In einem ambitionierten, sich abwechselnden Ausstellungsprogramm präsentiert die LUDWIGGALERIE in den großzügigen Räumen der klassizistischen Schlossanlage unter drei Hauptfragestellungen Leihgaben aus aller Welt. Die Basis dabei bildet die Haltung des Sammlerehepaars Peter und Irene Ludwig, dass alle Kulturen der Welt, von der Antike bis zur Gegenwart, eine innere Verbundenheit aufweisen. Eröffne
t wurde diese Ausrichtung mit der Präsentation von »Götter, Helden und Idole« (1998). Weitere spannungsreiche Schauen beschäftigten sich mit Versuchen zu trauern oder der Welt der Gefäße. »Living Stones« präsentierte die Natur als Künstlerin sowie das menschliche Gestaltungsgeschick im harten Stein. »CHINA – Tradition und Moderne« und »Zu[m] Tisch – Meisterwerke aus der Sammlung Ludwig von der Antike bis Picasso, von Dürer bis Demand« bezeugen die Internationalität der Kooperationen. Die populäre Galerie
dagegen widmet sich der Präsentation von Illustration, Plakatkunst, Karikatur, Comic, Fotografie und ähnlichem, was gemeinhin dem angewandten Bereich zugerechnet wird. Wichtige Positionen von Wilhelm Busch bis Gerhard Haderer und Manfred Deix wurden ebenso gezeigt wie Janosch, Ralf König und Walter Moers. Renommierte Fotografen, darunter Henri Cartier-Bresson, Peter Lindbergh, Thomas Hoepker, Jim Rakete und Elliott Erwitt konnten in den proportionierten Ausstellungsräumen optimal inszeniert werden. Die Landmarkengalerie
beschäftigt sich mit dem Strukturwandel der Region und stellt diesen in einen internationalen Kontext. Das ehemalige Kohle- und Stahlgebiet wandelt sich zum Dienstleistungszentrum. Landmarken wie Fördertürme, Schornsteine oder Hüttenwerke, die einst das Gesicht des Reviers prägten, verschwinden. Andere, so der Gasometer in Oberhausen oder der Förderturm der Zeche Zollverein in Essen, werden zu neuen Wahrzeichen. Ausstellungsprojekte wie »PARKSTADT OBERHAUSEN«, »ZWISCHEN KAPPES UND ZYPRESSEN: GARTENKUNST AN EMSCHER UND RUHR« und »AT HOME. DER BLICK DURCHS SCHLÜSSELLOCH Wohnen im Ruhrgebiet – gesehen durch die Kunst« begleiten diesen Prozess.