Lichtblick GLAS

Lichtblick GLAS Hessenpark-Sonderausstellung hochwertiger Erzeugnisse aus der Glashütte Hessenglas sowie den Glas veredelnden Betrieben im Hochtaunus Gangkofner. März bis 30.

Mit nichts außer ihrem Fachwissen im Gepäck bringen einige Glas-Fachleute aus Böhmen und Schlesien eine Glas-Industrie von Weltruf inmitten der Trümmer des zerstörten Nachkriegsdeutschlands erneut zum Blühen. Die Vertreibung hatte sie und ihre Familien nach dem Zweiten Weltkrieg nach Hessen verschlagen. Der zügige Wiederaufbau der Glas- und Schmuckwaren-Industrie im Taunus steht auch für die erfol

greiche Integration der Vertriebenen. Mehr als vier Jahrzehnte floriert der für die Taunusregion völlig neue Produktionszweig. Der hohe Anteil an Handarbeit und die steigenden Löhne führen um 1990 allerdings zum wirtschaftlichen Niedergang der hiesigen Glasindustrie. Die Ausstellung zeigt eine farben- und facettenreiche Palette hochwertiger Erzeugnisse der Glashütte in Stierstadt sowie der Glas veredelnden und weiterverarbeitenden Betriebe in der Taunusregion. Präsentiert werden Glaswaren, die durch ein anspruchsvolles und international anerkanntes Design faszinieren. Die Vielfalt der zwischen 1946 und 1990 hergestellten Gebrauchsgegenstände reicht von der klassischen böhmischen Kristallglasvase über Parfüm- und Rauchgarnituren bis hin zu Reflektorengläsern für die Automobilindustrie. Zu bestaunen gibt es außerdem eine Reihe ganz besonderer Glasobjekte, die mittlerweile einen hohen Sammlerwert haben. Darunter befinden sich Exponate von Aloys F. Mit außerordentlich hoher Kunstfertigkeit entwarf der renommierte Industriedesigner um 1955 Glaswaren für die Hessen-Glaswerke in Stierstadt. Zum Hessentag 2011 in Oberursel wurde die Ausstellung erstmals von Kurator Oliver Rapp präsentiert. Sie wird nun im Freilichtmuseum Hessenpark in einer überarbeiteten Version einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Zur Ausstellung „Lichtblick GLAS“ erscheint ein gleichnamiger Begleitband im Hanauer CoCon Verlag mit einem umfangreichen Katalogteil. Der Begleitband wurde gefördert von der Naspa-Stiftung "Initiative und Leistung". Die Ausstellung mit dem Untertitel „Vier Jahrzehnte böhmische Glasindustrie im Taunus“ ist im Haus aus Gemünden (Wohra) in der Baugruppe Marktplatz vom 16. November mittwochs, samstags und feiertags jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Adresse

Laubweg 5
Neu-Anspach
61267

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