Neues Museum - Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg

Neues Museum - Staatliches Museum für Kunst und Design Nürnberg Moderne Kunst und Design auf über 3000 qm Sammlungs- und Ausstellungsfläche Jahrhunderts bis heute.

Das Neue Museum in Nürnberg, entworfen vom Berliner Architekten Volker Staab, empfängt seine Besucher mit kühner Architektur und setzt Kunst und Design auf über 3000 m2 Sammlungs- und Ausstellungsfläche in Szene. Kunst und Design unter einem Dach
Weithin einmalig werden hier freie und angewandte Kunst in Nachbarschaft präsentiert und geben in ausgewählten Schlaglichtern Aufschluss über wichtige St

ationen der Entwicklung der internationalen Kunst- und Designgeschichte von der Mitte des 20. Zu den Schwerpunkten der Sammlung gehören unter anderem Werke osteuropäischer Künstler, internationale Werke der geometrischen Abstraktion und der konkreten Kunst, Fluxus und Installationskunst. Schauplatz für Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst und internationalen Designs sind neben dem Ausstellungssaal auch Foyers, Fassadenräume und Museumsvorplatz.

AKTUELL IM MUSEUM // MARIANA CASTILLO DEBALLDie „Chinelo Kostüme“ (2013) von Mariana Castillo Deball basieren auf tradit...
10/06/2026

AKTUELL IM MUSEUM // MARIANA CASTILLO DEBALL

Die „Chinelo Kostüme“ (2013) von Mariana Castillo Deball basieren auf traditionellen Karnevalskostümen aus Mexiko, die beim Brinco de los Chinelos getragen werden – einem Tanz, der als satirische Reaktion auf die spanische Kolonialherrschaft entstand.

Die Skulpturen wurden in Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkern in Yautepec, Morelos, Mexiko, gefertigt. Die Region ist für ihre aufwändigen Stickereien mit Perlen und Pailletten bekannt, die unterschiedlichste Motive zeigen können. Für die Arbeiten wählte Castillo Deball Abbildungen aus dem „Codex Tudela“ (ca. 1540–1550) als Vorlage: die Tageszeichen des mesoamerikanischen Kalenders, darunter Jaguar (Ocēlōtl), Hase (Tochtli) oder Reh (Mazatl).

So verbinden die Kostüme künstlerische Praxis, historische Überlieferung und kulturelle Erinnerung. Sie werden zu einer Metapher für Widerstand gegen koloniale Machtstrukturen und zeigen zugleich, wie sich mesoamerikanische und europäische Kulturen vermischt und überlagert haben.

Die Arbeiten sind als Teil der Ausstellung von Mariana Castillo Deball „Ella es la luna and she lights the darkness“ bis zum 30.08.2026 im NMN zu sehen.



Abb. 1–7: Installationsansichten von Mariana Castillo Deball, Chinelo Kostüme, 2013. Fotos: Annette Kradisch.

📄 Workshop: Papierherstellung und kreatives Drucken🗓 Sa 27.06. & So 28.06.2026Wie entsteht Papier? Und wie lassen sich e...
07/06/2026

📄 Workshop: Papierherstellung und kreatives Drucken

🗓 Sa 27.06. & So 28.06.2026

Wie entsteht Papier? Und wie lassen sich eigene Motive darauf drucken? In diesem zweitägigen Workshop verbindet ihr traditionelle Techniken mit kreativem Gestalten.

Am ersten Tag stellt ihr euer eigenes Papier her. Am zweiten Tag entwerft ihr Motive für den Hochdruck und druckt diese auf das selbst gefertigte Papier. Inspiration bieten die Arbeiten von Mariana Castillo Deball, die dazu anregen, Material, Geschichte und künstlerische Prozesse aus neuen Perspektiven zu betrachten.

Ein Workshop für alle, die Freude am Experimentieren haben und verschiedene Druck- und Gestaltungstechniken kennenlernen möchten.

⏰ Sa 14.00–18.00 Uhr & So 13.00–17.00 Uhr

🎟 80 € inkl. Materialien & Eintritt

Abb.: Blick in die Ausstellung „Mariana Castillo Deball“
Foto: Neues Museum (Annette Kradisch)

AKTUELL IM MUSEUM // HANS TICHADie Gemälde „Mauer“ (1980) und „Mauer II“ (1983) gehören zu den politischen Bildern, die ...
05/06/2026

AKTUELL IM MUSEUM // HANS TICHA

Die Gemälde „Mauer“ (1980) und „Mauer II“ (1983) gehören zu den politischen Bildern, die Hans Ticha in der DDR schuf und damals nicht öffentlich zeigen konnte.

