13/04/2026
Heute jährt sich die Räumung und Befreiung des "Außenkommando Laura" zum 81. Mal.
Der 13. April 1945 markiert eine wichtige Zäsur für die Gefangenen des Lagers „Laura“.
In den frühen Morgenstunden rief sie die SS letztmalig zum Appell. Den Gefangenen blieb bis zum Schluss unklar, wann und wie dieser Appell enden würde, einige rechneten gar mit einem Massaker. Das Hauptlager Buchenwald war zu diesem Zeitpunkt bereits befreit, eine Kommunikation dorthin existierte nicht mehr.
So harrten sie zunächst über Stunden aus, bis der Lagerkommandant Leuble den Befehl zum Abmarsch erteilte. Wenige kranke und erschöpfte Häftlinge blieben im Lager zurück, das US-Truppen am Nachmittag erreichten.
600 Männer marschierten, das Geschützfeuer in Hörweite, doch weiterhin in Gewalt der SS zum Abtransport über den Bahnhof Wurzbach nach Dachau.
Befreit waren sie aus SS-Gewalt dort am 30. April, einige Weitergetriebene erst Anfang Mai. Eine Befreiung von ihren Erinnerungen an die Gewalt blieb den meisten Überlebenden bis an ihr Lebensende verwehrt, prägten die Traumata von "Buchenwald", "Laura", "Dora" und zahlloser weiterer Orte sie und ihre Familien bis heute.
Wir übernehmen Verantwortung für die Erinnerung an das Lager "Laura", indem wir ihre Geschichten erzählen, die historischen Täterschaften benennen und uns dadurch präsent halten, wie wichtig Widerspruch gegen Menschenfeindlichkeit und Solidarität mit denen ist, die sich weiterhin Herabwürdigung und Entmenschlichung ausgesetzt sehen.
Foto: Appellplatz des ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald Memorial | Gedenkstätte Buchenwald, am 12. April 2026