Ikonen-Museum Recklinghausen

Ikonen-Museum Recklinghausen Ergänzung zu den Öffnungszeiten:
Die normalen Öffnunsgzeiten gelten auch an Feiertagen. Ausnahme: Heiligabend und Silvester 11 bis 14 Uhr

Raus aus der Schuldenfalle: Der Evangelist Johannes verwandelt Heu in Geld, um den vor ihm stehenden Mann vor dem Ruin z...
27/05/2026

Raus aus der Schuldenfalle: Der Evangelist Johannes verwandelt Heu in Geld, um den vor ihm stehenden Mann vor dem Ruin zu bewahren.

Nur eine von nicht weniger als 34 Vitaszenen auf einer großformatigen Ikone des Evangelisten Johannes, die als Leihgabe aus einer Privatsammlung in unserer Ausstellung "Viten, Wunder und Legenden" zum 70-jährigen Museumsjubiläum zu sehen sein wird. Eine Vorschau gibt es auf unserer Webseite ikonen-museum.com.

Das Pfingstereignis auf einer griechischen Ikone aus dem 18. Jahrhundert. Der Heilige Geist als Taube und rote Flammenzu...
24/05/2026

Das Pfingstereignis auf einer griechischen Ikone aus dem 18. Jahrhundert.

Der Heilige Geist als Taube und rote Flammenzungen stoßen aus dem Himmel auf die Apostel herab, wie es in der Apostelgesichte (2,1-4) beschrieben wird: "Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab." Gottvater und Christus ergänzen im Himmel die Dreifaltigkeit. Unten ist eine Herrscher-Gestalt zu sehen, die den Kosmos symbolisiert: Auf einem ausgebreiteten Tuch präsentiert sie nochmals die Flammenzungen als Zeichen der Sprachen des Erdkreises, in denen die Apostel alle Völker missionierten.

Interessant ist das Fehlen des Paulus, der normalerweise als Kopf der Apostelrunde Petrus gegenübersitzt. An seinem Platz sehen wir hier den Evangelisten Johannes.

Die Ikone stammt aus dem Nachlass von Hildegard und Otto Strauß (2021) und wird im Ausstellungskatalog "Neues aus Griechenland" (2022) genauer vorgestellt.

Diese Ikone aus unserer Dauerausstellung demonstriert, wie Ikonen gestalterisch funktionieren: Es dominieren Formen, Far...
21/05/2026

Diese Ikone aus unserer Dauerausstellung demonstriert, wie Ikonen gestalterisch funktionieren: Es dominieren Formen, Farben und Linien, Figuren und Landschaften wirken flach, räumliche Tiefe ist kaum vorhanden; auch Bewegung wirkt eher verewigt denn dynamisch im Bestreben, das zeitlose, überirdische, hinter der natürlichen Erscheinung verborgene und mit den menschlichen Sinnen eigentlich nicht fassbare „Wesen“ des Abgebildeten ins Bild zu setzen. Dieser Anspruch und die entsprechende Form- und Zeichensprache waren für Künstler der Klassischen Moderne wie Henri Matisse auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen Offenbarung und Inspiration zugleich.

Zum Thema: Die Ikone zeigt den Erzengel Michael als Engelfürsten und Teufelsbezwinger, basierend auf der Offenbarung des Johannes. Der himmlische Streiter sitzt auf einem feurigen, geflügelten Ross und bläst zum Jüngsten Gericht. Mit seinem Speer trifft er den „Engel des Abgrunds“, der samt den „Städten“ ins „aufwallende Meer“ versinkt. Jedes Detail zählt: Zwischen den ausgebreiteten Armen Michaels spannt sich der die zu richtende Welt umfassende Regenbogen, mit seiner linken Hand schwenkt er ein Weihrauchfass, dessen „Wohlgeruch den ganzen Erdkreis“ durchzieht. Der „Kelch des Zorns“ und eine sich verdunkelnde Sonne in den oberen Ecken vertiefen die apokalyptische Symbolik, die durch Inschriften erläutert wird.