Beide Werke greifen die Berliner Mauer und den sogenannten Todesstreifen auf – die streng bewachte Zone direkt hinter der innerdeutschen Grenze auf DDR-Seite. Statt die Situation dokumentarisch darzustellen, arbeitet Ticha mit Ironie und Zuspitzung: In „Mauer“ patrouillieren NVA-Soldaten entlang der Grenze, während einer auf eine Pappfigur mit Zielscheibe als Auge zielt. In „Mauer II“ wird der Todesstreifen von einer Militärkapelle im Gleichschritt eingenommen.

Mit diesen irritierenden Szenen richtet Ticha den Blick auf die Widersprüche zwischen staatlicher Selbstdarstellung und politischer Realität. Militärmusik, Paraden und repräsentative Rituale treffen auf einen Ort, der Flucht verhindern und Abschreckung erzeugen sollte.

Typisch für Ticha sind die klaren Konturen, die leuchtenden Farben und die grafische Bildsprache. Hinter der scheinbar nüchternen Darstellung verbirgt sich eine präzise Analyse von Macht, Propaganda und öffentlicher Inszenierung.

Die Arbeiten sind in der aktuellen Ausstellung „TICHA. Retrospektive“ noch bis zum 14.06.2026 im NMN zu sehen.



Abb. 1: Hans Ticha, Mauer, 1980, Öl auf Leinwand. Leihgabe Landeshauptstadt Mainz.
Abb. 2: Ausstellungsansicht der Ausstellung „TICHA. Retrospektive“ mit Hans Ticha, Mauer (1980) und Mauer II (1983).
Abb. 3: Hans Ticha, Mauer II, 1983, Öl auf Leinwand.

Fotos: Christoph Petras.

🏅 Finissage „TICHA“ – zum Schluss wird's sportlich!🗓 So 14.06.2026Bevor sich die Türen der Ausstellung „TICHA“ schließen...
03/06/2026

🏅 Finissage „TICHA“ – zum Schluss wird's sportlich!

🗓 So 14.06.2026

Bevor sich die Türen der Ausstellung „TICHA“ schließen, laden wir euch zur Finissage ein. Freut euch auf ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen durch die Ausstellung, einer Kreativstation für Groß und Klein sowie einer besonderen Dialogführung zum Thema „Sport in der DDR“.

Gemeinsam sprechen die ehemalige Leistungssportlerin Grit Hammer und Kurator Thomas Heyden über den Stellenwert des Sports in der DDR – ein Thema, das auch in Hans Tichas Werk immer wieder auftaucht.

Kommt vorbei, entdeckt die Ausstellung ein letztes Mal und erfahrt mehr über die Bildwelten eines der prägnantesten Künstler der DDR.

11.00 & 17.00 Uhr | Führungen
14.00–17.00 Uhr | Kreativstation im Foyer
15.00 Uhr | Dialogführung „Im Medaillenrausch: Sport in der DDR“

🎟 Das Programm ist kostenfrei, zzgl. Eintritt

Abb.: Hans Ticha, „Der Hochspringer“, 1987 © VG Bild-Kunst 2026

AKTUELL IM MUSEUM // HANS TICHADie „Klatscher“ (1980) gehören zu einer Werkgruppe politischer Gemälde, die Hans Ticha ab...
02/06/2026

AKTUELL IM MUSEUM // HANS TICHA

Die „Klatscher“ (1980) gehören zu einer Werkgruppe politischer Gemälde, die Hans Ticha ab Ende der 1970er-Jahre in der DDR schuf – und die damals nicht öffentlich gezeigt werden konnten.

In seinen Bildern greift Ticha immer wieder Figuren wie Klatscher, Fahnenschwenker oder Hochrufer auf. Mit klaren Konturen, leuchtenden Farben und einer grafisch anmutenden Bildsprache untersucht er die Rituale und Gesten des politischen Systems der DDR. Der Beifall wird dabei zum Symbol für vermeintliche Zustimmung, Anpassung und kollektive Inszenierung.

Ticha selbst bezeichnete diese Werkgruppe später ironisch als „Agit-Pop“. Hinter der scheinbar einfachen Form verbirgt sich eine präzise Analyse von Macht und Gesellschaft. Die Bilder halten dem Staats- und Parteiapparat der DDR einen Spiegel vor und zeigen, wie Herrschaft nicht nur durch Kontrolle, sondern auch durch die Inszenierung öffentlicher Zustimmung sichtbar wird.

