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RothenburgMuseum Das RothenburgMuseum entführt euch in die lebendige Geschichte von Rothenburg ob der Tauber.

Ein Rothenburger Diskurs zu „Raum und Traum“ / „Schlaf und Architektur“ an der Hochschule Ansbach Campus Rothenburg mit ...
16/10/2026

Ein Rothenburger Diskurs zu „Raum und Traum“ / „Schlaf und Architektur“ an der Hochschule Ansbach Campus Rothenburg mit Prof. Dr. Michael Mönninger (HBK Braunschweig): unterhaltsam garniert mit Filmausschnitten der Marx Brothers.

Meisterkonzert 2026 - Sichert euch jetzt bereits die Karten: Festliche Advents- und Weihnachtsmusik mit den Nürnberger S...
16/10/2026

Meisterkonzert 2026 - Sichert euch jetzt bereits die Karten:

Festliche Advents- und Weihnachtsmusik mit den Nürnberger Symphonikern am Sonntag, 6. Dezember um 18 Uhr im Theatersaal des Rothenburger Wildbades

Zu den Höhepunkten des musikalischen Jahreskalenders gehört das traditionelle Rothenburger Meisterkonzert mit den Nürnberger Symphonikern, welches alle zwei Jahre in der Wintersaison aufgeführt wird.

In diesem Jahr sind die Nürnberger Symphoniker dabei zum ersten Mal mit ihrem Barockensemble im schönen Theatersaal des Wildbads Rothenburg zu Gast. Der Abend verspricht einen musikalischen Hochgenuss für alle Freunde der klassischen Musik.
Im Zentrum des Programms steht italienische Musik der Barockzeit – so festlich und prachtvoll wie behaglich und anheimelnd. Für funkelnden solistischen Bläser-Glanz sorgt der brillante Südtiroler Oboist Alexander Kronbichler, 2025 Preisträger beim Aeolus Wettbewerb in Düsseldorf. Die Leitung hat Matthias Ank, bis 2024 fast drei Jahrzehnte als Kantor und Organist der Kirchenmusikdirektor von St. Lorenz in Nürnberg.

Programm:
Georg Friedrich Händel: Concerto grosso D-Dur op. 6, Nr. 5 HWV 323,
daraus I. Larghetto e staccato, II. Allegro
Tomaso Albinoni: Oboenkonzert d-Moll op. 9 Nr. 2
Ottorino Respighi: Antiche Danze ed Arie, Suite Nr. 3
Antonio Vivaldi: Oboenkonzert C-Dur RV 447
Arcangelo Corelli: Concerto grosso g-Moll op. 6 Nr. 8, Weihnachtskonzert

Datum: Sonntag, 6. Dezember
Beginn: 18:00 Uhr, (Einlass ab 17:15 Uhr)
Karten: sind erhältlich im Vorverkauf der Rothenburg Tourist Information am Marktplatz 2 oder online über das Ticketportal www.reservix.de

Kartenpreise:
Kategorie 1: 25 Euro
Kategorie 2: 22 Euro
Kategorie 3: 18 Euro
Ermäßigung für Schüler & Studenten: 3 Euro auf den Kartenpreis der jeweiligen Preiskategorie.

Parken: Bitte nutzen Sie nach Möglichkeit die öffentlichen Parkplätze der Stadt Rothenburg, da die Parkmöglichkeiten am Wildbad selbst am Veranstaltungstag sehr begrenzt sind.

Nächster Vortrag vom Freundeskreis: "Weinberge umgeben die Stadt Rothenburg ob der Tauber"Mit seinem Vortrag präsentiert...
13/10/2026

Nächster Vortrag vom Freundeskreis: "Weinberge umgeben die Stadt Rothenburg ob der Tauber"

Mit seinem Vortrag präsentiert Peter Wiegner am Sonntag, 25.10. um 11 Uhr einen weiteren Eintrag der Reihe „Kunst sehen und verstehen“ des Freundeskreises RothenburgMuseum. Er erklärt anhand von Kupferstichen des Künstlers Johann Friedrich Schmidt was den Weinbau in Rothenburg ermöglichte und auf welche Weise er rund um die Stadt betrieben wurde. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt: 5 Euro. Inhaber einer Jahreskarte des RothenburgMuseums können den Vortrag kostenlos genießen.