Wer mehr über Engel und Dämonen erfahren will, kann im Ikonen-Museum spezielle Themenführungen besuchen oder buchen, die diesen faszinierenden und rätselhaften Wesen gewidmet sind. Weitere Informationen und Termine sind auf unserer Webseite unter „Veranstaltungen“ und „Vermittlungsprogramm“ zu finden.

Ikone zum Fest Christi Himmelfahrt - bei uns gestern gefeiert, in den orthodoxen Kirchen in diesem Jahr am 21. Mai. Die ...
15/05/2026

Ikone zum Fest Christi Himmelfahrt - bei uns gestern gefeiert, in den orthodoxen Kirchen in diesem Jahr am 21. Mai. Die Darstellung zeichnet sich durch ihre symmetrische Komposition und die Farbkontraste aus, die von den leuchtenden Gewändern der beiden Maria flankierenden Engel, den Lichtstrahlen der Christus umscheinenden Aureole und den harten Aufhellungen auf Felsen und Gewändern erzeugt werden.

Die russische Ikone entstand Ende des 17. bis Anfang des 18. Jahrhunderts und befindet sich als Dauerleihgabe im Ikonen-Museum.

Internationaler Museumstag mit himmlischer EntdeckungsreiseAm Sonntag, 17. Mai ist Internationaler Museumstag. Der Eintr...
13/05/2026

Internationaler Museumstag mit himmlischer Entdeckungsreise

Am Sonntag, 17. Mai ist Internationaler Museumstag. Der Eintritt ins Museum ist den ganzen Tag über frei.

Um 15 Uhr begibt sich Ana Faye Bachmann mit Ihnen auf eine himmlische Entdeckungsreise und begibt sich auf die Suche nach Engeln: Sie sind weniger als Hauptdarsteller, sondern häufiger als Begleitfiguren auf Ikonen zu sehen und erfüllen dort eine Fülle unterschiedlicher Funktionen. Ein guter Grund, sie sich genauer anzuschauen! Auch der Besuch der Führung ist kostenlos.

Auch im Mai haben wir mehrere Veranstaltungen im Programm, zu denen wir herzlich einladen. Am Sonntag, 3. Mai findet um ...
30/04/2026

Auch im Mai haben wir mehrere Veranstaltungen im Programm, zu denen wir herzlich einladen.

Am Sonntag, 3. Mai findet um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung statt, für die lediglich der reguläre Eintrittspreis bezahlt werden muss. Sie dauert 90 Minuten, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Dienstag, 5. Mai, hält Museumsleiter Dr. Lutz Rickelt von 19 bis 20.30 Uhr einen Vortrag in der VHS Recklinghausen zum Thema "Gott und die Welt. Eine Einführung in die Ikonenkunst". Der Vortrag wird in Kombination mit einer vertiefenden Führung angeboten, die am Samstag, 9. Mai um 15 Uhr im Ikonen-Museum beginnt (Dauer: ca. 90 Minuten). Die Anmeldung erfolgt bei der VHS Recklinghausen. Eine separate Anmeldung für die Führung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ins Museum ist in der Teilnahmegebühr enthalten.

Der Internationale Museumstag wird in diesem Jahr am Sonntag, dem 17. Mai gefeiert. Der Eintritt ist ganztägig frei. Um 15 Uhr führt die Kunsthistorikerin Ana Faye Bachman bei einem Rundgang in das Thema "Engel auf Ikonen" ein - kostenlos und ohne Voranmeldung.

Weitere Informationen zu diesen und anderen Veranstaltungen sind auf unserer Webseite zu finden.

Diese um 1700 enstandene Ikone wurde uns im letzten Jahr von einem Mitglied des Fördervereins EIKON geschenkt und zeigt ...
29/04/2026

Diese um 1700 enstandene Ikone wurde uns im letzten Jahr von einem Mitglied des Fördervereins EIKON geschenkt und zeigt ein extrem seltenes Thema.

Nach einer vom Mönch des Kiewer Höhlenklosters Nestor verfassten mittelalterlichen Chronik durchzog der Apostel Andreas verschiedene Gegenden der Kiewer Rus. Auf seinem Weg fuhr er den Dnipro hinauf bis zu den Bergen, auf denen später Kiew entstand. Dort stellte er ein Kreuz auf und weissagte die Gründung einer Stadt, von der sich das Christentum verbreiten werde.

