14/10/2026
Lebenslinien. Über Grenzen hinweg
Lifelines. Walking across borders
Am Donnerstag, 8. Oktober fand die gut besuchte Vernissage der Ausstellung von Hanna Melnykova im Ratssaal des Zentrums für verfolgte Künste statt. Ihre Bilder seien „materielle Spuren gelebter Zeit und verkörperter Erfahrung", so die Fotokünstlerin. Hanna Melnykova erzählte von der Freundlichkeit und Offenheit, die ihr auf der dreimonatigen Wanderung von Düsseldorf bis zur polnisch-ukrainischen Grenze begegneten. Das Thema der Ausstellung wird auch für die Besucher:innen durch das Durchschreiten der Vorhänge, die die polnisch-ukrainische Grenze abbilden, körperlich erfahrbar.
Eine bewegende Ausstellung als Kommentar zum Ukrainekrieg. Im Sommer 2025 wanderte Melnykova von Deutschland in die Ukraine und dokumentierte ihren "performativen Spaziergang" fotografisch. Die Ausstellung zeigt ihre Auseinandersetzung mit Migration, Widerstandsfähigkeit, kultureller Verbundenheit in der aktuellen geopolitischen Landschaft. Die symbolische Bedeutung dieses Spaziergangs: Er steht stellvertretend für das Leben selbst. Die für das Projekt festgelegte Route veranschaulicht die Grenzen zwischen Nationen und verkörpert die Kluft zwischen Vergangenheit und Zukunft sowie persönlicher und kollektiver Transformation.
8. Oktober – 8. November 2026
Zentrum für verfolgte Künste
Wuppertaler Straße 160, 42653 Solingen