Heimat und Geschichtsverein Lauscha e.V.

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Heimat und Geschichtsverein Lauscha e.V. Verein zur Erforschung und Bewahrung der Geschichte und Traditionen von Lauscha und dem Ortsteil Ernstthal.

140 Jahre Felsenhäuschen: Die wechselvolle Geschichte der Schutzhütte auf dem LauschensteinEs ist ein Wahrzeichen der St...
05/09/2026

140 Jahre Felsenhäuschen: Die wechselvolle Geschichte der Schutzhütte auf dem Lauschenstein

Es ist ein Wahrzeichen der Stadt und seit weit über einem Jahrhundert ein beliebtes Ziel für Wanderer: Das historische Felsenhäuschen auf dem Lauschenstein feiert sein 140-jähriges Bestehen.
Die Chronik der Hütte, die am 5. September 1886 eingeweiht wurde, erzählt eine Geschichte von tiefem Naturidyll, aber auch von wiederkehrender Zerstörung und dem unermüdlichen Engagement der Lauschaer für ihre Heimat.
Romantischer Waldfrieden im Jahr 1908
Wie sehr die Hütte schon früh geschätzt wurde, beweist ein Eintrag aus dem Jahr 1908. In einem vom Thüringerwald-Verein Lauscha herausgegebenen „Führer zu Lauscha und Umgebung“ wird der Aufenthalt dort beinahe poetisch beschrieben:
„Prachtvoll ist der Blick ins Tal hinab. Droben der blaue Himmel, unter uns liebliche Täler mit rauchenden Essen und spielenden Kindern. Sieh dort die Schutzhütte! Nach Germanenart aus ungezimmerten Balken gefügt, die Ritzen und Fugen mit Moos gedichtet, ist sie hinausgerückt auf die äußerste Felsplatte, eine hohe, freie Warte. Durch die bunten Fenster siehst du das herrliche Panorama kaleidoskopartig in allerlei Farben. Hier laß uns ruhen! Hier umfängt uns bezaubernder Waldfrieden, hier im Reiche der Wald- und Felsengeister ist beseligende Ruhe zu finden. Welch unsagbares Gefühl, erhebend und beruhigend ist es doch, wenn man dem geräuschvollen Hasten und Jagen des modernen Berufslebens in solche Waldeinsamkeit entflieht, wenn man weltverloren träumerisch in ein idyllisches Tal hinabschaut und die Bäume in geisterhaftem Rauschen ihre Unterhaltung führen. Genieße den seltsamen Zauber, du Kind der Ebene und gedenke oft in deiner Mußezeit des lieblich einsamen Lauschensteins.“
Rückschläge durch Vandalismus
Doch die Idylle blieb nicht ungestört. Im August 1923 meldeten die Chronisten einen schweren Fall von Vandalismus. Der damalige Bericht zeigt das blanke Entsetzen über die Zerstörungswut: „Das Schutzhäuschen auf dem Lauschenstein ist in der Nacht zum Montag wieder mal von vandalistischen Elementen heimgesucht worden. Aus dem Fußboden wurden Bretter herausgerissen und zum Fenster hinausgeworfen, an der Seitenwand fehlen Balken, die Tür ist ausgehoben und den Berg hinab geworfen, wo sie glücklicherweise durch Baumstämme festgehalten wurde. Dem Thüringerwald-Verein, welcher die Stätte „dem Schutz des Publikums empfohlen“ hat, ist es natürlich nicht möglich, den Frevelschaden reparieren zu lassen, so dass das Schutzhäuschen, welches das Ziel manchen Lauschaers ist, dem Verfall entgegen geht. – O, Menschheit!“
Der feierliche Neubau 1925
Die Lauschaer gaben ihre Hütte jedoch nicht auf. Bereits am 1. August 1925 konnte eine neu erbaute Schutzhütte eingeweiht werden – pünktlich zum 40-jährigen Bestehen der Ortsgruppe des Thüringerwald-Vereins.
Kirchenmusikdirektor Luthardt, der Vereinsvorsitzende, begrüßte vom umzäunten Podest aus die zahlreichen Gäste, darunter Vertreter der Gemeinde, der Forstverwaltung und die mitwirkenden Vereine. Die feierliche Weiherede hielt Rektor Hunneshagen. Er lobte die Arbeit der Ortsgruppe und fand bewegende Worte für das neue Bauwerk:
„Und in unserem Walde vor uns steht die Schutzhütte wie ein kleiner Tempel. Mögen alle, welche die Hütte betreten, das dort finden, was sie suchen. Möge frisches Leben einziehen in die neue Hütte und möge der Thüringerwald-Verein weiterhin seine Aufgabe froh erfüllen.“
Der inständige Wunsch aller Beteiligten war es damals, dass die Hütte Wanderern Schutz bietet, künftig aber von „Schmutz- und Vandalenhänden“ verschont bleiben möge. Ein Wunsch, der leider nicht dauerhaft die Oberhand behielt: Schon im Mai 1931 wurde das emaillierte Schutzschild der Hütte mit Hammer und Meißel mutwillig zerstört. Doch der Verein reagierte prompt: Bereits im Januar 1933 wurde vermeldet, dass Mitglieder die Hütte wieder komplett ausgebessert und gesäubert hatten.
Tradition und Rettung in der Moderne
Die Verbundenheit der Stadt mit ihrem Felsenhäuschen blieb über die Jahrzehnte lebendig. Zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 1986 wurde der 1. Lauschensteinwandertag ins Leben gerufen und in der Stadtchronik erwähnt.
Als der Zahn der Zeit im neuen Jahrtausend massiv an der Bausubstanz nagte, sprang im Frühjahr 2007 der Verein zur Pflege Deutscher Denkmäler in Thüringen e.V. Lauscha ein. Durch umfassende Instandsetzungsarbeiten inklusive Grünschnitt, der Erneuerung des Daches und der Sitzbänke sowie dem Austausch morscher Bretter wurde das Felsenhäuschen gerettet.
Dank dieses unermüdlichen Einsatzes erstrahlte die Hütte auf der Felsplatte in ansehnlichem Zustand. Sie bietet Wanderern bis heute einen Rastplatz sowie einen herrlichen Blick auf das untere Lauscha und bleibt, auch nach 140 Jahren, ein stolzes Wahrzeichen der Region.

