10/05/2026
In der Nacht zum 7. Mai 1945 unterzeichnete Generaloberst Jodl im französischen Reims im Hauptquartier der alliierten Streitkräfte die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht, die wie vereinbart am 8. Mai 1945 in Kraft trat. Da die Rote Armee jedoch auf einer eigenen Kapitulationsurkunde bestand, begab sich Generalfeldmarschall Keitel in der Nacht zum 9. Mai 1945 nach Berlin ins Hauptquartier der Sowjets, um diese erneut zu unterzeichnen.
Wer am 9. Mai 1945 in Deutschland noch die Möglichkeit hatte, mit einem Radio den Rundfunk zu empfangen, hörte an diesem Tag um 20:03 Uhr den vom Reichssender Flensburg ausgestrahlten „letzten Wehrmachtsbericht dieses Krieges”. In diesem historischen Mitschnitt wird der Bevölkerung das Ende des Zweiten Weltkriegs verkündet.
Ein Krieg, der weltweit rund 60 Millionen Opfer forderte und unzählige europäische Städte in Trümmer legte. Ein Krieg, in dem unvorstellbare Verbrechen an der Zivilbevölkerung verübt wurden. Doch der recht nüchterne Bericht hat kein Wort für die Opfer übrig. Niemand übernimmt Verantwortung, niemand entschuldigt sich für den fast sechsjährigen Krieg. Der Bevölkerung wird in diesem Beitrag nicht einmal eine Perspektive für die ungewisse Zukunft gegeben. Stattdessen wird der Wehrmacht ein „heldenhafter Kampf” attestiert, der nur durch die Übermacht der Gegner „ehrenvoll” endete.
Wie die Menschen diesen letzten Wehrmachtsbericht vor 81 Jahren aufnahmen, wissen wir leider nicht. Aus heutiger Sicht zeigt er jedoch das Gesicht eines Unrechtsregimes, das selbst in der „Stunde Null” nicht bereit war, Verantwortung für seine Verbrechen zu übernehmen.
(Quelle: Schutzbunker)
Der Krieg ist zu Ende. Am 8. Mai 1945 tritt die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht in Kraft. Einen Tag später, am 9. Mai verbreitet der Reic...