinrichsen dem Rätsel Stück für Stück näher.

Am 7.10.2026 geht es mit dem Theaterabend „Good Morning - Szenen einer Befreiung“ (www.gedenkstaette-lueneburg.de/aktuelles) weiter mit der Veranstaltungsreihe.

Foto: KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen

Zwangsarbeit und Krankenmord – Ein VortragsabendDr. Carola Rudnick berichtet über den aktuellen Forschungsstand über »Eu...
18/09/2026

Zwangsarbeit und Krankenmord – Ein Vortragsabend
Dr. Carola Rudnick berichtet über den aktuellen Forschungsstand über »Euthanasie«-Maßnahmen an Zwangsarbeiter*innen
in Lüneburg. Viele Jahre sind Ehrenamtliche dieser Frage nachgegangen. Im Zuge der Erarbeitung der neuen Dauerausstellung wurden auch die Morde an Zwangsarbeiter*innen in der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg weiter erforscht. Hierbei traten
Überraschungen zu Tage.

24.09.2026 um 18.00 Uhr

Ort: Foyer der VHS Lüneburg; Haagestraße 4, 21335 Lüneburg,

Teilnahme kostenfrei, um Spende wird gebeten

Veranstalter: »Euthanasie«-Gedenkstätte Lüneburg und VHS Region Lüneburg

Am Samstag um 11.00 Uhr ist es wieder soweit:Offene Führung über das Gelände zur Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt ...
17/09/2026

Am Samstag um 11.00 Uhr ist es wieder soweit:
Offene Führung über das Gelände zur Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg und der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen.

Treffpunkt: Vor dem DOKUMENTATIONSZENTRUM (Badehaus am Wasserturm, Haus 34) Am Wienebütteler Weg 1,
21339 Lüneburg.

Kostenfreies Angebot
Anmeldung nicht erforderlich
Der Rundgang findet ausschließlich im Freien statt.

Der öffentliche Rundgang über das Gelände findet an jedem dritten Samstag im Monat statt. Ein Besuch der Dauerausstellung im DOKUMENTATIONSZENTRUM ist im Anschluss möglich.

Über 90 Gäste stiegen am Tag des offenen Denkmals den Wasserturm auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg hin...
15/09/2026

Über 90 Gäste stiegen am Tag des offenen Denkmals den Wasserturm auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Lüneburg hinauf und ließen sich auf dem Dachboden unseres DOKUMENTATIONSZENTRUMS zeigen, was genau wir ab Herbst 2026 in unserem neuen Projekt „Aus dem Keller in den Turm“ vorhaben. Wir schaffen dort Räume für die ehemalige Anstaltsbibliothek, die seit einigen Jahren im Keller des Stadtarchivs eingelagert ist, holen diese nach einem Um- und Ausbau des Wasserturms und des Obergeschosses des ehemaligen Badehauses „nach Hause“. Nach Abschluss der auf zwei Jahre geplanten Maßnahme, die voraussichtlich mit Landesmitteln aus dem Programm Erinnern.Invest über die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten gefördert wird, und bei der sich auch die Psychiatrische Klinik und die Gedenkstätte umfangreich mit Eigenleistungen und Spenden einbringt, können Besucher*innen dann in einem Lesesaal Einsicht in die Bestände nehmen. Jetzt wartet die Gedenkstätte nur noch auf den Bewilligungsbescheid.

Fotos: Dr. Carola Rudnick, 13.9.2026.

An diesem Wochenende bildeten sich neun Honorarkräfte und Angestellte in der Durchführung eines neuen pädagogischen Ange...
14/09/2026

An diesem Wochenende bildeten sich neun Honorarkräfte und Angestellte in der Durchführung eines neuen pädagogischen Angebots der Gedenkstätte fort. Es geht um Ableismus, Sozialdarwinismus und Rechtsextremismus. Der Titel für das Modul, das aus vielen interaktiven Methoden und zwei Inputs besteht, ist doppeldeutig: „Survival of the Fittest - Ableismus im Denken und Handeln“.

Inhaltlich wurden die Teilnehmenden darin fortgebildet, Ableismus als Form der gruppenspezifischen Menschenfeindlichkeit gegen Menschen mit Behinderungen zu thematisieren, mit Besucher*innen Analogien zwischen dem NS und rechten Tendenzen zu erkennen, zu analysieren und historisch fundiert einzuordnen. Sie bekamen das „Handwerkszeug“, pädagogisch Diskriminierung zu begegnen.
Danke liebe Hedwig und liebe Jule!

