16/10/2026
405 jüdische Häftlinge. Ein Transport nach Auschwitz. Einer von ihnen war Robert Danneberg.
Am 16. Oktober 1942 stellte die SS im KZ Buchenwald 405 jüdische Häftlinge für die Deportation nach Auschwitz zusammen. Einen Tag später verließ der Zug den Güterbahnhof Weimar. Am 19. Oktober erreichte der Transport Auschwitz.
Unter den Deportierten befand sich Robert Danneberg, einer der prägenden Sozialdemokraten des „Roten Wien“. Er hatte sich für Demokratie, sozialen Wohnungsbau und bessere Lebensbedingungen für Arbeiter eingesetzt.
Nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 wurde er verhaftet und über Dachau nach Buchenwald verschleppt. Seine Frau Gertrud kämpfte jahrelang um seine Freilassung – vergeblich.
Danneberg überlebte zunächst die Selektion in Auschwitz. Mitte Dezember 1942 starb er dort.
Seine Geschichte erinnert daran, dass hinter den Zahlen der nationalsozialistischen Deportationen Menschen standen: mit Familien, Überzeugungen, Hoffnungen und einem Leben vor ihrer Verfolgung.
Auch der Güterbahnhof Weimar war Teil dieser Geschichte. Mitten in der Stadt wurden Menschen über das Schienennetz der Deutschen Reichsbahn in die Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert.
Die Geschichte der Deportationen aus Buchenwald ist auch eine Geschichte der Stadt Weimar.