Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig Schatzhaus und Geschichtslabor Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig ist das historische Gedächtnis der Stadt.

Dinge und Informationen des Stadtgeschehens werden gesammelt, dokumentiert, kommentiert und in Ausstellungen präsentiert. Der Sammlungshorizont erstreckt sich von der Stadtwerdung Leipzigs im frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Aus dem Haus Böttchergäßchen mit zwei eigenen Ausstellungsflächen werden die acht Einrichtungen dirigiert: Altes Rathaus, Völkerschlachtdenkmal, Museum FORUM 1813, Schillerhaus, Museum Zum Arabischen Coffe Baum, Alte Börse, Sportmuseum und Kindermuseum.

31/05/2026

Über 2.000 Glasnegative, entdeckt auf einem Leipziger Dachboden. Dahinter: die Geschichten einer jüdischen Familie, ihrer Kundschaft und einer Stadt im Umbruch.

Ab dem 3. Juni zeigt die Sonderausstellung „MOMENTAUFNAHME. Das Fotoarchiv Mittelmann“ die Geschichte der Familie Mittelmann und macht die Lebenswege der Menschen sichtbar, die vor der Kamera von Abram Mittelmann standen. Die Fotografien erzählen von jüdischem Leben in Leipzig, von Neuanfängen, Alltag und Kultur, aber auch von Verfolgung und den Folgen der NS-Zeit.

Haus Böttchergäßchen
03.06.2026–04.04.2027
Di–So, 10–18 Uhr

📷: © Stadtgeschichtliches Museum Leipzig/ Abram Mittelmann. Teile des Bildmaterials stammen aus privatem Bestand.

📅Historisches Kalenderblatt30.05.1832: der Kaufmann und Gartenbesitzer Erdmann Traugott Reichel stirbt in LeipzigWenn ma...
30/05/2026

📅Historisches Kalenderblatt

30.05.1832: der Kaufmann und Gartenbesitzer Erdmann Traugott Reichel stirbt in Leipzig

Wenn man heute an die Vorgeschichte des Kolonnadenviertels denkt, hat man meist Apels Garten im Hinterkopf. Dabei war es Erdmann Traugott Reichel, der das Areal rund um den Dorotheenplatz und der Kolonnadenstraße Anfang des 19. Jahrhunderts entscheidend umgestaltete.

Der 1748 in Kamenz geborene und in Dresden zum Kaufmann ausgebildete Reichel kam 1771 nach Leipzig und wurde recht schnell Inhaber einer florierenden Textil- und Modehandlung. 1787 erwarb er den zu dem Zeitpunkt schon etwas heruntergekommenen Apelschen Garten, ab 1702 angelegt und einst barockes Schmuckstück in der westlichen Vorstadt. Reichel sah das Grundstück auch als Bauland für die Einwohnerschaft der immer größer werdenden Stadt, also ließ er den Garten umgestalten. Ältere Manufakturgebäude aus Apels Zeiten wurden abgetragen, die Gartenfläche verkleinert. Dafür entstanden u. a. Obstplantagen und vor allem Wohngebäude, das größte am westlichen Außenring gelegene hatte enorme Ausmaße.

Als Reichel 1832 starb, lebten auf dem Areal etwa 600 Menschen, 1787 waren es noch 14. Sein Werk in der Inneren Westvorstadt setzte sein wesentlich bekannterer Enkel Carl Heine fort. Heute erinnert nur noch eine zum Dorotheenplatz führende Straße an Erdmann Traugott Reichel und seinen Garten.
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📖:
Johannes Georg Hartenstein: Erdmann Traugott Reichel. In: Schriften des Vereins für die Geschichte Leipzigs 22 (1938), S. 92–94

