05/05/2026
Entscheidend für Entstehung und Wirkung der Künstlergruppe „Blaue Vier“ war Galka Emmy Scheyer (1889–1945).
Als Vermittlerin, Organisatorin und Netzwerkerin erkannte sie früh das Potenzial von Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky und Paul Klee. Sie entwickelte ein Konzept, das moderne Kunst gezielt in die Öffentlichkeit brachte.
Vor allem seit 1924 und ihrem Wechsel in die Vereinigten Staaten organisierte sie Ausstellungen, hielt Vorträge, knüpfte Kontakte und erschloss neue Käuferkreise. Ihre Arbeit zeigt, wie sehr die Etablierung der Moderne auch von Kommunikation, Strategie und persönlichem Einsatz abhing.
Die „Blaue Vier“ steht damit exemplarisch für eine Phase der Internationalisierung, in der Kunst nicht nur geschaffen, sondern auch vermittelt, erklärt und behauptet werden musste.
Im Mai 1924 kam Scheyer mit einer Bilderkiste der Gruppe in New York an. Das war der Anfang!
Die Ausstellung im folgt genau diesem Gedanken, ohne die vier Positionen zu vereinheitlichen.
Kandinsky zeigt eine konsequente Abstraktion, in der Farbe und Form eigenständig wirken.
Klee bewegt sich zwischen Zeichen, Konstruktion und poetischer Offenheit.
Jawlensky verdichtet durch Wiederholung, Variation und Reduktion.
Feininger verbindet Architektur, Stadt und Landschaft mit Licht, Struktur und prismatischem Raum.
Alles lässt sich ausgezeichnet in der Ausstellung und im Katalog nachvollziehen.
VIER MACHEN BLAU
31.03. – 13.07.2026
EN—
The “Blue Four” would not have existed without Galka Emmy Scheyer (1889–1945).
She brought together Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky, and Paul Klee and made modern art visible—especially in the United States—through exhibitions, lectures, and strong networks.
The exhibition at the Museum Lyonel Feininger highlights both her role and the distinct artistic voices of the group.
VIER MACHEN BLAU
March 31 – July 13,