Herbstliche Stadtansicht von Edward Harrison Compton - die Kobolzeller Steige lädt schon damals zum Spaziergang ins Taub...
12/10/2026

Herbstliche Stadtansicht von Edward Harrison Compton - die Kobolzeller Steige lädt schon damals zum Spaziergang ins Taubertal ein.

„Le Chajim! – Auf das Leben!“ lautet das Motto der 16. Jüdischen Kulturwoche in Rothenburg ob der Tauber, die vom 15. bi...
11/10/2026

„Le Chajim! – Auf das Leben!“ lautet das Motto der 16. Jüdischen Kulturwoche in Rothenburg ob der Tauber, die vom 15. bis 25. Oktober 2026 zahlreiche Veranstaltungen rund um jüdische Kultur, Geschichte und Gegenwart bietet. Vorträge, Filme, Konzerte, Workshops und eine Exkursion laden dazu ein, jüdisches Leben aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich zugleich mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde Rothenburgs auseinanderzusetzen.

Im Mittelpunkt der Kulturwoche steht der 22. Oktober. An diesem Tag wird an die jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner Rothenburgs erinnert, die am 22. Oktober 1938 unter dem nationalsozialistischen Terror aus der Stadt vertrieben wurden. Die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte ist ein wichtiger Bestandteil der Rothenburger Erinnerungskultur.

Jüdisches Leben gestern und heute
Das Programm verbindet historische Themen mit Einblicken in jüdisches Leben der Gegenwart. Zum Auftakt geht es unter anderem um persönliche Erfahrungen: Am 14. Oktober spricht Oliver Gußmann mit der Rothenburger Ärztin Anna Abitbol über ihr Leben als Jüdin in Deutschland und Israel.
Musik, Literatur und Film eröffnen weitere Zugänge zur jüdischen Kultur. Eine musikalische Lesung mit Thomas Sparr und der Capella Antiqua Bambergensis am 18. Oktober führt durch mehr als 800 Jahre jüdisch-deutscher Geschichte. Am 21. Oktober widmet sich ein Lyrikabend in der Stadtbücherei der Dichterin Hilde Domin und ihren Zeitgenossinnen Nelly Sachs und Ulla Hahn.
Mit der jüdischen Familiengeschichte in Böhmen beschäftigt sich am 19. Oktober die Buchvorstellung „Die Mühlsteins“ von Jan Mühlstein. Der Dokumentarfilm „Wir haben euch doch nichts getan!“ am 22. Oktober beleuchtet jüdisches Leben in Rothenburg im 20. Jahrhundert aus der Perspektive von Zeitzeugen. Weitere Filme führen am 20. Oktober mit „Tel Aviv – Beirut“ in den israelisch-libanesischen Konflikt und am 23. Oktober mit „SHTTL“ in ein ukrainisches jüdisches Dorf kurz vor dem deutschen Überfall 1941.

Kultur zum Mitmachen
Auch das gemeinsame Erleben kommt nicht zu kurz. Am 15. Oktober lädt ein Workshop zu israelischen Tänzen ein. Am 16. Oktober können Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem koscher-style Kochkurs mit Anat Kozlov moderne jüdische und israelische Küche kennenlernen und gemeinsam kochen.
Eine besondere Verbindung von Geschichte und Gegenwart bietet die Exkursion zum Erinnerungsort BADEHAUS in Wolfratshausen-Waldram am 17. Oktober. Der ehemalige Ort Föhrenwald steht exemplarisch für Krieg, Zerstörung, Flucht, jüdisches Leben nach 1945 und Neubeginn.
Den musikalischen Abschluss bildet am 24. Oktober das Ensemble WAKS mit dem multimedialen Konzert „Sofias Reisen“. Im Mittelpunkt steht die jüdisch-russische Musikethnologin Sofia Magid und ihre Sammlung jiddischer Lieder und Nigunim.