📷:
Innere Ansicht des Reichelschen Gartens zu Leipzig. Radierung, koloriert, J. J. Wagner, um 1830, Inv.-Nr.: 6683
Erdmann Traugott Reichel. Zeichnung, um 1800, Inv.-Nr.: K/777/2003
Reichels Garten, Hauptgebäude. An der Pleisse. Zeichnung, A. Eltzner, um 1860, Inv.-Nr.: 27 E
Plan von Leipzig. [Ausschnitt]. 1749, Inv-Nr.: S/35/2004
Plan von Leipzig. [Ausschnitt]. 1823, Inv-Nr.: S/774/2003

24/05/2026

🎥 Behind the scenes beim Videoferienworkshop ,,Grünau 4 Reel“ zusammen mit dem offenen Freizeittreff „Völkerfreundschaft“🌱
 
Wie fühlt sich der Sommer in Grünau an? Was sind Lieblingsorte, Erinnerungen und Wünsche für Grünau?

Diesen Fragen sind die Teilnehmenden unseres Videoworkshops gemeinsam mit den zwei Medienkunstschaffende Leon Kostner und Lea Lada nachgegangen: Sie haben Menschen interviewt, gefilmt und eigene Reels produziert – von der ersten Idee bis zum fertigen Schnitt.
 
Die entstandenen Videos sind nun Teil der Ausstellung „Sonne. Satt. Sommer in Leipzig“ bei uns im Haus Böttchergäßchen. Kommt vorbei und schaut sie euch an! ☀️

Haus Böttchergäßchen
Di–So, 10–18 Uhr
 
🎬: Achim Kolba

Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

📅Historisches Kalenderblatt23.05.1844: der spätere Historiker, Sprachpfleger und Archivar Gustav Wustmann wird geborenSo...
23/05/2026

📅Historisches Kalenderblatt

23.05.1844: der spätere Historiker, Sprachpfleger und Archivar Gustav Wustmann wird geboren

So ziemlich jede Person, die sich schon einmal intensiver mit der Geschichte Leipzigs beschäftigt hat, dürfte schon einmal eine Schrift von Gustav Wustmann in der Hand gehabt haben. Am 23. Mai 1844 wurde er in Dresden geboren.

1862 ging Wustmann zum Philologie- und Archäologiestudium nach Leipzig und arbeitete anschließend an der Thomas- und Nikolaischule als Lehrer. 1881 wurde er Leiter des Stadtarchivs und der Stadtbibliothek, ein Jahr später Vorsitzender des Leipziger Geschichtsvereins.

Bekannt wurde er mit dem sehr erfolgreichen Buch „Allerlei Sprachdummheiten“, in dem er erstmals 1891 vor allem deutsche Tageszeitungen bezüglich ihrer Fehlformulierungen „auseinandernahm“. Aber auch für die Leipziger hat er Grundlegendes geleistet: Er verfasste etwa 250 Bücher und Aufsätze zu allen möglichen Themen zur Geschichte unserer Stadt – oftmals bis heute noch Standardwerke.

Der Tausendsassa Wustmann, der ab 1902 im Gohliser Schillerweg 19 wohnte und 1910 starb, spielte auch für unsere Museum eine wichtige Rolle: Er war es, der bereits 1885 ein Stadtgeschichtliches Museum für Leipzig vorschlug. 1903 äußerte er zusätzlich noch die Idee, es im zweiten Obergeschoss des Alten Rathauses unterzubringen. Er erlebte die „richtige“ Eröffnung unseres Hauses 1911 leider nicht mehr mit, wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet.
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📖:
Andreas Höhn: Autor, Buchnarr, Archivar. Zum 100. Todestag von Gustav Wustmann. In: Leipziger Blätter 57 (2010), S. 62-63

📷:
Gustav Wustmann. Gemälde, um 1900, Privatbesitz
Wohnhaus Wustmanns im Schillerweg 19. Fotografie, E. Krömer, Inv.-Nr.: Gohlis 25
Gustav Wustmann: Bilderbuch aus der Geschichte Leipzigs für Alt und Jung. Zieger, Leipzig 1913, Sign.: I A 570
Gedenktafel für Wustmann. Fotografie, A. Lehnert (Bildhauer), nach 1910, Inv.-Nr.: F/501/2003

17/05/2026

Vom Betrachten zum Mitgestalten ✨

Mit dem »inter.archiv« hat das Kurator*innenkollektiv krudebude das Ende der Dauerausstellung im Alten Rathaus zu einem Ort für Eure Perspektiven, Erinnerungen und Leipzig-Momente gemacht.



