IGNah - Historische Straßenbahnen in Magdeburg

IGNah - Historische Straßenbahnen in Magdeburg Magdeburgs erste Adresse für Straßenbahn-Anhänger: Die IGNah macht Straßenbahngeschichte lebendig.

Eine außergewöhnliche Stadtrundfahrt unternahmen wir kürzlich mit unserem historischen Triebwagen 124, Ines Lacroix als ...
21/05/2026

Eine außergewöhnliche Stadtrundfahrt unternahmen wir kürzlich mit unserem historischen Triebwagen 124, Ines Lacroix als »Machdeborch-Auskennerin« und Martin Müller, der sie musikalisch mit seinem Akkordeon begleitete.

Hier sind einige Impressionen von unseren schönen Ausflügen zum Frühlingserwachen in den Herrenkrug, die wir am 2. Mai u...
04/05/2026

Hier sind einige Impressionen von unseren schönen Ausflügen zum Frühlingserwachen in den Herrenkrug, die wir am 2. Mai unternommen haben.

Die Ausflüge sind stets auch eine Zeitreise zurück in das Jahr 1886. Vor 140 Jahren konnten sich die Magdeburgerinnen und Magdeburger von einer damals hochmodernen Dampftram mit unfassbaren 15 km/h in den Landschaftspark befördern lassen. Man musste als Ausflügler durchaus abenteuerlustig und risikobereit sein, denn Fachleute warnten, dass man wegen der hohen Fahrgeschwindigkeit den Verstand verlieren könne! Das ist zum Glück, zumindest dieses Mal, nicht passiert. Alle unsere Fahrgäste sind bester Laune wieder an der Hartstraße angekommen.

Wir bedanken uns sehr herzlich und ganz ausdrücklich bei den Freunden historischer Straßenbahnen, die uns bei der Lösung eines Ersatzteilproblems des eingesetzten Gotha-Triebwagens kurzfristig halfen: Maik von der Cottbusverkehr GmbH sowie »Opa« Andreas und Ivo von der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH und dem Verein Historische Straßenbahn Potsdam e.V. Das war eine tolle Aktion, Männer! Ohne Euch wären wir im Depot geblieben.

Kalenderblatt Mai (aus dem MVB-Kalender 2026)Das Magdeburger Autobus-ABCErste Erfahrungen im Busverkehr sammelte die Mag...
04/05/2026

Kalenderblatt Mai (aus dem MVB-Kalender 2026)

Das Magdeburger Autobus-ABC

Erste Erfahrungen im Busverkehr sammelte die Magdeburger Straßenbahn bereits im Jahre 1928 während einer Dahlienschau im Vogelgesang. Sie richtete für die Dauer der Schau mit drei von der Erfurter Straßenbahn geliehenen Wagen einen Omnibusverkehr Endstelle Neustadt – Vogelgesang ein.

An der Berliner Chaussee waren mit dem Stadion »Neue Welt« und seiner Schwimmanlage sowie mit dem Magdeburger Flughafen beliebte Ausflugsziele entstanden. Pläne zur Errichtung einer Straßenbahnstrecke wurden ungeachtet erster Baumaßnahmen nicht umgesetzt.
Stattdessen wurde am 15. Mai 1929 die Autobuslinie A Friedrichstadt – Stadion – Flugplatz eröffnet; die Verlängerung bis Heyrothsberge erfolgte am 10. August 1929.

Die Autobuslinie B Ambrosiusplatz – Lemsdorf ging am 1. Dezember 1929 in Betrieb. Und ab 1. April 1935 fuhr die Autobuslinie C zwischen Neue Neustadt und Rothensee.

Foto: Sammlung Karl-Georg Heßler/Ralf Kozica, Gustav Wilcke/Slg. IGNah, Wolfgang Schreiner/Slg. IGNah

Kalenderblatt April (aus dem MVB-Kalender 2026)Jungfernfahrt nach Neu-Olvenstedt als großes VolksfestDie 1970er und 1980...
08/04/2026

Kalenderblatt April (aus dem MVB-Kalender 2026)

Jungfernfahrt nach Neu-Olvenstedt als großes Volksfest

Die 1970er und 1980er Jahre waren für die MVB eine Zeit der großen Streckennetz-Erweiterungen. Nach der Eröffnung der Strecken zum Neustädter See am 3. Oktober 1975 und zum Barleber See am 4. Oktober 1979 wurde am 27. April 1984 die rund 4,5 km lange Neubaustrecke vom Olvenstedter Platz in das damals noch im Bau befindliche neue Wohngebiet Olvenstedt für den Straßenbahnverkehr freigegeben.

