01/10/2026
Während der Ausstellungslaufzeit von "PROPHEZEIUNGEN – Wer deutet die Zeichen der Zeit?" zeigen wir im monatlichen Wechsel fünf Fotografien von Barbara Dombrowski. Heute steht der erste Wechsel an.
Was es mit der neuen Fotografie auf sich hat, erfahrt ihr hier und natürlich in der dritten CONNECT #-Ausstellung:
Barbara Dombrowski: Tropic Ice_Dialog between Places Affected by Climate Change: Junge mit Papagei, Shuar aus Yuwientsa, Amazonasbecken, Ecuador, 2010
– Sind alle Warnungen an uns vergeblich?
Die Shuar, zu denen der Junge mit dem Papagei gehört, leben im höher gelegenen Teil des ecuadorianischen Amazonastieflandes im Bereich der Andenvorgebirge auf einer Höhe von etwa 500 bis 1000 Metern. Ihre Kultur ist vom Urwald ihres Siedlungsgebietes geprägt. Ihre Mythologie ist der Natur und den Gesetzen des Universums eng verbunden. Sie glauben an die Beseeltheit ihrer Umgebung, an Geistwesen, die in Wasserfällen und an den Flussufern wohnen. Seit den 1940er Jahren des letzten Jahrhunderts konnten christliche Missionare in der Gegend Fuß fassen. Trotz dieser Missionierung ist der Schamanismus und der damit einhergehende animistische Glaube in der Lebensweise der Shuar noch immer verankert. […]
Die Lebensräume der indigenen Völker des Amazonasbeckens werden durch Brandrodung zur Landgewinnung für Viehweiden und Monokulturen wie Soja, durch illegalen Goldabbau, Abholzung und Ölförderung bedroht. Diese Aktivitäten zerstören nicht nur den Lebensraum der Gemeinschaften im Wald, sondern haben auch starke Auswirkungen auf das Weltklima. Satellitenaufnahmen der brasilianischen Weltraumbehörde INPE haben ergeben, dass in den vergangenen 30 Jahren allein im brasilianischen Teil des Regenwaldes etwa 436.600 Quadratkilometer abgeholzt wurden. Das entspricht etwa der Fläche Deutschlands und Österreichs zusammen.
>>Barbara Dombrowski: Tropic Ice – Dialog Between Places Affected By Climate Change, Salenstein 2024
Amazonasbecken 2010, Digitalfotografie auf Textilbanner, Besitz der Künstlerin