16/10/2025
Deckeldose "Farne", Feinsilber,
Tokyo 2010, MZ: Otsuki Masako
Als Absolventin für Designstudien der Tama-Universität Tokyo, hat sich die Künstlerin Otsuki Masako (1943 - 2022) in ihrem zweiten Studiengang mit der Metallbearbeitung befasst. Ihr Markenzeichen wurden Metallarbeiten in Hatsuri Tagane, eine Technik in welcher sie große Meisterschaft erlangte und mit ihren Werken über die Landesgrenzen hinaus bis in die Vereinigten Staaten Bekanntheit erlangte.
Die subtraktive Technik ist ein Verfahren, bei der das Muster in das sehr dickwandige Metall unter Zuhilfenahme eines Hatsuri (einer Art Meißel) bildhauerisch hineingeschnitten wird. Diese Technik verleiht den Werken einen besonderen, dreidimensionalen Effekt mit Tiefe und Schatten, welcher bei dieser Arbeit durch die Patinierung (die zudem einen Anlaufschutz darstellt) besonders verstärkt wird. Partielle Emailleeinlagen an der Deckeloberseite setzen weitere dekorative Akzente mit einer bewusst gewählten Asymmetrie der oberen Emailleeinlagen, die links in schwarz und rechts in sehr dunklem Blau gehalten sind. Ein Detail das erst nach sehr genauer Betrachtung offenbar wird.
Ihr künstlerisches Konzept war es, in ihren Werken die Kraft der Natur und der Elemente sowie die Energie die von diesen in Himmel und Weltraum strömen, zum Ausdruck zu bringen.
Eine Vase der Künstlerin befindet sich unter anderem im Metropolitan Museum of Art, New York.
Bis Sonntag kann die Arbeit neben einer kleinen, aber feinen Auswahl weiterer Objekte der zeitgenössischen japanischen Silberschmiedekunst an unserem Stand D12 auf der bewundert und erworben werden.