Ausstellung „Bauhaus weltweit“
Begleitend zur Kulturwoche ist samstags von 15.30 bis 18 Uhr in der Judengasse 10 die Ausstellung „Bauhaus weltweit – Jüdische Architekten der Moderne“ mit Fotografien von Jean Molitor zu sehen. Sie zeigt, wie vertriebene jüdische Baumeister das Neue Bauen nach 1933 von Europa über Israel bis nach Südamerika trugen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Recherchen von Dr. Kaija Voss. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Rothenburgs jüdische Geschichte
Rothenburg blickt auf eine lange jüdische Geschichte zurück. Bereits im Mittelalter bestand eine bedeutende jüdische Gemeinde, deren Geschichte eng mit der Entwicklung der Reichsstadt verbunden ist. Orte wie die Judengasse, die ehemalige Mikwe und der Gedenkstein am Kapellenplatz erinnern heute an jüdisches Leben in Rothenburg. Zugleich dokumentieren sie die Brüche und Verfolgungen, denen die jüdische Bevölkerung ausgesetzt war.
Regelmäßig findet zudem die Führung „Reinheit ob der Tauber – Jüdisches Leben in Rothenburg“ statt. Jeden Samstag um 14.30 Uhr startet die Führung am RothenburgMuseum und führt zu historischen Orten jüdischen Lebens in der Stadt.

Die Jüdische Kulturwoche „Le Chajim!“ möchte damit Geschichte nicht nur vermitteln, sondern Begegnung ermöglichen und jüdische Kultur als lebendigen Teil der Gegenwart sichtbar machen. Die Veranstaltungen werden durch die freundliche Förderung des Vereins Begegnung Christen und Juden Bayern (BCJ), der Stadt Rothenburg ob der Tauber und von Kulturerbe Bayern ermöglicht. Der Eintritt ist grundsätzlich frei, sofern nicht anders angegeben. Für einzelne Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich.
Das vollständige Programm mit Terminen, Veranstaltungsorten, Eintrittspreisen und Anmeldemöglichkeiten ist beim Veranstalter erhältlich.

Märchenzauber Teil 2 - wir verlassen das Rathausgewölbe und zieh um ins Klingenviertel: Ab dem 8.11. wird es auch hier m...
10/10/2026

Märchenzauber Teil 2 - wir verlassen das Rathausgewölbe und zieh um ins Klingenviertel: Ab dem 8.11. wird es auch hier märchenhaft. Im RothenburgMuseum lädt Nonne Sabine am 8.11. und 15.11 jeweils um 10:30 Uhr und 14 Uhr zu einem besonderen Rundgang mit neuen Geschichten und Abenteuern des Ritters Franz von Krausenstein ein. Märchenerzählerin Juliane Dehner ist wiederum am 9.11. und 10.11. jeweils um 17:30 Uhr mit ihrer Märchenstunde „Märchen von Schein und Sein“ im RothenburgMuseum zu Gast. Ebenfalls hier zu erleben ist das Stationentheater „Märchen durch Raum und Zeit“ am 14.11. um 16:30 Uhr und um 18 Uhr. Freuen Sie sich auf eine spannende Reise zu beliebten und bekannten Märchenklassikern. Anmeldung für alle 3 Formate unter: [email protected]

Größere Märchenfreunde ab 12 Jahren kommen im RothenburgMuseum ebenfalls auf Ihre Kosten, wenn am 15.11. um 19 Uhr das Maerenkabinett Nürnberg seine „Kuriositäten der Folklore" zum Besten gibt. Es erwartet Sie ein spannender Rundgang durch die alten Mauern des ehemaligen Dominikanerinnenklosters, gespickt mit allerhand makabren, skurrilen und gruseligen Geschichten und Anekdoten. Gruselig wird es am Freitag den 13.11. auch in der Stadtbücherei in der Klingengasse. Unter dem Titel „Die Uhr schlägt zwölf“ gibt es hier ab 17 Uhr schaurige Geschichten für Familien und Kinder ab 8 Jahren zu hören. Bereits am 12.11. nimmt Pfarrer Oliver Gußmann Sie um 17 Uhr mit in die Franziskanerkirche in der Herrngasse und gibt Anekdoten und Legenden aus dem Leben des Franz von Assisi zum Besten.

Vormerken: Der „Rothenburger Märchenzauber“ bietet vom 30.10. bis 15.11. ein buntes Programm für Groß und Klein. Vom 30....
09/10/2026

Vormerken: Der „Rothenburger Märchenzauber“ bietet vom 30.10. bis 15.11. ein buntes Programm für Groß und Klein. Vom 30.10. bis 7.11. erwartet die Besucher eine immersive Märchenwelt im Rathausgewölbe. Die täglich wechselnden Veranstaltungen von Konzerten über Märchentheater bis hin zur Märchenstunde bieten ein vielseitiges Angebot für jeden Geschmack. Auch der Märchenwald im Rathausgewölbe firmiert nun unter dem Namen Märchenzauber.

