09/10/2025
Die MitarbeiterInnen des afghanischen Konsulats in Bonn haben geschlossen gekündigt, aus Protest gegen die Entscheidung des Bundesinnenministeriums, zwei Taliban als Diplomaten zuzulassen.
Die KonsulatsmitarbeiterInnen hatten seit der Machtübernahme der Taliban ihre Arbeit von der Einflussnahme der Taliban unabhängig fortgesetzt, und Tausende persönliche Daten von AfghanInnen geschützt, vor allem jener, die evakuiert werden mussten. Das Konsulat in Bonn hat dabei eine zentrale Position für die afghanischen Botschaften in Europa, in Kanada, in Australien und in den USA, die auch nicht mit den Taliban zusammenarbeiten.
Das Bundesinnenministerium hat jetzt zwei Taliban-Vertreter als Diplomaten zugelassen. Einer von ihnen soll in Bonn eingesetzt werden.
TDF steht solidarisch an der Seite der mutigen MitarbeiterInnen. Die Daten in den Händen der Taliban gefährden Leben und Freiheit etlicher AfghanInnen, die sich in der Hoffnung auf Unterstützung an die afghanischen Konsulate gewandt hatten. Das Statement des Konsuls findet ihr auf afghanconsulatebonn.de
Auf welche Forderungen der Taliban wird sich das Bundesinnenministerium noch einlassen? Es scheint, dass Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sich von menschenverachtenden AfD-Forderungen treiben lässt und sich den Forderungen von frauenverachtenden Islamisten beugt, nur um einzelne Abschiebungen als Symbolpolitik umzusetzen.
TERRE DES FEMMES appelliert an die Regierung, sich für Verteidigung der , Solidarität mit Verfolgten und mit Mädchen und Frauen, Integrität gegenüber Rechtsextremen und die konsequente Ächtung der Taliban einzusetzen.