01/06/2026
Neuer Monat heißt auch neuer Fund des Monats: Im Juni präsentieren die Museen Weißenburg euch vier Fragmente einer römischen Inschrift.
Schriftliche Zeugnisse auf unterschiedlichen Trägermaterialen aus der römischen Antike gibt es einige. Seien es Wachs- oder Holztäfelchen, römische Papyri aus Ägypten oder Graffiti an Häuserwänden in Pompeji und Herculaneum. Außerdem gibt es auch gemeißelte Inschriften, zu denen diese vier Fragmente zählen und die, sofern nicht zerstört die Zeit besser überdauern. Gefunden wurden die vier Fragmente im Kastell Biriciana (Weißenburg). Verwendet wurde hierfür lokaler Kalkstein, deren Lettern in Rot gefasst waren, um sie besser vom weißen Stein abzuheben. Was genau die Inschrift umschreibt, ist anhand der wenigen Buchstaben leider nicht mehr zu rekonstruieren. Klar zu erkennen sind noch einzelne Buchstaben wie R, V, O und H.
Stein ist kein Garant für Ewigkeit! Nicht selten kam es nach einem Wechsel eines unbeliebten Kaisers oder anderen Person der Öffentlichkeit dazu, dass angefertigte Inschriften aus Unmut der unmittelbaren Zeitzeugen vernichtet, bzw. ausgemeißelt wurden. Diesen Vorgang nennt man Damnatio Memoriae, also „Auslöschung der Erinnerung“. So geschehen beispielsweise mit der Bauinschrift des Kastells Sablonetum (Ellingen), in der die Widmung für Kaiser Commodus entfernt wurde. Zu sehen im 1. Stock des RömerMuseums hier bei uns in Weißenburg.
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