24/05/2026
Programm im Alten Landratsamt
discussions! Wo ist nur der Jazz geblieben?
Film: ‚Dream Baby Dream‘ (2025/2026)
Nadin Deventer (künstlerische Leiterin Jazzfest Berlin) / Moderation: Jan Paersch (freier Journalist)
25. Mai 2026 um 16:30
Ist der Jazz vielleicht selbst ein bisschen zum Märchen geworden? Eine Legende aus vergangenen Zeiten, die nur noch in Nischen existiert? Vielleicht ist er aber auch gar nicht verschwunden, sondern hat sich nur verwandelt – in Zwischenräume, an unerwartete Orte, jenseits der großen Bühnen. Wir diskutieren über den Spagat zwischen identitärem Einigeln und der notwendigen Öffnung: Welche Antworten können Festivals heute geben, um Menschen zu verzaubern und für Musik zu gewinnen? Eine mögliche Antwort gibt das Jazzfest Berlin mit seinem Film ‚Dream Baby Dream‘. Ein zehnköpfiges Kreativteam hat einen experimentellen Kurzfilm mit insgesamt 60 beteiligten Berliner*innen entwickelt. Der Film feierte im April auf dem Liminal Tanzfilmfestival in Washington seine Premiere und wir freuen uns sehr, ihn nun auch bei uns in Moers zu zeigen.
Der experimentelle Kurzfilm DREAM BABY DREAM, der im Rahmen des Jazzfest Berlin 2025 realisiert wurde, feiert am 24. April als einer von 70 Filmen aus insgesamt 18 Ländern seine Premiere beim LIMINALDance Film Festival in Washington, D.C. Die Deutschlandpremiere folgt am 6. Mai beim TANZRAUSCHEN Festival on move / move on in Wuppertal.
60 Berliner Akteur*innen, darunter Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sowie professionelle und nicht-professionelle Künstler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen, verhandeln in diesem 20-minütigen Experimentalfilm durch Musik, Bewegung und Poesie zentrale Fragen unserer Gegenwart: die Suche nach Heimat und Zugehörigkeit, das Spannungsfeld zwischen Traum und Utopie, und die Spuren von Traumata in Berlins migrantischen Gemeinschaften.