26/03/2026
Gestern Abend feierte der Film „Als wäre es leicht“ im Lüneburger SCALA-Programmkino Vorpremiere. Der Film erzählt die Liebesgeschichte von Kati (gehörlos) und Florian (blind). Während es zu Anfang darum geht, wie eine Liebe zwischen beiden mit ganz eigenen Weisen der Kommunikation und vorsichtig mutiger Annäherung entstehen kann, treten im zweiten Teil des Films diese Besonderheiten in ihrer Liebesbeziehung in den Hintergrund, und wird das, was ihr menschliches Dasein prägt, zum Handicap. David Knors, so erfährt es das Publikum im anschließenden Filmgespräch, ist bislang der einzige blinde Schauspieler, Dank Regisseur Milan Skrobanek gelang ihm das Spiel dennoch ohne „Supervisor“. Die Anwendung der Tastsprache Lormen und die vielen Drehtage verlangten der Hauptdarstellerin Cindy Klink, einiges ab. Für Skrobanek war der Film, den er mit viel Humor und Feingefühl umsetzte, ein „Sprung ins kalte Wasser“, hatte er sich zuvor weder mit Behinderungen näher befasst noch persönliche Erfahrung. Im anschließenden Filmgespräch wurde spürbar, wie wichtig es ihm ist zu zeigen, dass gehörlose und blinde Menschen in erster Linie Menschen sind. Das Lob der anwesenden Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, wurde vom Publikum mit viel Applaus bestätigt. Der Saal 1, der nun auch für Gehörlose technisch so ausgestattet ist, dass Blinde fortan mit Hilfe von Bilddeskription Filme schauen können, war bis zum letzten Platz gefüllt.
Regulärer Kinostart ist deutschlandweit ab 2. April 2026.
Danke für den großartigen Film und viel Spaß im Kino!