14/04/2026
Herzlich Willkommen am Museum Kloster Banz (MKB) lieber Montuemhat!
Als Neuerwerbung aus der Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB), zeigt das Museums Kloster Banz (MKB) seit März 2026 in der Orientalischen Sammlung den Gipsabguss einer Statue des Montuemhat.
Montuemhat war einer der bedeutendsten Beamten am Ende der 25. und Beginn der 26. Dynastie im antiken Ägypten um 660 v. Chr.. Die politischen Titel des Montuemhat waren unter anderem Bürgermeister von Theben, Vierter Priester des Amun und Vorsteher von Oberägypten.
Während seiner rund 30-jährigen Amtszeit erlebte er drei Umbruchzeiten und überstand diese sowohl politisch als auch persönlich und konnte seine gesellschaftliche wie auch politische Position sogar weiter festigen.
Dass Montuemhat eine hochgestellte Persönlichkeit war, davon zeugen zahlreiche archäologische Funde und Quellenbelege. Besonders beeindruckend ist sein Grab im oberägyptischen antiken Theben, dem heutigen modernen Luxor. Ferner finden sich, verteilt in archäologischen Museen weltweit, mehrere Denkmäler und Statuen dieser antiken Persönlichkeit.
Die originalgetreue Nachbildung einer dieser Statuen hat nun im Museum in Kloster Banz (MKB) eine neue >Heimat< gefunden. Das Original aus Hartgestein (Granit) mit der Inventarnummer (ÄE17271) wird im Neuen Museum / im Ägyptischen Museum Berlin (ÄMP) auf der Museumsinsel in Berlin gezeigt.
Die unterlebensgroße Statue (Sitzstatue) zeigt Montuemhat sitzend auf einem Stuhl. Er ist in ein langes, enganliegendes Gewand gekleidet. Auf dem Kopf trägt die Statue eine aus feinen Strähnen bestehende Beutelperücke. Am Kinn der Statue zeigt sich ein kurzer, künstlicher Beamtenbart. Die hieroglyphischen Inschriften auf der Statue nennen die Titel des Montuemhat.
Der Gipsabguss wurde durch die Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) in Handarbeit für das Museum Kloster Banz (MKB) angefertigt. Mit diesem Ausstellungsstück wird die im Jahre 1838 von Herzog Max in Bayern konzipierte Orientalische Sammlung nunmehr um eine bislang fehlende Objektgattung vervollständigt und hierdurch gleichsam eine vermutlich in den 1950 / 1960 Jahren entstandene Lücke im historischen Objektbestand der Orientalischen Sammlung geschlossen.