17/05/2026
Der 15-Euro-Nistkasten, der 200 Euro Schädlingsbekämpfung ersetzt.
Baut ihn dieses Wochenende. Sie sucht gerade nach Höhlen.
Ein lautloser nächtlicher Schädlingsjäger zieht jede Nacht Kreise über eurem Viertel auf der Suche nach einer Höhle zum Einziehen.
Der Waldkauz jagt Mäuse, Wühlmäuse, Spitzmäuse, Insekten und Frösche — jede Nacht, ganzjährig, bei jedem Wetter. Er jagt per Gehör mit asymmetrisch platzierten Ohren, die Beute in völliger Dunkelheit triangulieren. Er fängt Mäuse unter Schnee, in Laubstreu und in offenen Schuppen.
Er findet keinen Nistplatz. Die alten Bäume wurden entfernt. Die Gebäudespalten wurden versiegelt. Die hohlen Obstbäume gefällt.
Ein Nistkasten löst das.
Der Bau:
Mindestmaße: 25×25 cm Grundfläche, 42 cm Höhe. Einflugloch: 11×12 cm (oder 12 cm Durchmesser rund). Unbehandeltes Nadelholz, 2 cm stark. Kein Anstrich, keine Imprägnierung. 5-7 cm trockene Holzschnitzel als Einstreu — der Waldkauz bringt kein Nestmaterial ein. Abflusslöcher im Boden. Kontrollklappe seitlich oder hinten für die Reinigung im Herbst. Marderschutz empfohlen.
Die Platzierung:
Einflugloch nach Osten oder Südosten ausrichten. Gute Einflugmöglichkeiten müssen gewährleistet sein. 4-6 Meter Höhe an einem Baum oder Gebäude. Freier Anflug ohne Äste im direkten Eingangsbereich.
Wichtiger Hinweis:
Vor der Anbringung prüfen, ob kleinere Eulenarten (Steinkauz, Schleiereule, Waldohreule) in der Umgebung vorkommen — der Waldkauz ist für alle kleineren Eulenarten eine ernsthafte Bedrohung. Im Zweifelsfall beim lokalen NABU nachfragen.
Was ihr erwarten könnt:
Waldkäuze beginnen meist Mitte Februar bis Anfang März mit der Brut. Am besten hängt man Kästen im Spätsommer oder Herbst auf, damit sie zur nächsten Brutsaison angenommen werden können. Wenn er im ersten Jahr nicht einzieht: Kasten lassen. Die Annahmerate steigt im zweiten Jahr deutlich.
Der Waldkauz ist bereits in eurem Viertel. Er braucht nur eine Adresse. 🦉