Rothenburg ob der Tauber wird Ende Oktober zur Bühne für Märchen, Musik und fantasievolle Geschichten: Vom 30. Oktober bis 7. November 2026 lädt das Programm vom Märchenzauber im Rathausgewölbe von formatF Programm für Kinder, Familien und Erwachsene abwechslungsreich ein. Unter dem Motto „Und wenn sie nicht gestorben sind …“ verbindet die Veranstaltungsreihe Märchen und Literatur mit Konzerten, Theater, Improvisation und besonderen Begegnungen. Erstmals firmiert das Programm von formatF somit wie die gesamten Kulturwochen im November nicht mehr als Märchenwald, sondern ebenso als Märchenzauber – das langfristige Ziel: beide Stränge sollen mehr und mehr zu einem gemeinsamen Auftritt zusammenwachsen.

Den Auftakt macht am Freitag, 30. Oktober, um 19.30 Uhr die Nürnberger Indie-Pop-Künstlerin Vronsy, die gemeinsam mit ihrem Bruder Tobias Lux eine emotionale Reise zwischen Soul, Jazz und Independent Pop präsentiert.

Am Samstag, 31. Oktober, steht um 15 Uhr bei einer Märchenstunde für Kinder und Erwachsene das gemeinsame Eintauchen in die Welt der Märchen auf dem Programm – mit Geschichten, Rätseln, Spielen und Mitmachaktionen. Am Abend folgen um 19.30 Uhr die Singer & Songwriter John Steam Jr. und Jana Lynn Rivers.

Theater, Musik und Märchen für die ganze Familie
Der Sonntag, 1. November, gehört dem Theater. Das Theater Mummpitz bringt um 15 Uhr mit „Foxtrott“ eine szenisch-musikalische Collage nach dem Bilderbuch von Helme Heine auf die Bühne. Das humorvolle Abenteuer erzählt von Freundschaft, Mut und der Freude am Entdecken.
Am Montag, 2. November, folgt um 17 Uhr „Frederick“ des Landestheaters Dinkelsbühl. Die Geschichte der berühmten Feldmaus verbindet Charme und Fantasie und richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Auch an den folgenden Abenden bleibt der Märchenzauber im Rathausgewölbe vielseitig: Judith Antkowiak präsentiert am 3. November mehrsprachiges Chanson, am 4. November sorgt das Improvisationstheater „Over the TOPpler“ für Geschichten, die unmittelbar aus Ideen und Zurufen des Publikums entstehen. Am 5. November stehen Julia Damiani und Frank Adelt mit einem Programm zwischen Konzert und Erzählkunst auf der Bühne.

Märchen als zeitlose Geschichten
Am Freitag, 6. November, widmet sich „Andersen anders – Szenische Lesung“ dem berühmten Märchendichter. Eine bewegende Lebensgeschichte wird dabei mit ausgewählten Märchen verbunden und zu einer poetischen Inszenierung mit Musik, Humor und leiser Melancholie.
Zum Abschluss am Samstag, 7. November, gibt es um 15 Uhr noch einmal eine Märchenstunde für Kinder und Erwachsene. Um 19.30 Uhr beschließt der Musicalchor „Stimmt.“ aus Dresden den Märchenzauber mit einem musikalischen Feuerwerk aus bekannten Melodien, Chorarrangements und bewegenden Geschichten.
Die Veranstaltungen finden im Kaminzimmer statt. Der Eintritt ist frei; die Künstlerinnen und Künstler freuen sich über Spenden.
Das Programm vom Märchenzauber im Rathausgewölbe zeigt damit einmal mehr, wie vielfältig Kultur in Rothenburg sein kann: Geschichten werden lebendig, Märchen treffen auf moderne Musik, Theater auf Improvisation und Literatur auf persönliche Begegnungen.

Ab dem 8.11. wird es dann rund um das Klingenviertel märchenhaft. Das Programm liefern wir euch morgen in der Übersicht.

Wo seid ihr bereits auf Rothenburg-Motive gestoßen? Diese Darstellung der Gerlachschmiede hat uns aus einem Café gleich ...
08/10/2026

Wo seid ihr bereits auf Rothenburg-Motive gestoßen? Diese Darstellung der Gerlachschmiede hat uns aus einem Café gleich neben dem Königspalast im indonesischen Jakarta erreicht.

