29/04/2026
Punk ist mehr als Musik oder ein Modestil. Die Bewegung der 1970er Jahre entstand als unmittelbare Reaktion auf ökonomische Unsicherheit, soziale Spannungen und eine zunehmend wahrgenommene Perspektivlosigkeit weiter Teile der Gesellschaft. Sie formierte sich nicht von oben, sondern von unten – aus einem Milieu, das von strukturellen Ungleichheiten und begrenzten Aufstiegschancen geprägt war.
In diesem Kontext wurde Punk zu einem visuellen und kulturellen Ausdruck der Arbeiterklasse von Widerstand – gegen politische Entwicklungen, die sich in den folgenden Jahren unter der Regierung von Margaret Thatcher weiter zuspitzten, und gegen ein System, das soziale Differenz zunehmend verfestigte.
Der 1. Mai steht bis heute als Symbol für die Rechte und die Sichtbarkeit der Arbeiterklasse – und berührt damit auch jene Fragen, die den Punk von Beginn an geprägt haben.
Auch wenn der Tag der Arbeit ein bundesweiter Feiertag ist, hat unser Museum für Sie geöffnet. Entdecken Sie Werke von Jamie Reid, NoNAME, Shepard Fairey und Winston Smith und nähern Sie sich einer Bewegung, deren Impuls bis heute nachwirkt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.