Zwischen Reflexion, Austausch und Beteiligung entsteht hier ein lebendiges Archiv der Stadtgesellschaft und ihrer Geschichten. 🌃



Danke an krudebude für Konzeption, Gestaltung und neue Perspektiven – und an Julia Benz für die künstlerische Arbeit „Reflexionsfelder“. 🪞



Wir sind gespannt auf Eure Leipzig-Storys!

📅Historisches Kalenderblatt16.05.1899: Einweihung des Otto-Koch-DenkmalsGanze 25 Jahre lang leitete Otto Koch als Bürger...
16/05/2026

📅Historisches Kalenderblatt

16.05.1899: Einweihung des Otto-Koch-Denkmals

Ganze 25 Jahre lang leitete Otto Koch als Bürgermeister von 1849 bis zu seinem Tod 1876 die Geschicke unserer Stadt. Am 16. Mai 1899 wurde in Leipzig das Otto-Koch- bzw. Bürgermeister-Koch-Denkmal anlässlich des fünfzigsten Jahrestages seines Amtsantritts feierlich eingeweiht.

Fast versteckt ist das Denkmal hinter der Moritzbastei in den Grünanlagen am Promenadenring in Richtung Rossplatz zu finden. Dabei hat Koch Großes geleistet: In seine Amtszeit fiel die Hochzeit der Leipziger Industrialisierung, es entstanden bedeutende Bauwerke wie das Bildermuseum und das Neue Theater am Augustusplatz. Unter Koch wurde Leipzig zur Großstadt. Auch den Schillerpark bzw. die Lenné-Anlage, in der das Denkmal zu finden ist, initiierte Koch.

Bereits 1867 wurde bereits angeregt, Otto Koch mit einem Denkmal zu ehren. Bis zur Verwirklichung sollten noch mehr als 30 Jahre vergehen. Gestaltet wurde das fast 3,50 Meter hohe Denkmal aus hellem Marmor vom Leipziger Bildhauer Carl Seffner, das Postament unter der Büste entwarf Emil Friedrich Rayher.

Im Laufe der Jahre wurde das Denkmal durch Witterung stark beschädigt. Deshalb fertigte der Bildhauer Christian Walter in den 1990er Jahren eine Kopie der Büste an. Seit 1997 steht die erneuerte Version wieder im Schillerpark, während sich die erhaltenen Originalteile heute im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig befinden.
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📖:
Markus Cottin u. a.: Leipziger Denkmale. Sax-Verlag, Beucha 1998, S. 40

📷:
Otto-Koch-Denkmal. Fotografie, M. Kuhn, 2026
Otto Koch. Gemälde, um 1865, Inv.-Nr.: XIII/11
Ratsstube im Alten Rathaus. [mit Otto Koch am Tisch]. Aquarell, 1858, Inv.-Nr.: 279
Otto-Koch-Denkmal. Postkarte, G. Friedrich, Inv.-Nr.: PK 3980a/1153
Büro des Bürgermeisters Koch. [heute Bach-Raum im Alten Rathaus]. Aquarell, C. Werner, 1873, Inv.-Nr.: W 202
Überreste des Otto-Koch-Denkmals im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig. 1897/1898, lfd. Nr.: V0005913

Letzte Tage … »Stadt im Fluss«Nur noch bis Sonntag zeigt unsere Ausstellung, wie wichtig Leipzigs Flussläufe für die Sta...
11/05/2026

Letzte Tage … »Stadt im Fluss«

Nur noch bis Sonntag zeigt unsere Ausstellung, wie wichtig Leipzigs Flussläufe für die Stadtentwicklung sind!

