26/05/2026
🎨 Bisher haben wir euch Carl Grossberg vor allem als Maler vorgestellt.
Doch er hatte noch weitere spannende Tätigkeitsfelder!📐
1931 entwickelte Carl Grossberg für die Norddeutsche Tapetenfabrik NORTA in Langenhagen die sogenannte „Grossberg-Eintontapete“. Dabei handelte es sich um eine Raufasertapete in 77 sorgfältig abgestimmten Pastelltönen, die sich besonders gut miteinander kombinieren ließen.
Die Tapete wurde ein großer Erfolg und zeigte Grossbergs Interesse an Farb- und Raumgestaltung, das eng mit seiner Ausbildung am Bauhaus und seinem Architekturstudium verbunden war.
Das zugehörige Gemälde zeigt eine Tapetendruckmaschine aus der Produktion von NORTA. Grossberg stellt die Maschine monumental und detailreich dar. Im Hintergrund hängen orangefarbene Tapetenbahnen zum Trocknen.
Mit dem Architekten Erich Mendelsohn arbeitete Grossberg an einem Glasfenster für die Kapelle des jüdischen Friedhofs in Königsberg sowie an der Innenausstattung des Berliner Lichtspieltheaters „Universum“, zusammen.
Zudem übernahm er zahlreiche Aufträge zur Modernisierung von Wohnungen und Geschäftsräumen, bei denen er moderne Möbel, Beleuchtung und Bauhaus-Design einsetzte.
Zeitweise zog auch Eduard von der Heydt in Betracht, Grossberg mit der Farbgestaltung seines Hotels auf dem Monte Verità bei Ascona zu beauftragen, entschied sich letztlich jedoch für den Architekten Emil Fahrenkamp.
In den Slides ist zu sehen, wie die von Grossberg gestaltete Raumwirkung in Farbe ausgesehen haben könnte: Grundlage dafür sind historische Fotos aus seinen Unterlagen, die mithilfe von KI farblich rekonstruiert wurden.
Würdet ihr eure Wände mit „Grossbergs-Eintontapete“ tapezieren? 🧑🏼🎨
Carl Grossberg, Papiermaschine,1934, Privatsammlung
Carl Grossberg, Papierlager 1939, Museum im Kulturspeicher Würzburg
Treppenhaus, Wohnraum, Wintergarten, alle Wohnhausumbau Dr. Müller, Nürnberg, ausgeführt von Carl Grossberg (koloriert mithilfe von KI)