Rothenburger Diskurs am Campus:  „Raum und Traum“ Am 16. Oktober 2026, 19 Uhr, spricht Prof. Dr. Michael Mönninger im Hö...
07/10/2026

Rothenburger Diskurs am Campus:
„Raum und Traum“

Am 16. Oktober 2026, 19 Uhr, spricht Prof. Dr. Michael
Mönninger im Hörsaal des Campus Rothenburg am
Hornburgweg 26. Mönninger zählt deutschlandweit zu den
namhaftesten Architekturkritikern.

Den Wert des Schlafs als Zugang zu einer höheren Wirklichkeit schätzten die französischen Surrealisten so sehr, dass der Schriftsteller Saint-Pol-Roux, wenn er sich morgens niederlegte, an
seiner Tür ein Schild anbrachte: „Le poéte travaille - der Dichter arbeitet.“ Die surrealistische Feier von Schlaf und Traum bildete einen Höhepunkt in der Kulturgeschichte der menschlichen Weltabwesenheit. Der rätselhafte Geisteszustand des totalen Kontrollverlustes war zu allen Zeiten ebenso tief bewegend wie irritierend. Die Wehrlosigkeit Schlafender in ihrem verletzbarsten Zustand räumlich zu schützen müsste eigentlich ein zentrales Motiv der menschlichen Weltherstellung sein.

Aber so ist es nicht. Wenn Architekten:innen sich heute dem Schlaf widmen, kommen räumlich meist nur Normgrundrisse und Minimalzuschnitte heraus, wie sie in der Moderne entwickelt wurden. Daher braucht es einen Überblick über empathischere Zugänge zur Nachtseite des Lebens, die erstaunlicherweise sehr selten sind. Die gering geschätzte Arbeit der Designer von Appartments und Hotels, die sich energisch um Räumlichkeit, Möblierung, Dekoration und Atmosphäre von Schlafräumen bemühen, sollte endlich auch baugeschichtlich und kulturwissen
schaftlich ernst genommen werden.

Die Suche nach der optimalen Beherbergung des Schlafes bewegt sich zwischen der architektonischen Monumentalform des normannischen Burgenbaus, der eine Inspiration für Louis
Kahn war, und den schwebendenden Raumkapseln, mit denen sich die Wiener Aktionisten Coop Himmelb(l)au auf die nächtliche Himmelfahrt begeben. Wenn es eines Tages gelingen sollte, die
Architektur von ihrer Nachtseite des Schlafes her zu verstehen, werden ihre Nutzer:innen auch im Tageslicht davon profitieren.
Für ein umfassendes Verständnis des Schlafes gehört ein Blick auf seine historischen Epochen der Verehrung und Verdammung.

Schlafenden drohte stets Unheil - wie dem geblendeten Polyphem,
der enthaupteten Medusa oder dem wahnsinnig gewordenen Dionysos. Dagen hielten Plato und Aristoteles die regelmäßige Geistesnacht für unvereinbar mit der attischen Ethik der Wachsamkeit und predigten das Dauerwachsein. Die Schlafverachtung vererbte sich im Laufe der Jahrhunderte
von der klassischen römischen Zeit über Luther bis hin zu den Aufklärern des 18. Jahrhunderts. Den Höhepunkt markierte Napoleon mit dem Ausspruch. „Der Mann schläft vier Stunden, die Frau fünf, der Idiot sechs.“

Doch gegenläufig dazu entwickelte sich der Schlafgott Hypnos in der Kunst und Dichtung zum Lieblingsgott der Musen. Schon die Spätantike sah den Schlaf als Begegnung mit den Göttern und
maß ihm sogar seherische Kräfte bei. Mystiker und Magier verteidigten die archaische Kreativität des Schlafs als Idylle aus einer früheren menschlichen Kulturstufe. In der beginnenden Moderne stieg der Schlaf schließlich zum Königsweg bei der Erforschung des Unbewussten auf. Und die Nobilitierung der träumerisch-genialen Bewusstlosigkeit reichte vom Magnetismus-Forscher Mesmer über Lord Byron, Heine, Rilke und Sigmund Freud bis Thomas Mann, Walter Benjamin und Peter Sloterdijk. Es geht beim Schlaf nicht um das bloße Ausspannen, Ausruhen und Regenerieren, sondern um eine existenzielle anthropologische Universalie, die die Grundlage für unser Wachbewusstein, unsere Rationalität und unser Weltverhältnis darstellt.