Wie formt das Wasser eine Stadt – und wie formt die Stadt ihr Wasser? Die Ausstellung im Haus Böttchergäßchen führt Besuchende durch acht Jahrhunderte Leipziger Wasser- und Landschaftsgeschichte. Sie bietet spannende Einblicke in technische Innovationen, Nutzungskonflikte, Umweltprobleme und die Geschichte der Leipziger Flüsse – vom Mittelalter bis heute.

🌊 Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der Uni Leipzig und dem GWZO Leipzig.

Stadt im Fluss
bis 17.05.2026
Haus Böttchergäßchen
Di–So, 10–18 Uhr

Lasst euch das nicht entgehen! 💙

📅Historisches Kalenderblatt09.05.1963: Sprengung des JohanniskirchturmsAm 9. Mai 1963 fiel der Johanniskirchturm auf dem...
09/05/2026

📅Historisches Kalenderblatt

09.05.1963: Sprengung des Johanniskirchturms

Am 9. Mai 1963 fiel der Johanniskirchturm auf dem gleichnamigen Platz der Kulturbarbarei der DDR zum Opfer.

Am 28. März 1897 wurde die „neue“ Johanniskirche geweiht, der vielleicht schönste Leipziger Kirchenneubau um 1900. Eine Kirche existierte dort vermutlich seit mindestens 1278 als Einrichtung des Johannishospitals. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie zu klein. Bis auf den barocken Kirchturm wurde alles abgetragen, 1894/97 entstand ein neobarocker Neubau. Die Gebeine der dort beigesetzten Johann Sebastian Bach und Christian Fürchtegott Gellert wurden in eine Gruft unter der Kirche verbracht.

Nach der teilweisen Zerstörung des Kirchenschiffs im Jahr 1943 wurden 1949 die Ruinen bis auf den Kirchturm abgetragen, Bachs und Gellerts sterbliche Überreste wurden in andere Kirchen verbracht. Der 1956 sogar teilsanierte Kirchturm bestand noch bis 1963, dann wurde er trotz vorheriger Neugestaltungsvorschläge des Johannisplatzes unter Einbeziehung des neobarocken Kleinods am 9. Mai gesprengt. Heute erinnern am dort nur noch ein schlichtes Holzkreuz und die freigelegte, aber abgedeckte Gruft an die Johanniskirche.
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📖:
Werner Marx: Der Johanniskirchturm in Leipzig. Die Geschichte seiner Zerstörung. Sax-Verlag, Beucha 2006

📷:
Johanniskirche. Fotografie, nach 1930, Inv.-Nr.: F/2018/110
Johanniskirche. Kupferstich, J. E. Scheffler, 1749, Inv.-Nr.: Mü.II/81 b
Johanniskirche. Fotografie, A. Stecher, vor 1894, Inv.-Nr.: Doubl. 1037/2
Johanniskirche. Fotografie, um 1905, Inv.-Nr.: F/5421/2005
Ruine der Johanniskirche. Fotografien, J. Widmann, 1944/1946, Inv.-Nr.: 4300 und F/2018/109
Eingerüsteter Johanniskirchturm. Fotografie, J. Widmann, 1956, Inv.-Nr.: W 8071/2
Johanniskirchturm vor und während der Sprengung. Fotografien, W. Voigtländer, 1963, Inv.-Nr.: F/1471/2010 und F/1472/2010
Reste des gesprengten Johanniskirchturms. Fotografie, L. Sack, 1963, Inv-Nr.: F/2015/991

Am Samstag lädt die  dazu ein, unsere Häuser zu entdecken – mit Ausstellungen, Kurzführungen und besonderen Programmpunk...
04/05/2026

Am Samstag lädt die dazu ein, unsere Häuser zu entdecken – mit Ausstellungen, Kurzführungen und besonderen Programmpunkten ✨

🏛️ Von 18 bis 24 Uhr haben unsere Häuser geöffnet:

🏖️Im Haus Böttchergäßchen erwartet euch Programm zu den Ausstellungen »Sonne. Satt. Sommer in Leipzig« und »Stadt im Fluss. 800 Jahre Leipziger Wassergeschichte«. Während im Kindermuseum kleine Besuchende kreative Fächer und Sonnenschilde gestalten können.