Das Angebot „Survival of the Fittest“ kann fortan gebucht werden unter [email protected] entweder 5-stündig oder ein- bis zweitätiges Format. Zielgruppen sind Schüler*innen, Auszubildende, Studierende sowie Multiplikator*innen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg, der Gedenkstätte KZ Lichtenb...
07/09/2026

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“ Bernburg,
der Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin,
der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale),
der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg,
der Gedenkstätte für die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge,
der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen,
der Gedenkstätten in Wansleben, Wolfen und Halle-Mötzlich sowie weiteren Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt,

WIR STEHEN AN EURER SEITE.

WIR KÄMPFEN GEMEINSAM FÜR DEN FORTBESTAND DER DEMOKRATIE UND UNSERER HISTORISCH-POLITISCHEN BILDUNGSARBEIT.

WIR KÄMPFEN GEMEINSAM DAFÜR, DASS IHR WEITER AUFKLÄRT ÜBER RECHTE GEWALT, DASS IHR WEITER TAG FÜR TAG MENSCHEN AUFWECKT, FÜR FREIHEIT UND GERECHTIGKEIT EINZUSTEHEN.

WIR WISSEN UM DIE FOLGEN EINER ABKEHR VON FREIHEITLICHEN GRUNDWERTEN UND UNTERSTÜTZEN EUCH, BEIM VERMITTELN DIESER WERTE, DIE ALS LEHRE AUS DEN VERBRECHEN DES NS UNUMSTÖSSLICH SIND.

Ganz egal, was andere wählen, wir wissen, sobald ein Politikwechsel zu spürbaren Konsequenzen führt, Not und Isolation erzeugt, die soziale Frage verschärft und Krisen in Ermangelung an Lösungen vergrößert, werden wir Orientierung geben, hin zur Demokratie, Nächstenliebe und Menschenrechten.

WIR STEHEN AN EURER SEITE.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (Art...
03/09/2026

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz)
Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sind die zentralen Menschenrechte festgelegt, die für alle Menschen gelten, unabhängig von Nationalität oder Herkunft. Dazu gehören unter anderem das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich mit dem Grundgesetz verpflichtet, diese Menschenrechte zu achten und zu beschützen.
Was passiert, wenn die grundlegenden Menschenrechte nicht verteidigt werden, kann man nicht nur anhand der NS-Zeit erkennen. In autoritären und diktatorischen Staaten wird die Justiz in den Dienst der Regime gestellt und die Menschenrechte mit Füßen getreten.
Und auch Deutschland ist vor diesen Entwicklungen nicht sicher: Unter anderem die plant genau das, was in diktatorischen Staaten bereits geschehen ist. Die Justiz soll nicht unabhängig entscheiden und die Menschenrechte jedes Menschen in Deutschland schützen, sondern nach dem Willen der entscheiden, für wen die Menschenrechte gelten sollen. Dagegen stellen wir uns als Stiftung entschieden und sagen: Wir sind nicht neutral – Menschenrechte sind nicht verhandelbar!

Wir sind nicht neutral - Diskriminierung ist keine MeinungAm 13. September sind in Niedersachsen Kommunalwahlen – und al...
01/09/2026

Wir sind nicht neutral - Diskriminierung ist keine Meinung

Am 13. September sind in Niedersachsen Kommunalwahlen – und als Institutionen, die sich für Erinnerungskultur und historisch-kritische Bildung einsetzen, sagen wir ganz klar: Wir sind nicht neutral!

Meinungsfreiheit und Demokratie sind untrennbar miteinander verknüpft. Daher befürworten wir den Austausch von und auch den Streit über verschiedene Ideen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Idee demokratisch ist, und auch nicht, dass jede Partei versucht, die Lebensbedingungen für die Menschen im Land tatsächlich zu verbessern. Demokratie lebt davon, vielfältige Interessen und Bedürfnisse zuzulassen und immer wieder Kompromisse auszuhandeln, die dieser Vielfalt gerecht werden. Und die auch Minderheiten die Möglichkeit geben, frei zu leben. Der Versuch einer Spaltung in ein „Wir gegen Die“ gefährdet dieses Zusammenleben.

Und genau da, wo Menschen diskriminiert werden, ist Neutralität gefährlich. Wir beziehen daher Stellung gegen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und weitere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Wir sind nicht neutral - Diskriminierung ist keine Meinung.

Adresse

Am Wienebütteler Weg 1
Lüneburg
21339

Öffnungszeiten

Donnerstag 12:00 - 18:00
Freitag 12:00 - 18:00
Samstag 11:00 - 17:00
Sonntag 11:00 - 17:00

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