Entstanden im Verborgenen, zählen diese Arbeiten heute zu den bedeutendsten Werkgruppen des Künstlers.

Die Arbeit ist in der aktuellen Ausstellung „TICHA. Retrospektive“ noch bis zum 14.06.2026 im NMN zu sehen.



Abb. 1–8: Hans Ticha, Klatscher, 1980, Öl auf Leinwand. Leihgabe Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin (Inv.-Nr. 1990/2493–2500). VG Bild-Kunst, Bonn 2026: Hans Ticha.

✨ Programmhighlights im JuniAuch im Juni erwartet euch im Neuen Museum Nürnberg ein vielfältiges Programm mit Führungen,...
29/05/2026

✨ Programmhighlights im Juni

Auch im Juni erwartet euch im Neuen Museum Nürnberg ein vielfältiges Programm mit Führungen, Gesprächen und besonderen Veranstaltungen.

📅 So 14.06.2026 | ab 11.00 Uhr
🏁 Finissage „TICHA“
Zum Abschluss der Ausstellung wird es sportlich: Führungen, eine Kreativstation im Foyer und eine Dialogführung zum Thema „Sport in der DDR“ mit Grit Hammer und Thomas Heyden laden dazu ein, Hans Tichas Werk noch einmal neu zu entdecken. Das Programm ist kostenfrei, zzgl. Eintritt.

📅 Mi 17.06.2026 | 15.00 Uhr
🌈 Straßenkreuzer Uni
„Kunst ohne Etikett. Queere Visionen“ mit Marian Wild
Eintritt frei
Der Kunsthistoriker spricht über queere Perspektiven in Kunst und Kultur und gibt Einblicke in queeres Leben, Denken und Schaffen.

📅 Fr 19.06.2026 | 15.30 Uhr
🎨 Kulturtage der Nürnberger Schulen
Eintritt frei
Im unteren Foyer präsentieren über 200 Schüler*innen ihre Arbeiten zum Thema „Zukunft sein“. Die Ergebnisse der Workshops im NMN sind bis 28.06. zu sehen.

📅 Do 25.06.2026 | 18.00 Uhr
🖼️ Kuratorinnenführung
Zur Ausstellung „GERHARD RICHTER – ATLAS“
Mit Susann Scholl | 3 € zzgl. Eintritt | 60 Min.
Einblicke in die Ausstellung und in Gerhard Richters Arbeits- und Bildwelten.

Alle Infos und Buchung auf unserer Website.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

✨ Ausstellungseröffnung: ALEXANDRA GRANT„Ein Stern genügt, um an das Licht zu glauben“📅 EröffnungDo 16.07.2026 | 19 Uhr📍...
28/05/2026

✨ Ausstellungseröffnung: ALEXANDRA GRANT
„Ein Stern genügt, um an das Licht zu glauben“

📅 Eröffnung
Do 16.07.2026 | 19 Uhr

📍 Ausstellung
17.07.–11.10.2026

Für ihre erste museale Einzelausstellung in Deutschland hat Alexandra Grant acht monumentale Arbeiten geschaffen, die Texte deutschsprachiger Autorinnen zum Ausgangspunkt nehmen.

Die Künstlerin, die in Los Angeles und Berlin lebt, verbindet in ihren Werken Literatur, Sprache und Malerei. Für die Ausstellung setzt sie sich mit historischen und zeitgenössischen Schriftstellerinnen auseinander – darunter Stimmen mit Bezug zu Nürnberg wie Christina Ebner, Maria Catharina Stockfleth, Gisela Elsner und Pauline Füg. Weitere Autorinnen, die Texte beigesteuert haben, sind Hélène Cixous, Fatma Aydemir, Rasha Khayat und Olivia Wenzel.

Die eigens für die Ausstellung entstandenen Werke verbinden Malerei und Drucktechnik und greifen dabei auch auf Nürnbergs Geschichte als Stadt des Buchdrucks zurück.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

Museum LiteraturUndKunst

AKTUELL IM MUSEUM // MARIANA CASTILLO DEBALL„Do ut des“ (2009) zeigt, wie Castillo Deball mit der Beziehung zwischen Kun...
13/05/2026

AKTUELL IM MUSEUM // MARIANA CASTILLO DEBALL

„Do ut des“ (2009) zeigt, wie Castillo Deball mit der Beziehung zwischen Kunst, Publikum und Künstlerin spielt.