ČKD Prag lieferte allein in den Jahren 1983/84 insgesamt 30 Tatra-Trieb- und 5 Beiwagen des Typs T4D/B4D, so dass es dank des vergrößerten Fahrzeug-Gesamtbestandes möglich war, nach und nach drei Linien bis nach Olvenstedt zu führen. Zunächst wurde die Linie 12 (von Westerhüsen kommend) bis Olvenstedt verlängert, wenig später auch die Linie 8 (Olvenstedt - Neustädter See). Ab 3. Dezember 1984 kam noch die Berufsverkehrs-Linie 13 (Olvenstedt - Barleber See) dazu.

Fotos: H. Dieck/Slg. IGNah, Wolfgang Meyer, Slg. Wolfgang Schreiner

Kalenderblatt März (aus dem MVB-Kalender 2026)Seit 140 Jahren mit der Herrenkrugbahn ins GrüneEine Besonderheit im Magde...
28/02/2026

Kalenderblatt März (aus dem MVB-Kalender 2026)

Seit 140 Jahren mit der Herrenkrugbahn ins Grüne

Eine Besonderheit im Magdeburger Straßenbahnnetz ist die Herrenkrugbahn. Und das nicht allein deshalb, weil sie als schönste Straßenbahnlinie gilt, führt sie doch aus der quirligen Innenstadt in den romantischen Herrenkrugpark hinaus.

Statt einer Pferdebahn favorisierte man beim Bau der Herrenkrugbahn die effektivere Dampfkraft als Antrieb. Diese Sensation wollte sich bei der Eröffnung am 14. Juli 1886 niemand entgehen lassen. Die Dampftram konnte anfangs den Publikumsandrang kaum bewältigen.

Mit der Umstellung auf elektrischen Betrieb begann am 17. Juli 1899 ein neues Zeitalter im öffentlichen Personennahverkehr Magdeburgs. Die Herrenkrugbahn setzte dabei den Schlusspunkt, sie fuhr als letzte Linie ab 22. März 1900 elektrisch.

Aus dieser Zeit stammt auch die beeindruckende Wartehalle an der Endstelle. Sie war Teil einer repräsentativen Bahnhofsanlage.

Fotos: Dr. Trenkler Co., Leipzig/Slg. Ralf Kozica, Slg. Karl-Georg Heßler/Ralf Kozica, Ralf Kozica

Heute verabschiedeten wir uns gemeinsam mit seiner Frau Heike, den Freundinnen und Freunden seines Vereins Magdeburger S...
16/02/2026

Heute verabschiedeten wir uns gemeinsam mit seiner Frau Heike, den Freundinnen und Freunden seines Vereins Magdeburger Straßenbahnfreunde e.V. und ihm eng verbundenen Weggefährten von Christoph Rudhard.

Christoph plante, noch mehrere Projektideen mit seinen Mitstreitern zu verwirklichen. Deshalb mochten wir es zuerst gar nicht wahrhaben, als uns die Nachricht erreichte, dass er verstorben ist.

Zum Jubiläum »100 Jahre elektrische Straßenbahn« im Jahr 1999 schrieb Christoph Rudhard die ganz besondere Chronik »Drei Drittel von Hundert«. In seinem Buch lässt er die Geschichte der Magdeburger Straßenbahn als Familiensaga lebendig werden. Für uns, den Verein IGNah e.V., und die MVB Magdeburger Verkehrsbetriebe ist dieses Buch ein einmaliger Schatz, der seinesgleichen sucht. Christoph hat sich nicht nur damit einen bleibenden Platz in unseren Erinnerungen gesichert. Er wird uns mit seinem Wissen, seinem freundlich-zurückhaltenden Auftreten und seiner Hartnäckigkeit fehlen.

Gute Reise, Christoph.

[Das Buch »Drei Drittel von Hundert« ist bei uns leider vergriffen, jedoch noch second-hand bei Internet-Buchhändlern und Auktionsportalen erhältlich.]

13/02/2026
Kalenderblatt Februar (aus dem MVB-Kalender 2026)Der lange Abschied vom Tatra T6A2Seit Juni 1978 verkehrten ausschließli...
03/02/2026

Kalenderblatt Februar (aus dem MVB-Kalender 2026)

Der lange Abschied vom Tatra T6A2

Seit Juni 1978 verkehrten ausschließlich Tatra-Wagen des Typs T4D/B4D im Straßenbahnnetz. Vom Nachfolgetyp T6A2/B6A2 erhielt die MVB ab Dezember 1989 drei Großzüge, also 6 Trieb- und 3 Beiwagen. Vier der neuen Tatra-Triebwagen wurden am 20. Februar 1990 auf dem Alten Markt präsentiert.