Die neuere wissenschaftliche Schlafforschung gerade im angelsächsischen Raum arbeitet nicht mehr nur mit EEG-Messungen und Schlaflaboren, sondern unterhält verblüffende Kooperationen mit ostasiatischen Meditationsschulen, Bewusstseinslehren und Achtsamkeitstherapien, um
mentale Zustände zu erforschen, die weit über Ich-Identität, Subjektivität und Intentionalität hinausgehen. Dort werden Schlaf, Meditation und Gebet als verwandte Ausdrucksformen
verstanden, in denen sich das Alltags-Ich als profunde Illusion entpuppt. Das bringt das Thema auf ein ganz neues, noch unübersehbares Feld angewandter Neurowissenschaften und
Kognitionsforschung. Die Beantwortung der Frage, ob dies dazu beiträgt, die großen Rätsel zu klären, die wir das Unverfügbare, Nicht-Identische, Numinose, Kontingente, Unaussprechliche
nennen, wäre aller Anstrengungen wert. Die Erhöhung der Lebensqualität entnächtigter, daueraktiver, aufmerksamkeitsgestörter, depressiver Gesellschaften könnte dabei ein erfreulicher Nebeneffekt sein.

Michael Mönninger (*1958 in Paderborn) lehrt an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig „Geschichte und Theorie der Bau- und Raumkunst“. Nach seinem Studium der Germanistik, Philosophie, Soziologie und Kunstgeschichte in Frankfurt
am Main und Karlsruhe und früher journalistischer Tätigkeit wurde er 1995 in Karlsruhe bei Heinrich Klotz und Hans Belting über Kunsttheorie im 19. Jahrhundert promoviert. Von 1986 bis 2007 Redakteur, Architekturkritiker und Auslandskorrespondent unter anderem bei F.A.Z., SPIEGEL und DIE ZEIT.

1995-1996 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
1999-2000 Lehrstuhlvertretung für Friedrich Achleitner an der Universität für Angewandte Kunst Wien.
Seit 2007 Universitätsprofessor für Geschichte und Theorie der Bau- und Raumkunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

Forschungsschwerpunkte: Städtebau zwischen Historismus und Moderne, Raumtheorie, Architekturanthropologie.
Michael Mönninger ist u.a. Herausgeber der Camillo Sitte Gesamtausgabe. Bd. 1 – 6 (Böhlau Verlag, Wien-Köln-Weimar 2003-2014).

Im Tagungsband „Der Rothenburger Weg“ publizierte er
2023 den Beitrag „Die Ökonomie des Pittoresken“. Mönninger ist regelmäßiger Architekturkritiker und Rezensent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Prof. Dr. Michael Mönninger macht am 16. Oktober den Auftakt zur diesjährigen Diskurs-Reihe am Campus Rothenburg, die im Wintersemester 2026/27 unter dem Oberthema „Der Sinn des
Lebens“ steht.
Veranstaltungsort: Hörsaal „Gym“ des Campus Rothenburg,
Hornburgweg 26, 91541 Rothenburg ob der Tauber

Weitere Termine:
13. November 2026, 19 Uhr Anna Kaindl M.A., „Wer steuert wen? Sinnfragen im Zeitalter von KI & Digital Marketing“
29. Januar 2027, 19 Uhr Dr. Oliver Gußmann, „Pilgern und Sinnsuche“
26. Februar 2027, 19 Uhr Prof. Dr. Katharina Klug, „Lässt sich Sinn kaufen? Der (Un-)Sinn des Konsumierens“

Alle Rothenburger Diskurse am Campus Rothenburg werden seitens der Stadt Rothenburg ob der Tauber und des Campus Rothenburg der Hochschule Ansbach kostenfrei angeboten.

Adresse

Klosterhof 5
Rothenburg Ob Der Tauber
91541

Öffnungszeiten

Montag 14:00 - 17:00
Dienstag 14:00 - 17:00
Mittwoch 14:00 - 17:00
Donnerstag 14:00 - 17:00
Freitag 14:00 - 17:00
Samstag 14:00 - 17:00
Sonntag 14:00 - 17:00

Telefon

+499861939043

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