09/07/2025
TINY TALKS
Dein Fokus in der Musik liegt auf dem US-amerikanischen Jazz der 1960er Jahre sowie aktuellen Avantgarde-Jazz-Strömungen aus den USA und Europa. Was begeistert dich an dieser Musik?
Der Jazz aus den 60ern hat einfach so eine bestimmte Klanglichkeit, die mich begeistert und viel Swing-Playing. Hier geht es mir vor allem um den individuellen Sound/ das individuelle Spiel einzelner Akteur:innen und davon ausgehend dann auch um verschiedene Bands. Ich denke hier vor allem an Billy Higgins, Joe Henderson, John Coltrane’s Quartett und seine letzte Band, Ornette Coleman’s QuarteM (unbedingt auch mit Ed Blackwell), Eric Dolphy’s Band mit Booker Little, Clifford Jordan und Cedar Walton und natürlich auch an Paul Motian.
Vieles, was mir bei dieser Musik gut gefällt, begegnet mir auch immer wieder im heutigen Jazz, vor allem im Avantgarde-Bereich. Die Art und Weise wie dort gespielt wird, knüpft für mich sehr an das Revoluzzertum der oben genannten an und inspiriert mich dazu, meine eigenen musikalischen Ideen auszuformulieren.
Lucas Klein (*1996 in Villingen-Schwenningen) ist Schlagzeuger und Komponist mit Wohnsitz in Berlin. Von 2015 bis 2021 studierte er am Institut für Jazz/Pop der HMDK Stuttgart. Aktuell arbeitet er vor allem an seinem eigenen Projekt FORK und als Duo Storno+Storno mit dem Basler Tenorsaxofonisten Lennard Fiehn zusammen. Außerdem ist er Mitglied in zahlreichen, vorwiegend süddeutschen Bands, wie dem Clara Vetter Trio und dem Samuel Restle Oktett. Zudem ist Lucas Klein Initiator von Durch Bruch, einem Veranstaltungsformat in Stuttgart für experimentelle Kunst und interdisziplinären Austausch.
Das vollständige Interview unter:
https://www.kunststiftung.de/portraitdetail/lucas-klein-2.html
Foto: © SWR