In der vergangenen Woche durften wir spannende Besucher beim Heimat- und Geschichtsverein Lauscha e.V. begrüßen.Zu Gast ...
17/05/2026

In der vergangenen Woche durften wir spannende Besucher beim Heimat- und Geschichtsverein Lauscha e.V. begrüßen.

Zu Gast war zunächst Emely aus Sonneberg, die für eine Präsentation zur Geschichte Lauschas und der Glasindustrie recherchierte. Gerne konnten wir sie dabei mit unserem Wissen und unseren Materialien unterstützen.

Später besuchten uns Magdalena und Konrad von der Bauhaus-Universität Weimar. Im Rahmen einer Bachelorarbeit beschäftigen sie sich mit Glashütten und der Entwicklung der Orte bis in die heutige Zeit. Dabei entstanden viele interessante Gespräche über die Entstehung und Entwicklung unseres Heimatortes Lauscha. Auch die Auswirkungen geschichtlicher Ereignisse, vom 1. und 2. Weltkrieg über die Zeit nach 1945 bis hin zur Entwicklung nach der Wende und den Veränderungen für die Menschen sowie die Glasindustrie, standen im Mittelpunkt des Austauschs.

Es freut uns sehr, dass sich junge Menschen für die Geschichte Lauschas und unserer Glasregion interessieren. Solche Begegnungen zeigen immer wieder, wie lebendig und spannend Heimatgeschichte sein kann.

Wer sich ebenfalls für die Geschichte Lauschas interessiert oder unseren Heimat- und Geschichtsverein kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen, uns jeden Mittwoch ab 16 Uhr zu besuchen. Ihr findet uns im alten Museum für Glaskunst in der Oberlandstraße 10 in Lauscha.

Wir freuen uns auf euch!

Pünktlich zum Lauschaer Mellichstöckdooch ist es soweit:Der vierte Teil der beliebten Reihe „Lauschaer Geschichten“ ist ...
01/05/2026

Pünktlich zum Lauschaer Mellichstöckdooch ist es soweit:
Der vierte Teil der beliebten Reihe „Lauschaer Geschichten“ ist druckfrisch erschienen!

Nach dem großen Erfolg der ersten drei Ausgaben setzt der Heimat- und Geschichtsverein Lauscha die Reihe fort und lädt erneut zu einer spannenden Reise in die Geschichte und Geschichten unserer Heimatstadt ein. Autor Gerhard Greiner Bär präsentiert auch in diesem Band wieder Wissenswertes, Unterhaltsames und liebevoll Zusammengetragenes aus Lauscha.

Erhältlich ist das neue Heft im Backwarenshop Gehrlicher am Hüttenplatz, an unserem Stand zum Mellichstöckdooch
sowie direkt beim Heimat- und Geschichtsverein Lauscha.

Darüber hinaus kann das Heft, wie alle unsere Hefte, bequem per E-Mail bestellt werden unter: [email protected]

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

Neuer Vorstand beim Heimat- und Geschichtsverein Lauscha e. V. gewählt.Im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung hat ...
16/04/2026

Neuer Vorstand beim Heimat- und Geschichtsverein Lauscha e. V. gewählt.

Im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung hat der Heimat- und Geschichtsverein Lauscha e. V. seine Führung für die kommenden drei Jahre bestimmt. Wir gratulieren Thomas Ellmer zum Amt des Vorsitzenden, Ingo Ellmer als stellvertretendem Vorsitzenden sowie Heidi Pfeifer, die künftig die Aufgaben als Kassiererin und Schriftführerin übernimmt. Unterstützt wird das Team künftig durch Gabi Maier, die als Beisitzerin in den Vorstand gewählt wurde.
Ein herzlicher Dank gilt dem scheidenden Vorstand für das große Engagement und die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren. Dem neuen Team wünschen wir viel Erfolg und Freude bei der Bewahrung unserer Stadtgeschichte!

Wir wünschen euch und euren Familien frohe Ostern und viele schöne Momente!
02/04/2026

Wir wünschen euch und euren Familien frohe Ostern und viele schöne Momente!

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98724

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+493670221777

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