16/05/2026
Nur noch wenige Tage: Sonderausstellung „Form in Fahrt. Automobile Skulpturen von Alexander Stollberg“
Kurator Randy Kämpf fragte Alexander Stollberg in einem Interview: „Mit welchem Material arbeiten Sie am liebsten?“
„Als gebürtiger Dresdner bin ich natürlich sehr vom Sandstein geprägt, aber ich arbeite auch gern mit Marmor und Muschelkalk.“, so Alexander Stollberg. „Jedes Material hat seine eigene Persönlichkeit: mal matt und warm, mal glänzend und kühl oder mit spannenden Einschlüssen, die von jahrtausendealter Geologiegeschichte erzählen. Jede Steinart hat etwas Besonderes und symbolisiert Zeitlosigkeit und Dauerhaftigkeit. Die Menschen – ob Römer, Griechen oder Ägypter – haben schon immer bedeutsame Dinge ihrer Zeit in Stein ausgedrückt.“
Randy Kämpf: „Wie kamen Sie dazu, sich mit dem Material Holz auseinanderzusetzen und woher entsprang die Inspiration?“
Alexander Stollberg: „Ich bin stets auf der Suche nach interessanten und neuen Materialien. Mein erstes „Holzauto“ entstand 2016, also vor genau zehn Jahren. Es ist noch aus vollem Holz gearbeitet, ich habe dafür Ahorn verwendet. Danach habe ich mich aber auf Schichtholz spezialisiert, weil sich damit die Stromlinienform besonders schön herausarbeiten lässt. Ich hatte das Thema Multiplex und Profilierung, also die Darstellung von Linien, in einer Zeitschrift gesehen und war von der Idee gleich begeistert. Abgesehen davon, dass ich schon früher Holz für Designmodelle verwendet habe, gefiel mir auch die Verbindung zum Modellbau, bei dem ja Holz für die Prototypen zum Einsatz kommt. Für meine Arbeiten nehme ich mir allerdings die künstlerische Freiheit, sie zugunsten der Ästhetik nicht zu einhundert Prozent maßstabsgetreu zu fertigen, sondern ihre fließende Form in den Vordergrund zu stellen.“
Nur noch bis 31.5.26: Sonderausstellung „Form in Fahrt. Automobile Skulpturen von Alexander Stollberg“
Lucca - einmal in Sandstein, einmal in Holz