Auf der Ikone segnet Andreas das Kreuz, welches zu seiner Rechten
auf einem Berg steht. Die kirchenslawische Inschrift erläutert: „Das Kreuz aufgerichtet auf dem Berg im Kiewer Land vom Apostel Andreas.“ Auf der anderen Seite sind ein Fluss und ein Berg mit einem Bischofsstab dargestellt. Die Inschrift erklärt, dieser sei im Dorf Kuzino am Wolchow (nördlich von Nowgorod) aufgestellt worden.

Die Darstellung auf dieser Ikone ist äußerst selten, wenn nicht einmalig. Sie soll die frühen Wurzeln des Christentums in den slawischen Ländern veranschaulichen.
Die beanspruchte Gründung durch einen Apostel stärkte die Autorität der Kirche gegenüber den anderen großen Zentren der Christenheit (Rom, Konstantinopel).

Zum Abschluss unserer kleinen Serie von Buchmalereien aus einem äthiopischen Psalter noch einer der bedeutendsten Heilig...
27/04/2026

Zum Abschluss unserer kleinen Serie von Buchmalereien aus einem äthiopischen Psalter noch einer der bedeutendsten Heiligen der äthiopischen Kirche: Täklä Haymanot (= die Pflanze des Glaubens). Er trägt Flügel, die ihm Gott wachsen ließ, als er von dem hohen Berg herabstürzte, auf dem das von ihm gegründete Kloster lag. Außerdem fehlt ihm ein Bein, welches ihm während des jahrelangen asketischen Stehens abfiel und rechts unten liegt. Nach einer anderen Deutung wurde ihm das Bein vom Teufel abgebissen, der die asketische Tugend des Heiligen nicht ertrug (natürlich ohne Erfolg: Täklä Haymanot betete unbeeindruckt auf einem Bein stehend weiter).

Wir fahren fort mit unserer kleinen Serie äthiopischer Buchillustrationen, die sich in einem Psalter aus dem 19. oder 20...
26/04/2026

Wir fahren fort mit unserer kleinen Serie äthiopischer Buchillustrationen, die sich in einem Psalter aus dem 19. oder 20. Jahrhundert befinden, aber ältere Maltraditionen aufgreifen. Geschenkt wurde uns das schöne Werk von einem Mitglied des Fördervereins EIKON.

Die ausgewählte Miniatur visualisiert die Rolle der Muttergottes Maria als Fürsprecherin der Menschen. Links steht der Erzengel Michael, der ein Schwert und eine kleine Waage hält. Mit dieser wiegt er die guten und bösen Taten der Verstorbenen. Von dieser "Seelenwägung" hängt ab, ob eine Seele ins Paradies oder in die Hölle gelangt.

Maria führt eine menschliche Seele in Gestalt eines kleinen, nackten Kindes herbei und bitte mit erhobener Hand um deren Erlösung.

Das Ikonen-Museum feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Ein guter Anlass, sich genauer mit der Frage zu beschäfti...
26/04/2026

Das Ikonen-Museum feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Ein guter Anlass, sich genauer mit der Frage zu beschäftigen, was eine Ikone eigentlich ist - was drückt sie aus, wo verbreitete sie sich, wie unterscheidet sie sich von einem herkömmlichen Bild? Und was hat es mit dieser merkwürdigen Bildsprache auf sich, mit den seltsamen Perspektiven und seltsamen Proportionen?

Diesen und anderen Fragen widmet sich Museumsleiter Dr. Lutz Rickelt an zwei zusammengehörigen Terminen.

Dienstag, 5. Mai, 19 bis 20.30 Uhr: Vortrag in der VHS Recklinghausen ("Gott und die Welt. Eine Einführung in die Ikonenkunst".
Samstag, 9. Mai: Führung im Ikonen-Museum für die Teilnehmer*innen des Vortrags zur Vertiefung

Die Anmeldung erfolgt bei der VHS Recklinghausen. Eine separate Anmeldung für die Führung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ins Museum ist in der Teilnahmegebühr enthalten.

Adresse

Kirchplatz 2A
Recklinghausen
45657

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