🏰 Im Altes Rathaus Leipzig könnt ihr zu verschiedenen Themen in die bewegte Stadtgeschichte eintauchen – durch Kurzführungen durch die Dauerausstellungen »Leipzig Original. Vom Mittelalter bis zur Völkerschlacht« und »Moderne Zeiten. Von der Industrialisierung bis zur Gegenwart«.

☕ Im Museum Zum Arabischen Coffe Baum dreht sich alles um die Kulturgeschichte des Kaffees.

📸 Im Capa-Haus sind die Dauerausstellung »War is Over« sowie die Ausstellung »Fred Stein und der Spanische Bürgerkrieg« zu sehen; ergänzend ermöglichen Kurzführungen einen vertieften Einblick.

🔦 Am Völkerschlachtdenkmal erwarten euch Konzerte sowie Kurzführungen durch das monumentale Bauwerk.

✒️ Im Schillerhaus könnt ihr in einen spannenden Kriminalfall eintauchen und die Illusion der Laterna Magica erleben.

Kommt vorbei und entdeckt Leipzigs Geschichte(n) bei Nacht!

Ich trink Vollmilch!   – das sangen Die Ärzte 1982 und trafen damit unbewusst den Wunsch hinter den DDR-Milchbars. In de...
03/05/2026

Ich trink Vollmilch!

– das sangen Die Ärzte 1982 und trafen damit unbewusst den Wunsch hinter den DDR-Milchbars. In den 1960er-Jahren versuchte die DDR, den Alkoholkonsum zu senken: Die Eckkneipe wurde zum Feindbild, stattdessen setzte man auf „kulturvolle Gaststätten“ mit Milchshakes, Eis und Limonade. Doch viele Jugendliche trafen sich lieber vor den Milchbars, hörten Musik aus dem Kofferradio und entzogen sich so auch dem Zugriff der Freie Deutsche Jugend.

Ganz alkoholfrei blieb es dennoch nicht. Auf der Speisekarte der Milchbar Pinguin von 1966 standen neben Milchmixgetränken auch der „Leckerli-Eisbecher mit Alkohol“ sowie Cocktails und Longdrinks. Darunter der nach großer weiter Welt klingende „Ohio-Cocktail“ und das Katergetränk „Prärie Oyster“. Leipzigs erste Milchbar eröffnete 1955 in der Petersstraße 16 und schloss 1991. Die Milchbar Pinguin, 1964 als HO-Gaststätte gegründet, hat hingegen überdauert und genießt bis heute Kultstatus.

Das Angebot reichte von Fruchteis über Schoko, Vanille und Mokka bis zum Eisdessert „Othello“, das aus Pflanzenfett hergestellt wurde und vom Leipziger Betrieb Eis-Maier aus Möckern stammte. Produziert wurde nach der Speiseeisverordnung von 1931, die zwischen handwerklichem Speiseeis und industrieller Eiskrem unterschied. Häufig ersetzten Aromen fehlende Rohstoffe – geliefert etwa vom Leipziger VEB Aromatic.

☀️ Mehr Sommergeschichten aus Leipzig?
👉 Besucht unsere Ausstellung „Sonne. Satt. Sommer in Leipzig“
Haus Böttchergäßchen
Dienstag–Sonntag, Feiertage 10–18 Uhr

📷:
Speisekarte der Milchbar Pinguin, 1966, Inv.-Nr. A/671/2008
Speiseeisherstellung bei Eismaier, Viola Boden, 1991, Inv.-Nr. F/2016/223

Adresse

Böttchergäßchen 3
Leipzig
04109

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+493419651340

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