16/10/2026
vor 213 Jahren, am 16.10.1813, begann die sog. " bei Leipzig" - mit ca. 600.000 Teilnehmern die vermutlich bis dahin größte der Menschheitsgeschichte. Fast 100.000 Soldaten fielen oder wurden verwundet (die katastrophalen hygienischen Verhältnisse danach führten zu einer Typhusepidemie).
Sie war die Entscheidungsschlacht in den sog. "Befreiungskriegen", mit denen sich Europa der napoleonischen Herrschaft entledigte. In Leipzig kämpften gegen die Franzosen vor allem Preußen, Russland und Österreich. wurde am 4. Tag geschlagen und zog sich aus deutschen Landen zurück.
Das war neu. Denn , im 18. Jh. zur Großmacht aufgestiegen, war noch 1806 bei Jena und Auerstedt vernichtend besiegt worden. Man hatte sich auf dem Ruhm von Friedrich II. "den Großen" ausgeruht. Militärisch war man stehengeblieben, die Generalität überaltert. Und es kämpften gepresste Leibeigene und Söldner gegen motivierte Franzosen, die sich als Bürger und Revolutionäre fühlten, militärisch freier bewegten und treu ergeben waren.
Die Niederlage erzwang die "Preußischen Reformen", etwa das Ende der Leibeigenschaft, Gewerbefreiheit und eine Militärreform.
Und nach Napoleons katastrophalen Russlandfeldzug einigte sich der preußische Kommandeur Yorck von Wartenburg in der "Konvention von Tauroggen" am 30.12.1812 auf einen Waffenstillstand mit Russland. In Königsberg rief er gemeinsam mit Graf Alexander von Dohna-Schlobitten und Carl Clausewitz am 5.2.1813 die Landstände zur Erhebung einer Landwehr auf. Etwa 20.000 Mann wurden ausgerüstet, die unter dem Befehl von Karl Friedrich Friccius mit großer Tapferkeit kämpften und am 19.10.1813 in Leipzig das Äußere Grimmaische Tor erstürmte, wodurch die Verteidigung zusammenbrach. Preußen stieg erneut zur Großmacht auf, auch, weil seine Soldaten 1813 aus eigener Überzeugung kämpften.
Abb:
Richard Knötel, Einzug der Königsberger Landwehr nach Leipzig, um 1900.
Arwed Seitz: Das Geheimtreffen der Generäle Yorck und Diebtisch bei , 1913
Otto Brausewetter, Rede von General Yorck vor den Königsberger Landständen, 1888