Für die Arbeit benutzte sie Bücher aus der Reihe O Mundo dos Museus (dt. Die Welt der Museen). Sie wurden in den 1960er-Jahren von dem brasilianischen Designer Eugênio Hirsch für den spanischen Verlag Codex gestaltet. In jedem Buch ist ein Rundgang durch ein berühmtes Museum dargestellt. 📚

Castillo Deball hat in diese Bücher mit einem Schleifstein Vertiefungen gebohrt. Dadurch entstehen auf den geöffneten Doppelseiten symmetrische Formen, die an einen Rorschachtest erinnern und einen starken Gegensatz zu den abgedruckten Kunstwerken bilden. Die abstrakten Muster laden dazu ein, Bedeutungen ganz ohne Vorwissen zu entdecken. 📖

Der Titel „Do ut des“ stammt aus dem römischen Recht und bedeutet „Ich gebe, damit du gibst“. Castillo Deball verweist damit auf die wechselseitige Beziehung zwischen Künstlerin, Kunstwerk und Publikum.
Die Arbeit ist als Teil der Ausstellung von Mariana Castillo Deball „Ella es la luna and she lights the darkness“ bis zum 30.08.2026 im NMN zu sehen.



Abb. 1-3: Details und Ausstellungsansichten von Mariana Castillo Deball, Do ut des, 2009. Foto: Annette Kradisch.
Abb. 4+5: Detail von Mariana Castillo Deball, Do ut des, 2009. Foto: Studio Castillo Deball.

🕯️Eröffnung „GERHARD RICHTER. Neupräsentation"Do 21.05.2026 | 19.00 UhrEintritt freiSeid unter den Ersten und entdeckt d...
09/05/2026

🕯️Eröffnung „GERHARD RICHTER. Neupräsentation"
Do 21.05.2026 | 19.00 Uhr
Eintritt frei

Seid unter den Ersten und entdeckt die neue Präsentation zu Gerhard Richter in drei Räumen des Neuen Museums.

Im Zentrum steht Richters „Atlas“ – eine über Jahrzehnte gewachsene Bildersammlung aus Fotografien, Zeitungsausschnitten und Skizzen. Sie gibt spannende Einblicke in seine Arbeitsweise und zeigt, wie aus Bildvorlagen Malerei entsteht.

Zur Eröffnung begrüßt euch Direktorin Simone Schimpf, mit einer Einführung von Kuratorin Susann Scholl und Matthias Mühling (Lenbachhaus, München)

Verbringt einen inspirierenden Abend im Museum und tauscht euch mit anderen Kunstinteressierten aus.

Wir freuen uns auf euch!



Abb.: Gerhard Richter, Stilleben (Kerzen), 1983, Atlas Tafel: 397. ©Gerhard Richter 2023 (0243)

AKTUELL IM MUSEUM // GÜNTHER FÖRGDie beiden Werke „Ohne Titel“ (2007) und „Ohne Titel“ (2008) gehören zur späten Serie d...
06/05/2026

AKTUELL IM MUSEUM // GÜNTHER FÖRG

Die beiden Werke „Ohne Titel“ (2007) und „Ohne Titel“ (2008) gehören zur späten Serie der sogenannten Tupfenbilder von Günther Förg.

Im Mittelpunkt steht hier kein klassisches Bildmotiv, sondern die Malbewegung selbst: Farbtupfen werden gesetzt, gewischt und wieder aufgenommen – die Malerei zeigt sich direkt als Spur einer Geste.

Wichtige Inspiration für diese Werkgruppe waren Fotografien aus dem Atelier von Francis Bacon, auf denen Wände voller Farbspuren zu sehen sind, die beim Reinigen der Pinsel entstanden sind. Genau solche „Restspuren“ des Malprozesses werden bei Förg zum Ausgangspunkt seiner Bilder.

So entstehen Felder aus Farbe, in denen nichts eindeutig festgelegt ist: Die Tupfen wirken mal gesetzt, mal zufällig, mal geordnet, mal frei. Gerade dieses Spannungsfeld macht die Serie aus.



Abb. 1: Günther Förg, Ohne Titel, 2007. Foto: Annette Kradisch. © VG Bild-Kunst 2026: Günther Förg.
Abb. 2: Installationsansicht von Günther Förg, Ohne Titel, 2007 und Ohne Titel, 2008. Foto: Annette Kradisch. © VG Bild-Kunst 2026: Günther Förg.
Abb. 3: Günther Förg, Ohne Titel, 2008. Foto: Annette Kradisch. © VG Bild-Kunst 2026: Günther Förg.

Adresse

Klarissenplatz
Nuremberg
90402

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 20:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+499112402069

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