Der Schweriner Verkehrsbetrieb gab 1990 seine drei Großzüge nach Magdeburg ab. In Schwerin waren die Wagen wegen zu geringer Wagenkastenbreite nicht einsetzbar.

So richtig Freundschaft mochten die Fahrgäste mit den neuen Tatra-Wagen nicht schließen, weil keine Verbesserung im Vergleich mit den bisher verkehrenden Fahrzeugen erlebbar war.

Erst als nach 33 Jahren Einsatzzeit die letzten Exemplare außer Dienst gestellt wurden, bereiteten am 28. Januar 2024 hunderte begeisterte Fahrgäste und Fans den Tatra-Wagen einen würdigen Abschied. Allerletzter Einsatztag war der 29. März 2024.

Fotos: Ralf Kozica, Slg. IGNah

Throwback ThursdayFrüher war alles besser? Mit Walter Danehl, der 1913 ein 80 Seiten umfassendes Büchlein über »Die Magd...
29/01/2026

Throwback Thursday

Früher war alles besser? Mit Walter Danehl, der 1913 ein 80 Seiten umfassendes Büchlein über »Die Magdeburger Strassen-Eisenbahn-Gesellschaft« schrieb, blicken wir zurück auf den Winter des Jahres 1879. Auf den Seiten 42/43 ist zu lesen:

»Außerordentlich stark wirken auf die Bahn die Witterungsverhältnisse ein. Besonders in den Zeiten der Pferdebahn mußten zeitweise beträchtliche Summen für Wegschaffung der Schneemassen ausgegeben und öfter der Betrieb eingeschränkt oder vollständig unterbrochen werden. So wurden beispielsweise 1879 für Salz, Abfuhr von Schnee und Eis und Lohn an die Schneeschipper 8546 Mk. verausgabt; desgleichen mußte an mehreren Tagen der 12-Minuten-Betrieb auf 24-Minuten-Betrieb reduziert werden, um durch Bespannung der Wagen mit 2 Pferden die elementaren Schwierigkeiten zu überwinden. Außerdem brachte auch die strenge Kälte eine erhebliche Abnahme der Frequenz und damit der Einnahmen. Heutzutage spielen freilich nach Ersetzung des Pferdeantriebes durch den elektrischen und bei der Vervollkommnung der kommunalen Straßenfürsorge die Wettereinwirkungen auf den Betrieb keine große Rolle mehr; dagegen wird die Frequenz immer noch stark beeinflußt.«

PS: Mit Frequenz ist die Fahrgastfrequenz gemeint. Und 8.546 Mark entsprächen heute ca. 75.200 Euro.

Auf dem Foto vom 30.12.1933 sind Max und Kitty, die letzten beiden Pferde der Magdeburger Straßenbahn, mit ihrem Kutscher Zaske im Depot Sudenburg zu sehen. (Foto: Sammlung Karl-Georg Heßler/Ralf Kozica)

Kalenderblatt Januar (aus dem MVB-Kalender 2026)Erinnern gegen das Vergessen16. Januar. An diesem Tag gedenken Magdeburg...
20/01/2026

Kalenderblatt Januar (aus dem MVB-Kalender 2026)

Erinnern gegen das Vergessen

16. Januar. An diesem Tag gedenken Magdeburgerinnen und Magdeburger jener Nacht vor 81 Jahren, als ein Bombeninferno über ihre Stadt hinwegfegte. Bereits seit 1940 war Magdeburg das Ziel britischer und US-amerikanischer Luftangriffe. Seit 1943 wurden diese mit der stetig erhöhten Reichweite der alliierten Luftwaffen immer intensiver. Kurz vor Ende des von Deutschland ausgelösten Zweiten Weltkrieges zerstörten am 16. Januar 1945 britische Bomberverbände die Innenstadt und die Neustadt beim verheerendsten aller Luftangriffe. Ein Feuersturm vernichtete das Leben tausender Menschen und verbrannte das in Jahrhunderten gewachsene Stadtbild. Hundertausende wurden obdachlos.

Diese drei Fotos entstanden an dem Ort, wo einst die Alte Ulrichstraße auf den Breiten Weg einmündete. Sie mahnen, es nie wieder zu einem 16. Januar kommen zu lassen.

Fotos: Max Lietz/Sammlung IGNah, Claus von den Driesch/Slg. VDVA, Ralf Kozica

Adresse

Museumsdepot Sudenburg, Halberstädter Str. 133
Magdeburg-Sudenburg
39112

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